Verabschieden

11. Februar 2011

Der CDU-Kompromiss, der keiner ist, aber den die Ratsmehrheit als solchen darstellt, hat jetzt auch zu einer Reaktion der Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst (Internetseite lks) geführt. Sie analysiert mit klaren Worten:

Die CDU hat nichts verstanden. Was sie als „Kompromiss“ bezeichnet, ist bei genauerem Hinsehen eine riesengroße Mogelpackung, mit der sie die Lingener Bürgerinnen und Bürger offensichtlich hinters Licht führen möchte:

Die engagierten Waldschützer aus Altenlingen, Heukampstannen und umzu seziert präzise in sechs Punkten die Mogelpackung der CDU und resumieren dann

Die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst hofft, dass wenigstens der Oberbürgermeister Dieter Krone zu seinem im Wahlkampf gegebenen Wort steht, die gerodete Fläche wieder aufzufors ten und den Altenlingener Forst in seiner Gesamtheit zu erhalten.

Dem dürfte eigentlich nichts entgegen stehen; denn im November hat OB Dieter Krone in einem LT-Interview noch dies gesagt:

„Können Sie sich eine Ansiedlung dort vorstellen, da Sie sich ja im Wahlkampf für eine Wiederaufforstung der Flächen ausgesprochen haben?

Nein. Aus ökologischen und politischen Gesichtspunkten sollten wir uns von dem Projekt Industrieansiedlung im Altenlingener Forst so schnell wie möglich verabschieden. Die langen und kontroversen Auseinandersetzungen zwischen Bürgerschaft und Politik in den letzten Jahren sollten jedem verantwortungsvollen Entscheidungsträger gezeigt haben, dass es angebracht ist, keine weiteren Gelder (Straßenbau, Rohrleitungen) in die Erschließung dieses Projektes fließen zu lassen. So wären die wirtschaftlichen Folgen immerhin zu begrenzen. Das vorrangige Ziel, die Lebensqualität der Bürger in diesem Gebiet mit einem Schutzwald zu erhalten, sollte uns dies wert sein.“

Blase

9. Februar 2011

Jetzt verkauft uns die Lingener CDU schon das zweite Mal binnen einer Woche ihre Abholzungspläne in Altenlingen als „Kompromiss“ mit dem Sprechblasenspruch „Wir wollen damit ein deutliches Signal setzen, um einen möglichst breiten Konsens zu diesem Thema herbeizuführen“. Können Sie diesen Politsprech eigentlich noch hören? Er klingt schon unehrlich. Inhaltlich ist er  reiner Wahlkampf: Die Lingener CDU will damit ihre veraltete Politik verschleiern und trickreich Vertrauen zurückgewinnen. Garniert mit positiv klingenden Begriffen wie Schutzwald, Unterpflanzen, Ökologie lenkt sie vom künftigen und überflüssigen Abholzen ab. Denn 9 Hektar „Schutzwald“ sind weg, 24 weitere sollen noch kommen. Ganz unverhohlen heißt es hier:

„Sofern sich herausstellen sollte („wovon wir derzeit nicht ausgehen“), dass nach vollständiger Vermarktung der gerodeten Fläche tatsächlich weiterer Bedarf für die Nutzung der Flächen vorliege und dies durch entsprechende Verträge nachgewiesen werde, wolle die CDU dann nach intensiver Beratung auch in der Öffentlichkeit darüber entscheiden, ob noch weitere Flächen gerodet werden.“

Aaaaah ja: Verträge über nicht abgeholzte Flächen, Nachweis und dann entscheiden, ob… Da glaubt doch nicht einmal Vater Frilling, dass „nach Diskussion auch in der Öffentlichkeit“  „weitere Bäume nicht fallen“, wie es in der Überschrift steht. Also ist jetzt Klarheit: Mit der Union wird  weiter abgeholzt, wenn sie es für richtig hält. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Klopfen wir den „Kompromiss“ weiter ab, hat sich innerhalb von zwei Jahren überhaupt nichts an der Baum-ab-Haltung der Lingener CDU geändert, die dieser Blog auch an anderer Stelle kritisiert hat. Denn:

a) Die abgeholzte Fläche von 9 Hektar bleibt abgeholzt.

b) Der restliche Bebauungsplan bleibt auch und damit droht die Abholzung weiterer 24 Hektar.

c) Der geforderte „Schutzwald“ ist so teuer, dass er nicht kommen kann. Die Flächen sind nicht im Eigentum der Stadt, müssten also teuer gekauft oder auf Jahrzehnte genauso teuer gepachtet werden. Ein Hektar in diesem Bereich wird eine Viertel Million kosten. Mindestens. Wie teuer sind dann 9 Hektar? Wie teuer 33 Hektar Schutzwald, der 33 Hektar abgeholzten Wald direkt nebenan ersetzen soll?

