Abifestival ’17

26. Juni 2017

Das Abifestival ’17 steht am kommenden Wochenende vor der Tür. Wie bisher findet es unter dem Motto „umsonst & draußen“ statt und bietet Rock, Hip Hop, Alternative und Punk. Dabei stehen sowohl etablierte Bands als auch derzeit noch unbekannte Künstler und Gruppen auf dem Programm. Hier das Line-Up (kursiv = Video):

Freitag:
16:00 – 16:30 Uhr Young Tree
16:55 – 17:25 Uhr The Road Home
17:45 – 18:25 Uhr KENSO
18:45 – 19:40 Uhr Sons of Settlers
20:05 – 21:05 Uhr Sauropod
21:30 – 22:25 Uhr BAUSA
22:55 – 00:25 Uhr MoTrip


Samstag:
13:55 – 14:25 Uhr Bright Nights
14:50 – 15:20 Uhr Liebe 3000
15:45 – 16:10 Uhr LUC VON MENSING
16:35 – 17:20 Uhr The Bloom
17:45 – 18:30 Uhr Leoniden
18:55 – 19:50 Uhr Smile And Burn
20:10 – 21:05 Uhr Nugat
21:35 – 22:30 Uhr Ali As
23:00 – 00:25 Uhr Maeckes & Die Katastrophen
00:50 – 02:00 Uhr Audio88 & Yassin

Beim Festival mit einer Mischung aus Rock, (viel) Hip Hop, Alternative und Punk treten neben etablierten Musikgruppen auch Neulinge und bisher unbekannte Acts aus der Region auf. In der Vergangenheit konnte das Abifestival bereits Acts wie Cro, K.I.Z., AnnenMayKantereit, Casper, Kraftklub und Die Sportfreunde Stiller präsentieren. Die Tatsache, dass das Abifestival neuen Acts eine Plattform in einem professionellen Rahmen bietet und allen Kulturinteressierten ein kostenloses Erleben von Musik ermöglicht, macht das Abifestival zu einer der besonderen Musik-Veranstaltungen im Nordwesten und weit darüber hinaus.

Das Abifestival gibt es seit 1981, als unweit Lünne an einem alten Flakturm das erste Abifest über die Bühne ging. Längst zählt es zu den großen Musikfestivals. Organisatoren waren bislang die jeweiligen Abschlussjahrgängen des Lingener Gymnasiums Georgianum, des Franziskusgymnasiums und der beruflichen Gymnasien sowie viele weitere ehrenamtliche Helfer.
Was einst locker begann, steckt inzwischen allerdings in handfesten Schwierigkeiten bei immer weniger aktiven Abiturienten; immer mehr interessieren sich nicht für das „AF“. Zugleich behindern ausufernde bürokratische Regeln das AF – beispielsweise mit Vorgaben zum Jugendschutz für Jugendliche, obwohl das Jugendschutzgesetz auf die Konzertveranstaltung gar nicht anwendbar ist. Außerdem werden die Bands immer teurer. Zu guter Letzt kommt dann noch die Polizei, die zwar -im Gegensatz zu NDR-gesponserten Veranstaltungen in Papenburg- in Sachen Verkehrsführung die Mithilfe verweigert, aber genügend Beamte hat, um stundenlang alle Anreisenden nach Zubereitungen der indischen Hanfsorte Cannabis sativa und ähnlichem zu kontrollieren.
Hinzu kommt ein Veranstaltungsetat von rund 150.000 Euro, den das AF inzwischen benötigt und der mehr als guten Willen verlangt. Skeptiker sehen daher schon das Ende des Lingener Abifestival drohen. Das aber, finde ich, wäre ein mehr als großer Verlust.