Datenschätze

1. Februar 2021

Ein kleiner Montag-Tipp, um großem Ärger vorzubeugen:

Die Stiftung Warentest hat jetzt Datensicherungsprogramm („Backup-Software“) getestet. Eine Backup-Software macht das Leben leichter. Auto­matisch sichert sie Daten­schätze wie Kinder­fotos oder berufliche Dokumente.

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 13 Programme geprüft, 11 für Wind­ows- und 2 für Mac-Rechner. Die Backup-Lösungen von Acronis, Aomei, Ashampoo & Co schneiden sehr gut bis ausreichend ab. Im Einmalkauf kosten sie zwischen 16 und 60 Euro, gute gibt es aber auch gratis. Die besten Daten­sicherungs­programme bieten auch deutlich mehr als die integrierten Backup-Funk­tionen von Wind­ows und MacOS („Timemachine“).

Sollte das Kind aber schon in den Brunnen gefallen sein: Die Warentester haben auch Datenrettungsprogramme untersucht. Positiv: Alle geprüften Programme retten erfolg­reich Dateien, die von einer SD-Speicherkarte gelöscht wurden. Wurde die Karte dagegen neu formatiert, sah das Ergebnis schon deutlich durch­wachsener aus.

Enttäuschend jedoch: Nur eins von 14 Daten­rettungs­programmen konnte gelöschte Daten auch vom internen SSD-Fest­speicher eines Notebooks wieder­herstellen. Auch sonst zeigt der Test: Daten­rettungs­software kann zwar zuweilen ein Helfer in der Not sein – regel­mäßige Backups ersetzt sie aber nicht.

Mehr hier (der Artikel mit den Testergebnissen kostet 2 € – das gesamte neue Warentest-Heft 02/21 im Zeitschriftenhandel 6,50 €; es gibt es auch als pdf-Downoad)

Corona-Warn-App

14. Juni 2020

Die 20 Millionen Euro teure Corona-Warn-App kommt in dieser Woche. Eigentlich wollte die Bundesregierung bereits Mitte April eine sogenannte Contact-Tracing-App auf den Markt bringen, um die Kontakte von mit dem Coronavirus Infizierten schnell nachverfolgen zu können. Eine grundsätzliche Debatte über die Art und Weise der Speicherung verzögerte die Fertigstellung. Die wesentliche Frage war: „Wollen wir die Kontaktdaten zentral oder dezentral speichern?“. Sie wurde  wohl nicht von besserer Einsicht, aber von Apple gegen die zentrale Lösung entschieden und dann wurde auch ein Zuständigkeitsproblem gelöst. Am Dienstag kann jetzt die Warn-App der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Manch Wissenswertes zur Corona-Warn-App findet man bei tagesschau.de hier

Mitarbeiter der TÜV Informationstechnik (TÜVit), einer auf IT-Sicherheit spezialisierten Tochter des TÜV Nord, haben die Warn-App seit Anfang des Monats auf Sicherheitslücken geprüft; dabei haben sie mehrere Mängel entdeckt und an die Entwickler gemeldet, damit diese die Fehler vor dem Start der App in dieser Woche beheben können. Eins der gefundenen Sicherheitsprobleme wurde von den TÜV-Prüfern dabei als recht schwerwiegend eingestuft, schrieb heise.de nach einem Gespräch mit TÜVit-Geschäftsführer Dirk Kretzschmar.

Die größte Sorge vieler potenzieller Anwender der Corona-Warn-App ist sicherlich die Frage nach der Privatheit ihrer Daten. Auf die Privatsphäre der App angesprochen, äußerte sich Kretzschmar recht zuversichtlich. Bisher sieht es wohl so aus, als ob die Corona-App in dieser Hinsicht das hält, was die Regierung versprochen hat. Tracking-Technologien, die über das im Apple/Google-API umgesetzte hinausgehen, habe man nicht gefunden, so der TÜVit-Chef. (hier mehr…)

(Quellen: Tagesschau, heise.de, SZ)