belogen

26. Oktober 2013

Netzpolitik.org titelt
Neue Leaks: NSA spioniert doch in Deutschland
und schreibt:

„Der Spiegel hat neue Snowden-Dokumente bekommen und meldet, dass die Special Collection Services (SCS) – Einheit der NSA an 80 Standorten weltweit geheime Überwachungsstützpunkte errichtet hat. In Deutschland sind Berlin und Frankfirt explizit auf der Liste. In Berlin soll die Einheit heimlich aus der US-Botschaft das Regierungsviertel abhören.

Der Special Collection Service unterhält in der Berliner Botschaft der USA am Pariser Platz eine nicht legal angemeldete Spionagedependance. Dort überwachen Mitarbeiter der NSA und der CIA mit modernen Hochleistungsantennen Kommunikation im Regierungsviertel.

Wie war das jetzt nochmal bei Ronald Pofalla, dass auf “deutschem Boden” niemand abgehört werde?

Unser Innenminister Friedrich erklärte im Sommer:

Alle Verdächtigungen, die erhoben wurden, sind ausgeräumt. Fest steht: Es gab keine “massenhaften Grundrechtsverletzungen” amerikanischer Geheimdienste auf deutschem Boden, wie behauptet wurde.

Noch im TV-Duell mit Peer Steinbrück erklärte Merkel, das Märchen vom “deutschen Boden” und dass man Fragen an die Amerkaner gestellt habe. Den Aussagen der NSA müsse sie vertrauen, “Ich habe auch keinen Anlass, dem nicht zu vertrauen”. Und nun?

Das Handy von Angela Merkel wurde bereits seit 2002 abgehört. Da war sie nicht einmal Kanzlerkandidatin. Und jetzt die Preisfrage an alle Politiker: Wessen Smartphones werden dann wohl noch abgehört?

Entweder ist unsere Bundesregierung so naiv und lässt sich von der US-Regierung belügen und glaubt das. Oder wir werden belogen.“

Fachärztin

22. September 2013

Das wollen wir doch nicht hoffen…

Fachärztin

Besser

14. September 2013

Gefunden beim Hamburger Kreis Liberaler Sozialdemokraten. Sie fragen: Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte! Was ist wohl besser?

Speziell für Leser/in kib diese Zusammenstellung (Zum Vergrößern, bitte anklicken):

StreinbrückMerkel

(Quelle)

cool!

12. September 2013

Nein, nicht deshalb, obwohl ich es total cool finde, das aktuelle „Süddeutsche Zeitung Magazin„-Cover mit Steinbrücks Stinkefinger. Und mutig – 9 Tage vor der Bundestagswahl. Muttis Freunde werden ausrasten; denn sie wollen uns ihren Finger am 22. September oder direkt danach zeigen. Aber ich habe mich entschieden und werde Steinbrück wählen. Meine Zweitstimme bekommt die SPD, obwohl im wahl-o-mat die Übereinstimmung mit Piraten und anderen deutlich größer war. Aber die Piraten kommen nicht in den Bundestags und müssen sich (mindestens) bis zur Europawahl gedulden. Entscheidend war für mich die bessere Sachkenntnis, die präzisere Argumentation des SPD-Mannes. Und seine wirklich gute Finanzpolitik in der großen Koalition (2005-2009); ohne diese Steinbrück-Politik wären wir ungebremst in die globale Wirtschaftskrise gerauscht.

Wahlkampf/ Süddeutsche Zeitung Magazin Cover/ Steinbrück

Die Süddeutsche weiß zum Foto dies:

„Das kam so: Steinbrück stand für ein „Sagen Sie jetzt nichts“-Interview vor der Kamera, also für ein Interview ohne Worte….Bei einer Frage reagierte [Steinbrück] für den Geschmack seines Sprechers Rolf Kleine, ehemals Journalist bei der Bild, „etwas zu spontan“. Die Frage lautete: „Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“ Daraufhin folgte der Stinkefinger.

