Stadtgestaltung I

6. Mai 2010

Ich habe mich dazu entschlossen, die besonders ’schönen‘ Verunstaltungen im Lingener Stadtbild per Bild zu präsentieren. Sie sind Ausdruck einer durch Unfähigkeit, Beliebigkeit, Scheinmodernismus und Gleichgültigkeit (Suchen Sie sich etwas aus!) geprägten „Lass-se-doch-mal-machen-is-für-mich-auch-viel-bequemer-so-wirbt-man-heute“- Mentalität des verantwortlichen, meist gleichgültig-desinteressiert wirkenden Stadtbaurats L.. Schauen Sie selbst!

Heute die neueste Bereicherung des Stadtbildes an der Ecke Schlachterstraße/Kivelingstraße; ich widme sie aus gegebenem Anlass der Ratskollegin Birgit Kemmer.  Das unspektakuläre Wohn- und Geschäftshaus aus regionaltypischem rotem Ziegelmauerwerk, gebaut in den 1980er Jahre ohne Firlefanz und Schnickschnack am Platz der ehem. Spedition Schulte, ist bereits  seit dem letzten Jahr durch eine scheinmoderne Werbe-Alubauchbinde verunstaltet. Ihm haben die Ge-Werbetreibenden jetzt sozusagen eine leicht-antifeministische Seitenkrone angeflanscht (Foto oben).  Meine Bauchbinden-Kritik im Planungs- und Bauausschuss im letzten Herbst führte zu keiner Änderung. Stadtbaurat L., der übrigens mit seinem neuesten Plan, die Uhr im historischen Rathaus durch einen Kranz von LED-Leuchten zu optimieren, designpathologische Züge zeigt, hat nichts gegen die Werbeverunstaltung des Gebäudes unternommen. Offenbar interessiert es ihn nicht. Warum dürfen Sie sich selbst ausdenken.
Unten noch ein ganzheitliches Bild  über das wunderschöne Entree zur Altstadt. Nutzen Sie, liebe Leserinnen und Leser, einen kleineren Bildschirm, klicken Sie bitte das Foto an, um es in seiner vollen Gestaltungsbreite genießen zu können. Die stadtgestalterische Überzeugungskraft und Einzigartigkeit des Ensembles legen nahe, diesen Platz dauerhaft „Stadtbaurat-L-Platz“ zu nennen und als typischen Ausdruck „verwaltungsseitigen Handelns und Unterlassens am Eingang des 3. Jahrtausends neuer Zeitrechnung“ dauerhaft unter Denkmalschutz zu stellen.