Konsequenzen

18. Februar 2012

Blogger Michael Spreng fordert Konsequenzen nach dem Wulff-Desaster. In erster Linie will er als neuen Bundespräsidenten jemand,

„…der nicht die parteipolitische Ochsentour vom 16jährigen Junge-Union-Aktivisten bis zum Ministerpräsidenten oder anderen hohen Ämtern absolviert hat. Denn auf solchen politischen Lebenswegen liegen mehr Gefährdungssituationen des Gebens und Nehmens als bei einer anderen politischen Vita…

Lebensläufe wie die von Roman Herzog, Richard von Weizsäcker oder Gustav Heinemann lassen solche Gefahren, sich politisch-moralisch zu diskreditieren, geringer erscheinen. Es wäre also sinnvoll, eine Persönlichkeit auszuwählen, die solchen Versuchungen nicht ausgesetzt war. Durchaus auch ein Seiteneinsteiger. Er oder sie müssten aber schon ein “zoon politicon” sein und dürften nicht – wie der untadelige Horst Köhler – aus der unpolitischen Ecke kommen.

…Von Ochsentour-Politikern sollten die Parteien jetzt lieber die Finger lassen….“

Und er sagt,

„…eine weitere Konsequenz aus dem Wulff-Skandal muss sein: Hände weg vom Sponsoring. Kein Firmen-Sponsoring mehr für Sommerfeste des Präsidenten, nicht für Feste der Landesregierungen, nicht für Parteitage. Denn damit beginnen häufig schon gefährliche Verstrickungen.

Warum können Inszenierungen von Parteitagen, die meist reine Bejubelungsveranstaltungen sind, nicht eine Nummer kleiner und damit preiswerter ausfallen? Und warum gibt es Feste von Landesregierungen, bei denen sich meist doch nur die üblichen Adabeis treffen, die von Firmen gesponsort werden? Entweder sind solche Veranstaltungen, zum Beispiel ein Fest des Präsidenten mit den Bürgern, so wichtig, dass sie aus der Staatskasse finanziert werden, oder sie können ersatzlos entfallen.“

Für das Hände-weg-vom-Sponsoring kann bis hinunter in die Gemeinden jede/r einzelne etwas tun, der Verantwortung trägt. Mal sehen, ob  diese sinnvolle Forderung wirklich umgesetzt wird,

Friedensgespräche

25. Oktober 2011

Sie sind eine der bemerkenswerten kulturellen Initiativen in der Region: die Osnabrücker Friedensgespräche. Es gibt sie inzwischen seit 25 Jahren, aber  sie beziehen sich auf ein deutlich länger zurück liegendes Ereignis: Am 25. Oktober 1648 wurde von der Osnabrücker Rathaustreppe der Westfälische Friedenverkündet. „Die Stadt Osnabrück (Wappen lks.) und ihre Bürgerschaft verstehen dieses historische Vermächtnis als Auftrag, für eine friedliche Entwicklung in unserer Gesellschaft einzutreten. Jährlich wird mit einem Ökumenischen Gottesdienst, dem traditionellen Steckpferdreiten der Osnabrücker Grundschulen, einem Osnabrücker Friedensgespräch und dem  Konzert „musica pro pace“ an das Ereignis erinnert.“ (Prospekt)

In diesem Jubiläumsjahr hält heute der ehem. Bundespräsident Roman Herzog den Festvortrag über  „Idee und Realität Europas„.  Herzog hatte jünst gesagt, dass eine Kontrolle der Haushaltsdefizite der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union durch die EU unabdingbar sei. Weiterhin bestünden Möglichkeiten und Anreize, sich auf Kosten der anderen Staaten übermäßig zu verschulden, warnt Altbundespräsident Herzog. Es wird erwartet, dass Herzog auf diese aktuelle Thematik im Rahmen der Friedensgespräche eingehen wird. Beginn ist um 19 Uhr in der OsnabrückHalle. Joachim Knuth, Hörfunkdirektor des Norddeutschen Rundfunks, wird die Veranstaltung moderieren und ein Gespräch mit dem ehemaligen Bundespräsidenten führen. Der Eintritt ist frei.

Zuvor feiert ab 18 Uhr die Arbeitsgemeinschaft Christilicher Kirchen im Osnabrücker Dom den Osnabrücker Friedenstag. Die Veranstaltung steht dabei unter dem Motto „Hoffnung hinter Mauern. 50 Jahre Amnesty International“. Die Feiern zum Osnabrücker Friedenstag setzen sich im November fort. Am 12. und 14. November werden in der Bischofskirche zwei friedensmusikalische Kompositionen vom Osnabrücker Symphonieorchester, dem Osnabrücker Domchor und des Osnabrücker Jugendchors aufgeführt. (mehr…)

Quellen