“Es ist ein Mädchen!”

9. Dezember 2015

Eine „Wir-freuen-uns“-Presseerklärung der BürgerNahen (BN) aus der und für die Lingener Kommunalpolitik:

margittahueskenBN: “Es ist ein Mädchen!”
Zuwachs bei der Fraktion der BürgerNahen im Rat der Stadt Lingen (Ems)

Margitta Hüsken (Foto lks), bislang fraktionslose Ratsfrau im Stadtrat Lingen, ist am Montag der Fraktion der BürgerNahen beigetreten. So wächst die Anzahl der BN Ratsmitglieder auf fünf. Die BürgerNahen können damit ihre Position als drittstärkte Gruppe im Rat ausbauen.
Mit “Hurra, es ist ein Mädchen,” kommentierte Tanja Christiansen aus der BN die Entscheidung Margitta Hüskens. Der stellvertretende Frakionsvorsitzende Marc Riße bezeichnet den Beitritt “als ein schönes Nikolausgeschenk für uns!” Atze Storm überreichte der 50jährigen einen großen Blumenstrauß und stellte ihr seinen Sitz im Planungs- und Bauausschuss zur Verfügung.
Außerdem übernimmt Hüsken den Sitz von Volker Becker im Schulausschuss. In beiden Ausschüssen war die Ratsdame schon eher tätig und verfügt über viel Sachkenntnnis.
In wie weit die gewachsene Zahl der BürgerNahen im Rat auch Einfluss auf andere Ausschussbesetzungen hat, müsse nun die Verwaltung klären, sagte Fraktionschef Robert Koop. “Wir jedenfalls freuen uns alle sehr, weil wir mit Margitta eine analytisch starke Kommunalpolitikerin gewonnen haben, die aktuelle Themen mit viel Sorgfalt und Erfahrung angeht.”
Damit hatte sich die Baccumerin viel Zeit gelassen: Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass sie der SPD-Fraktion den Rücken gekehrt hatte. In dieser Zeit habe sie regelmäßig an den BN Sitzungen teilgenommen. Hüsken: “Mir gefiel die Arbeit der BürgerNahen auf Anhieb, trotzdem wollte ich sicher gehen, dass ich dauerhaft in die Fraktion passe.”
Darüber waren sich alle Teilnehmer der Sitzung am vergangenen Montag einig und wünschen ihrem neuen Mitglied viel Erfolg bei bürgernaher Stadtpolitik, erklärt die Wählergemeinschaft.

Facebook II

16. Februar 2012

Was passiert, wenn man im Rathaus zu wenig miteinander aber ganz viel übereinander redet, kann man bei diesen Einträgen im stadtinternen Intranet („LintraNET“) ahnen. Und um die Dinge beim Namen zu nennen: Nein, der Personalratsvorsitzende, der am Montagabend die aufmerksame SPD-Stadtratsfraktion besuchte, hat mich nicht gebrieft oder gespickt. Doch natürlich habe ich -wie immer- schuld, dass ich mir Infos und Screenshots besorgt habe, um meine geneigten Blogleser über sinnfreierweise geheim gehaltene Interna in Kenntnis zu setzen.

Die Reaktion darauf befremdet: Da fragt doch unser OB in seinem Intranetbeitrag, woher „der Fraktionsvorsitzende der BürgerNahen diese Information bezogen hat“. Das bin ja ich, der „Fraktionsvorsitzende der BürgerNahen“, stelle ich fest; ich lese die OB-Frage und frage ihn, mich und andere: „Hat Dieter Krone nicht eine neue Offenheit im Rathaus versprochen?“ Was wir da aber im Moment an vorgeblicher Offenheit erleben, erscheint mir durchaus sehr ausbaufähig. Denn in den städtischen Gremien ist über die facebook-Diskussion mit dem städtischen Personalrat noch nicht berichtet worden. Merke: Facebook- und Twitter-Tralala ist noch keine Offenheit.

Gefällt mir nicht.

Rücktritt

31. Mai 2011


Klicken Sie hier, oder auf das Bild für den ganzen Artikel auf der Seite der NOZ.

Und hier geht es zum zweiten LT-Bericht. Mehr braucht man zurzeit dazu nicht zu sagen.

Hajo

19. September 2010

Heute morgen fand im Ratssitzungssaal eine kleine Feierstunde statt, zu der die Sozialdemokraten eingeladen hatten. Es galt, einen besonderen Mann und sein besonderes Jubiläum zu feiern. Hans-Joachim Wiedorn, der Chef der Sozialdemokraten im Stadtrat, war am 19. September 1985 zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Lingener Rat gewählt worden. Damals habe ich einige zaudernde und zögernde Mitglieder der 13-köpfigen SPD-Fraktion mit dem Satz gewonnen, es sei „ja nur für nicht einmal zwei Jahre“. 25 Jahre liegt das nun zurück. Seither ist Hajo Wiedorn 10 mal wiedergewählt worden. Meist einstimmig.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Will (Nordhorn) hielt die Laudatio und es folgte eine große Zahl von, bisweilen launigen Grußworten. Dann antwortete „Hajo“ Wiedorn in der ihm eigenen Art in der Feierstunde aus Anlass „25 Jahre Fraktionsvorsitz“. Gegenwärtig denkt der Mann aus dem Ortsteil Biene, der schon als kleiner Junge auf dem Schoß von Reichstagspräsident Paul Löbe saß, mit  dem seine Eltern gut bekannt waren, ob und wie es nach der Kommunalwahl am 11. September 2011 für ihn weitergehen wird. Da ist er sich noch nicht ganz sicher.

Ich habe heute morgen auf einen Wortbeitrag verzichtet, um nicht Gefahr zu laufen, meine Entscheidungen in diesem Sommer in den Mittelpunkt zu rücken, mit der Lingener SPD abzuschließen. Denn Hajo Wiedorn ist kluger politischer Kopf . Mit ihm habe ich immer bestens zusammengearbeitet. Das war blindes Vertrauen und einfach nur gut.

Heute ging es um ihn und seine große Leistung, die er für unsere Stadt erbracht hat. Natürlich auch dank seiner Ehefrau Inge, die ihn dabei unterstützte und das Engagement mittrug. Zwar plapperte auch heute wieder jemand, die Stadt sei so, wie sie ist, das Ergebnis der politischen Konstellation – und meinte damit die CDU. Aber ohne Hajo Wiedorn wäre sie eben deutlich anders, weil -nicht nur wegen der von ihm flankierten Gründung des Lingener Standorts der Fachhochschule- diese Stadt einfach weniger menschlich wäre. Es war Hajo Wiedorn, der hartnäckig und konsequent immer das Gemeinwesen in den Mittelpunkt rückte, wenn andere allzu oft nur schnellen persönlichen Gewinn ziehen wollten. Wie unterstrich einer der Gratulanten:

„Hajo, Du hast Dich um diese Stadt verdient gemacht!“