wirklich an der Ems

16. Mai 2015

Wo Lingen wirklich an der Ems liegt –  das kann am kommenden Dienstag, den 19. Mai ab 13 Uhr bei einer geführten Wanderung durch die Lingener Emsauen erkundet werden.
Das Emslandmuseum und der Heimatverein Lingen laden dazu ein, die landschaftlichen Schönheiten und naturkundlichen Schätze vor den Toren der Stadt gemeinsam zu entdecken. Start der etwa fünfstündigen Tour mit Dr. Andreas Eiynck ist am Parkplatz der Kläranlage am Langschmidtsweg.
Erstes Ziel ist das neue Schöpfwerk am Mühlenbach, das die Innenstadt vor Hochwasser schützt (Foto). Die Funktionsweise der Pumpen- und Sperranlagen sowie die preisgekrönte Architektur des Gebäudes werden vor Ort erklärt. Von dort geht es durch einen kleinen Auenwald zur malerischen Mündung des Mühlenbaches. Etwas weiter erläutert Sven Oltrop, Naturschützer bei der Stadt Lingen (Ems), das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“, bei dem im Lingener Bereich insbesondere wertvolle Magerrasenflächen in das Blickfeld gerückt sind.
Bildschirmfoto 2015-05-11 um 23.14.42Nächstes Ziel sind die Neubaugebiete im Emsauenpark, derzeit sicher noch die größte Baustelle im Emsland, aber bald schon ein attraktives Stadtviertel unmittelbar an der Ems. Von dort sind es nur wenige Schritt in die Emsschleife bei Schepsdorf, deren biologische Vielfalt und Bedeutung ebenfalls von den Naturschützern der Stadt erläutert wird.
Weiter Stationen sind die Deichanlagen am Herrenkamp und die Emsbrücke bei Schepsdorf.
Einen naturkundlichen Leckerbissen gibt es am Pumpenkolk zu bewundern: den letzten erhaltenen Altarm der Ems im Lingener Bereich. Durch das Gelände „Zwischen den Brücken“ geht es entlang des neuen und des alten Möddelhofes zu den früheren Flößwiesen an der Ems in Darme, die einst über eine aufwendige Grabenanlage mit Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal gespeist wurden. Die Reste der Anlage und die gewölbte Form dieser Wiesen sind im Gelände noch gut zu erkennen.
Unterwegs bietet die Wanderung immer wieder besondere Aussicht auf das Emstal mit seinen vielfältigen Landschaftsbildern.
Die Veranstalter: „Bitte gute Kondition, festes Schuhwerk und etwas Proviant nicht vergessen – eine Rastpause am Emsufer ist eingeplant. Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben. Für eine kostenlosen Rücktransport per Bus sorgt der Heimatverein Lingen.“
Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 0591 47601 (Emslandmuseum).
(Quelle; Foto: Schöpfwerk am Mühlenbach © Milanpaul)

Wo brennts?

5. Juli 2012

Gestern Abend gegen halb Zehn gab es in der Facebook-Gruppe Du weißt du kommst aus LINGEN/EMS wenn, diese Frage:

Ich kann es im Vertrauen verraten. Es brennt hier bei einer Behörde, bei der PR und LWT-Tralala alles sind, doch stundenlang sachliche Information über eine „kleine Explosion“ (LT) bei Hagedorn fehlen. Stattdessen rumpelt ein einsamer Polizeiwagen durch die Stroot (und nicht etwa durch den direkt an Hagedorn angrenzenden Pumpenkolk) und empfiehlt in deutscher Sprache, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auf der Facebookseite eines privaten Vereins findet man alle Informationen, doch bei der Stadt Lingen (Ems) nur dies:

Erst nach mehr als zwei Stunden tauchte  dann um 23.32 Uhr diese Nachricht auf der städtischen Facebook-Seite auf; besonders auf den freundlichen Hinweis an Facebook-User @Adrian möchte ich hinweisen:

Wichtige Informationen zum Hagedorn-Unglück kamen gestern Abend vom Lokalsender ev1.tv. Das sahen die Facebook-User offenbar ähnlich. Wenn ich es richtig verfolgt habe, bekam der Sender binnen zwei Stunden knapp 300 „Like it“-Klicks und hat jetzt knapp 6300 Fans.

Und -besonders wichtig- alle Lingener wünschen dem Feuerwehrmann gute Besserung, der im Einsatz bei Hagedorn Verätzungen erlitt.

Nachtrag: Und der Nachbarin, die mit Atembeschwerden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht wurde.