Weihnachtsgeschenk!

24. Dezember 2018

Mein Weihnachtsgeschenk für die Leser dieses kleinen Blogs. Piano Pete Budden und Saxofonist Raimund Focks-Müter beim 30. Hauskonzert von Stefanie und Peter Löning. Und unglugged, wie es so heißt…

Remise im Hof

14. Dezember 2018

Heute um 10 Uhr eröffnet der Lingener Restaurator Wolfgang Schnieders auf der Hinterseite des Hauses Burgstraße 26 seine kleine Remise im Hof. Hier, in Lingens schönster Straße präsentiert sich künftig ein weiteres, kleines Juwel. Das Webering’sche Haus ist in diesem Jahr 160 Jahre alt geworden und lebt „spätklassizistischen Geist“, wie Bauhistoriker Baldur Köster einmal geschrieben hat. Es ist eines der bemerkenswertesten Häuser in der Lingener Kernstadt. Auf der einen Seite präsentiert Kathy Hüllsieck in ihrem Geschäft Wohnart moderne Einrichtungen und Accessoires, auf der anderen Seite steht auch in ihrem 95.ten Lebensjahr Gretel Masselink noch in ihrer Friesenkate hinter der Theke.

Jetzt bietet Wolfgang Schnieders in der alten Remise im Hof weitere Klein- und Sitzmöbel und Einrichtungsgegenstände an. Neben Schnieders‘ Antiquitätengeschäft in der Burgstraße 31 ist dies sein zweiter Burgstraße-Standort.

Und sofort denke ich zurück. Denn ich erinnere mich noch gut an mancherlei Bemerkenswertes rund um die Burgstraße 26. Klaus Webering betrieb dort im vorigen Jahrhundert sein kleines Spirituosengeschäft. Der Mann war schwul und stand dazu offen und selbstbewusst –  in Zeiten, in denen dies in Lingen noch ein wirkliches Tabu und in Westdeutschland gar noch strafbar war. Nach seinem Tod und dem Erwerb des Hauses durch die MV Unternehmensgruppe ließ sich dort der unvergessene Elmar Kruse nieder, Modemacher, Kunsthandwerker und Schneider, der dann nach einigen Jahren sein Geschäft schloss und nach Köln und von dort Keitum auf Sylt zog. In diesem Interview gibt Kruse einen Rückblick auf seine Geschichte, aber  verschweigt -schnief- dabei seine Lingener Jahre, wiewohl ein Höhepunkt in seinem Leben zweifellos die Wahl zur Maienkönigin war – beim Tanz in den Mai der Burgstraßenanlieger -zwischen Gretels Friesenkate und der alten Remise. Da war, erinnere ich mich, Wolfgang Schnieders schon dabei, und es geht das Gerücht, dass er damals nicht Elmar Kruse sondern Nachbarin Anneliese Fehrenschmitz gewählt hat, die Vize-Maienkönigin wurde.

An Biggi Brunswick, die mit ihrer Familie vor 50 Jahren auch lange in der Burgstraße 26 wohnte, erinnere ich jetzt natürlich auch. Meine Güte, was habe ich da geschmachtet. Upps, ich schweife ab, ein bisschen…

Anfang dieses Jahrzehnts veranstaltete dann Wohnraumgestalterin Christin Mross in der historischen Remiseim Hof Sektempfänge für Brautleute, die frisch verheiratet vom Kutscherhaus herüber kamen, und auch Lesungen mit Rezitator Michael Sänger und anderen. Als Kathy Hüllsieck mit ihrer Wohnart vor drei Jahren in die Burgstraße 26 zog, knüpfte sie daran an und lud Piano Pete Budden, Geert Meyer, Heinz Eschert, Peter Löning und Clara Strube ein, um eine Anke-Strube-Ausstellungseröffnung musikalisch zu begleiten. Das alles war stets „klein und fein“ und jetzt kommt also Wolfgang Schnieders mit Erlesenem. Wir Lingener dürfen uns darüber freuen – heute ab 10 Uhr – in der historischen Remise im Hof des Hauses Burgstraße 26.

Piano Pete Budden & Raimund Fock-Müter
„…vor Weihnachtsliedern nicht Halt machen“
29. Hauskonzert bei Familie Löning,
Lingen (Ems) – Falkenstraße 17

Samstag, 15. Dez. 18. – 19  Uhr
Eintritt: frei – Restplätze
Voranmeldung dringend erbeten (mail(at)peterloening.de)

Stefanie und Peter Löning shreiben: „Piano Pete Buden kommt zusammen mit Raimund Fock-Müter, und die beiden wollen auch vor Weihnachtsliedern nicht Halt machen. Ein Heimspiel für die beiden Lingener und eine Kraftprobe für unser zartes Gemäuer, denn es könnte wirklich eng werden.

Es ist so, dass der größere Teil der Plätze längst verteilt ist und wir bei 50 Gästen defacto die Liste schließen müssen. Wenn ihr also dabei sein wollt (und das würde uns außerordentlich freuen), gebt uns recht bald Bescheid. Dieses sei dazu die herzliche Einladung.

