Salzwerkstatt

25. September 2016

Die Städtischen Museen Rheine laden zum Familiensonntag an der Saline im Stadtteil Bentlage ein. Heute sind das Salzsiedehaus und die Salzwerkstatt von 14 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Passend zur Jahreszeit geht es am heutigen Nachmittag um das Thema Vorratshaltung.

Beeren und Nüsse sammeln, Schinken pökeln, Obst und Gemüse einwekken – wer macht das heute noch? In früherer Zeit war die Vorratshaltung unverzichtbar, um im Winter nicht hungern zu müssen. Und dabei spielte Salz eine wichtige Rolle. Große und kleine Besucher können heute in der Salzwerkstatt in Rheine ihr eigenes Salz sieden und die Herstellung von Sauerkraut praktisch erproben. Dabei ist nicht nur „Großmutters Wissen“, sondern auch Muskelkraft gefragt.

Natürlich wird auch noch genug Zeit bleiben, um an diesem Nachmittag die historischen Siedepfannen, Salzlager und Feuerungsstätten zu besichtigen und Wissenswertes über die frühere Salzgewinnung in dem technischen Kulturdenkmal zu erfahren. Der Eintritt ist frei.

Tag der Architektur

26. Juni 2016

TdA2016

Heute ist Tag der Architektur. Fast bundesweit. Die Veranstaltung bietet ein breites Spektrum architektonischer Leistungen: Privathäuser, neue Miet- und Eigentumswohnungen, Bauwerke für Büro und Verwaltung, für Schule und Bildung, für Senioren und Kinder, für Handwerk und Gewerbe bis hin zu Gärten und Parks.

Für die Besucher ergibt sich der besondere Reiz dieses Tages daraus, dass die meisten Objekte üblicherweise nicht für Interessierte offen stehen. Außerdem können sie neben vielfältigen Anregungen für eigene Planungs- und Baumaßnahmen auch im direkten Gespräch mit den Fachleuten vor Ort Positionen diskutieren, Probleme lösen und Fragen erörtern.

Das Besuchsprogramm kann per App geplant werden, die auf der TdA-Webseite heruntergeladen werden kann.  In unserer Region gibt es folgende neue Architektur zu entdecken:

Heede, Verwaltung mit Restaurant und Café (Kanneloni)

Lingen (Ems), Bürogebäude am Fiskediek in Laxten

Nordhorn, Erweiterung Evangelisches Gymnasium

Nordhorn, MoveInn, Hostel der Lebenshilfe

Nordhorn, Neue Hauptstelle der Grafschafter Volksbank

Nordhorn, Wohn- und Geschäftshaus auf dem ehem. RAWE-Gelände

Rheine, Modernes Penthouse am Markt (Sanierung nach Brandschaden)

Spelle, Technologiezentrum Fa Bernard Krone

 

keine

23. April 2016

In unserem Städtchen gibt es ja gar keine Bahnansagen mehr. Wir im Emsland sind eben schon zufrieden, wenn überhaupt ein Zug kommt. Dabei ist dieser Satz eine gute Grundlage, einmal mehr an den legendären Satz von Harald Schmidt [für die Jüngeren: Das ist sozusagen der deutsche Jan Böhmermann senior] zu erinnern, der da lautete: Zwischen Rheine und Leer hält er nicht mehr!]

Aber jetzt widmet sich endlich eine eigene Facebook-Seite den schönsten Ansagen aus dem Zug-Cockpit. Jetzt schon ein Fall für einn Thementag  im Goethe Institut.

Screen-Shot-2016-04-20-at-14.44.33 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.53 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.24 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.09 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.41.56 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.41.43 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.42.56 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14
Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.38 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14

Pawel Popolski

31. März 2016

Pawel Popolski
Der POPOLSKI Wohnzimmershow

Rheine  –  Stadthalle

Sa, 9. April  –  20 Uhr
Preis: 24,90 €

Nachdem Piotrek Popolski vor mehr als 100 Jahren beim Pfarrfest in Pyskowice 22 Gläser Wodka getrunken hatte, ersann er eine kleine Melodie. Dies war die Erfindung der Popolski Musik, welche später als Popmusik bekannt wurde. Obwohl die drei Akkorde dieser genialen Komposition später von erstaunten Fachleuten in 90% aller internationalen Tophits wiedererkannt wurden, blieb ihr Erfinder zeitlebens unbekannt.

