Menschenrecht

1. Oktober 2015

„Recht auf Menschenrecht“ – über 30 Prominente vertreten die 30 Artikel der Menschenrechte. Zeitgleich startet Hilfsplattform „helphere“ für Bedürftige.

Start der nationalen Werbekampagne „Recht auf Menschenrecht“ mit prominenter Beteiligung aus ganz Deutschland: An der von Fotograf Olaf Heine in Film und mit Fotos festgehaltenen Kampagne haben sich über 30 Prominente aus den Bereichen Musik, TV, Sport und Medien beteiligt und ein Zeichen für die Menschenrechte gesetzt.

Dabei sind: Michael Mittermeier, Tim Mälzer, Smudo, Sasha, Jochen Breyer, Sebastian Hellmann, Nikolai Kinski, Jana Pallaske, Arne Friedrich, Moritz Fürste, Joko Winterscheidt, Cornelia Poletto, Sarah Connor, Eko Fresh, Jan Josef Liefers, Klaas Heufer-Umlauf, Sibel Kekilli, Britta Becker, Katja Riemann, Olli Dittrich, Christoph Metzelder, Rea Garvey, Wolfgang Niedecken, Hans Sarpei, Julius Brink, Jonas Reckermann, Marius Müller-Westernhagen und Thomas Kretschmann.

Die Anzeigen-, Plakat- und Bewegtbild-Kampagne wird bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, mittels Freischaltungen auf zahlreichen medialen Plattformen sichtbar sein. Die Fotomotive zeigen die prominenten Unterstützer mit einem Pappschild, auf dem sie eines der dreißig Menschenrechte ins Bewusstsein rücken. Der Film ist ein Zusammenschnitt aus den von den Protagonisten verlesenen Menschenrechtsartikeln.

Schauspielerin Katja Riemann: „ Auf was, wenn nicht auf die Menschenrechte, kann man sich besinnen in einer Zeit, die Europa durcheinander schüttelt oder auseinander. Der rechte Flügel Europas hat eine klare Haltung. Was setzt man dem entgegen? Vielleicht die Menschenrechte, vielleicht die Zuneigung der Nächstenliebe. Sicherlich die Aktion, die Bewegung. Darum unterstütze ich diese Kampagne.“

Fußball-Weltmeister Benedikt Höwedes: „Viele von uns engagieren sich bereits mittels Geld-, Zeit- und Sachspenden oder mit eigenen Stiftungen. Darüber hinaus möchten wir mit der Kampagne ein öffentliches Zeichen setzen und den Menschenrechten in der Flüchtlingsdebatte mehr Gehör verschaffen. Denn wirklich jeder hat das Recht auf Menschenrecht!“

Um über die Kampagne hinaus praktische Hilfe zu leisten, haben die Initiatoren von Recht auf Menschenrecht, gemeinsam mit Protofy, Polycore und clubkinder e.V., die App „helphere“ konzipiert. Die mehrsprachige Plattform, zu finden unter http://www.recht-auf-menschenrechte.de und http://www.helphere.de koordiniert Hilfsangebote für Flüchtlinge und Bedürftige in ganz Deutschland.

Manfred & Tobi

3. Mai 2015

Ein wenig Gossip? Bitte:
Nur 3,64 Mio Zuschauer -so kress.de- wollten gestern Abend Johannes B. Kerners TV-Showversuch „1000 – Wer ist die Nummer 1?“ sehen. Das ist in unserer Quotenzeit zu wenig bei der ZDF-Suche nach Ersatz für die Samstagabend-Familienshow „Wetten, dass ..?“. Das Konzept der Sendung: 1000 Kandidaten treten in zehn Runden gegeneinander an. Ihre Spiele sind eine Mischung aus Intelligenztests, Geschicklichkeitsübungen und sportlichen Wettbewerben. Wer als Sieger übrig Bildschirmfoto 2015-05-03 um 14.11.49bleibt, gewinnt 100.000 Euro. Das ZDF presste die acht Stunden Aufzeichnung in etwas mehr als zwei Stunden Show und nutzte die Sendezeit lieber für Gute-Laune-Videos von den Kandidaten.  Am Ende schnitt die Show ähnlich schlecht ab wie „Das große Schlüpfen“, dem am 1. April auch nur ähnlich viele Zuseher an den Geräten ihr Sofa-Interesse widmeten.

Für den gestrigen Samstag aufgezeichnet überschatteten schon ein Chaos bei den Dreharbeiten, die insoweit Schlag-den-Raab-ähnlich außerplanmäßig erst weit nach Mitternacht endeten, und eine notdürftige zusammengeschnittene 144-Minuten-Ausstrahlungsfassung den Versuch, eine neue Show-Reihe zu etablieren.

Einer der 1000 Kandidaten hatte bei der Produktion gar einen Herzinfarkt erlitten und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Im Übrigen war es eine Männer-Show: Unter den 500 Kandidaten, die nach dem Jogging-Fitnesstest noch dabei waren, waren nur 26 Frauen. Doch für uns Emsländer identifikationsmäßig bedeutsam: Mittendrin statt nur dabei kämpfte unsere Lingener PR-Allzweckwaffe Tobias Dankert, um die ausgelobten 100.000 Euro, und es warf ihn als Nummer 248 erst hinaus, als ihm beim Puzzlespiel der letzten 24 Männer samt Quotenfrau ein BN-orangerotes Teil auf den Boden fiel, er es zwar blitzschnell wieder aufhob, doch dann die Teile nicht mehr zusammenbrachte. Ja, wäre es schwarz gewesen, dann… Tobis getwittertes Fazit: „Da war leider Schluss – aber dennoch bin ich sehr stolz. 25/1000“.

Schließlich gewann in Realzeit um 3.30 Uhr der Berliner Manfred Grühn und erschöpft fragte Kerner ihn: „Manfred, freust du dich gar nicht?“ Eigentlich freute sich nach 144 Minuten auch sonst keiner.

SPON schreibt heute die Show mit dem seltsam gebrühten Gesangsauftritt der Delmenhorsterin „Wie-schön-Du-bist“-Sarah Connor in den Keller und schlägt vor: „Das nächste Mal könnte Kerner seine Teilnehmerschar vielleicht einfach auf zehn Männer zwischen 20 und 40 Jahren reduzieren. Wenn es ein nächstes Mal gibt.“ Diese Kritik kann ich aus emsländischer Sicht natürlich so nicht stehen lassen, weil… also: Dann nämlich hätte „25/1000“-@TobiLingen von Anfang an nicht mehr dabei gewesen sein können.