„Herzenzprojekt“

13. April 2021

Der bisher in erster Linie für seine herausragenden Fußball-Dokumentationen (u.a. Trainer, Tom meets Zizou, Being Mario Götze, Inside Borussia Dortmund) bekannte Bonner Filmemacher Aljoscha Pause hat kürzlich ein neues ‚Herzenzprojekt‘ beendet: Er bekommt seinen Themenabend auf 3sat.

Mit seiner Mini-Serie „Wie ein Fremder“ ging es für ihn einerseits wieder ‚back to the roots‘, denn diese Doku ist Independent von Kopf bis Fuß, wie einst sein Film „Tom meets Zizou“, wie Pause gegenüber dem Blog der Ruhrbarone kurz nach dem Erscheinen im Vorjahr betonte. Andererseits ging es damit für ihn als Filmemacher dabei eben auch auf zu ganz neuen Ufern: Denn Popmusik war, wenn er sich diesem in seiner Arbeit zuvor auch nicht widmete, ebenfalls schon lange ein echtes Herzensthema, für den 49-Jährigen. Weiterlesen →

(entdeckt bei Ruhrbarone)

türkische Gefängnisse

3. Januar 2020

Die erste Fidelio-Inszenierung des Kalenderjahres 2020 wird gerade durch ihr Erscheinen in der Geburtsstadt des Komponisten Ludwig van Beethoven mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Die Arbeitsweise des Regisseurs Volker Lösch, der stets mit Ortsansässigen seine Projekte entwickelt und vorhandene Stücke vorantreibt, wird diesem Fidelio auch in die Stadt Bonn hinein ein besonderes Maß an bürgerschaftlicher Mitwirkung sichern. Dabei ist nicht lediglich der singuläre Moment des einzelnen Premierenabends, sondern jede einzelne Vorstellung als Teil eines solchen Projektgedankens zu definieren. Der Regisseur Volker Lösch hat sein Credo folgendermaßen formuliert: „Kunst ohne Anbindung an das Draußen, an die Zeit, in der ich lebe, finde ich sinnlos.“

Damit löst sich ein Werk wie Fidelio mit seinem großen humanistischen Anspruch aus der vermeintlichen Historizität und wird Bestandteil der Gegenwart des Jahres 2020. Wie in seinen Schauspielproduktionen – etwa am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg oder am Sächsischen Staatsschauspiel in Dresden – wird Lösch mit der Einbeziehung von Bürgerchören die Gegenwart in das vermeintlich historische Geschehen integrieren. Der Bonner Fidelio 2020 wird zu einem singulären Ereignis von beträchtlicher Leuchtkraft bereits zu Beginn des Jahres!

Ursula Hartlapp-Lindemeyer ist von der Inszenierung beeindruckt. Sie schreibt auf ruhrbarone: „Die Inszenierung der einzigen Oper Beethovens von Volker Lösch in Bonn stellt sich bewusst dem Anspruch, die Wirklichkeit abzubilden und mit Mitteln des Theaters in Kombination mit Video-Technik das Publikum aufzurütteln und zum Handeln zu motivieren.

Dirk Kaftan und das Beethoven-Orchester, der Chor und die Solisten bringen die gesamte Musik der Oper Fidelio zum Erklingen, aber die Dialoge sind durch Interviews mit echten Zeitzeugen ersetzt, die von eigenen Erlebnissen als politische Gefangene in türkischen Gefängnissen berichten und sich für die Freilassung von in der Türkei inhaftierten Angehörigen einsetzen.

