re:publica ’19

28. April 2019

Europas größte Konferenz rund um Digitalisierung und Internet findet vom 6. bis 8. Mai 2019 in Berlin statt und wir können uns auf ein umfangreiches und vielfältiges Programm freuen. Für alle netzpolitisch Interessierten möchten wir hier noch einmal einen strukturierten Überblick über das Programm rund um unsere Themen geben.

Die re:publica, schreibt Markus Beckedahl auf netzpolitik.org, „ist mal 2007 als eine Art Nebenprojekt zu diesem Blog gestartet und seitdem gestalte ich jedes Jahr das Programm mit. Insgesamt erwartet die re:publica 2019 über 1000 Sprecher:innen in über 600 Sessions auf 500 Stunden Gesamtprogrammzeit. Und ein großer Teil davon behandelt Themen, die hier auch stattfinden oder stattfinden könnten. Deswegen geben wir hier noch einmal einen gesonderten Programmüberblick rund um netzpolitische Themen.“ Das Besondere in diesem Jahr ist zweifellos die Eröffnung der Digitalkonferenz. Kein Geringerer als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet die viertägige Zusammenkunft. Wow!

Hier ist eine kleine Auswahl der Höhepunkte dieser re:publica 2019:

Mit netzpolitischen Beiträgen sind dieses Jahr unter anderem dabei: Frank-Walter Steinmeier, Sibylle Berg, Cory Doctorow, Francesca Bria, Frank Rieger, Kirsten Fiedler, Alexis Hope, Eben Moglen, Jeanette Hofmann, Mark Surman, Sarah Spiekermann, Andreas Mundt, Katarzyna Szymielewicz, Ulf Buermeyer, Alex Rosenblat, Audrey Tang, Sascha Lobo, Katharina Nocun, Peter Parycek, Julia Kloiber, Alexander Gerst und Frederike Kaltheuner.

Es gibt noch Tickets, alternativ kann man auch als „helping hand“ mitmachen und dafür kostenlosen Eintritt erhalten. Das Programm auf den meisten Bühnen wird aufgezeichnet und im Anschluss online gestellt.

Wenn Euch interessiert, an welchen Talks und Diskussionen das erweiterte Redaktionsteam von netzpolitik.org teilnimmt: Dazu kommt noch ein eigener Artikel in den kommenden Tagen.

Markus Beckedahl: „Wir haben die netzpolitischen Talks und Debatten grob sortiert. Uns ist bewusst, dass die Einordnung in verschiedene Themenfelder in einigen Fällen zu Überschneidungen führen könnte. Auch haben wir sicherlich einzelne Talks übersehen, das Programm ist insgesamt viel umfangreicher.“

„Allgemeine Netzpolitik“: Hier gibt es einen Überblick über Sessions zu recht allgemeinen Themen der Netzpolitik und denjenigen, die nicht in die anderen Kategorien passten.

„Digitale Öffentlichkeit“: Hier sind Talks und Diskussionen rund um Medienwandel, Öffentlichkeit und und Plattformen zusammengefasst. Das Highlight ist hier definitiv das Gespräch unseres EU-Korrespondenten Alexander Fanta mit der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

„Künstliche Intelligenz“ gibt einen Überblick über das Programm zu Künstlicher Intelligenz und Algorithmischen Entscheidungssystemen.

„Urheberrecht“: Natürlich ist auf der re:publica auch die EU-Urheberrechtsreform und einer Wissenspolitik traditionell ein Thema. Hier gibt es u.a. ein Gespräch zwischen dem EU-Abgeordneten Axel Voss und mir zur Urheberrechtsreform.

„Datenschutz und Datennutzung“: Gibt einen Überblick zu den Talks und Diskussionen, die sich etwa mit den Datenschutz, Privatsphäre, aber auch Datennutzen beschäftigen.

Mehr und weiter…

Södern

7. Mai 2018

„Auf der Re:publica ließ sich der an einer anderen Diskussion teilnehmende Gerhard Baum ein Mikrofon reichen und er klärte lakonisch, er sei mal Innenminister gewesen. Dann machte Baum seinem Unmut Luft, wie mit dem Sicherheitsfuror und den neuen Polizeigesetzen systematisch ein Klima der Bedrohung und Verunsicherung geschaffen wird, das weitaus ängstlicher ist, als dies zu RAF-Zeiten war. Dafür bekam er Beifall und das bayerische Polizeiaufgabengesetz wurde weiter diskutiert.