Pawel Popolski, der älteste Enkel von Opa Piotrek, ist mit Kofferschlagzeug, Piano und vielen Flaschen Wodka vom polnischen Zabrze aufgebrochen um neue, unerhörte Geschichten aus der Welt der Popmusik zu erzählen. So erfährt das staunende Publikum, wie sich Opa Popolski von der Natur inspirieren lies und einen neuen Musikstil erfand, in dem überhaupt nicht gesungen, sondern nur geredet wird: „der Raps-musik“. Er demonstriert außerdem am Schlagzeug, warum die Polka allen anderen Musikgattungen energetisch überlegen ist: „Da geht sofort der Post ab durch der Decke, bei der Jazz falle ich direkt in der Tiefschlafphase!“

Pawel hat die wichtigsten Möbel aus dem Wohnzimmer der Popolskis mitgenommen: Den alten Sessel seines Großvaters, den braunen Couchtisch, die Stehlampe und das Fotoalbum der Familie. Dorota Popolski, vierzehnmalige Miss Zabrze, begleitet ihren Cousin Pawel. Sie singt die schönsten Hits ihres Opas und sucht im Publikum den Mann fürs Leben. Denn zu ihrem großen Leidwesen ist sie immer noch solo! Doch damit nicht genug: Aus dem Plattenbau in Zabrze wird der jüngste Bruder Janusz Popolski per Skypek live in die Show geschaltet und macht seinem Ruf als „der trubste Tasse von der ganze Familie“ alle Ehre.

Die vom Polkaüberwachungsverein (PÜV) vorgeschriebene Wodka-Pause wird natürlich eingehalten. Nastruvko!

 

Honky Tonk® Festival Rheine
Rheine  –  Stadtzentrum
Sa 2. April – ab 21 Uhr

Eintritt: ab 13 Euro

Eine ganze Nacht lang darf am nächsten Samstag in der Rheinenser Innenstadt in 12 Locations getanzt und gefeiert werden – und das Beste man muss nur einmal Eintritt bezahlen. Im Vorverkauf 13,- Euro.

Online-Tickets gibt es unter www.honky-tonk.de, und für alle Kurzentschlossenen bietet die Abendkasse in allen teilnehmenden Lokalen das Ticket für 15 EUR an. Musikbeginn überall 21 Uhr. Das Programm:

Nr.01 Bertling, Münster Str. 1
21-2 Uhr: On The Rocks, Die großen Hits der Welt

Nr.02 Café Central, Marktplatz 13
21-2 Uhr: Kuprat & Haggeney, Acoustic Rock’n’Roll

Nr.03 Café Einstein, Matthiasstr. 6
21-2 Uhr: The Richtones, Hits aus Funk, Soul, Rhythm &
Blues und Pop Classics

Nr.04 Café Extrablatt, Herrenschreiberstr. 14
21-2 Uhr: Mac Gyvers Mechanics, Kulthits der 80er

Nr.05 Hues-Ecke,Emsstr. 71
21-2 Uhr: Juicy Fruits, Rock-Party-Knüller

Nr.06 HUGO, Matthiasstr. 6
21-2 Uhr: Helmut Orosz, Cover von Hart bis Zart

Nr.07 Hypothalamus, Auf dem Thie 15
21-2 Uhr: Four Roses, Finest Rock & Ballads

Nr.08 Onkel Rock, Bahnhofstr. 7
21-2 Uhr: Stonewashed, Soul, Pop und Rock’n’Roll

Nr.09 Ratsdeele, Klosterstr. 15
21-2 Uhr: Pete Donnegan Trio, Golden Oldies der 50er-80er
Jahre

Nr.10 Roxy, Matthiasstr. 18
21-2 Uhr: The Rockabilly Four, Let’s Rock’n’Roll

Nr.11 Trinkhalle, Matthiasstr. 16
21-2 Uhr: N.R.G. Vibes, Dancehall, Reggae & Reggaeton

