Meine Entscheidung zur BTW17

19. September 2017

Was soll ich sagen, ich schließe mich dem Kerl an: „Hier ist meine Entscheidung, macht ihr doch, was ihr wollt!“ hat Berlins Blogger Johnny Haeusler nämlich am Montag in sein Spreeblick-Blog geschrieben und seine Wahlentscheidung so erläutert:“

CDU
Ich habe noch immer Kopfschmerzen von der Kohl-Ära, und obwohl ich in den letzten Jahren durchaus auch Respekt vor Angela Merkel gelernt habe, bin ich davon überzeugt, dass mit der CDU kein modernisiertes Land, kein Umdenken in eine Richtung passieren wird, die mir gefallen könnte. Die CDU ist und bleibt die Partei der Analogen, Alten und Sehrgutverdiener, und obwohl ich selbst nicht mehr der Jüngste bin und auch nicht schlecht verdiene, möchte ich Politik, die sich um die Schwachen kümmert und die Entsolidarisierung der Gesellschaft nicht noch weiter vorantreibt. Mir geht die Finanzpolitik von Schäuble gegen den Strich und ich halte Thomas de Maizière für gefährlich. Gesundheits-, Bildungs-, Internet-, Steuer-, Sicherheits- und Sozialpolitik möchte ich nicht weiter von der CDU bestimmt sehen.

 

SPD
Die SPD gibt sich mit Martin Schulz augenscheinlich Mühe, den Weg zurück zu alten Tugenden zu finden und dabei den Blick nach vorn zu behalten. Ich glaube, sie können in der Opposition sehr gut unter Beweis stellen, ob sie das auch durchziehen, denn innerhalb der Großen Koalition hat es ja nicht geklappt [Am Schrecklichsten und für mich schrecklich enttäuschend war dabei die rückgratlose Rechtspolitik unter Justizminister Heiko Maas]. Ich weiß, dass viele Leute in der SPD gute Arbeit machen und machen wollen, ich wünsche ihnen daher ernsthaft viele Stimmen. Meine wird diesmal nicht dabei sein.

 

Die Linke
Ich kann verstehen, warum manche Leute, die ich kenne, Die Linke wählen wollen – ich kann aber, wenn ich die Sozialisierung und Lebenssituation einzelner Menschen kennenlerne, beinahe (!) jede Partei-Entscheidung nachvollziehen. Doch für mich ist Die Linke nicht die richtige Partei. Ich unterstütze einige Positionen, fühle mich aber immer wieder abgeschreckt von einzelnen anderen Positionen oder Personen.

 

FDP
Die FDP steht für mich noch immer für „Der Markt wird das schon richten“ und da er das nicht tun wird und ich auch gar nicht möchte, dass er das tut, werde ich auch nie FDP wählen. Es kommen noch einige Punkte der letzten Wochen hinzu, die mich die FDP nicht wählen lassen, aber mir ist selbst die Zeit zu kostbar, dazu noch mehr zu tippen. Obwohl ihr Programm in Sachen Digitalisierung im Vergleich mit den meisten anderen Parteien zu den umfangreicheren gehört.“

Die Partei und die Piraten
hat Haeusler ebenfalls kenntnisreich analysiert. Sie sind für mich keine ernsthafte Wahl.

„Bündnis 90/Die Grünen
Bleiben also für mich Die Grünen. Die Partei, die sich lange vor allen anderen mit Umweltschutz, Klima, Energie und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt hat, mit den Themen also, ohne die keine Partei auf dem aktuellen Parkett auftreten darf. Und auch die Partei, die – wie alle anderen Parteien auch – in ihrer Vergangenheit schwerwiegende Fehler begangen hat. Die Grünen sind für mich in diesem Jahr dennoch die Partei meiner Wahl, da ich ihnen den Wunsch nach Aufarbeitung solcher Fehler abnehme und den Eindruck habe, dass sie ihre eigene Modernisierung ernsthaft vorantreiben. Ich hoffe daher, dass ihnen das auch beim Land tatsächlich wichtig ist. Zudem habe ich in den letzten Jahren einige aktive Grüne kennengelernt, die ich für sehr fähig halte und deren Standpunkte ich weitgehend teile.

Ich möchte mit dafür sorgen, dass die Grünen im Bundestag vertreten bleiben. Die Gefahr einer Koalition mit der CDU ist mir bewusst, und ob es wirklich bei einem kategorischen Ausschluss einer Koalition (auch) mit der FDP bleibt, das wird wohl nur die nahe Zukunft zeigen … in beiden Fällen wäre ich aber eher froh, wenn die Grünen wenigstens auch mit am Tisch säßen. Oder eben in der Opposition, auch okay.