Dieses Gesetz, das ein Schlag ins Gesicht der rechtstreuen Bevölkerung ist, will
Innenminister Seehofer bekanntlich zum Vorbild seines geplanten Muster-Polizeigesetzes nehmen. Gegen die bayerische Variante soll am 10. Mai in München eine Großdemo protestieren, bei der selbst Umweltverbände mit von der Partie sind.

Dort, wo das Södern zum neuen Ton gehört, darf natürlich ein Dringlichkeitsantrag der CSU nicht fehlen, die den demokratischen Kräften des Bayerischen Landtages die Teilnahme an der Großdemo am liebsten untersagen möchte:“Wenn sich auch noch demokratisch gewählte Parteien wie SPD und Grüne in dieses Bündnis einreihen, ist dies eine Gefahr für unseren Rechtsstaat.“ Die Klimavergiftung beginnt mit Denk- und Demonstrationsverboten.“

So weit so gut Hal Faber in seinem Wochenrückblick WWWW. Weshalb ich hier im deutschen Nordwesten darauf hinweise? Weil auch in Niedersachsen diese immer seltsamere Große Koalition heftig in dieselbe Richtung marschiert und das ungeniert mit Fake-Sprüchen garniert wie Zur Sicherung der Freiheit…

Freunde, es ist in Englisch, und es ist wichtig. Es dauert eine Stunde. Viel Spaß!

Wie kommt es, dass Politiker 2008 einen Akt zur Bekämpfung von Online-Belästigung für Kinder verabschiedeten, obwohl es dafür wenig belastbare Zahlen gab und Kinder beispielsweise im eigenen Zuhause weitaus öfter sexuell belästigt oder missbraucht werden? Wie kann es sein, dass Teenager auf dem Imageboard 4chan Wege finden, Oprah Winfrey im Fernsehen Worte in den Mund zu legen?

Gestern, am ersten Tag der re:pulica nimmt Danah Boyd in ihrer Keynote diese und viele ähnliche Beispiele zum Anlass, einmal zu versuchen, die Frage nach der Verantwortung in zunehmend algorithmisierten Gesellschaften anzugehen. Sie erforscht sozio-politische und kulturelle Aspekte von sozialen Medien bei Microsoft und leitet das Forschungszentrum Data & Society in New York.

Doch zunächst, wie kommt es zu solchen Spektakeln? Auf den ersten Blick gibt es nur Motive: Sicherlich liegt es am Spaß daran, große Systeme zu manipulieren. Auch an den Kenntnissen, die Jugendliche sich über digitale Öffentlichkeiten und ihr Zusammenspiel mit traditionellen Medien aneignen. Oder, im Fall der Politiker, daran, alte Ängste auf das Internet zu projizieren, damit Mehrheiten zu bekommen und zu zeigen, dass man dieses Internet im Griff hat. Heute sehe man, so steht es in der Ankündigung ihres einstündigen Vortrags, dass „algorithmische, datenbasierte Technologie nicht notwendigerweise eine soziale Welt, in der viele von uns leben möchten, unterstützt“.

Die Kernfrage von Boyd war: „Was heißt es, nicht nur Nationalstaaten oder Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen, sondern große Netzwerke von Menschen, die mit verschiedenen Technologien arbeiten?“ Vor der Antwort nannte Boyd einige Beispiele, die die Tragweite dieser Frage zeigen sollten.

Ein amerikanischer Geistlicher stellt an einer Landstraße drei islamfeindliche Schilder auf und lässt sich mit ihnen fotografieren. Damit bekommt er die Aufmerksamkeit lokaler Medien. Als er aber ankündigt, dass er einen Koran verbrennen will, dauerte es nicht lange, bis er bei CNN dazu interviewt wird. Denn viele argumentieren dagegen, wollen ihn davon abhalten. Was er danach auch tut. Bis die Aufregung sich wieder legt und er mit einer Gruppe von Leuten wirklich einen Koran verbrennt. Woraufhin es in muslimischen Ländern Ausschreitungen gibt. Wer ist schuld? Der Initiator? Die Menschen, die sich aus gutem Grund dagegen aussprachen? Die Blogger und Journalisten? Die Idee vom Nachrichtenwert?

