endlich eine Position

14. Januar 2020

Am vergangenen Samstag fand das 7. Benefiz-Konzert der regionalen Musikbands in der Emslandarena statt. Es war ein wirklich grandioser Musikabend mit  Acoustic Steel, Hörbar, Revoice, Dirty Fingers und NOBC. Veranstalter war zum siebten Mal der Round Table, einer parteipolitisch und konfessionell neutralen Vereinigung junger Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren, wie  wikipedia erklärt. 2018 waren rund 60.000 Euro beim 6. Benefizkonzert zugunsten des Meppener und Lingener Kinderschutzbundes zustande gekommen. Dieses Ergebnis dürfte 2020 getoppt werden. Also darf man durchaus kritisch auf den Empfänger des ganzen Geldes schauen:

Vor einigen Tagen beklagte nämlich Stefan Ulrich in der ‚Süddeutsche(n) Zeitung‘ das Schicksal der geschundenen Kinder in den Flüchtlingslagern Griechenlands und in Idlib. Er beklagte, dass es das „Schweigen (ist), dass zivilisatorische Fortschritte zunichte macht.“

Mir fiel zum Kommentar von Stefan Ulrich auf, wie viele auch in unserer Stadt schweigen – trotz der Grausamkeiten, die den Kindern in den EU-Flüchtlingslagern der Ägäis wie in Syrien angetan werden. Es schweigen leider auch die, die den Kinderschutz auf ihre Fahnen geschrieben haben. Der SZ-Zeitungsmann steht mit seiner Argumentation auf Seiten derer, die sagen, dass niemand sich hinter dem anderen verstecken darf, wenn er erst einmal begriffen hat, was da in Syrien und nebenan passiert (ist) – auch nicht, wenn die Katastrophe nicht in Lingen (Ems). Stefan Ulrich fordert deshalb jede Stimme, auch die eines einzelnen, auch die einer einzelnen Gruppe – selbst wenn sie denn die erste wäre in einem hoffentlich immer mächtiger werdenden Chor.

Warum also schweigt der Deutsche Kinderschutzbund zum brutalen Schicksal der Kinder in Syrien und in den Lagern in Griechenland? Und muss etwa der Kinderschutzbund ebenso zur Jagd getragen werden wie der Lingener Stadtrat, als es um  den „Sicheren Hafen“ der „Aktion Seebrücke“ ging? Ohnehin: Geht es bei all dem nicht auch stets um den Anspruch der Glaubwürdigkeit der eigenen Kinderschutz-Arbeit und um deren Wahrung, vielleicht ja auch um deren Bewährung?

Deutlich gesagt: Das Schicksal der Kinder und Jugendlichen in den schrecklichen Flüchtlingslagern der griechischen Ägäis-Inseln und im noch schrecklicheren Bombenhagel in Syrien muss doch alle Kinderschützer berühren! Daher wünsche ich mir bei all dem wunderbaren Benefiz doch und endlich eine klare Position der Kinderschutzbünde in Lingen und Meppen zu den geschundenen Kindern und ihre solidarisch-helfende Hand. Ich wünsche mir also einen Aufschrei und den konsequenten Einsatz für die gequälten Kinder des Nahen Ostens , wenn die starke regionale Musikszene benefizmäßig dem Lingener wie dem Meppener Kinderschutzbund zehntausende Euro „einspielt“. Ich wünsche mir die klare Antwort der lokalen Kinderschützer im Emsland auf die Frage: Wann und wie unterstützt ihr die Forderungen des Nieders. Innenministers Boris Pistorius (SPD) und des Vorsitzenden von Bündnis’90/Die Grünen Robert Kinder, Flüchtlinge, minderjährigen Flüchtlingen Zuflucht und menschenwürdige Rettung zu geben?

ps. Die weitere, auch nötige Kritik, dass der lokale Kinderschutzbund an familiären Krisentagen in unserer Stadt wie bspw. vom vergangenen 24.12. bis 3. Januar nicht erreichbar war, schenk ich mir…

 

Benefiz

8. Januar 2020

7. Benefizkonzert mit
Revoice, Dirty Fingers, NOBC, Hörbar und Acoustic Steel

Lingen (Ems) – EmslandArena
Sa 11. Januar 2020 – 20 Uhr
Karten: ab 14 € ausverkauft

Die von Round Table organisierten Benefizkonzerte zugunsten des Kinderschutzbundes in Lingen und Meppen sind mittlerweile fast schon legendär. Am Samstag, 11. Januar 2020, findet das nunmehr siebte Benefizkonzert in der Lingener Emslandarena statt. Erneut werden dabei fünf regionale Bands auftreten.