Diese Inszenierung polarisiert. Einige Besucher wollen sich auf die Problematik der politischen Gefangenen nicht einlassen und protestieren. Die anderen aber sind begeistert und feiern nicht nur die hervorragenden Sängerinnen und Sänger, den Chor und das Beethoven-Orchester, sondern auch die Zeitzeugen, die ihr Anliegen vortragen…“

[weiter auf der Seite der Ruhrbarone]


Quellen: PM Oper Bonn und von Ursula Hartlapp-Lindemeyer auf ruhrbarone; Foto: Theater Bonn

Das Kraftwerk ‚Datteln 4‘ im Kreis Recklinghausen beschäftigt bekanntlich seit Jahren die Gerichte. Vor rund 10 Jahren wurde der Bau juristisch gestoppt, ihm die Baugenehmigung entzogen, da diese fehlerhaft war. Kritiker des Vorhabens freuten sich seinerzeit über die Einordnung des Kraftwerks als ‚Schwarzbau‘. Dann setzten Bemühungen ein, das Projekt politisch zu retten, den Meiler am Ende doch noch ans Netz zu bringen.

Bis zum heutigen Tage ist der Ausgang der Geschichte offen. Technisch (Probleme mit dem Kesselstahl), politisch (Zielabweichungsverfahren usw.) und auch juristisch (anhängige Verfahren). Stehen tut der Bau, dessen Kühlturm der Höhe des Kölner Domes entspricht, aber noch, er wird sogar weiter gebaut. Über eine Milliarde Euro hat der Bauherr inzwischen auf eigenes Risiko verbaut. In ihrem Blog haben sich die „ruhrbarone“schon häufig damit beschäftigt und emotional diskutiert.

Wenn man dann aber einmal andere Urteile liest, so wie ich heute, dann kommen einem Zweifel an unserem Rechtssystem und an der Frage, ob Recht wirklich für alle gleich ist. Weiterlesen

(Ein Robin-Patzwaldt-Beitrag aus dem ruhrbarone-Blog)

Wodka und Oliven

29. März 2013

wodkaundolivenDer Literaturtipp:
Adrian Kasnitz erzählt in seinem Debütroman die Geschichten zweier Migrationsfamilien aus Polen und Griechenland in der westfälischen Provinz. Von [unserem] Gastautor Daniel Kasselmann.

Adrian Kasnitz‘ Protagonist Moritz ist neu in Berlin und treibt einsam und haltlos durch die Stadt. Der Grund seines Kummers, den er immer wieder mit Alkohol betäubt, bleibt bis zum Schluss im Verborgenen. Als er sich in die Kellnerin Ella verguckt, erzählt er ihr bruchstückhaft von dem Haus in der westfälischen Provinz, in dem er aufwuchs, und seinen migrantischen Bewohnern. Es sind insbesondere zwei Familien, die Bodanskis aus dem polnischen Diwitten und die kretischen Konstantinidis, die über drei Generationen als Migrationsgeschichten im Mittelpunkt des Hauses und Moritz‘ Geschichten stehen. Von der Elterngeneration in den Heimatländern über die Hintergründe der Emigration der Kindergeneration nach Deutschland, deren Ankunft, Einleben und Leben in der neuen Welt bis hin zur Enkelgeneration, zu der auch Moritz gehört.
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Adrian Kasnitz: Wodka und Oliven
CH, SCHROER Verlag, Lindlar 2012, Reihe neudeutsch #1
180 Seiten, gebundene Ausgabe, EUR 16,95,
ISBN 978-3-95445-000-8

(mit freundlicher Genehmigung von Ruhrbarone.de)

Flagge

22. Dezember 2012

jumuensterWenn man sich wie die CDU rüber nach rechts rummelt, gibt es bisweilen arg rechte Probleme. Gerade noch im vorpommerschen Anklam und jetzt bei der Jungen Union im benachbarten Münster, die Flagge zeigt. Und zwar gleich zweimal. Die eine hat’s in sich. Die Ruhrbarone wissen dazu:

„Die Junge Union Münster ist in Erklärungsnot. Stein des Anstoßes sind Fotos, die der Jugendverband der CDU von seiner letzten Weihnachtsfeier im Internet veröffentlicht hat. Darauf ist zu sehen, wie die Jungunionisten vor einer Schwarz-Weiß-Roten Flagge posieren. Diese ist vor allem bei Neonazis sehr beliebt. Ab 1867 war sie die Flagge des Norddeutschen Bundes. Von 1871 bis 1919, sowie ab 1933 in Nazideutschland waren Schwarz, Weiß und Rot die Reichsfarben des Deutschen Reiches. Nach der „Machtergreifung” der Nationalsozialisten verfügte Reichspräsident Paul von Hindenburg in einem Erlass:

„Am heutigen Tage, an dem in ganz Deutschland die alten schwarz-weiß-roten Fahnen zu Ehren unserer Gefallenen auf Halbmast wehen, bestimme ich, daß vom morgigen Tage bis zur endgültigen Regelung der Reichsfarben die schwarz-weiß-rote Fahne und die Hakenkreuzflagge gemeinsam zu hissen sind.“

Heute tragen Neonazis diese Flagge wieder, da das Tragen der ebenfalls Schwarz-Weiß-Roten Hakenkreuzflagge verboten ist.

Die Junge Union Münster rechtfertigt sich…“ weiterlesen… →

Nachtrag (polemisch!) vom 22.12.

Bildschirmfoto 2012-12-22 um 22.57.51

Revierderby

20. Oktober 2012

Bei den Ruhrbaronen lese ich:

Heute „findet in Dortmund das Revierderby statt: Schalke und der BvB treten gegeneinander an, kein anderes Fußballspiel im Ruhrgebiet ist damit vergleichbar – ein Höhepunkt. Im Vorfeld wollte die Polizei mit Fans von Schalke und Borussia Kooperationsgespräche führen. Die wollen das nicht. Zeit, für einen Blick zurück auf den Sommer dieses Jahres.

Mal schauen, was die Dortmunder Polizei und die Stadtverwaltung der Stadt jetzt machen: Nach einem Bericht der Ruhr Nachrichten haben Fangruppen von Schalke und Borussia Kooperationsgespräche mit der Polizei im Vorfeld der Spiels, das am Samstag im Westfalenstadion stattfinden soll, abgesagt. Im vergangenen Jahr war es zu Ausschreitungen gekommen – nicht neues im Fußball. Ausschreitungen und Regelverstösse gab es immer, sie sind deutlich seltener geworden als in der Vergangenheit. Am wildesten war es in den 20er Jahren – das ist lange her. Die Panikmache der vergangenen Monaten ist also weitgehend unbegründet.

Aber klar ist: Der Veranstalter der Revierderbys, der BvB, ist nicht in der Lage, zu 100 Prozent zu garantieren, dass es am Samstag während und im Umfeld dies Spiels nicht zu Gewalttaten kommt. Beim Antifa-Camp reichte  das als Grund für  das Verbot. Und die Fangruppen beider Vereine scheinen der Polizei nicht zu trauen – mag sein dass sie an die Initiatoren des Antifa-Camps dachten, die im Sommer mit der Polizei und der Stadt verhandelten und deren Camp dann trotzdem nicht genehmigt wurde, aber das weiß ich nicht.

Schauen wir uns die Begründung für das Verbot des Antifa-Camps im August an:

Nach der Erklärung der Stadt hätte die Polizei die Anreise von 300 “gewaltbereiten Autonomen” prophezeit.

Heute lesen wir in den Ruhr-Nachrichten über die Polizeibeamten:

 Sie haben auch die 950 „Problemfans“ beider Klubs im Fokus.

Zwei der drei Gruppen, die von der Polizei als Problemfans definiert werden, neigen nach Angaben der Polizei zur Gewalt.