Über eine Stunde zeigte danah boyd viele Beispiele dafür, wie unsere algorithmische Welt derzeit untergraben wird. CC-BY-SA 2.0 netzpolitik.org

Wer mit Suchmaschinen nach Bildern sucht, wird mit Klischees beworfen: Der Suchbegriff „Baby“ spuckt weiße Neugeborene mit hellblauen beziehungsweise rosa Stramplern aus. Wer nach CEO sucht, bekommt einen männlichen Anzugträger im mittleren Alter, der vor einer verglasten Bürokulisse nachdenklich die Hände ineinander legt oder sich auf einem Bürostuhl abstützt. Das ist offensichtlich und auch den für die Suchinfrastruktur zuständigen IT-Unternehmen bewusst. Doch wenn sie daran etwas ändern, indem sie etwa Fotos von anderen Menschen in die Suchergebnisse spülen, hilft das laut boyd auch nicht wirklich. Denn die Nutzerinnen und Nutzer, die gerade ein Foto für ihre Präsentation suchen, klicken doch wieder auf die alten Stereotype und verstärken die Effekte damit wieder.

Anderes Beispiel: Ein Journalist schreibt über eine Verschwörungstheorie. Obwohl er sie im Text widerlegt, reproduziert er sie im Titel seines Erklärartikels. Eine andere Plattform greift die Überschrift auf, bricht sie aber nach den ersten sechs Wörtern ab. Stehen bleibt die Anschuldigung mit einem Link zu einer bekannten Nachrichtenseite. Auch wenn ein Richter die Entscheidung einer polizeilichen Vorhersage-Software revidieren kann, mag es aus seiner Sicht rationaler sein, ihr zu folgen, da das weniger Widerstand innerhalb des Justizsystems produziert.

Was diese Beispiele laut boyd zusammenhält, ist, dass sie zeigen, wie Unternehmen, Blogger, Jugendliche, Politiker und Aktivisten alle Teil eines digitalen Verstärkungsökosystems sind. Das mag neu klingen. Aber auch wenn wir die Mechanik, die Art und Weisen der Verstärkung noch nicht alle kennen: Die Situation, in der sich diese Menschen befinden, ist uns allen bekannt, so boyd.

Bei den digitalen, algorithmischen Verstärkungseffekten handele es sich um eine neue Form von Bürokratie. Wie die alte zeichnet sie sich dadurch aus, Verantwortung zu verwässern und auf das Ökosystem zu verteilen. Boyd sagt: „Wir haben über ein Jahrhundert Erfahrung mit Bürokratie“. Sie erstrecke sich von den absurden Episoden in Franz Kafkas Der Prozess bis zu Adolf Eichmann, der eine tragende Rolle in der Organisation des Holocaust spielte, und vor Gericht stumpf wiederholte, er habe nur Befehle befolgt.

In der neuen Bürokratie gebe es Akteure, die sich mehr auskennen und solche, die weniger wissen. Viele haben ökonomische Interessen. Heute sei es wichtig zu fragen, wie Äußerungen, Entscheidungen, Provokationen, Spektakel, ja menschliches Handeln, digital weitergetragen werden – „wie die Verstärkungseffekte sich auswirken und wem sie schaden“, so Boyd. Und dementsprechend auch strategisch zu handeln. Dafür braucht es neben Wissen über die bürokratischen Techniken und Technologien auch Reflexion. Hannah Arendt verurteile Eichmann genau dafür: nicht gedacht zu haben.


Ein Beitrag von Netzpolitik.org. CC-BY-SA 2.0
Netzpolitk.org finanziert sich zu fast 100 % aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

re:publica XII

1. Mai 2018

Die 12. re:publica ist die re:publica 18. Oder andersrum. Daher jedenfalls der Hashtag #rp18. Die große Digitalkonferenz in Berlin ist weltweit eines der wichtigsten Festivals der digitalen Gesellschaft. Über 500 internationale Referenten aus über 40 Ländern tragen auf der Berliner re:publica ihre Sicht der Dinge zu verschiedenen aktuellen Themen aus den Bereichen Internet, Medien, Kultur, Politik, Technik sowie Wirtschaft und deren Wechselwirkung mit Individuen und der Gesellschaft. Die re:publica Berlin bringt Künstler und Künstlerinnen, Aktivisten, Geschäftsleute, Unternehmensvertreter und Menschen aus vielen anderen Lebens- und Schaffensbereichen zusammen.

