Einmal im Jahr ermöglicht die „Gesellschaft der Freunde. Morgenland Festival Osnabrück“ ein besonderes Konzert – ein Intermezzo zwischen den Festival-Jahren.
In diesem Jahr treffen vier Ausnahmemusiker zusammen, die das Publikum bei der Eröffnung 2017 begeistert haben, nämlich
Rabih Lahoud, Moslem Rahal, Anna-Lena-Schnabel, Florian Weber.
Sonderkonzert der Gesellschaft der Freunde.
Morgenland Festival Osnabrück 
Osnabrück –  Kleine Kirche am Dom, Große Domsfreiheit 6, 
Sonntag den 18. Februar 2018 um 18:00 Uhr
Karten ab 15 Euro hier
 Der libanesische Sänger Rabih Lahoud kam zum Studium nach Deutschland und belebt seitdem die deutsche Musikwelt, die junge Saxofonistin Anna-Lena Schnabel ist gefeierter „Shooting Star“ der Jazz-Szene, den grandiosen Ney-Spieler Moslem Rahal hält nicht nur Jordi Savall für einfach „den besten“ und Jazzpianist Florian Weber ist einer der spannendsten Pianisten seiner Generation.

ps

„2018 wird ein spannendes Jahr für das Morgenland Festival Osnabrück. Wir freuen uns auf eine Kooperation mit der Elbphilharmonie und dem Holland Festival, auf neue Werke von Tigran Mansurian und Issam Rafea, auf die Morgenland All Star Band im Pierre Boulez Saal in Berlin und in Kasachstan, auf eine eigene Fernsehsendung im Stingray DJAZZ Kanal und vieles, vieles mehr. Genauere Informationen hierzu gibt es in den nächsten Wochen.“

Morgenland Festival

16. Juni 2017


Heute beginnt in Osnabrück das Morgenland Festival 2017. Die 10-tägigie Veranstaltung  legt ihren Schwerpunkt auf die Musik des Libanon – früher gepriesen als „Schweiz des Nahen Ostens“, zauberhaft gelegen am Mittelmeer. Ein Land mit schmerzhafter Geschichte, mit dem vielleicht besten Essen der Welt – und einer spannenden Musikszene!

Das Nachbarland Syriens beherbergt zur Zeit über eine Million Flüchtlinge aus Syrien, bei einer eigenen Einwohnerzahl von unter 5 Millionen. Wie verkraftet es ein Land, fast ein Viertel seiner eigenen Einwohnerzahl als Flüchtlinge aufzunehmen? Wie schlägt sich diese Ausnahmesituation im kulturellen Leben nieder? Etliche Musiker aus Syrien leben zurzeit in Beirut und haben das dortige Musikleben mit geprägt. Die Straße von Beirut nach Damaskus ist gerade einmal 102 km lang. Diese Straße hat ungezählte Menschen in beide Richtungen fliehen – und wieder heimkehren – sehen. ‚Tarik el Sham‘ – Die Straße nach Damaskus – ist eine der Eigenproduktionen des Festivals.

Layale Chaker und ihr Ensemble lassen in ihrem Projekt ‚Mkhammas‘ das Libanon der 50er Jahre wieder aufleben. Die Sänger Rima Khcheich und Rabih Lahoud präsentieren sich mit fantastischen Ensembles und Solisten, und sogar die Kirchenorgel an St. Marien kommt erstmals zum Einsatz. Der Projektchor ‚Salam Syria‘, eine Koproduktion von Elbphilharmonie und Morgenland Festival freut sich auf seinen ersten Auftritt in der „Friedensstadt“  Osnabrück.

Renaud García-Fons und Derya Türkan präsentieren zwei denkbar unterschiedliche Streichinstrumente in perfektem Zusammenspiel und Saleem Ashkar beendet sein fulminantes Beethoven-Projekt. Mit den Ensembles Hewar und Capella de la Torre kommen alte Freunde nach Osnabrück und mit 47Soul (Foto links) eine der spannendsten arabischen Bands unserer Zeit. Nicht fehlen darf der libanesische Ausnahme-Perkussionist Rony Barrak, seit Beginn des Festivals 2005 unser musikalischer Begleiter. Dieses Jahr gastiert er mit dem libanesischen Oudspieler Elie Khoury und unterrichtet junge Musiker im ‚Morgenland Campus‘.

Aber nicht nur in Osnabrück können sie das Morgenland Festival erleben. Der Osnabrücker Jugendchor, die Morgenland All Star Band und DJ Ipek konzertieren in Beirut und Tripoli und arbeiten mit libanesischen Musikern zusammen.

Hier das Programm und hier geht’s zu den Tickets.


 

Das Morgenland Festival widmet sich seit 2005 unter der Leitung von Michael Dreyer der Musikkultur des Vorderen Orients. Seitdem hat das Festival in Osnabrück, Amsterdam, Berlin aber auch im Iran, Irak, in Syrien, Jordanien und in der Türkei begeistert. 2013 brachte das Morgenland Festival 65 Musiker aus neun Ländern zu einem mehrtätigen Gastspiel nach Kurdistan/Irak. Der erste Auftritt eines westlichen Symphonieorchesters in Iran nach 1979 oder die Iran-Premiere der Bach’schen Johannes-Passion waren weitere Höhepunkte in der Geschichte des Festivals.
Im März 2017 kuratierte Michael Dreyer mit Salām Syria ein dreitägiges Programm mit zahlreichen Künstlern des Morgenland Festivals in der Elbphilharmonie, das für stehende Ovationen sorgte. Im Jahr 2009 wurde Dreyer für das Morgenland Festival Osnabrück mit dem Internationalen Musikfriedenspreis im Rahmen des Praetorius Musikpreises ausgezeichnet.