Ich hatte diesen Artikel zuerst als „Wahlempfehlung“ betitelt, aber ihr seid ja alle erwachsen. Hier ist meine Entscheidung, macht ihr doch, was ihr wollt!

Bündnis 90/Die Grünen. “ (Johnny Haeusler)

Ich, der Betreiber dieses kleines Blogs, setze hinzu:
Meine auch.

Weil Johnny Haeusler nichts zur

Erststimme
im Wahlkreis Mittelems schreibt (warum auch?), ich allerdings schon: Meine Erststimme werde ich im Wahlkreis Dr. Daniela de Ridder (SPD) geben. Sie hat mich in der vergangenen Legislaturperiode standhaft gerade auch gegen die Große Koalition  in wichtigen Fragen überzeugt. Übrigens empfehle ich den abgeordnetenwatch-Kandidatencheck, an dem CDU-Mann Albert Stegemann erst gar nicht teilnimmt – peinlich.

Der geschätzte FDP-Kollege Jens Beeck aus dem Lingener Stadtrat muss das erst einmal schaffen. Er ist Platz 2.

Haeuslers „Hinweis

Es ist in Deutschland eher unpopulär, die eigene Wahlentscheidung öffentlich zu machen, da man sich angreifbar macht. Ich halte es aber im Rahmen von sinnvollen Diskursen in einer Demokratie für hilfreich, zu persönlichen Entscheidungen zu stehen, sie ansatzweise zu erklären und dann andere Position anzuhören.

Ich bin daher dankbar für eben jene andere Positionen/Gedanken in den Kommentaren, bitte aber darum, die eigene Wahlentscheidung  mit anzugeben und mit ein paar Worten zu begründen. Dankeschön.“

Haeusler schreibt,
dass die eigene Wahlentscheidung „natürlich auch eine Nichtwahl sein kann“. Nun, das kann und darf sie nicht sein, Johnny Haeusler. Da unterscheiden wir uns. Denn wer nicht wählt, stärkt die Braunen, die sich zurzeit blau anstreichen.

„Den oft gehörten Vorwurf, alle Parteien seien mehr oder weniger gleich, halte ich für Unsinn. Und wem die absolut richtige Partei fehlt, die seiner Meinung nach auch viele andere Menschen ansprechen würde, der kann sie sogar selbst gründen. Wem das zu viel ist, der kann Vereine oder Initiativen gründen oder sich ehrenamtlich engagieren oder anders und vielleicht sehr lokal politisch aktiv werden, ohne Parteimitglied sein zu müssen.“ Beispielsweise Die BürgerNahen, denke ich da gerade… „Bei allem Gemecker, bei dem ich ja manchmal selbst gerne dabei bin: Das ist im Prinzip alles schon ziemlich okay. Und besser geht natürlich trotzdem immer.“

Absolut! So ist es. Danke nach Berlin.

 

Was wäre…

14. Oktober 2016

wenn Twitter uns gehörte?

Twitter steht zum Verkauf – angeblich. Weil es aber derzeit so aussieht, als würde sich nur noch Salesforce für einen Kauf interessieren, und weil Twitter gleichzeitig für viele Menschen eines der wichtigsten Social-Media-Tools ist, werden Stimmen laut, die darüber nachdenken, den Kauf selbst in die Hand zu nehmen. Kooperative Plattform-Inhaberschaft ist dabei nichts Neues und nicht so undenkbar, wie man zuerst meinen könnte.

twitterusersMich interessiert für diese Kolumne jedoch nicht so sehr die potentielle Kaufabwicklung. Sondern das Danach. Wie würde eine Gruppe von Investor*innen und Twitter-Fans die Plattform betreuen, regeln, betreiben? Was würden wir anders machen als das aktuelle Twitter-Management?

Um das herauszufinden, habe ich ein Google Doc vorbereitet, an dem sich jede und jeder beteiligen kann, die oder der Lust auf ein kleines Online-Experiment hat, ein Gedankenspiel. Es soll die spielerisch und gemeinsam entwickelte Grundlage für eine kooperative Inhaberschaft von Twitter werden, die Blaupause sozusagen. Und ich würde mich freuen, wenn ihr dabei seid und dieses Dokument in den kommenden Tagen wächst. Die Auswertung folgt dann kommende Woche.