Sie diskutieren von „Künstlicher Intelligenz“ über Blockchain und Smart Cities bis hin zu Fin Tech und Virtuelle Realität. Auch der Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica kommt zur Sprache, kündigte Mitgründer Markus Beckedahl an. Denn: „Es wird nicht das letzte Datenleck gewesen sein.“ Hier das Gesamtprogramm (pdf).

Die gemeinsame Eröffnungsrede von der re:publica und der Media Convention hält die Medienwissenschaftlerin und Sozialforscherin Dana Boyd. Die New Yorkerin will beleuchten, wie wir uns gegen eine von Algorithmen bestimmte Welt wehren können. Zu den weiteren Gästen der dreitägigen Veranstaltung zählen Physiker und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Wikimedia-Direktorin Katherine Maher sowie die SPD-Minister Hubertus Heil und Katharina Barley. Die Autorinnen Sibylle Berg, Marc-Uwe Kling und Juli Zeh reden über «Digitale Selbstverteilung».

Journalist Richard Gutjahr berichtet über seinen Kampf gegen Verschwörungstheoretiker. Moderatorin Dunja Hayali und Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, sprechen über Journalismus im Netz. Bei der Media Convention stellt sich ZDF-Intendant Thomas Bellut der Frage, wie Journalismus in der digitalen Zukunft aussehen kann.

Ab morgen werden mehr als 9000 Besucher am Veranstaltungsort Station am Gleisdreieck kommen. Zu den hunderten Sprechern gehört übrigens auch US-Whistleblowerin Chelsea Manning, die vor einem Jahr aus der US-Militärhaft entlassen worden war. Sie werde «über ihr neues Leben als freier Mensch sprechen, über zivilen Ungehorsam, über radikale Politik und die Folgen von unkontrollierbarer Staatsmacht», teilten die Organisatoren mit. Erstmals gibt es am kommenden Samstag im Anschluss an die re:publica ein kostenloses Bürgerfest.

Mehr im Tagesspiegel-Pocast hier.

Wer nicht in Berlin sei  kann: Es gibt diverse Apps und auch eine, die die Veranstaltung au den heimischen Fernseher holt. Mehr…

Hier das re:publica Team – mit dabei (7. von lks) mein großartiger Wahlkampfmacher.

re:publicaTEN

2. Mai 2016

rpTENHappy Birthday, re:publica! Die Digitalkonferenz in Berlin erfährt in diesem Jahr ihre 10. Auflage. Erwartet werden an den drei Konferenztagen der #rpTEN in Berlin wieder mehr als 7.000 Besucher. Die re:publica findet in der Kreuzberger Station Berlin statt. Wieder die Frage im Mittelpunkt, wie unsere digitale Zukunft aussehen könnte. 2007 als Bloggertreffen in überschaubarem Rahmen begonnen, hat sich die von den Betreibern der Blogs Spreeblick und Netzpolitik.org veranstaltete re:publica inzwischen zur größten europäischen Konferenz zu den Themen Internet und digitale Gesellschaft gewandelt.

Stetiges Wachstum
Diese erste re:publica liegt neuen Jahre zurück. Aus den anfänglichen 700 Teilnehmern wurden im nächsten Jahr bereits 800, bald waren es über Tausend. 2015 konnten die Veranstalter mit knapp 7000 Besucher ihren bisherigen Teilnehmer-Rekord vermelden. In diesem Jahr werden es nicht weniger sein.

Es kamen und kommen Sprecher aus aller Welt, so etwa der Schriftsteller Cory Doctorow, die Aktivistengruppe The Yes Men, der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und sogar David Hasselhoff. Zwei Mal musste man aufgrund des großen Andrangs umziehen, zuletzt 2012 in die Station Berlin, die auch 2016 wieder Veranstaltungsort ist.

Das Publikum als Impuls
Stets waren offene Grenzen zwischen Publikum und den Vortragenden ein Hauptanliegen der Veranstalter. Auf der zehnten re:publica wird die Spiegelbildlichkeit zwischen den Menschen auf und vor der Bühne unter dem Motto „Ten is Net“ gleich in den Titel gehoben.