Aber natürlich wird die Polizei an ein Fußballspiel nicht die gleichen Maßstäbe anlegen wie an ein Antifa-Camp. Das Spiel am Samstag wird stattfinden – und das Antifa-Camp hätte auch stattfinden können. Alle Probleme wären zu lösen gewesen. Wenn Polizei und Stadt die Gewaltfrage  nicht instrumentalisiert hätten.“ (Quelle)

Noch ein sehr persönlicher Blick zurück:
Ich glaube, es war vor drei Jahren, als ich nach einer Fortbildung mit dem Regionalzug zurückfuhr. Mit dabei angetrunkene Fans der beiden Ruhrgebietsvereine, vom Derby auf dem Weg zurück ins Emsland, darunter ein angetrunkener 120-Kilo-Schalke-Fan der einen jungen Mann in BVB-Ourfit anpöbelte: „Du Zecke!“ mehrfach brüllte er seinen Zeckenspruch herum. Der junge Mann, vielleicht 16-17 Jahre: „Ey Mann, lass das doch, wir kennen uns doch, Du wohnst doch nebenan bei uns!“ Das war zu viel und der angetrunkene Schalke-Mann schlug ihm ins Gesicht, „Du Zecke, ich wohn‘ nicht bei ’ner Zecke!“ brüllend. Ich hatte Schiss, mich einzumischen und war froh, als der Zug kurz danach in Lingen einlief. Bis heute denke ich an diese Situation und an meine Schwäche.

Dabei kann Fußball so schön sein

Rückblick

1. Oktober 2012

Der 1. Oktober 1982 war ein schöner Tag.  Ich hatte unterrichtsfrei. Der Grund war die Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler.

Fast alle schauten sie betroffen, ängstlich und auch ein wenig wütend, nur der dicke Müller nicht, der war in der CDU. Als Geschichtslehrer! Für die Lehrer meines Gymnasiums, die meisten waren sozialdemokratischer Gesinnung, war der 1. Oktober 1982 ein schwerer Tag: Nun ging sie endgültig zu Ende, die sozialliberale Koalition. Die CDU würde mit Hilfe der verräterischen FDP die Macht zurück erringen, die sie 13 Jahre zuvor an Willy Brandt verloren hatte. Zwar…“

Fortsetzung des Beitrags von Stefan Laurin (Ruhrbarone) hier

JMStV

11. Dezember 2010

Kein Schutz der Kinder vor Pornographie und Gewalt sondern der Einstieg in eine staatliche Zensurpolitik ist der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), den die Bundesländer abschließen wollen.  Das stört in den meisten Ländern aber nicht die politischen Parteien, die an der Macht sind. Egal ob SPD, CDU, Grüne, FDP oder Linke  – wer was zu sagen hat, hebt brav die Hand gegen die Bürgerrechte. Seit den Netzsperren im vergangenen Jahr gab es wohl keine größere Werbeaktion für die Piratenpartei.

Aller Protest hat bislang nichts gebracht. Trotzdem: Jeder sollte zeigen, dass er gegen den JMStV ist. Man kann das ganz einfach tun: Mit seinem guten Namen. Online geht das auf der Internetseite jmstv-ablehnen.de .

(Quelle: Ruhrbarone.de; Foto: Protest  © cbmd CC)

Menetekel

31. Mai 2010


Huch! Noch ein Rücktritt. Ich meine, es war doch nur (m)ein bisschen Kritik an unbedachtem Geplapper und an falscher Wortwahl erst hier und dann hier. Da muss die wie der Kritisierte doch nicht gleich zurücktreten – erst Irene und jetzt noch Horst!  Nein, da müssen andere Gründe eine Rolle spielen. Eine Alternative wäre sicherlich, wenn Stefan Raab mit seinen brainpool-Leuten die öffentliche Darstellung… Aber singen kann seit Walter Scheel keiner der Kandidaten (Hinweis für die jüngeren Leser: der Walter konnte auch Postkutsche!) und Guildo Horn ist ja (wirklich!) sowieso Horst Köhler… Sie sehen mich verwirrt, wenn auch endlich fieberfrei. Ich verwerfe also die schräge Konzeptidee. Nur das kleine, beißende Youtube-Video darf bleiben.

Denn natürlich ist der Rücktritt Köhlers nicht bloß ein Amtsverzicht wie damals bei Amtsvorgänger Heinrich Lübke. Er ist für Schwarzgelb ein Menetekel und mehr als das -zudem in der Rücktrittsrede bedauerlicherweise fehlende- Eingeständnis eines völlig verunglückten Interviews. Es ist die Konsequenz kalter Ablehnung des Mannes aus den schwarz-gelben Reihen. Horst Köhlers schwarz-gelber Spiegel: Freunde, Ihr könnt es nicht.