[mehr…]

(Quelle: Spreeblick)

TINCON

21. Mai 2016

TINCON

Nach zehn Jahren re:publica nun also eine weiteres Event, das diesmal nicht in den re:publica-Räumen in Mitte, sondern mit kleinem Team im Spreeblick-Headquarter in Kreuzberg entsteht. Die TINCON nämlich, die vom 27.-29. Mai im Berliner Haus der Festspiele stattfinden wird.

Als Tanja und ich in den letzten Jahren mit unserem Buch Netzgemüse herumreisten, fiel uns in den vielen Gesprächen mit Eltern und Lehrerinnen und Lehrern auf, dass sich zwar sehr viele Menschen um die Gegenwart und Zukunft derjenigen sorgten, die in eine digitale Welt hineingeboren wurden; dass es aber viel zu wenig Raum und Bühne für genau diese Generation gab. Um sich und ihre Helden und Medien zu feiern, zu erkunden, zu diskutieren, zu erleben.

Mit der TINCON ändern wir das. Wer die re:publica kennt, weiß, wohin wir damit wollen. Und wer Jugendliche kennt, weiß, dass es doch etwas ganz anderes werden wird. Aber sicher ähnlich großartig!

Wie wir die TINCON für Medien und Erwachsene beschreiben, das könnt ihr in dieser Pressemeldung als PDF nachlesen.

Und wie ein 14-Jähriger das Event ankündigt, das lest ihr nachfolgend. Denn die TINCON entsteht nicht nur für Teenager, sondern auch mit ihnen.

Du hast YouTube schon dreimal leergeschaut, bastelst deine Klamotten nach Video-Anleitung oder kommst einfach nicht von Instagram oder Twitch weg? Du machst Kunstwerke aus deinen Snapchat-Stories? Du trinkst Mate beim Programmieren? Du hast deinen vierten Pentakill in League of Legends und endlos viele Games auf Steam?

Dann solltest du zur TINCON kommen! Drei Tage in Berlin, an denen du Hacker, E-Sportler, YouTube-Stars und Roboter triffst. Und andere Jugendliche. Workshoppe dich durch Fashion-Design-Tutorials oder Meme-Anleitungen, bau’ deinen eigenen Roboter-Sklaven, schau dir YouTuber mal in echt an oder, oder, was auch immer, Hauptsache geil.

„And as always, stay awesome!“ – Peawdipay

Ach ja: Bring dein Smartphone oder deinen Laptop mit – WLAN gibt’s sowieso. Und sichere dir heute noch dein Ticket unter http://tincon.org!

Die bisherig bestätigten Sessions der TINCON findet ihr hier.
Alle bestätigten Speaker hier.
Helferinnen und Helfer suchen wir auch noch!
Und Mitmachen geht natürlich auch!

(Quelle: Spreeblick)

re:publicaTEN

2. Mai 2016

rpTENHappy Birthday, re:publica! Die Digitalkonferenz in Berlin erfährt in diesem Jahr ihre 10. Auflage. Erwartet werden an den drei Konferenztagen der #rpTEN in Berlin wieder mehr als 7.000 Besucher. Die re:publica findet in der Kreuzberger Station Berlin statt. Wieder die Frage im Mittelpunkt, wie unsere digitale Zukunft aussehen könnte. 2007 als Bloggertreffen in überschaubarem Rahmen begonnen, hat sich die von den Betreibern der Blogs Spreeblick und Netzpolitik.org veranstaltete re:publica inzwischen zur größten europäischen Konferenz zu den Themen Internet und digitale Gesellschaft gewandelt.

Stetiges Wachstum
Diese erste re:publica liegt neuen Jahre zurück. Aus den anfänglichen 700 Teilnehmern wurden im nächsten Jahr bereits 800, bald waren es über Tausend. 2015 konnten die Veranstalter mit knapp 7000 Besucher ihren bisherigen Teilnehmer-Rekord vermelden. In diesem Jahr werden es nicht weniger sein.

Es kamen und kommen Sprecher aus aller Welt, so etwa der Schriftsteller Cory Doctorow, die Aktivistengruppe The Yes Men, der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und sogar David Hasselhoff. Zwei Mal musste man aufgrund des großen Andrangs umziehen, zuletzt 2012 in die Station Berlin, die auch 2016 wieder Veranstaltungsort ist.

