…geh’n wir nicht!

24. Februar 2018

Kein Zuhause – trotzdem Heimvorteil. Hertha BSC und One Warm Winter setzen sich für Obdachlose ein!

Hilf auch du, zeig dem Winter die warme Schulter: Spende auf www.onewarmwinter.org
#heimvorteilfüralle

ps Es ist übrigens nicht nur in der Hauptstadt kalt.

Spende

20. April 2015

netzpolitik_logoVielfach habe ich in diesem kleinen Blog auf Beiträge von netzpolitik.org zurückgegriffen. Die Seite kämpft gegen Freiheitsfeinde im Allgemeinen und die Vorratsdatenspeicherung im Besonderen. Deshalb jetzt dieser Spendenaufruf zur Unterstützung von netzpolitik.org:

„Der Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung begleitet unsere Arbeit seit Anfang an. In 1.508 Artikeln taucht der Begriff Vorratsdatenspeicherung auf, bei insgesamt 16.899 Artikeln seit 2004 macht das fast 10% aus. Wir haben alle Argumente gegen die anlasslose Vollprotokollierung oft genug wiederholt. Und wir werden nicht müde, das weiterhin zu tun – denn es ist offensichtlich notwendig.

Aber das kostet auch, neben Kraft, Ausdauer und Motivation – die wir haben – vor allem Zeit. Wenn die Befürworter der Vorratsdatenspeicherung ständig auf Gefühlsbasis für mehr Überwachung und Eingriffe in Grundrechte argumentieren, müssen wir mit Fakten und Einordnungen entgegen halten. Immer wieder. Und nochmal, ohne aufzugeben.

Auch wenn noch genug andere Baustellen da sind, die unsere Aufmerksamkeit brauchen. Netzneutralität, Urheberrechtsreform, die unzähligen anderen Überwachungsvorhaben, die Aufklärung der Totalüberwachung durch unkontrollierte Geheimdienste, Günther Oettinger und Sigmar Gabriel.

Unsere Arbeit wird zu über 70% durch Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns Unabhängigkeit und vor allem Freiheit, über Themen berichten zu können, die wichtig sind – und nicht nur über die, die gerade trendy sind und deshalb geklickt werden. Wir können weitere Unterstützung gut gebrauchen. Gerade jetzt. Unterstütze unsere Arbeit durch eine Spende oder gleich einen regelmäßigen Dauerauftrag.“

Spende

21. Dezember 2011

Gemeinsam mit dem kurdischstämmigen Rechtsanwalt Necdal Disli (Foto: re) habe ich seit dem Frühsommer knapp 20  Verhandlungstage in einer nicht ganz simplen Sache vor einer Strafkammer des Landgerichts Osnabrück verteidigt. Da lernt man einander kennen. Anfang November erzählte mir der Auricher Rechtsanwalt von seinem Plan, persönlich Spenden in die Provinz Van an der iranisch-türkischen Grenze bringen zu wollen: „Ich will da einfach hinfahren und helfen!“  Das sei er den Menschen im Land seiner Vorfahren schuldig. Am 23. Oktober hatte zuvor ein Erdbeben die türkisch-kurdische Großstadt Van und die ganze Region verwüstet und viele Hunderte Opfer gekostet.

Noch lange wird die ganze Region von dem Erdbeben gezeichnet sein. Tausende Menschen leben noch in Zelten. Derzeit ist es dort nachts bitterkalt. Das Katastrophengebiet ist eine der kältesten Regionen der Türkei.

Jetzt ist es jedenfalls soweit. Rechtsanwalt Disli macht sich auf die 9000 Kilometer ins „wilde Kurdistan“ (Karl May). Er möchte für jeden Kilometer einen Euro mitnehmen. Kollege Disli wird ein Dorf nahe Van besuchen und dort seine hier gesammelten Spenden überreichen. Damit die Spender auch sehen, wo ihr Geld bleibt, will er alles sorgfältig dokumentieren – auch mit Fotos.

Für seine ganz private Aktion hat Rechtsanwalt Disli eigens ein Spendenkonto eingerichtet. Kontonummer 145112918 bei der Sparkasse Aurich-Norden (BLZ 283 500 00). Für Fragen und Anregungen ist er unter der E-Mailadresse necdaldisli(at)web.de zu erreichen.

Ich habe heute einen Obolus überwiesen. Sie auch?

(Foto: (c) privat)

Japanspende

15. März 2011

Bundespräsident Christian Wulff hat bei einem Besuch in der japanischen Botschaft in Berlin  die Deutschen zu Spenden für die Katastrophenopfer in Japan aufgerufen. Spenden seien die wirksamste Hilfe für Sofortmaßnahmen und Wiederaufbau, sagte er. Er selbst werde spenden.

Auch die Stadt Lingen (Ems) ruft ihre Bürgerinnen und Bürger ab Mittwoch zu Spenden auf und will für jeden gespendeten Euro einen aus dem Stadtsäckel drauflegen. Die Aktion geht auf eine Initiative der CDU-Ratsmitglieder zurück, die dafür schnell die FDP gewinnen konnten. SPD und Bündnis’90/Die Grünen sind dabei. Klar: Spenden für die gebeutelten Menschen in den zerstörten Regionen können beim Wiederaufbau wichtige Unterstützung leisten. Aber zu wenig Geld ist in Japan, dem drittgrößten Industriestaat der Erde, nicht das Problem. Ein Beispiel: Der Nikkei-Wertpapierindex der Börse von Tokio hat als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima dramatisch an Wert verloren. Daraufhin hat die japanische Notenbank sofort rund 130 Milliarden Euro in die Märkte gepumpt. Das Rückkaufprogramm für Wertpapiere hat sie auf insgesamt 350 Milliarden Euro ausgeweitet.

Trotzdem spenden? Ich bin mir nicht sicher. Heute erhielt ich dazu diese E-Mail:

„Ja, geht’s denn noch???
Nicht, dass ich etwas gegen Spenden bei Naturkatastrophen oder ähnlichem hätte. Bei Japan reden wir aber von der drittgrößten Wirtschaftsmacht der Welt und der Energieversorger „Tepco“ ist meines Wissens die Nummer 4 in der Welt! Wo blieb denn beispielsweise der Aufruf der CDU beim Erdbeben in Haiti? Da hätte es wirklich Hilfe bedurft, weil der Staat selbst nicht dazu in der Lage war.

Spöttisch würde ich jetzt sagen, es handelt sich um „geplante Hilfsaktionen“ unter Atomkraftstandorten. Wenn es darum geht, sollte aber die RWE etwas in den Topf einzahlen.

Das ist doch völlig ohne Überlegung. Die wirklich Bedürftigen dieser Welt müssen sich da doch veräppelt vorkommen….“

Also meine Frage:
Ist der aktuelle Lingener Spendenaufruf mehr als ein bloßer Ausdruck von Hilflosigkeit? Was machen Sie?