„Du bist die re:publica“, heißt es auf der Website. Ohne das Publikum, das unterschiedliche Ideen und Ansichten aus der ganzen Welt vereint, wäre diese Konferenz nicht das geworden, was sie nun ist. Gleichzeitig ist dies jedoch auch ein Aufruf: Die re:publica ist vor allem auch das, was das Publikum aus ihr macht. So soll Engagement, Verantwortung und Emanzipation der Teilnehmer in den Vordergrund gerückt werden.

Vielfältige Themen
Das große Publikum zieht auch viele prominente Namen an. So stellt XKCD-Autor Randall Munroe sein Buch „Things Explainer“ vor, Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, spricht über Strafrecht und Wahrheit, Julian Reichelt, Chefredakteur von Bild.de,  Schriftsteller Gunter Dueck referiert über Cargo-Kulte. Auch die Politik ist vertreten: So diskutiert Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles in einem Town Hall Meeting über die Zukunft der digitalen Arbeitswelt. Mit dabei ist auch wieder Sascha Lobo, dessen Vorträge seit jeher zu den Highlights der Konferenz gehören.

Mussten die Veranstalter sich in den Vorjahren noch auf wenige Schwerpunkte konzentrieren, hat die re:publica inzwischen eine Bandbreite erreicht, die den einzelnen Teilnehmer fast erschlägt. So versammeln sich unter dem Dach der re:publica zahlreiche Unterkonferenzen: Auf der Media Convention Berlin wird der EU-Kommissar Günther Oettinger genau so wie Edward Snowden befragt. Auf dem Global Innovation Gathering (GIG) treffen Maker, Hacker und Unternehmer aus der ganzen Welt zusammen und stellen sich und ihre Projekte vor.

re:publica Musicday
Zum zweiten Mal auf der re:publica findet der Musicday statt. Am 2. Mai treffen MusikerInnen, EntwicklerInnen und DesignerInnen zusammen, um zu erforschen, wie sich die Produktion, Kreation und Rezeption von Musik mit neuen Technologien verändern.

Der Fokus des Musicday wird vor allem auf Virtual und Augmented Reality liegen: Wie kann der Hörer ins Geschehen involviert werden, indem der Künstler seine Songs in Apps einbaut? Wie verändern neue Interfaces die Rezeption und das Erleben von Musik? Daneben werden auch kreativwirtschaftliche Themen wie die Rolle von Startups in der Musikproduktion oder die digital bedingte Dezentralisierung des Musik-Business behandelt.

labore:tory befasst sich ebenfalls mit den Auswirkungen von Virtual Reality-Technologien auf kreative Bereiche: Am 3. Mai wird der Fokus vor allem auf Theater- und Gaming-Erlebnissen und deren Erweiterung eben durch Virtual Reality liegen: Am 4. Mai steht die Konvergenz von Mode und Wearables bei der #FASHIONTECH Berlin-Konferenz im Vordergrund.

Livezuschaltung von Edward Snowden
Parallel zur re:publica findet -wie gesagt-  in den gleichen Räumlichkeiten die Media Convention Berlin statt. Edward Snowden wird live zugeschaltet wird; man diskutiert über Trends und Entwicklungen in der Medienproduktion, über Digitalisierung, Wege der Mediendistribution und aktuelle medien- und netzpolitische Themen.

Wer sich für digitale Themen interessiert, seien sie eher gesellschaftlicher oder technischer Natur, für den ist die re:publica 2016 mit ihrem breiten Spektrum an Vorträgen, Workshops und teilnehmenden Sprechern sowieso ein Pflichttermin.

rp-Macher Johnny Häusler (Foto lks) darf daher zufrieden sein:
„Die zehnte rp wird nicht sein, wie die erste. Das wäre auch albern, wer will schon Stillstand? Doch sie wird weiterhin eine ganz besondere unter den Konferenzen und anderen, ähnlichen Events sein, denn die Leidenschaft, mit der sich unser hervorragendes Team um die re:publica und ihre Gäste kümmert, ist so einzigartig wie unser fester Wille, die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Festival-Charakter weiterhin zu halten.