Nr.12 Yessss.Music, Auf dem Thie 19
21-2 Uhr: German Scotch, Soul-,Rock- und Bluesklassiker

WDR2 Lachen Live

29. Februar 2016

WDR 2 Lachen Live
„Die ganze Wahrheit“

Rheine – Stadthalle
Fr 04.03.16  –  20 Uhr
Karten: 23,60 €

Höchste Zeit, dass die WDR 2 –„Lachen Live“ Entertainer wieder unter Menschen gehen! Die ganze Wahrheit“ heißt das neue Programm der Radiocomedians, und die können auch Bühne! Erleben Sie WDR 2, wie Sie es noch nicht kannten. Zum Beispiel mit der entscheidenden Frage: ob die ‚Echtzeitmessung‘ nur auf der Autobahn funktioniert oder auch im Stau am Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt? Dabei sind schräge Gäste wie die neue WDR 2 Comedy Kultfigur: Zugbegleiter ‘Lurch-Peter Hansen’ der auf seinen Vorgesetzten Pofalla trifft. Und ein Wiedersehen mit guten Freunden: ‚Sarko de Funes‘instrumentalisiert die Show für sein Comeback, die Chaos Kommissare Til, Herbert und Udo präsentieren sich als Vorbilder der klaren Aussprache, und Papa von der Leyen gibt sich mal ganz privat und hält ein Schwätzchen mit Briefträger Zimmerbeutel aus “Mutti und der Jung“. Eine rasante Comedy Show mit und über WDR 2. Ihre Gastgeber: René Steinberg, Henning Bornemann, Uli Winters und Tobias Brodowy.

ganz spezielle Konditionen

12. Februar 2016

Die Bahn hat -als Antwort auf die preiswerte Fernbuskonkurrenz– ein neues Angbot: Deutsch­land­reisen für 19 Euro Das hat die Stiftung Warentest geprüft und ist voll des Lobes:

„Der „güns­tigste Spar­preis aller Zeiten“ sei zurück, wirbt die Deutsche Bahn. Was das Angebot tatsäch­lich wert ist, hat test.de bei über 2 500 Zugverbindungen über­prüft. Die Lektüre lohnt sich.*

Für die Aktions-Spar­preise gelten ganz spezielle Konditionen. Reisende müssen einen Fern­zug (z.B. ICE, IC, EC) nutzen. Es besteht Zugbindung, das heißt: Die Fahr­karte gilt nur für die auf der Fahr­karte aufgedruckten Züge. Bei Zugausfällen oder bei großen Verspätungen dürfen auch andere Züge genutzt werden. Im Zweifels­fall sollten Sie die Bahn­mit­arbeiter fragen. Lingen ist kein Fernbusbahnhof, Leer auch nicht. Also bleiben nur Buchungen ab Emden, Rheine oder Bad Bentheim. Mir scheint Emden ganz geeignet, weil dann bei Fahrten nach Osten und Süden keine Zusatzfahrkarte zum Bahnhof in Rheine gebucht werden muss.

Familien­kinder unter 15 Jahren reisen bei dem Aktions-Ticket ebenso wie bei üblichen DB-Spar­preisen kostenlos mit Eltern oder Groß­eltern mit. Voraus­setzung: Sie müssen beim Kauf der Fahr­karte mit einge­tragen werden. Kosten fallen also allenfalls für die Platz­reser­vierung an, die für Familien meist sehr nützlich ist.

Seit kurzem können DB-Fahrkarten bekanntlich schon sechs Monate (183 Tage) im Voraus gebucht werden. Möglich ist dies allerdings nicht online, sondern nur beim Fahr­kartenkauf im DB-Reisezentrum (haben wir in Lingen nicht mehr), über den DB-Telefon­service oder im Reisebüro (DB-Agentur). Interes­sant ist das 19-Euro-Ticket also sogar für die Sommer­ferien ’16. Die sechs Wochen unterrichtsfreie Zeit beginnen in Niedersachsen bereits am 23. Juni.