Das Publikum als Impuls
Stets waren offene Grenzen zwischen Publikum und den Vortragenden ein Hauptanliegen der Veranstalter. Auf der zehnten re:publica wird die Spiegelbildlichkeit zwischen den Menschen auf und vor der Bühne unter dem Motto „Ten is Net“ gleich in den Titel gehoben.

„Du bist die re:publica“, heißt es auf der Website. Ohne das Publikum, das unterschiedliche Ideen und Ansichten aus der ganzen Welt vereint, wäre diese Konferenz nicht das geworden, was sie nun ist. Gleichzeitig ist dies jedoch auch ein Aufruf: Die re:publica ist vor allem auch das, was das Publikum aus ihr macht. So soll Engagement, Verantwortung und Emanzipation der Teilnehmer in den Vordergrund gerückt werden.

Vielfältige Themen
Das große Publikum zieht auch viele prominente Namen an. So stellt XKCD-Autor Randall Munroe sein Buch „Things Explainer“ vor, Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, spricht über Strafrecht und Wahrheit, Julian Reichelt, Chefredakteur von Bild.de,  Schriftsteller Gunter Dueck referiert über Cargo-Kulte. Auch die Politik ist vertreten: So diskutiert Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles in einem Town Hall Meeting über die Zukunft der digitalen Arbeitswelt. Mit dabei ist auch wieder Sascha Lobo, dessen Vorträge seit jeher zu den Highlights der Konferenz gehören.

Mussten die Veranstalter sich in den Vorjahren noch auf wenige Schwerpunkte konzentrieren, hat die re:publica inzwischen eine Bandbreite erreicht, die den einzelnen Teilnehmer fast erschlägt. So versammeln sich unter dem Dach der re:publica zahlreiche Unterkonferenzen: Auf der Media Convention Berlin wird der EU-Kommissar Günther Oettinger genau so wie Edward Snowden befragt. Auf dem Global Innovation Gathering (GIG) treffen Maker, Hacker und Unternehmer aus der ganzen Welt zusammen und stellen sich und ihre Projekte vor.

re:publica Musicday
Zum zweiten Mal auf der re:publica findet der Musicday statt. Am 2. Mai treffen MusikerInnen, EntwicklerInnen und DesignerInnen zusammen, um zu erforschen, wie sich die Produktion, Kreation und Rezeption von Musik mit neuen Technologien verändern.

Der Fokus des Musicday wird vor allem auf Virtual und Augmented Reality liegen: Wie kann der Hörer ins Geschehen involviert werden, indem der Künstler seine Songs in Apps einbaut? Wie verändern neue Interfaces die Rezeption und das Erleben von Musik? Daneben werden auch kreativwirtschaftliche Themen wie die Rolle von Startups in der Musikproduktion oder die digital bedingte Dezentralisierung des Musik-Business behandelt.

labore:tory befasst sich ebenfalls mit den Auswirkungen von Virtual Reality-Technologien auf kreative Bereiche: Am 3. Mai wird der Fokus vor allem auf Theater- und Gaming-Erlebnissen und deren Erweiterung eben durch Virtual Reality liegen: Am 4. Mai steht die Konvergenz von Mode und Wearables bei der #FASHIONTECH Berlin-Konferenz im Vordergrund.

Livezuschaltung von Edward Snowden
Parallel zur re:publica findet -wie gesagt-  in den gleichen Räumlichkeiten die Media Convention Berlin statt. Edward Snowden wird live zugeschaltet wird; man diskutiert über Trends und Entwicklungen in der Medienproduktion, über Digitalisierung, Wege der Mediendistribution und aktuelle medien- und netzpolitische Themen.

Wer sich für digitale Themen interessiert, seien sie eher gesellschaftlicher oder technischer Natur, für den ist die re:publica 2016 mit ihrem breiten Spektrum an Vorträgen, Workshops und teilnehmenden Sprechern sowieso ein Pflichttermin.

rp-Macher Johnny Häusler (Foto lks) darf daher zufrieden sein:
„Die zehnte rp wird nicht sein, wie die erste. Das wäre auch albern, wer will schon Stillstand? Doch sie wird weiterhin eine ganz besondere unter den Konferenzen und anderen, ähnlichen Events sein, denn die Leidenschaft, mit der sich unser hervorragendes Team um die re:publica und ihre Gäste kümmert, ist so einzigartig wie unser fester Wille, die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Festival-Charakter weiterhin zu halten.