Wie kann man nur so einen Unsinn ernsthaft vertreten: 33 Hektar weg und dafür direkt nebenan 33 Hektar aufforsten? Hier werden die empörten Lingener schlicht auf den Arm genommen, um nicht ein anderes unappetitliches A-Wort zu verwenden. Deshalb haben die Protagonisten der Bürgerinitiative pro-Altenlingener Forst vor einigen Wochen im Wohnzimmer von Aktivist Georg Klein auch nur staunend den Kopf geschüttelt, als sie die CDU-Spitze mit ihrem „Kompromiss“ umgarnen wollte, und Gerda Siebert, die Vorsitzende des Bürgervereins Heukampstannen, winkt ab: „Olle Kamellen!“.

Nebenbei: Stören Sie auch diese immer gleichen Verlautbarungs-Sprechblasen: „Konsens“ („breit“!), „alle Seiten wiederfinden“, „Steuergelder in den Sand“  und „Signal“, „tatsächlicher Ausgleich“, „starkmachen“ (auch noch fälschlich in einem Wort  geschrieben, damit es ganz besonders kräftig wirkt)? Alles Blasen. Die CDU-Worte ebenso wie die Inhalte.

Freunde, gehen wir angesichts der unehrlichen Show besser zu den notwendigen Fragen über:

Wie und wo wollen wir Arbeit, Industrie und Gewerbe in Lingen künftig aufstellen und entwickeln? Arbeitsplätze durch Abholzen, auf Kosten der Umwelt? Lassen wir künftig alles zu, oder setzen wir einen Rahmen (welchen?) für eine nachhaltige Stadtentwicklung? Wollen wir unsere Umwelt erhalten oder ist sie nicht so wichtig?
Wo, Dieter Krone, bleibt der runde Tisch, wo die Ratsdiskussion zum Thema? Beides bringt mehr als diese Presseerklärungsoffensive einer Noch-Ratsmehrheit.  Noch mehr bringt der 11. September. Dann sind Kommunalwahlen.

Ulanen 3

20. Januar 2011

Noch am Dienstag hatte Oberbürgermeister Dieter Krone bei einem Treffen mit der Bürgerinitiative pro Altenlingenerforst und dem Bürgerverein Heukamps-Tannen sein Ulanenstraßen-Projekt dargestellt. Es kostet mindestens 2,8 Mio Euro und wird auf Sicht nicht kommen. Denn es fließt  2011 kein Geld für den Ausbau der Ulanenstraße. Verkehrsminister Bode hat den Antrag der Stadt Lingen (Ems) abgelehnt, für den Ausbau der Straße Zuschüsse zu zahlen. Auch mittelfristig wird es keine andere Nachricht aus Hannover geben. Die Ulanenstraße soll den Stadtteil Damaschke vom Verkehr entlasten. Die lärmgeplagten „Damaschkaner“ hatten -trotz seiner (nicht nur von mir) bezweifelten Sinnhaftigkeit. auf das Vorhaben gesetzt, das die Stadt schwerlich alleine finanzieren kann.

Finanziert werden sollte der Ausbau der Ulanenstraße vor allem durch Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Mit dem Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (§ 1 GVFG).

Im Flächenland Niedersachsen sind die „GVFG-Mittel“ längst verbraucht. Viele Gemeinden  haben Projekte angemeldet, sich den so genannten „vorzeitigen Baubeginn“ (hier mehr auf S. 54)  genehmigen lassen und ihre notwendigen Verkehrsprojekte selbst vorfinanziert- Die niedersächsischen GVFG-Mittel hinken jetzt auf nicht absehbare Zeit hinterher. Das zuständige Landesministerium zahlt heute Zuschüsse für  Straßen aus, die schon seit Jahren fertig sind. Verantwortlich: Minister Jörg Bode (FDP).