Der Eintritt ist wie immer frei, ihr kennt das.“

(Foto: © Pete Budden)

schlechtes Wetter

12. November 2018

Hal Faber meinte gestern in seiner wwww-Kolumne aus heise.de:

„Die Gedenken sind frei, jeder kann sie verbraten“, tralala. Der 9. November ist vorbei und die großen Reden sind gehalten. Von allen und vor allem vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, ganz in der Tradition von Bundespräsident Gustav Heinemann, der da befand „Traditionen sind mit anderen Worten keineswegs das Privileg konservativer Kräfte“. Darum ist „Alles für das Volk, alles durch das Volk“, wie es Philipp Scheidemann formulierte, kein blutstümelnder Spruch von Trägern blauer Kornblumen. Darum kann man mit Steinmeier sagen, klaro, geht in Ordnung, wenn er fordert: „Trauen wir uns doch! Trauen wir uns, die Hoffnung, die republikanische Leidenschaft jener Novembertage auch in unserer Zeit zu zeigen. Trauen wir uns, den Anspruch zu erneuern. Es lebe die deutsche Republik! Es lebe unsere Demokratie!“ Zur Demokratie gehört auch das Aushalten von Widersprüchen wie den einer Verteidigung der Sozialdemokraten von 1918, die gemeinsame Sache machten mit dem Militär und dem Beamtentum des untergegangenen Staates…

*** Was bleibt, ist der heutige Sonntag. „Was für ein schöner Sonntag, Kumpel“ ist dieser Tag, wenn Emmanuel Macron und Angelika Merkel im Wald von Compiègne den Ergänzungs-Gedenkstein dort enthüllen, wo Matthias Erzberger am 11. November vor 100 Jahren die Waffenstillstandserklärung unterzeichnete. Wobei der Salonwagen, in dem die Erklärung unterzeichnet wurde, ein Duplikat ist. Das Original nutzte Hitler am 21. Juni 1940 beim Waffenstillstandsdiktat, mit dem die Schmach vom deutschen Volke getilgt werden sollte. Möge es weitergehen mit der „Aussöhnung im Dienste Europas und des Friedens“, vielleicht sogar mit einer echten europäischen Armee, eine Idee, die der US-Präsident Trump sehr beleidigend findet. Darauf eine rote Mohnblume. Unterdessen hat besagter Präsident den geplanten Besuch des US-Soldatenfriedhofes Bois Belleau wegen schlechten Wetters abgesagt.“ (Text und Quelle: Hal Faber wwww bei heise.de)

Und was war sonst noch?
Für interessierte oder gelangweilte Mitarbeiter unserer öffentlichen Verwaltung habe ich noch einen Rückblick auf diese kleine, aber feine Veranstaltung, die eine vierköpfige Initiative kurzfristig auf den Weg brachte,  zur Erinnerung an an 10. November 1918, als in Lingen der Arbeiter- und Soldatenrat gegründet wurde. Die lokale Revolution damals erscheint im Rückblick etwas zäh, was man vielleicht schon am dritten Wort des Aufrufs erkennen kann, der da „Ordnung“ lautete.

Hier die „handgemachten“ Videos, ohne jede Beleuchtung aber mit klarem Ton  (Danke, Bernd!) vom vergangenen Samstag. Danke, an alle die mitgemacht haben. Nicht zuletzt an Citypolizist Norbert Tenger, der uns das Gefühl ständiger Sicherheit bescherte und während des kleinen Umzugs auch noch ausreichend Zeit fand, die radelnde Jugend auf die Pflicht hinzuweisen, doch in der Fußgängerzone bitte abzusteigen.

und der zweite Teil

Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen, schrieb vor einer Woche über das Erinnern an den 9. November 1918: „Man kann nicht sagen, dass die Geburt der deutschen Republik heute rauschend gefeiert würde. Verglichen mit dem Lutherjahr, bei dem das Gedenken und Feiern, das Jubilieren und das Kritisieren schier nicht mehr aufhörte, ist das Fest der Demokratie nicht einmal ein Festlein. Keine große Einladung, keine große Feier, kein Feuerwerk, keine Festakte. Das Wagnerjahr ist größer begangen worden. Deutsche Revolution? Es gibt keine Revolutionshelden (obwohl es sie gäbe), es gibt keinen Revolutionsmythos (obwohl es ihn bräuchte), es gibt nicht einmal eine dankbare Erinnerung (obwohl sie so wichtig wäre).“ Auch deshalb gab es vorgestern diese kleine Veranstaltung zur Erinnerung an die deutsche Revolution 1918 und ihre lokalen Protagonisten; denn auch in unserer Stadt hat man ansonsten weder des Tages noch seiner Helden gedacht.

Schöne Woche, liebe Leserschaft!

Soldaten! Arbeiter! Bürger!