Hotfilter

26. Januar 2016

hotfilterHotfilter hat Insolvenz angemeldet. Das Nordhorner Traditionsunternehmen ist wohl eine von nur zwei Kaffeeröstereien der Region; denn die aktuelle Neugründungswelle von kleinen Röstereien ist bisher an Ems und Vechte vorbeigegangen. Davon hat das Unternehmen aber nicht profitieren können. Betroffen sind von der Insolvenz 19 Festangestellte, zahlreiche Aushilfen und viele überzeugte Kunden – ein „Supergau“ (Blogleserin und Hotfilterkundin Ulkrike).

1929 hatte Wilhelm Hotfilter die Kaffeerösterei im Keller seines Privathauses am Friemansweg in Nordhorn gegründet. Schon vier Jahr später zog der Firmengründer -trotz Weltwirtschaftskrise-  mit seinem Betrieb in einen neuen Stammsitz an der Hamburger Straße um. Von hier aus wurde -nur unterbrochen vom 2. Weltkrieg- der frisch geröstete Kaffee täglich an die Kunden verschickt. Bei etwa zwei Dutzend täglichen Röstungen in der Kaffeerösterei, die inzwischen an der Marienburger Straße in Nordhorn ist, wurde ausschließlich der jeweilige Tagesbedarf des Unternehmens geröstet. Denn nur wirklich röstfrischer Kaffee hat das volle Aroma.

Dafür wurden die Chargen zwischen 12 und 15 Minuten in den jahrzehntealten Maschinen geröstet. Ergebnis der Langzeit-Röstung sei ein deutlich säureärmerer und bekömmlicherer Kaffee, erklärte Chefin Kathrin Hotfilter im vergangenen Jahr gegenüber der NOZ. Vermutlich sei es das, was die Stammkunden besonders schätzten. Ein wenig Robuster muss allerdings auch bei Hotfilter sein: In der Sorte „Espresso originale“, deren Mischung ihr 2014 im Alter von nur 57 Jahren verstorbener Vater Gerd kreiert hat, sorgt der gegenüber Krankheiten und Klimaeinflüssen unempfindlichere Flachland-Kaffee für die von Kennern geschätzte Crema .

Hotfilter bezog seinen Rohkaffees („nur Arabica-Sorten“) aus den meisten Anbaugebieten der Welt, darunter Spitzenkaffees aus dem Hochland von Costa Rica, Guatemala und Kenia sowie der Liquidambar Maragogype aus Mexiko.

Neben der Kaffeerösterei bauten Firmengründer Wilhelm Hotfilter und sein Sohn Walter seit 1955 systematisch eine Süßwarenabteilung auf, mit einer großen Auswahl an Pralinen, Trüffeln, Schokolade und Gebäck. Längst ist auch Tee ins Angebot aufgenommen. Allerdings machten die Filialen in Nordhorn, Lingen, Emsdetten, Ibbenbüren, Osnabrück, Rheine und Leer einen zunehmend eher abgenutzten wie unübersichtlichen Eindruck und haben offenbar mit den tchibogestylten Anforderungen der Kundschaft nicht Schritt halten können. Der enorme Preiskampf der Großröstereien dürfte das Seine zur jetzigen Situation beigetragen haben.

Noch im vergangenen Jahr hatte die jetzige Firmeninhaberin Kathrin Hotfilter angekündigt, mehr jüngere Käufer erreichen zu wollen, ohne die eher gesetzte Stammkundschaft zu vergraulen. Die 32jährige hatte das Unternehmen nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters übernommen.

Rund 16 t röstete Hotfilter im vergangenen Jahr (bundesweit: ca. 292.000 t) und erzielte damit etwa 350.000 Euro seines Gesamtumsatzes von 1,6 Mio Euro. Wie es weitergeht, ist noch offen. Der Hotfilter-online-Shop ist zurzeit nicht erreichbar.

(Quelle: WN und NOZ)

Westfalenbahn!