Noch im Lingener OB-Wahlkampf hatte derselbe Minister auf Einladung von OB-Kandidat Jens Beeck (FDP) getönt:

„Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir den Ausbau der Ulanenstraße nicht in einem Zuge hinbekommen.“ Gesunden Optimismus verbreitete am Samstag der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP), der auf Einladung seines Parteikollegen Jens Beeck, Oberbürgermeisterkandidat, nach Lingen gekommen war. (Quelle LT)

Davon ist nichts geblieben. Auch die Beecks Idee, ob es nicht möglich sei, die geplanten städtischen Mittel, die für die Ulanenstraße erforderlichen Landesmittel und schließlich das Geld, das an der bisherigen B 213 „sowieso für den Lärmschutz ausgegeben werden muss“ (Beeck), zusammenzuführen, um damit den „Bau der seit über 20 Jahren geplanten Straße zu realisieren“, hatte Bode locker und flockig mit „Ja“ beantwortet. Inzwischen haben Bodes Beamte errechnet, dass gar kein aktiver Lärmschutz an der B 213 erforderlich sei. Umschichten ist also schon deshalb nicht.

Die politische Niederlage Beecks könnte daher kaum größer sein. Es ist zugleich eine Niederlage für die Anwohner der B 213 in Damaschke. Geschuldet wird sie ebenso unehrlichem Wahlkampfgerede wie einem schlechten Projekt. Der Ausbau der  Ulanenstraße kann nämlich nicht das halten, was sich die „Damaschkaner“ von ihm versprechen. Das hat Beecks Konkurrentin Sabine Stüting eine Woche vor dem Wahlkampfauftritt des Verkehrsministers Bode klar analysiert. Der Plan sei eine Mogelpackung, sagte die OB-Kandidatin der BürgerNahen. Auch im Wahlkampf kann man eben realistisch und ehrlich bleiben.

Am Mittwochabend haben die BürgerNahen bei ihrem Treffen im Bürgerhaus Heukamps-Tannen  diskutiert, wie es jetzt in Damaschke weitergehen soll. Sie favorisieren aktiven Lärmschutz und eine große Lösung, also ein Verschwenken der B 213 ab Clusorth-Bramhar hin auf den Umgehungsstraßenaschluss in Altenlingen. Ohne Durchfahrmöglichkeit durch Altenlingen. Allerdings dürfte eine Trassenänderung der B 213 vor 2030 kaum möglich sein.

ps: Ich habe den BürgerNahen auch über den  seltsamen Vorgang berichtet, dass die Information des Planungs- und Bauausschusses in die nicht-öffentliche Sitzung verlegt wurde. Zuvor hatte Heinz Willigmann (SPD, Damaschke) gefragt, wie der Sachstand sei. Ausschussvorsitzender Reinhold Diekamp (CDU) sagte, dass wolle er in nicht-öffentlicher Sitzung erklären. Da meinte er dann, erst müsse der Oberbürgermeister  Gelegenheit haben, die Ablehnung aus Hannover der Öffentlichkeit zu erläutern. Das  ist lächerlich und widerspricht folglich der Geschäftsordnung des Rates, in der geregelt ist, was öffentlich und was nicht-öffentlich ist. Dass erst der OB die Öffentlichkeit informieren muss, wenn etwas geschieht, steht dort natürlich nicht. Diekamps Praxis ist daher bloß rechtswidrige Kommunalpolitik nach Gutsherrenart.

(Foto: Ulan – auf dem Kopf stehend© Bundesarchiv CC)

Weihnachten

25. Dezember 2010

Weihnachten 2010 im Altenlingener Forst der Hauptweg von der Sebastianstraße zum Hohenpfortenweg.

 

 

(Foto: © BI pro-Altenlingenerforst)

Wahrheit

24. September 2010

Sie erinnern sich möglicherweise: Bei der öffentlichen Diskussion der beiden OB-Kandidaten Dieter Krone (parteilos) und Hans-Josef Leinweber (CDU) in der Halle IV am vergangenen Dienstag  stellte die Heukamps-Tannenerin Gerda Siebert, aktiv in der Bürgerinitiative pro-Altenlingenerforst, warum die Gemeinde Geeste  unter Leinwebers Verantwortung auf das lange geplante Güterverkehrszentrum mit Standort Geeste-Osterbrock (GVZ) verzichtet und sich  zugunsten des Standortes im Altenlingener Forst entschieden hat. Dieser Beschluss decke sich nicht mit wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde Geeste, ein GVZ hätte doch Einnahmen und Arbeitsplätze bedeutet.

