Fußball und Fußball

4. Juni 2011

Noch zwei persönliche Tipps zum Fußball-Wochenende:

Heute, am Samstag, den 4.6., gastiert um 16 Uhr die U-21-Nationalelf von Weißrussland/ Belarus im Lingener Emslandstadion und spielt dort gegen den Tus Lingen. „Dieser fußballerische Leckerbissen ist ein Superabschluss der Saison“, freut sich TuS-Macher Siggi Lüpken. „Für unsere Spieler und die Nachwuchstalente aus Weißrussland wäre eine große Zuschauerzahl natürlich ein großer Ansporn“. Die Weißrussen werden vom ehemaligen Cheftrainer der DDR, Bernd Stange,  trainiert. Er hat sie in die Endrunde bei der diesjährigen Europameisterschaft in Dänemark geführt. Sie bereiten sich derzeit in Aselage auf das EM-Turnier vor. Dort werden sie vom 11.bis 25.06. mit England, Island, der Schweiz, Spanien, Tschechien, der Ukraine und Gastgeber Dänemark um den Europatitel kämpfen.
Ilya Belanowsky, der Team-Manager der weißrussischen Mannschaft, freut sich schon auf das „friendly game against TuS Lingen“. Das Spiel gegen den TuS ist der erste Test seiner Mannschaft nach der Anreise aus Minsk. Heute also eine weitere Gelegenheit für alle Fußballfreunde aus der Region, internationalen Fussballflair zu schnuppern und auch die TuS-Talente zu sehen, die aus der A-Jugend im kommenden Jahr zur Seniorenmannschaft stoßen.
Das Vorspiel bestreitet ab 14:30 Uhr übrigens das TuS-Team „Mittendrin“.  Hier geht es zum Liveticker.
Und morgen, Sonntag, 5.6.,,  tritt dann um 15 Uhr Eintracht Schepsdorf im ersten von drei Relegationsspielen an. Das Ziel ist der Aufstieg in die Kreisliga Emsland, den die Schepsdorfer als Vizemeister der 1. Kreisklasse Emsland-Süd nur knapp verpasst haben. Grund hierfür war ein verkorkster Saisonbeginn. Jetzt müssen die motivierten Eintrachtler also nachsitzen und haben diesen Spielplan zu absolvieren -mit dem ausgelosten kleinen Vorteil von zwei Heimspielen:

Sonntag, 5. Juni, 15 Uhr

Eintracht SchepsdorfGrenzland Twist
SV EsterwegenSV Surwold

Mittwoch, 8. Juni, 19.30 Uhr

SV Esterwegen- Eintracht Schepsdorf
SV Surwold – Grenzland Twist

Montag, 13. Juni, 15 Uhr

Eintracht Schepsdorf – SV Surwold
Grenzland Twist – SV Esterwegen

ps Liebe Relegationsteams, ich wünsche Euch spannende und faire Spiele und dass der Beste in die Kreisliga aufsteigen möge. Aber vor allem wünsche ich Euch allen auch  jemand, der sich um die Vereinswebseite kümmert. Würde man nämlich deren Qualität zugrunde legen, müsstet ihr sämtlich 3. Kreisklasse spielen und Grenzland Twist dürfte gar nicht mehr ran 😉

Gala

22. August 2010


Zusammen mit meiner Frau Annette, Martin Heitker (BN) und Sabine Stüting war ich gestern Abend Gast des TuS Lingen. Was soll ich sagen: Der TuS präsentierte sich und seine jetzt hundertjährige Geschichte bei einem Fest in Halle IV, und dieses Fest war ein Genuss, exakt so, wie ich mir die Geburtstagsfeier eines Jubilars vorstelle. Garant für den Erfolg des Abend war dabei Werner Hansch, der traditionell gern beim TuS gesehene Medienprofi.

Top informiert führt der Dortmunder durch den Abend, der dank Hansch‘ Lockerheit stets spannend und informativ blieb und zu keinem ermüdenden Grußwort-Zeremoniell wird. Seine Interviews mit Physiotherapeut Gerd Cardinal („Damals waren wir dritte Liga, jetzt hab ich die Mannschaft in die siebte Liga ‚runtermassiert“), TuS-Macher Gregor Menger („Bin kein Bayern-Fan, aber als Bayern hier bei uns war, war das schon absolut professionell!“) und Festschriftautor Benno Vocks („Nein, ich bin kein Lehrer. Bin ein Lehrer gewesen.“) sind Highlights. Zu keinem Zeitpunkt wird es langweilig. Die Stegmann-Zwillinge finden bei ihren Darbietungen die ganze Aufmerksamkeit von 400 Fußballern und ihren Gästen. Franz Liszts ungarische Rhapsody Nr. 2 auf einem Fußballfest. Das beeindruckt. Die Festschrift ist wirklich ein Hingucker – ein Buch, das Benno Vocks in vierjähriger Arbeit konzipiert und zusammengetragen hat, die Nazi-Zeit nicht ausspart und das durch eine werbewirksam überreichte Spende von „RWE Power“ finanziert ist.

Sabine Stüting folgt beeindruckt der Musik, dann amüsiert wie interessiert den launigen Wortbeiträgen, von TuS-Sprecher Reinhard Klus bis zur munteren Reihe der gratulierenden Nachbarvereine („Hier noch ein Flachgeschenk“) und des TuS-Fanclubs. Besonders interessiert ist sie am tatsächlich einmaligen TuS-Projekt mittendrin, der Integration behinderter Sportler in den Vereinsbetrieb. Sie fragt mich nach Mädchenmannschaften und danach, wie die gleich  mehrfach angesprochenen Zusammenarbeit der Lingener Fußballvereine im Jugendbereich („der demografische Wandel, jaja auch hier.“) gedacht sein könnte. Eine Annäherung der jungen OB-Kandidatin an die ihr sonst nicht ganz so nahe Fußballwelt, auf die ihre fünf männlichen Konkurrenten an diesem Abend verzichten. Keiner ist gekommen. Reinhard Janning, Vorsitzender des SV Holthausen-Biene, erwähnt, dass sein Verein 1922 gegründet sei. Die Hundertjahrfeier der Biener wäre dann ja, sagt meine Nachbarin, mitten in der zweiten Wahlperiode von Oberbürgermeisterin Sabine Stüting, Sabine  lacht, als sie es hört.

Es ist spät geworden gestern, aber jede Minute hat sich gelohnt. Danke an  Gregor Menger, Reinhard Klus, Siegfried („Siggi“) Lüpken und Karl-Josef („Jupp“) Reisloh – die Macher des modernen TuS Lingen.