Grüne beerdigen

17. April 2015

„Weniger Bürgerrechte, mehr Überwachung“ lautet der neue politische Kurs der niedersächsischen Grünen. Findet zumindest die Piratenpartei. Und es gibt einen Grund, der sie zu dieser Einschätzung bringt: Gemeinsam mit der SPD lehnten die Grünen vor Kurzem im Niedersächsischen Landtag eine Petition ab, die forderte, die flächendeckende Videoüberwachung im öffentlichen Personennahverkehr zurückzufahren. Statt diese Petition an die Landesregierung zu überweisen, wurde sie nach kurzer Debatte kassiert. Lediglich die FDP verwahrte sich erfolglos dagegen, das Petitionspapier zu beerdigen.

„Dies ist eine Kehrtwendung um 180 Grad, die wir so von einer ehemaligen Bürgerrechtspartei wie den Grünen nicht erwartet hätten“, sagte Andreas Neugebauer, Vorsitzender der niedersächsischen Piraten. Die Ablehnung durch die rot-grüne Landtagsmehrheit sei wiederum eine konsequente „Fortführung von datenschutzfeindlichen Entscheidungen“ der rot-grünen Koalition in Niedersachsen.

Diese Einschätzung teilt Michael Ebeling, Datenschutzaktivist und Mitautor der Petition. Schon vor gut einem Jahr hatte er …

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Preisrätsel

21. März 2010

Auf vielfachen Wunsch hier ein aktuelles Preisrätsel.

Sie kennen sicherlich die VGE-Süd – unabgekürzt: Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd. Das ist der örtliche Träger des öffentlichen Personennahverkehrs (Politkürzel: Öh-peh-en-Vau). Er bewirbt sich -diese vertrauliche Information muss sein- gerade europaweit für die Auszeichnung „Schlechteste Öh-peh-en-Vau-Internetseite der EU“. Guckst Du hier.

Also zum Preisrätsel:

SPD-Fraktionschef Hajo Wiedorn erholt sich gerade von seiner Fraktion im Türkeiurlaub. Bei seiner Rückkehr am morgigen Montag um 17 Uhr wollen er und seine liebe Frau Inge vom Lingener Bahnhof mit dem Öh-peh-en-Vau zu ihrer Wohnung nach Holthausen-Biene am Binsenweg fahren. Das gelingt. Dort muss Hajo dann aber feststellen, dass sein Pkw nicht mehr anspringt, und er entschließt sich, mit dem Öh-peh-en-Vau zur Ulanenstraße nach Damaschke zu fahren, wo schon sein Fraktionskollege Heinz Willigmann wartet. Beide wollen die 500m Ausbaustrecke der Ulanenstraße in Augenschein nehmen. Anschließend wollen die beiden Sozialdemokraten mit dem Öh-peh-en-Vau zur wöchentlichen SPD-Fraktionssitzung zum Falkenheim, Ludwigstraße 42 gelangen; Hajo Wiedorn lädt Heinz Willigmann ein: „Ich zahle die Busfahrkarte!“. Um 21 Uhr will Hajo Wiedorn danach zurück zum Binsenweg, wo Inge ein schmackhaftes Abendessen bereitet hat, auf das er sich nach zehn Tagen türkischer Küche besonders freut.

Die Rätselfragen:

a) Erreicht Hajo Wiedorn überhaupt seine Ziele mit dem Öh-peh-en-Vau der VG Emsland-Süd?
b) Wann fahren seine Busse?
b) Wie teuer sind die Fahrkarten, die Hajo Wiedorn für die Öh-peh-en-Vau-Fahrten bezahlen muss?
d)  Wie lange muss Inge Wiedorn mit dem Abendessen auf ihren Hajo warten?

Zusatzfrage für Absolventen der Sekundarstufe II:
OB Heiner Pott ist in das alte Pfarrhaus nach Bramsche gezogen. Auch er möchte den Öh-peh-en-Vau nutzen, um am Montag, also in den Osterferien morgens zur Arbeit, abends zur SPD-Fraktionssitzung und anschließend wieder zurück nach Bramsche zu kommen.

a) Erreicht der OB  überhaupt seine Ziele mit dem Öh-peh-en-Vau der VG Emsland-Süd?
b) Wann fahren seine Busse?
b) Wie teuer sind die Fahrkarten, die Heiner Pott für seine Öh-peh-en-Vau-Fahrten bezahlen muss?
d)  Wie lange wartet OB-Gattin Traute Pott auf ihren Heiner?
Damit es nicht gar zu schwierig ist, hier die notwendige Tariftabelle der Verkehrsfachleute der VGE-Süd:

Extraaufgabe:
An welchen Haltestellen finden Hajo, Heinz und Heiner lesbare Fahr- und Tarifpläne und Hinweise, wann der nächste Bus kommt, wie lange sie noch auf ihren Bus warten müssen und ob der vielleicht schon durchgefahren ist?

Zusatzfrage an die geneigte Leserschaft:
Weshalb leisten wir uns diesen VGE-Süd-Öh-peh-en-Vau  und finanzieren ihn mit Steuergeldern?

Zuschriften mit den richtigen Lösungen werden ausgezeichnet. Hier die ausgelobten Preise:

1. ein Bier im Qurt
2. eine LT vom 20.3.2010, von mir handsigniert
3. ein Besuch in der nächsten Ratssitzung