Hintergrund der Frage: Wie weit vertritt CDU-Kandidat Hans-Josef Leinweber (Ausriss seiner Internetseite lks)  überhaupt die Interessen seiner Gemeinde Geeste und im Falle seiner Wahl künftig die Lingener Interessen. Und: Hat Herr Leinweber der Verlagerung in den Altenlingener Forst etwa zugestimmt, um seinen Parteifreunden in Lingen zur Seite zu stehen, die dringend nach einer sinnvollen Nutzung der abgeholzten Flächen suchen; denn die vorgesehene Firma Hagedorn ist nicht mehr interessiert. Es stellt sich folglich die Frage nach Leinwebers Priorität und Loyalität: erst die Partei, dann die Gemeinde?

CDU-Kandidat Leinweber antwortete auf Gerda Sieberts Frage so:

„(…) eine entsprechende Beschlusslage im Gemeinderat gibt es nicht. Da haben Sie was … aber nicht von der Gemeinde Geeste … das kann nicht. Also das würde mich wundern, wenn wir eine Beschlusslage dahingehend erzielt haben im Rat der Stadt äh der Gemeinde Geeste, dass wir das Güterverkehrszentrum aufgeben. Wir sind in Gesprächen mit der Stadt Lingen dahingehend gewesen, aber. (…)“
(Hörst Du hier: [Ems-Vechte-Welle 1:36:36] oder direkt hier ab 1:15:)

Das klingt in der von ihm zu verantwortenden Vorlage Nr. 600/005/2010 für die Sitzung des Geester Gemeinderats am 29. April 2010 völlig anders. Der Gemeinderat Geeste befasste sich in dieser Vorlage mit dem Entwurf des Landkreises Emsland zum Regionalen Raumordnungsprogramm. In diesem Entwurf hatte der Landkreis vorgeschlagen, das bisher an der Grenze von Osterbrock und Lingen geplante „GVZ“ auf die abgeholzten Flächen im Altenlingener Forst zu verlegen:

BESCHLUSSVORLAGE
Gemeinde Geeste
Der Bürgermeister
-Bau und Umweltabteilung-
Vorlage -600/005/2010
Geeste 12.03.2010
[…]

4.1
Unter dem Punkt „Logistik“ ist das Güterverkehrszentrum mit dem Standort Lingen-Geeste im Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms 2010 nicht mehr dargestellt. Hier ist mittel- bis langfristig die Ausweisung von Gewerbeflächen beabsichtigt. Dies ist im Entwurf des RROP berücksichtigt und dargestellt.
[…]

Beschlussvorschlag:
Der Rat der Gemeinde Geeste beschließt, zum vorgelegten Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms 2010 des Landkreises Emsland eine Stellungnahme im vorstehenden Sinne abzugeben.

Der Gemeinderat Geeste stimmte der Vorlage Leinwebers am 29.04. zu. Anschließend berichtete die Lokalpresse über den Wunschzettel aus Geeste, ließ aber den Punkt GVZ zuvorkommenderweise weg.

Also: CDU-Kandidat Leinweber hat am vergangenen Dienstag nicht die Wahrheit gesagt. Der Gemeinderat in Geeste hat mit seiner Stimme den Verzicht auf das GVZ in Osterbrock beschlossen. Leinweber hat die 800 Besucher in der Halle belogen und die Hörer der Ems-Vechte-Welle an den Radiogeräten ebenso.
(Quelle)

Forst

20. August 2010

Zwischennachrichten aus und über den Altenlingener Forst meldet in dieser Woche die Internetseite (Foto) der Bürgerinitiative  Pro-Altenlingener Forst. Man liest:

„Nun sind seit der ersten massiven Fäll-Aktion im Altenlingener Forst Anfang 2009 bereits eineinhalb Jahre vergangen. Das Ergebnis: Brachland statt eines über hundert Jahre alten Waldes. Und: Weiter tut sich nichts.