9. November 2018

Morgen, am 10. November 1918, also vor genau 100 Jahren wurde in unserer Stadt im großen Saal des damaligen Hotels Nave gegenüber vom Bahnhof der Arbeiter- und Soldatenrat gegründet. Ihm gehörten an die Schmiede Müscher und Meyer, der Schleifer Uhle, die Schlosser Bracht und Driemann, der Kupferschmied Strecker und der Tischler Fritz Knospe, der die Versammlung leitete und zum Vorsitzenden bestimmt wurde. Hinzu kamen die Mitglieder des Soldatenrats, der Reservist Bachmann, der Landsturmmänner Nopper und Overbeck, Offiziers-Stellvertreter Fischer, Feldwebel Fuhlhop, Sergeant Heskamp und Sanitäter Schenk.

An den Einsatz dieser Männer und der dahinter stehenden Frauen gegen die Monarchie, gegen den Krieg und für Frieden und Demokratie soll am Samstag, 10. November 2018 mit einer Veranstaltung erinnert werden, zu der ich herzlich einlade.

Sie beginnt um 11.00 Uhr im Butcher’s, Schlachterstraße 12. Dann schließt sich eine Demonstration durch die Schlachterstraße, Bauerntanzstraße, Marktplatz, Burgstraße, Karolinenstraße in die Clubstraße 5 an, wo es in Heidis Litfass eine weitere Lesung gibt und die Veranstaltung zu Ende geht.

Es wirken u.a. mit Peter Löning, Piano Pete Budden, Ali Janßen, Peter Lütje, Gerhard Kastein, Heribert Lange und der Blogbetreiber. Kein Eintritt.

Musikerstammtisch

8. April 2013

Musikerstammtisch
Lingen (Ems) – im Koschinski, Schlachterstraße

Heute  –  20 Uhr
Eintritt frei

Der Musikerstammtisch findet jeden 2. Montag im Monat statt, früher im Piano und inzwischen im Koschinski. Heute am zweiten Aprilmontag startet er gegen 20.00 Uhr. Ein fester Musikerstamm ist immer vor Ort, der sich auf Unterstützung freut. Piano Pete Budden führt Euch durch den Abend und sorgt für einen geregelten Ablauf. Falls Du also mitmachen möchtest, wende Dich einfach an dem Abend an Pete.

Um das Ganze auch kulinarisch abzurunden, kreieren TV-Koch Holger Laschet und sein Team von HoLa-Catering immer wechselnde Köstlichkeiten, die zu fairen Preisen im Biergarten zu erwerben sind.

Koschinski

 
(Foto © Koschinski)

Geschenke

29. Mai 2010

Piano Pete Budden spielte und es war eigentlich auch sonst wie ein Lingener Neujahrsempfang – nur anders herum. Denn die Gäste sprachen und überreichten Geschenke. Im Theater an der Wilhelmshöhe wurde heute um 11 Uhr der nach Hannover abgewanderte Ex-OB Heiner Pott verabschiedet. Es wurde das bei solchen Gelegenheiten übliche, freundliche Aufdieschulterklopfen. Also befassen wird uns mit den Geschenken der Gäste:

Die CDU-Fraktion spendierte einen teuren Füller Reisegutschein.
Die SPD-Fraktion übergab ein antiquarisches Willy-Brandt-Buch („Man hat sich bemüht“).
Die FDP präsentierte ein Bild des historischen Rathauses und anderer Fassaden Lingens.
Die Grünen versuchten, mit einem Bonsai mit drei Ästen zu erfreuen.
Die Kivelinge verschenkten einen Fotoband ihres letztjährigen Festes.
Der Landkreis Emsland ließ eine historische Karte der Region überreichen.
Der Nds. Städtetag übergab das Niedersachsenpferd in Porzellan.
Die freien Träger der Stadt schenkte die Grafik „Türme Lingens“

Ein sentimentaler Heiner Pott schenkte nichts. Er lässt zurück. Dass dies neben unbestreitbaren Erfolgen auch schwere und ungelöste Aufhaben und Probleme sind, teilte die Lingener Tagespost zuletzt heute morgen mit. 50.000 t asbestkontaminierter Boden auf dem Scharnhorst-Gelände warten auf eine Entscheidung….

(jj; Foto Heiner Potts Pullover, der künftig fehlt  © landsend.de)

Start

28. Mai 2010

Das diesjährige Abifestival (traditionell umsonst und draußen) startet heute um 16.15 Uhr auf dem Gelände am alten AKW an der Schüttorfer Straße. Gestern Abend nahmen etwa 100 Lingener die Gelegenheit wahr, einen Tag der offenen Tür zu erleben – stimmungsvoll mit Bluesentertainer Pete Budden. Heute und morgen werden etwa 100 mal mehr Besucher erwartet. Hier die Internetseite mit dem Programm.
Dann wünschen wir gutes, warmes Wetter, fröhlich-ungestresste Besucher, gute Musik und viel Vergnügen!
(
JJ)

ps Shuttlebusse alle 30 Minuten ab Bahnhof oder emslandhallen für 1 Euro pP/Fahrt. P an den Emslandhallen. Keine Parkplätze am Festivalgelände.