Das Geheimnis der Emsauen

Themen-Stadtführung mit Dr. Eiynck über das Gelände der ehem. Scharnhost-Kaserne


Lingen (Ems) – Treffpunkt Linus-Bad, Teichstr. 18

Di 2. Mai 2017 – 16 Uhr
Kosten 2 €

Die Teilnehmer des zweistündigen Rundgangs erfahren bei dem Spaziergang über das frühere Kasernengelände unter anderem etwas über das Spannungsfeld zwischen moderner Architektur des Schöpfwerks am Mühlenbach und der ursprünglichen Natur am Schepsdorfer Ufer der Ems. Ein Höhepunkt des Rundgangs ist natürlich der Emsauenpark
(Foto: Emsauenpark im Frühling © milanpaul)

wirklich an der Ems

16. Mai 2015

Wo Lingen wirklich an der Ems liegt –  das kann am kommenden Dienstag, den 19. Mai ab 13 Uhr bei einer geführten Wanderung durch die Lingener Emsauen erkundet werden.
Das Emslandmuseum und der Heimatverein Lingen laden dazu ein, die landschaftlichen Schönheiten und naturkundlichen Schätze vor den Toren der Stadt gemeinsam zu entdecken. Start der etwa fünfstündigen Tour mit Dr. Andreas Eiynck ist am Parkplatz der Kläranlage am Langschmidtsweg.
Erstes Ziel ist das neue Schöpfwerk am Mühlenbach, das die Innenstadt vor Hochwasser schützt (Foto). Die Funktionsweise der Pumpen- und Sperranlagen sowie die preisgekrönte Architektur des Gebäudes werden vor Ort erklärt. Von dort geht es durch einen kleinen Auenwald zur malerischen Mündung des Mühlenbaches. Etwas weiter erläutert Sven Oltrop, Naturschützer bei der Stadt Lingen (Ems), das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“, bei dem im Lingener Bereich insbesondere wertvolle Magerrasenflächen in das Blickfeld gerückt sind.
Bildschirmfoto 2015-05-11 um 23.14.42Nächstes Ziel sind die Neubaugebiete im Emsauenpark, derzeit sicher noch die größte Baustelle im Emsland, aber bald schon ein attraktives Stadtviertel unmittelbar an der Ems. Von dort sind es nur wenige Schritt in die Emsschleife bei Schepsdorf, deren biologische Vielfalt und Bedeutung ebenfalls von den Naturschützern der Stadt erläutert wird.
Weiter Stationen sind die Deichanlagen am Herrenkamp und die Emsbrücke bei Schepsdorf.
Einen naturkundlichen Leckerbissen gibt es am Pumpenkolk zu bewundern: den letzten erhaltenen Altarm der Ems im Lingener Bereich. Durch das Gelände „Zwischen den Brücken“ geht es entlang des neuen und des alten Möddelhofes zu den früheren Flößwiesen an der Ems in Darme, die einst über eine aufwendige Grabenanlage mit Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal gespeist wurden. Die Reste der Anlage und die gewölbte Form dieser Wiesen sind im Gelände noch gut zu erkennen.
Unterwegs bietet die Wanderung immer wieder besondere Aussicht auf das Emstal mit seinen vielfältigen Landschaftsbildern.
Die Veranstalter: „Bitte gute Kondition, festes Schuhwerk und etwas Proviant nicht vergessen – eine Rastpause am Emsufer ist eingeplant. Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben. Für eine kostenlosen Rücktransport per Bus sorgt der Heimatverein Lingen.“
Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 0591 47601 (Emslandmuseum).
(Quelle; Foto: Schöpfwerk am Mühlenbach © Milanpaul)

Tag der Architektur

28. Juni 2014

Nicht nur für die Veranstalter ist klar: „Das letzte Juni-Wochenende wird wieder ein Fest der Baukultur: die Architektenkammern laden wie in jedem Jahr zum Tag der Architektur ein. 2014 ist das Motto „Architektur bewegt“.“

In Lingen werden dabei zwei Projekte vorgestellt: Die neu, umstrittene Mensa am Hochschul-Campus an der Kaiserstraße („Die Mensa wurde unabhängig von der benachbarten historischen Bausubstanz des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes errichtet.“) sowie  das Schöpfwerk an der Mühlenbachstraße, kurz vor der Mündung des Mühlenbachs in die Ems. Ein Besuch dieses Bauwerks von Vickers Krieger lohnt sich allein schon wegen des Satzes „Die schräg verlaufenden Schneckenpumpen geben das vieleckige Gestaltungsprinzip der Einhausung vor.“

Die Lingener Mensa ist ja sonst aufgrund unerfindlicher Gedankengänge der Leitung des Studentenwerks Osnabrück für Lingener generell verschlossen und bekanntlich auch sonst viele Monate eines Jahres geschlossen. Morgen kann man also die Chance einer kostenlosen Mensa-Führung um 11 und 15 Uhr nutzen. Im Schöpfwerk (Bildergalerie hier) finden die Führungen um 12, 14 und 16 Uhr statt (Treffpunkt jeweils am Ende der Mühlenbachstraße, s.u.).

Weitere sehenswerte Projekte in unserer westniedersächsischen Region (zB Nordhorn, Bad Bentheim, Schüttorf) können über die -leider wenig benutzerfreundliche- Internetseite der Architektenkammer gefunden werden. Die Vorhaben in Meppen (Schulgelände) und Papenburg (Renovierung einer Denkmalvilla) lohnen nach meiner Einschätzung eher keine Anreise. Statt dessen verspricht ein Besuch der vorgestellten Bauwerke im benachbarten Westfalen Spannendes, wo beispielsweise Rheine, Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Wettringen und Westerkappeln mit modernen Bauwerken den Tag der Architektur 2014 mitfeiern [mehr].

 

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