Aber wir können unser Team noch so sehr loben (und ich tue das mit Inbrunst!): Wir wissen natürlich sehr gut, dass die re:publica letztendlich nur durch euch funktioniert, durch die Gäste, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Sprecherinnen und Sprecherinnen, die Menschen, die die Workshops und Vorträge machen. Durch die Einreichungen beim Call for Papers, von denen wir in diesem Jahr knapp 1.000 (!) bekommen haben. Ihr macht genau die Atmosphäre aus, die wir uns wünschen. Und genau deshalb gibt es in diesem Jahr neben dem Wortspiel TEN/NET auch Spiegel ohne Ende für euch auf der re:publica, seid gespannt! Und auch die Sponsoren sollen erwähnt sein, die uns entweder schon seit vielen Jahren die Treue halten oder neu dabei sind. Ohne deren Support die ganze Kiste einfach nicht zu stemmen wäre.“


Mehr im DRadio Wissen Häusler-Interviewbei Heise.de und bei SPON.

Der Hashtag der re:publica ist übrigens #rpTEN.

(Quelle: regioaktive.de; Foto Re:Publica  CC Attribution 2.0 Generic)

Wenn Du…

7. Januar 2015

lego-blogger…Blogs unterstützen willst [ein Crosspost von Spreeblick]

Wenn du Blogs unterstützen willst, dann tust du das am besten, indem du deine Freundinnen und Freunde zu diesen Blogs schickst, denn wie alle Medien leben auch Blogs von Aufmerksamkeit. Wenn du also irgendwo einen Link findest, der zu einem Blog führt, dann:

• Klicke bei Facebook auf “Teilen” statt nur auf “Like”. Nur so sehen deine Bekannten auch den Link zum Blog.

• Sende bei einem interessanten Tweet von einem Blog einen Retweet, statt nur auf das Fav-Herz zu klicken. Nur so wird das Blog bekannter.

• Kopiere nicht die YouTube-Adresse in deinen Tweet, sondern die des Blog-Artikels, bei dem du das Video gefunden hast. Die Bloggerin oder den Blogger freut das, denn sie bekommen ein paar Klicks und vielleicht neues Publikum.

• Kommentiere einen Blog-Artikel nicht bei Facebook oder mit einem Tweet, sondern schreib deine Meinung unter den Blog-Artikel. Erstens entstehen auf diese Weise interessante Debatten, die oft auch den Autorinnen und Autoren helfen, zweitens bleiben die Kommentare nur so mit dem Blog-Text verbunden und auch später noch auffindbar. Bei Facebook und Twitter versinken deine Anmerkungen im digitalen Nirvana, und damit ist nicht die Band gemeint.

• Lies Blogs nicht nur per RSS, sondern besuche die Website. Erstens geben sich viele Blogs wirklich Mühe mit ihrem Design, zweitens finanzieren sich einige über Werbung, die man dann ruhig auch ab und zu mal anklicken kann. Kost’ ja nix.

• Denk mal über einen flattr-Account nach. Mit diesem kannst du Bloggern und anderen Netzmenschen kleine Summen zur Unterstützung zukommen lassen. Du kannst ein monatliches Budget von wenigen Euro freigeben und dies dann gleichmäßig und automatisch unter allen von dir gemochten Blogs, Instagram-Likes und Twitter-Favs verteilen.

Wenn du auch noch selbst ein Blog betreibst:
• Pack bei Fundstücken, die du bloggst, als Dankeschön einen Link zur Quelle unter dein Posting.

• Weise deine Leserinnen und Leser hin und wieder auf gute Blogs und andere kreative, noch etwas unbekanntere Menschen im Netz hin. Spiegel Online kennt eh schon jeder, darüber brauchst du nicht zu bloggen.

• Veröffentliche auch die kleinen Geschichten und kurzen Hinweise in deinem Blog und verweise dann bei Facebook und Twitter per Link auf deinen Blog-Eintrag. Hol’ die Leute in dein Blog, dein digitales Wohnzimmer, lass sie nicht bei Facebook veröden. Facebook darf nie dein Zuhause sein, es ist nur ein Umsteigebahnhof, der irgendwann entweder abgerissen oder verlassen oder nur noch von langweiligen Werbefirmen bevölkert sein wird.

Dankeschön!

[ein Crosspost von Spreeblick]

The Guardian

16. November 2013

The Guardian – NSA Files: Decoded

nsa_guardian

Das ist wirklich irre gut gemacht, was der Guardian da mit seiner interaktiven Aufbereitung der bisherigen Ereignisse rund um Snowdens Enthüllungen auf die Beine gestellt hat. Man wünscht sich solch modernen Journalismus für alle großen und komplexen Themen unserer Zeit.