Mit dabei sein werden Revoice, die Dirty Fingers, NOBC, Hörbar und Acoustic Steel. Im Foyer der Emslandarena wird zudem DJ Berti auflegen. 2018 waren 3000 Besucher zum Benefizkonzert in die Arena gekommen. Ermöglicht wird die Veranstaltung durch den Einsatz von rund 200 Ehrenamtlichen.

🔥🔥 Update: Das Konzert ist ausverkauft

Tickets für 14 Euro gibt es noch online über www.benefizkonzert-lingen.de und an der Vorverkaufsstelle der EmslandArena. An der Abendkasse kosten sie 17 Euro.

🔥 Update: Das Benefizkonzert am Samstag ist beinahe ausverkauft. Die letzten Karten gibt es aktuell bei Volmer Optik am Markt.

Ob es demnach, wie beim letzten Mal, eine Abendkasse geben wird, ist mehr als unsicher.

Mathias Matze Wagner ist gestern im Alter von 71 Jahren gestorben. Beim Joggen im Altenlingener Forst. Ausgerechnet in dem Wald, den er so liebte und für den er sich eingesetzt hat, erlitt der Lingener Rocksänger einen tödlichen Herzinfarkt.

Es gab keinen einzigen Lingener Musiker wie Matze. Seine Stimme war unverwechselbar und ein großer Genuss für alle, die sie hörten. Auf der Bühne war er so unglaublich präsent, dass er sein Publikum stets mitriss. Matze war immer der Frontmann und prägte so die Rockkultur unserer Stadt wie kein anderer.

Mit 16 machte er als Leadsänger einige Jahre Rock’n Roll mit den Beat-Kings, die Songs der Beatles, Kinks und Stones coverten und in der ganzen Region erfolgreich waren. Auftritte in Norddeutschland, Westfalen und in Belgien und den Niederlanden folgten. 1980 war Matze Mitbegründer der Lingener Band „Clan“, die sich zwei Jahre später in Revoice umbenannte. Matze war -zusammen mit der unvergessenen Jane Skibicki- sofort das Markenzeichen der heutigen Kultband. Und engagierte sich: „Matze“ Wagner, das „Urgestein“ -wie ihn die Lingener Tagespost nannte, war seit den Anfängen des Christophorus-Werkes stets musikalischer Begleiter der Einrichtung. Er lebte Inklusion, als die meisten noch nicht wussten, was das ist. Mit seinen Bands spielte er in den Knästen der Region und viele Benefizkonzerte „für den guten Zweck“.

Seine Konzerte und Auftritte waren einzigartig. Mit fällt das Fiesta-Mayor-Konzert 1998 in Lingens katalanischen Partnerstadt Salz, als er mit Revoice morgens um 4.00 Uhr die Katalanen zum Abheben brachte.

Christoph Frilling schrieb gestern auf Facebook: „Vor seinem letzten Konzert traf ich ihn im Aldi. Es ginge ihm schlecht, sagte er. Auf meine Frage, was denn los sei, grinste er und sagte: „Lampenfieber, als wenn’s mein erster Auftritt vor Publikum wäre….“ Matze eben.

Wir dürfen sehr dankbar sein, dass wir Matze kannten und erleben durften.  Matze, Du wirst uns allen und Du wirst dieser Stadt so fehlen.

(Foto: Revoice)

Rolling Stones

12. Juli 2012

Mit einem speziellen Gruß an unsern Matze zum 50jährigen  Bühnenjubiläum der englischen Band um Mick und Keith, die ihn schon gecovert hat, als es Revoice noch gar nicht gab… 😉

Ausverkauft

19. November 2010

Hinweis: Das Konzert der Lingener Kultband Revoice am Samstagabend auf der Wilhelmshöhe ist ausverkauft.

Wer im letzten Jahr keine DVD des ersten Albums „Revoice klassisch – Franziskus rockt“ ergattert hat, hat am Samstagabend die Möglichkeit eine der letzten Exemplare für 12,- € zu erwerben. Die Aufnahmen entstanden am 9. Februar 2008, als die Band, gemeinsam mit dem Ensemble des Franziskusgymnasiums unter der Leitung eines inzwischen abgewanderten Musiklehrers ;-), einen unvergesslichen Ohren- und Augenschmaus ablieferte…

(Quelle: Olle Piepen)

Revoice

14. November 2010

Revoice

Die Kultband No 1 der Region feiert ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum mit einem großen Konzert
Lingen (Ems) – Wilhelmshöhe
Samstag, 20. November 2010  – 20 Uhr

Eintritt 9 Euro (VVK)
(Tipp: Das Konzert ist fast ausverkauft. Es gibt nur noch wenige Restkarten im Vorverkauf
u.a. bei Tabak Appelhans in der Lingener Burgstraße)
Alles über Revoice hier bei OLLE Piepen