Erdbeben

13. September 2016

Nicht weit weg, in der niederländischen Provinz Groningen hat ein Erdbeben über 100.000 Wohnungen und Häuser beschädigt, so das Ergebnis einer neuen Studie. Etwa ein Viertel aller betroffenen Häuser wies mehrfach Schäden als Folge der Erdbeben auf. Die Erdbeben sind Folge der Gasförderung in der Region. Einer aktuellen Studie zufolge, wurde ein Großteil der entstandenen Schäden nicht registriert, und die Bewohner der betroffenen Häuser kämpfen oft mit gesundheitlichen Problemen.

bildschirmfoto-2016-09-12-um-13-49-25Die Zahl der Häuser mit Erdbebenschäden in der Provinz Groningen ist damit weiter gestiegen. Die Untersuchung der Rijksuniversiteit Groningen, des örtlichen GGD’s und der Stadt Groningen belegt, dass in etwa einem Viertel der Fälle wurden die Häuser sogar mehrfach durch Erdbeben geschädigt wurden. Dem Koordinator der Studie, Professor Tom Postmes (Foto re.), zufolge, liegt die Zahl der betroffenen Häuser womöglich noch höher. Er schätzt, dass in der Stadt Groningen etwa die Hälfte alle Meldungen nicht als Erdbebenschäden registriert wurden. Postmes konstatiert, dass es schwierig sei die benötigten Informationen einzusehen, um die Diskrepanz erklären zu können: „Eigentlich tappen alle Untersuchenden ein wenig im Dunkeln. Sogar bei staatlichen EInrichtungen. Ich halte das für eigenartig und falsch.”

Das Ziel der Untersuchung “Groninger Perspektive” ist es, einzuschätzen welche Folgen die Erdebeben für die Bevölkerung haben. Im Rahmen der Untersuchung wurde bereits festgestellt, dass Wohnungsschäden zu Gesundheitsproblemen führen können, insbesondere bei Menschen deren Wohnung wiederholt durch Erdbeben getroffen wurden. In erdbebenfreien Regionen fühlen sich 85 Prozent der Menschen in ihren Häusern sicher, im Groninger Erdbebengebiet sind es dahingegen nur 60 Prozent aller Menschen. Unter denjenigen, die mehrfach von Erdbeben getroffen wurden, liegt dieser Wert nur bei 38 Prozent.

Die Erdbeben in Groningen beschäftigen seit geraumer Zeit auch die nationale Politik. Am vergangenen Montag reiste eine Gruppe von Abgeordneten von Den Haag nach Groningen, um die Folgen der Erdbeben persönlich in Augenschein zu nehmen. Für Donnerstag ist eine Anhörung geplant, im Laufe des Monats wird eine Debatte in der Tweede Kamer stattfinden, im Anschluss soll das Kabinett erneut beschließen, ob und in welchem Umfang die Gasproduktion in Zukunft weitergeführt wird.

 

(Quelle/gefunden bei NiederlandeNet.)

Tanja aus Denekamp

18. Oktober 2012

Falk Madeja berichtet Neues über seine 34jährige Landsfrau Tanja Nijmeijer. Tanja, die direkt hinter der Grenze im beschaulichen Denekamp aufwuchs, das Twents Carmel College in Oldenzaal besuchte und an der Rijksuniversiteit  Groningen Romanistik studierte und in linken Studentengruppen aktiv war, ging erstmals im Jahr 2000 nach Kolumbien, um dort an einer Dorfschule ein Praktikum zu absolvieren. Dann schloss sie sich  den sog. “ Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC)  an. Jetzt wird sie an den Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen Kolumbiens in Oslo teilnehmen. Falk Madeja:

„Sie soll die einzige Ausländerin sein, die bei den Verhandlungen der Regierung Kolumbiens und den marxistischen Terroristen der FARC dabei sein darf: Tanja Nijmeijer aus den Niederlanden Terror-Tanja hat sich vor einigen Jahren entschieden, das Core Business der FARC – Entführungen, Erpressung, Drogenhandel, Herumschiessen – zu betreiben. Sie bekam eine Uniform und eine Flinte, in den Niederlanden ab und zu auch mal Publizität.

Die Verhandlungen sollen in Oslo beginnen, dann in Kuba weiter geführt werden. Terror-Tanja wird mitgenommen, weil sie Fremdsprachen beherrscht und so schön lächeln kann. Momentan hängt die FARC-Truppe in Havanna fest, da noch nicht klar ist, ob der Internationale Haftbefehl gegen Tanja zurückgenommen wurde.“

(Quelle)

Nachtrag:

“ Terror-Tanja konnte nicht nach Olso, um die FARC bei den Verhandlungen mit der Regierung Kolumbiens zu begleiten. Die grinsende Terroristin aus den Niederlanden muss auf Kuba auf das Verhandlungsteam warten. Es gibt einen internationalen Haftbefehl, auf Kuba kein Problem, in Norwegen schon.

Jetzt wollen ihre Eltern nach Kuba reisen.“

(Quelle)