7. Dezember 2015

WestfalenbahnDie Deutsche Bahn tut wirklich alles dafür, dass man ihr keine einzige Träne nachweint, wenn sie Abschied auf der Emslandlinie nimmt. Am gestrigen Sonntag glänzte die Bahntochter DB-Regio noch einmal gleich mit mehreren ausgefallenen Regionalzügen, was vor allem die nervte, die von Norden kommend in Rheine die West-Ost-Verbindung nach Hannover und Braunschweig nutzen wollten. Abends ging da nichts.

Am kommenden dritten Adventssonntag ist damit Schluss. Die Westfalenbahn (Symbolfoto) übernimmt gleich auf drei Bahnstrecken in Niedersachsen den Regionalbetrieb: Auf den Linien von Emden nach Münster, von Rheine nach Braunschweig und von Bielefeld nach Braunschweig fährt vom 13. Dezember an die 2005 gegründete Gesellschaft, an der sich der Landkreis emsland übrigens besser beteiligen sollte als am prestigeträchtigen aber für die Menschen der Region nicht sehr wichtigen FMO-Flughafen.

Eine Woche vor dem Betreiberwechsel schauten sich am Sonntag am Bahnhof Rheine Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies und sein NRW-Amtskollege Michael Groschek (beide SPD) gemeinsam die neuen Züge  an. 15 fabrikneue Flirt-3-Züge mit je 215 Sitzplätzen kommen auf der Emslandlinie zum Einsatz. Von Frühjahr 2016 an soll es endlich auch eine kostenlose WLAN-Verbindung in den Zügen  geben.

Derzeit sind dort täglich bis zu 10 000 Reisende unterwegs. Minister Lies erhofft sich durch die neuen Züge und den neuen Betreiber aber eine Zunahme dieser Fahrgastzahlen. Deutlich zunehmen werden die Fahrgastzahlen allerdings wohl erst dann, wenn es direkte, umsteigefreie  Verbindungen zwischen dem Westen und den Städten Osnabrück, Hannover und Braunschweig geben wird. Bis auf weiteres jedoch verkehrt der RE 60 nur alle zwei Stunden auf der Ost-West-Strecke. Ärgerlich ist es, dass der erste Zug Richtung Rheine frühmorgens um 5:03 Uhr Lingen verlässt, aber Reisende in Rheine keinen Anschluss Richtung Osnabrück haben. Das geht erst eine Stunde später. Unverständlicherweise auch sind -wie die Ems-Vechte-Welle berichtet – in Lingen die Fahrkartenautomaten des neuen Betreibers noch nicht in Betrieb, wenn die ersten Züge fahren.

Manches ist also noch nicht perfekt, doch vor allem ist Schluss mit dem Pannenbetrieb DB-Regio: In der vergangenen Woche hatte die «Neue Osnabrücker Zeitung» informiert, dass seit Jahresanfang auf den Regionalverkehr-Strecken von Rheine nach Osten und Norden rund 1700 Züge ausgefallen sind – fast fünf pro Tag. Ein Sprecher der niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft erklärte zur Begründung, dass bei der Hälfte aller Ausfälle die Ursachen bei der Bahn gelegen hätten. Es sei häufiger zu technischen Störungen an den Fahrzeugen gekommen oder Personal habe gefehlt. Zudem seien beide Strecken vom Lokführerstreik betroffen gewesen. Man muss nicht verstehen, das die pomadig wirkende Nieders. Landesnahverkehrsgesellschaft es schon als Erfolg betrachtet, wenn sie der Deutschen Bahn für die ausgefallenen Züge nichts bezahlt. Strenge Vertragsstrafen kennt man offenbar nicht. 

Hier die neuen Westfalnbahn-Fahrpläne als pdf zum Herunterladen

Emslandlinie   –   Mittellandlinie

Fahrkarten gibt es in Lingen übrigens an (zu wenigen und hoffentlich bald funktionierenden) Automaten auf dem Bahnsteig und (noch) im DB-Reisezentrum, das künftig privat betrieben werden soll.