Klar ist aber auch, dass Produktionen dieser Art jede Menge Geld verschlingen. Weshalb jetzt mal endlich das Guardian-Abo fällig wird bei mir.“ (gefunden bei Spreeblick)

NSA Files: Decoded. What the revelations mean for you.

UPDATE Bei heise gibt es eine Timeline der Ereignisse.

Und ihr?

28. September 2012

100 Menschen in Baden-Baden, Berlin, Frankfurt am Main, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Kassel und Mannheim hatManuel Däbritz die gleichen drei Fragen gestellt – hier ihre Antworten auf die erste davon.

(Quelle)

Gorleben via Spreeblick

5. Dezember 2011

Ein lesenswerter Rückblick – gefunden auf Spreeblick:

Castor 2011 – Eine Reportage in Bild, Text & Ton

Von Gregor Fischer (Fotos) und Deborah Seifert (Text, Interviews)

Der Castorticker meldet:
Mi, 16:01 – Vallones – Der Castor ist losgefahren. Aus verschiedensten Quellen ist zu hören, dass er bis morgen in Frankreich bleiben soll.

Donnerstag Mittag. Es ist noch sehr ruhig im Wendland. Ein Kind hüpft von der Schule nach Hause. Eine alte Dame geht mit ihrem Hund spazieren. Der Fleischer hat schon geschlossen. Eine Bushalte steht verlassen neben der Elbe. Nur ein Plakat mit gelben Kreuz deutet auf das hin, was in den nächsten Tagen erwartet wird. Der Castorzug wird wieder durchrollen. Er transportiert Brennelemente aus deutschen AKWs aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage von La Hague zurück nach Deutschland.
Read on my dear…

Unterstützung

26. November 2011

gema youtube

Noch immer schauen Internet-Nutzer in Deutschland häufig in die Röhre, wenn sie auf YouTube bestimmte Musikvideos sehen wollen. Über die Hintergründe hatten wir u.a. hier berichtet.

Bewegen tut sich hinsichtlich des Streits zwischen Google und der GEMA jedoch auch nach vielen, vielen Monaten anscheinend gar nichts. Ich bilde mir aber inzwischen durch viele Gespräche ein wenig mehr Durchblick in der Sache ein und glaube, dass es eine Lösung gibt, wenn sich beide Parteien einen Ruck geben. Um diesen Ruck etwas zu forcieren, skizziere ich einen Lösungsansatz in den nächsten Absätzen und bitte durch Verlinkungen dieses Artikels und durch kurze Kommentare um Eure Unterstützung. Ich werde sowohl die GEMA als auch Google um Stellungnahmen zu diesem Artikel bitten, denn vielleicht können wir als Musik- und Netznutzer für ein wenig Druck sorgen.
Read on my dear…

pflichtgemäß übernommen von spreeblick.com

CDU-Politik II

24. November 2010

Spreeblick schreibt:

„Es muss der CDU sehr ernst mit der Integration sein. Sehr, sehr ernst. Sie macht Integrationsgipfel, um sich zu informieren, wie man Migranten helfen kann. Dann sagen die Experten: Bildung. Bildung. Bildung. Sogar Joachim Herrmann (CSU), bisher nicht als Multikulturalist aufgefallen, sagt dann: „Vor allem der Bund muss mehr tun“. Alle nicken.

Am Ende setzt Ramsauer den Rotstift an und kürzt die Bildung aus der Städteförderung.

Am 12.11. tagte der Haushaltsausschuss im Deutschen Bundestag. Beschlossen hat er eine Kürzung der Städtebauförderung um 155 Millionen Euro, knapp über 25 Prozent. Die Gelder für ‘Soziale Stadt‘-Projekte wurden dabei um 72 Prozent beschnitten. Das betrifft vor allem Integrations- und Bildungsprojekte, zum Beispiel Sprachförderungen, Anti-Gewalt-Workshops, Jugendfreizeitangebote. Integration geht Ramsauer nichts an.

Der Ausschuss beschloss die Kürzung gegen den Rat aller befragten Fachleute.
Die Effekte der… weiter bei Spreeblick

Noch lassen sie sich …  verhindern: Anne Wispler hat die entsprechende Petition aufgesetzt. Es fehlen noch ein paar Stimmen, also: spread the news.“

Petition: Bauwesen – Keine Kürzung der Mittel für Städtebauförderung vom 07.10.2010

Quelle: Spreeblick