Bei der Stadt heißt es immer wieder nur: „Konkrete Pläne liegen zurzeit nicht vor.“ Konkret wurde bisher also nur die Rodung der Bäume – und damit die sinnlose Zerstörung eines der letzten großen in ner städtischen Waldgebiete, das unmittelbar an die Wohnbebauung angrenzt und damit ein wichtigesNaherholungsgebiet darstellt. Die immer wieder von den Vertretern der Stadt angeführte „Kompensa tion“ (= Schaffung von Naturersatzflächen) ist vielfach keine, da sehr häufig lediglich… “
(weiter auf der Internetseite der Bürgerinitiative pro-Altenlingener Forst, 18.08.2010).

Mir fiel schnell auf, dass ich in dem Zwischenbericht auf der BI-Internetseite nichts über die hektargroße Abholzung des Altenlingener Forstes nahe der Straße Am Wallkamp finde, wo rechtzeitig zur Kommunalwahl 2011 der vierte Fußballplatz für den ASV Altenlingen entstehen soll. Wer kneift da vor einer überfälligen Diskussion?

Nun, ein vierter Platz ist notwendig, keine Frage. Allerdings keinesfalls zwangsläufig so, dass man einen Hektar Forstfläche opfern muss. Offenbar traut sich aber bisher niemand, nach einem Kompromiss auch nur zu suchen. Der ließe sich verwirklichen, wenn BP (oder Rosneft oder wer auch immer künftig Eigentümer der Raffinerie ist), keine überflüssige Straße durch den Altenlingener Forst schlagen lässt, sondern dem lokalen Sportverein ein neues Sportgelände -zum Beispiel westlich jenseits des Kanals in den Maisäckern – sponsort und die Stadt ihren Anteil daran aus dem Verkauf  des jetzigen Sportareals an Bauwillige zuschießt. Die Altenlingener Anwohner des Sportplatzes hätten sicherlich nichts dagegen. Der Altenlingener Forst auch nicht.

Brennholz

2. Mai 2010

Eigentlich weise ich nicht auf Kommentare hin. Aber dieser Kommentar hier zum -übrigens meist kommentierten- Beitrag Steffi lässt mich dann doch eine Ausnahme mache:

Fast alles wurde zu dem Thema schon gesagt, aber noch viel zu milde! Um die LT herum ist es mit der Mehrheitsfraktion total verfilzt. Es ist unwahrscheinlich, was sich da manche erlauben: Seit meinem Engagement für die BI Pro-AltenlingenerForst ist unser Haus durch einen Eierwurf verunstaltet, der Ortsbürgermeister hat uns das versprochene Brennholz nicht mehr geliefert und die Herren Redakteure lassen mich in stundenlanger Arbeit einen Artikel zum Tag des Baumes am 25. April verfassen, den sie ohne irgendeinen Kommentar überhaupt nicht veröffentlichen. Was habe ich da drin wohl geschrieben, was aus Sicht der Filzläuse tabuisiert werden soll? Vielleicht sind es ja die drei Normenkontrollklagen, die BI-Mitglieder gegen die Waldvernichtung angestrengt haben.
Also vor über hundert Jahren gab es im Städtchen Lingen eine katholische und eine reformierte Zeitung, die sich gegenseitig sehr informativ beharkt haben, und ich hoffe, dass es über einen derartigen Blog bald zu einer bitter notwendigen Verbesserung der Informationsbreite in Lingen kommt. Als Namensidee möchte ich an unsere unzensiertes Bekanntmachungsblatt vom 27. Februar den “Lingener Tagesspott” erinnern. Über diesen Namen haben sich die Macher der LT erheblich aufgeregt!
Und wenn denn mal irgendwann die zeitintensive Arbeit für die BI vorbei sein sollte, wäre ich als Aktiver bestimmt gerne dabei.
Ein gutes Gelingen wünscht Gerhard
P.S. In der LT habe ich bis heute noch keinen Leserbrief zu dem Ende von Pott in Lingen gesehen!

Wir werden den von Steffi angeregten Blog machen! Versprochen!