(update . Foto von Michael Heimerl: Westfalenbahn CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Bürgermeisterwahl: 33:4

13. September 2015

Landesweit kann die NRW-CDU mit den heutigen Wahl der Landräte und Bürgermeister zufrieden sein; die NRW-SPD musste dagegen deutliche Verluste einstecken. In Oberhausen verloren die Sozialdemokraten nach fast 60 Jahren den Oberbürgermeister-Posten. Der CDU-Kandidat Daniel Schranz entschied die Wahl mit 52,5 % der Stimmen für sich.

Auch in Bonn gewann der CDU-Kandidat und die SPD verlor nach mehr als 20 Jahren  das OB-Amt. Gewählt wurde der indischstämmige CDU-Kandidat Ashok-Alexander Sridharan mit 50,06 % der Stimmen.

In 37 Städten und Gemeinden im Münsterland wählten die Westfalen heute ihren Bürgermeister, im Kreis Coesfeld und im Kreis Steinfurt wurden außerdem neue Landräte gesucht. Nur wenige Überraschungen waren dabei, meist gab es klare Ergebnisse. Nur in sechs Kommunen wird in zwei Wochen eine Stichwahl über das neue Stadtoberhaupt entscheiden, nämlich in Ahaus, Ahlen, Billerbeck, Hörstel, Laer und Lengerich.

In Münster gewann Amtsinhaber Markus Lewe (CDU) sein Amt im ersten Wahlgang. Der CDU-Politiker erhielt 50,6 % der Stimmen und muss nicht in die Stichwahl. Auf Platz zwei kam Jochen Köhnke (SPD) vor der Grünen Maria Klein-Schmeink (Grüne).

Heinz Öhmann (CDU), in den 1990er Jahren kurzzeitig Kämmerer in Lingen (Ems),  bleibt mit 64,5 % der abgegebenen Stimmen Bürgermeister von Coesfeld. Sein Konkurrent Rainer Lagemann, den SPD, Pro Coesfeld, Grüne, Aktiv für Coesfeld und die Familienpartei gemeinsam auf den Weg geschickt hatten, bekam 35,5 %. Die Wahlbeteiligung in Coesfeld lag übrigens nur bei 47,6 %.

In Rheine gewann der schwarz-grüne Kandidat: Dr. Peter Lüttmann (aufgestellt von CDU und Grünen) setzte sich wie erwartet deutlich gegen zwei Einzelbewerber mit 76 % durch; die lokale SPD hatte es nicht geschafft, einen eigenen Kandidaten in der 80.000-Einwohner-Stadt zu nominieren…

Bei der Landratswahl im Kreis Steinfurt wurde CDU-Mann Klaus Effing (57,7 %) Nachfolger von Thomas Kubendorff (CDU). SPD-Kandidat Stefan Giebel kam auf 30 %. Auch bei der Landratswahl im Kreis Coesfeld siegte der CDU-Kandidat: Christian Schulze Pellengahr holte auf Anhieb  62 %, der SPD-Kandidat Carsten Rampe kam auf 38 %.

Insgesamt wurden -wenn ich es richtig ausgewertet habe- 33 Männer und lediglich vier Frauen in das Bürgermeisteramt gewählt -in Borken, Dülmen, Nottuln und in Steinfurt, wo die ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Claudia Bögel-Hoyer den langjährigen Bürgermeister Andreas Hoge ablöst.

Auch bei diesen Wahlen ist eine ausgesprochen schlechte Wahlbeteiligung zu beklagen. Sie ist erneut gesunken und hat sich gegenüber der Wahl im Mai 2014 (50 Prozent) nochmals verschlechtert hat.

Bei den Bürgermeister-Wahlen wurde bei etwa der Hälfte der Bezirke eine Beteiligung zwischen 40 und 50 Prozent gezählt. An wenigen Orten gingen über 60 Prozent der Berechtigten wählen, in Billerbeck waren es gar 68 Prozent. Lotte und Unna erreichten weniger als 30 Prozent, meldet der WDR.

Hier auf der Wahlkarte der Westfälischen Nachrichten per Doppelklick alle Ergebnisse aus Westfalen:

Bildschirmfoto 2015-09-13 um 22.32.57

Erklärung: Blau (CDU), Rot (SPD), Gelb (FDP), Orange (parteilos), Violett (Stichwahl)

[Mehr aus NRW…]