Die Politik, die Bloggerszene und die drum rum sind allesamt sprachlos: Guido Westerwelle wie erwartet sogar mit Worten. Verwirrt mit Grund sind auch die Kollegen bei den Ruhrbaronen, die sowieso gerade inhaltlich etwas abdrehen. Sie dröhnen uns gleich „Kriegs-Köhler“ um die Ohren. Setzen Jungs, Neustart versuchen!  Michael Sprengs Analyse passt da -wieder mal- schon eher.

Also ein Menetekel, weshalb ich nicht viel darauf setze, dass in einem Jahr die Bundeskanzlerin noch Angela und der Außenminister Guido heißt. Übrigens: Es ist keine Schande, drei Mal anzutreten, wenn man für ein Amt kandidiert, Frau Schwan.

Nackig

24. Januar 2010

Wieder einmal ein Ganz-was-anderes-Beitrag. Gefunden im Blog der Ruhrbarone. Der Beitrag bringt meine Gedanken fast auf den Punkt – nach meinen Diskussionen der letzten Tage, bei denen ich überwiegend auf viel Zustimmung zu den Nacktscannern traf, die durch derlei inszenierte (?) Alarme geschürt wird:

Nacktscanner – unsere Würde ist antastbar.

Ich vermisse in der Diskussion um die Einführung der Nacktscanner an den Flughäfen einen Punkt, der mich persönlich wütend macht.

Was habe ich verbrochen, dass ich mich vor unterbezahlten Hilfskräften nackig machen soll?

Ich bin ein durchschnittlicher, weißer Deutscher. Ich bin kein Terrorist und ich will keiner werden. Ich finde unseren Staat im Prinzip super-besser jedenfalls als alles was es sonst auf der Welt so gibt. Vielleicht nicht ganz so toll, wie Norwegen, aber knapp dahinter. Ich habe nichts verbrochen.

Wieso soll ich mich also nackt betrachten lassen?

Mich ärgert es jetzt schon, wenn die privaten Wachdienste am Flughafen in meine Taschen schauen. Das sind irgendwelche Vögel. Die haben keine hoheitlichen Rechte und Pflichten. Das sind keine Polizisten, das sind unterbezahlte Wachdienstler.

Wieso dürfen die in meine Sachen schauen?

Ich war mal in Düsseldorf so ziemlich alleine im Sicherheitsbereich. Da wollte einer der Hiwis in meine Klamotten gucken. Ich hab ihn gefragt, welchen Verdacht er gegen mich hat. Auf dem Bildschirm beim Durchleuchten sei doch nichts zu sehen gewesen, was den Schluss nahe legt, dass ich Terrorist wäre. Er hat mir gesagt, die Hilfskräfte müssten in eine bestimmte Menge Taschen je Stunde schauen, das sei so vertraglich festgelegt. Und wenn wenige Leute da wären, müssten sie halt in jede Tasche, also auch in meine, schauen. Egal ob da was auf dem Bildschirm zu sehen ist oder nicht.

Ich habe gefragt, was passiert, wenn ich mich weigere, weil es keinen Grund gibt, in meine Tasche zu sehen und in meine Privatsphäre einzugreifen.

Dann würde ich zu einer Körperuntersuchung weggebracht, hat der Hiwi gesagt. Da müsste ich mich dann ausziehen und man könne mir in den Arsch sehen.

Aha. Ich hab ihn dann in meine Tasche sehen lassen.

Ich kann also gezwungen werden, zu akzeptieren, dass irgendwer ohne Verdacht und ohne hoheitliche Befugnisse in meine Privatsphäre eingreift. Ich soll das normal finden.

Ich finde das ärgerlich.

… (Fortsetzung hier)

Foto: Arno Bachert, pixelio.de)