Absage

5. März 2010

Ausgesprochen dünnhäutig reagiert Oberbürgermeister Heiner Pott (CDU) und sagte kurzfristig eine lang angekündigte Diskussion in Sachen Altenlingener Forst ab. Vielleicht fehlten ihm auch die Sachargumente für die Diskussion mit der Bürgerinitiative. Lesen Sie Potts Schreiben im Original:
Absage an den Bürgerverein

Absage an den Bürgerverein

Absage an den Bürgerverein Seite 2

Absage an die Bürgerinitiative als PDF-Datei.
Absage an den Bürgerverein als PDF-Datei.

hier gehts zur BI pro-Altenlingenerforst-Flugschrift

Offener Brief

1. Juli 2009

Offener Brief von Stefan Wittler  
Poggenborg 50, 49811 Lingen/Ems 
E-Mail: stefan.wittler(at)t-online.de 

 
An den
Vorsitzenden des
SPD-Ortsverein Lingen (Ems)
Jürgen Schonhoff

Betr.: Starke Opposition in Lingen

Sehr geehrter Herr Schonhoff,

zunächst meinen herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Amt als Vorsitzender der Lingener SPD. Sie haben viel zu tun – packen Sie es an!  Ihrer Aussage „Lingen braucht eine starke Opposition“ kann ich nur zustimmen.  Leider ist dies zurzeit nicht die Lingener SPD.

Oppositionsarbeit wird in Lingen doch nur noch durch die drei Bürgerinitiativen „Arenawahn“, „Altenlingener Forst“ und der BI „Schepsdorf“ geleistet. Hinzu rechnen kann man noch den fraktionslosen Robert Koop und die Vertreter der Grünen. Aber NICHT die Lingener SPD.

Für mich als kritischer Lingener Bürger mit Verantwortungsbewusstsein, sowohl für die eigene Generation als auch für die nachfolgenden Generationen, ist die Haltung und Zustimmungsorgie der Lingener SPD im Stadtrat und den beteiligten Ortsräten (in Teilen) nicht mehr nachvollziehbar. Für mich ein reiner Schmusekurs. Was steckt dahinter?

Anstatt eine breite Front gegen den „Lingener Filz“ aufzubauen, spaltet sich die SPD auf, schwächt sich dadurch selbst und zu allem Überfluss werden fragwürdige Projekte wie die Emslandarena etc. noch unterstützt. Welch ein Wahnsinn! Fraktionszwang? Wofür? Für wen?

Für mich hat die Lingener SPD der CDU komplett das Feld überlassen und sich zur „Bedeutungslosigkeit“ degradiert. Wo bleiben die soziale Verantwortung und das Einstehen für die sozialdemokratischen Ideale. Ich kann sie nicht mehr erkennen.  Bleibt für mich zu hoffen, dass Sie in der Lage sein werden, noch das Ruder herumzureißen und die Lingener SPD auf den „richtigen Kurs“ zu bringen.

Die nächsten Kommunalwahlen werden spannend und vermutlich alternativen Wählergemeinschaften viel Zustimmung bringen. Die Unzufriedenheit in Lingen über die selbstherrlichen Entscheidungen der Stadtverantwortlichen ist groß.

Für Sie alles Gute

mit freundlichem Gruß

Stefan Wittler

Vermessen

1. März 2009

Beim heutigen Spaziergang durch den in den letzten Tagen vernichteten Teil des Altenlingener Forstes haben die engagierten und bestürzten Männer und Frauen der Bürgerinitiative pro-Altenlingenerforst die Größe der abgeholzten und zerstörten Waldfläche vermessen. Sie kamen auf geschätzte 11 Hektar Wald, die gerodet wurden und wohl unwiederbringlich zerstört sind. Wieder waren mehrere Hundert betroffene Lingener dabei. Sie hatten bisher diesen Wald gesehen:


vorher1
vorher2

 

 Und jetzt sahen sie dies:

nachher1nachher2

 

 

 

 

 

 

 

 

Angeblich sollten nur 6 Hektar Wald  abgeholzt werden, tatsächlich sind es wohl mindestens 10, vielleicht mehr. Es habe „schnell, schnell, schnell“ gehen müssen, wurde aus Gesprächen mit Waldarbeitern berichtet, deren Gerätschaften heiß liefen und deshalb zeitweise ausfielen. Täglich hätten sie neue Anweisungen erhalten, was „schnell, schnell, schnell“ abzuholzen sei. Jedenfalls liegt der Wald jetzt fertig zum Abtransport am Wegesrand:

nachher52

Die CDU-Spitze im Rathaus hofft offenbar darauf, dass alles bald in Vergessenheit gerät. Ich bin gespannt, ob Freie Bürger und Wähler wirklich nur ein kurzes Gedächtnis haben…