Aber wir können unser Team noch so sehr loben (und ich tue das mit Inbrunst!): Wir wissen natürlich sehr gut, dass die re:publica letztendlich nur durch euch funktioniert, durch die Gäste, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Sprecherinnen und Sprecherinnen, die Menschen, die die Workshops und Vorträge machen. Durch die Einreichungen beim Call for Papers, von denen wir in diesem Jahr knapp 1.000 (!) bekommen haben. Ihr macht genau die Atmosphäre aus, die wir uns wünschen. Und genau deshalb gibt es in diesem Jahr neben dem Wortspiel TEN/NET auch Spiegel ohne Ende für euch auf der re:publica, seid gespannt! Und auch die Sponsoren sollen erwähnt sein, die uns entweder schon seit vielen Jahren die Treue halten oder neu dabei sind. Ohne deren Support die ganze Kiste einfach nicht zu stemmen wäre.“


Mehr im DRadio Wissen Häusler-Interviewbei Heise.de und bei SPON.

Der Hashtag der re:publica ist übrigens #rpTEN.

(Quelle: regioaktive.de; Foto Re:Publica  CC Attribution 2.0 Generic)

rpTEN

1. Mai 2016

Ach, was ist der Papa stolz! Für die EmslandArena nach Ansicht eines dümmlichen Personalrats unqualifiziert. Und, lieber Max, inzwischen zum fünften Mal im Orgateam der re:publica. Machet jut bei der rpTEN, @moaxislaven!

(Bildnachweis: re:publica (CC BY 2.0))

re:publica

5. Mai 2014

rp14Ab morgen und bis zum 8. Mai findet in Berlin die achte, von Netzpolitik.org mitveranstaltete re:publica unter dem Motto “Into the wild” statt. Auf bis zu 18 Bühnen parallel gibt es rund 350 verschiedene Sessions zu allen möglichen kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten einer digitalen Gesellschaft. 3-Tages Tickets gab es Ende letzter Woche noch im Vorverkauf, ermäßigt kosten diese 90 Euro, normaler Preis ist 180 Euro. Hier ist eine Übersicht aller Sessionshier die Liste aller Sprecherinnen und Sprecher und hier der Zeitplan.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Vielzahl an netzpolitischen Themen. Unten findet sich eine Übersicht durch das Programm. Es könnte sein, dass es zusätzliche Überraschungen geben wird. Leider laufen oftmals interessante Sachen parallel, aber aufgrund der großen Anzahl der Einzelveranstaltungen war das leider nicht anders möglich.

Dienstag, 6. Mai 2014

11.00 – 12:00 Uhr auf Stage 1:

The Yes MEN – Opening Keynote for re:publica & MEDIA CONVENTION

Andy Bichlbaum, Mike Bonanno

11:15 – 12:00 auf Stage 2:
Geheimdienste vs Demokratie?
Markus Löning, Katja Gloger, Christian Flisek

12:30 bis 13:30 auf Stage 2
Defending Human Rights worldwide – learning from the best – what’s working & why
Sanjay Goel, Rafael Vilela, Bianca Jagger

12:30 bis 13:00 auf Stage 3
Heroes, es geht um Whistleblower.
Elmar Geese

13:00 bis 13:30 auf Stage 3
Black to Grey to Black: Lessons From Two Decades of Online Activism 
Parker Higgins von der EFF blickt auf erfolgreiche Online-Kampagnen (vor allem in den USA) zurück.

12:30 bis 13:30 auf Stage 4
Überwachung macht impotent!“ – Neue Narrative gegen Überwachung
Friedemann Karig
(mehr …)

(Quelle)

re:publica

14. April 2010

Die nächsten drei Tage findet die re:publica 2010 in Berlin statt. Veranstaltet wird die Konferenz von den Betreibern der beiden deutschen Blogs Spreeblick und Netzpolitik.org. Das Treffen über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft bietet mehr als 160 Stunden Programm mit 164 Vorträgen und Arbeitsgruppen mit 250 Sprecherinnen und Sprecher aus 30 Staaten. Es ist jede Menge Netzpolitik dabei: Am Donnerstag gibt es eine Subkonferenz zu Netzneutralität, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven, sowie national und international beleuchtet. Einer der vielen Höhepunkt ist sicherlich der Vortrag von Tim Wu über “Net Neutrality an Free Speech” am Donnerstag um 16 Uhr im Friedrichstadtpalast. Das komplette Programm findet sich hier. Von den Bühnen im Friedrichstadtpalast, Quatsch Comedy Club und Kalkscheune Großer Saal wird es Live-Streams geben. (Quelle)