Der Frust ist verständlich, einerseits. Der Ruf des Problemkandidaten verfolgt Steinbrück, seit die SPD ihn im Herbst 2012 überstürzt als Merkel-Herausforderer ausgerufen hat. Andererseits dürfte ein Stinkefinger-Foto, wenige Tage vor der Wahl, auch nicht gerade dazu beitragen, dass dieser Ruf verschwindet.

Sein Sprecher habe es noch verhindern wollen, schreiben die Kollegen vom SZ-Magazin, aber Steinbrück habe es freigegeben mit den Worten: „Nein, das ist okay so.““

Meine Stimme hat er.

#tvduell

2. September 2013

TV-Duell_Twitter_4fb9ffa472Gefunden bei kress.de:“ Nicht nur im Fernsehen war das Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück ein voller Erfolg. Auch bei Twitter diskutierten die Nutzer über die Aussagen der beiden Spitzenkandidaten von CDU und SPD. Am Sonntag sind mehr als 250.000 Tweets mit dem Hashtag #tvduell verschickt worden.
173.000 Tweets sendeten die Twitter-Nutzer während des 90-minütigen Duells, das hat Twitter kurz nach dem Ende der Sendung bekannt gegeben. Mit 31% war die Netzpolitik das am meist diskutierte Thema, mit jeweils 18% folgen Arbeit & Soziales sowie die Außenpolitik. 14% der Tweets beschäftigten sich mit dem Themenkomplex Wirtschaft & Finanzen. Zwischenzeitlich war #tvduell sogar der weltweit am häufigsten genutzte Hashtag.
Wirklich interessant wird es, wenn man sich ansieht, in welchen Momenten des „TV-Duells“ es die meisten Tweets pro Minute (TPM) gab – die Top 3 gehen alle an Angela Merkel. Ihr Abschluss-Statement brachte es ab kurz nach 22 Uhr auf 2.622 TPM, kurz zuvor gab es 2.379 TPM, als sie über ihre Motivation zur Wiederwahl redete. Und auch Merkels Stellungnahme zur Griechenland-Rettung und dem Euro war mit 2.351 TPM viel diskutiert.
Auch insgesamt diskutierten die Twitter-User etwas mehr über Merkel als über ihren Herausforderer. Peer Steinbrück spielte nur in 43% der Tweets eine Rolle, Merkel in 57%. Hier macht Twitter aber keine Unterschiede zwischen positiven und negativen Kommentaren.
Laut dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos hat Steinbrück bei den Themen Steuerpolitik und Eurokrise gepunktet. Negative Kommentare haben beide Kandidaten in Sachen Energiewende bekommen.
Große Aufmerksamkeit gab es bei Twitter übrigens für die schwarz-rot-goldene Halskette* von Angela Merkel. Neben vielen Kommentaren bekam sie auch schnell einen eigenen Twitteraccount – die Schlandkette. Dort sind dann so Sachen zu lesen wie: „Hätte, Hätte, Deutschlandkette.“ Inzwischen folgen mehr als 6.000 Menschen dem Account.“
(von Timo Niemeier kress.de)

*ps Natürlich war die Halskette für manche das Wichtigste gestern Abend und zwar so wichtig, dass aus deren Rot-Gold-Schwarz gleich Schwarz-Rot-Gold wurde. Belgien grüßt!

Steinbrück

3. Januar 2013

Morgen am Freitag ist SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Region, genauer: in Emden. Er besucht die mit der Insolvenz kämpfenden, von der schwarz-gelben Landesregierung ziemlich allein gelassenen SIAG-Nordseewerke. Dann findet, und deshalb weise ich daraufhin, eine öffentliche Kundgebung statt

um 18:00 Uhr (Einlass ab 17:00 Uhr),
Nordseehalle Emden,
Früchteburger Weg 17 – 19, 26721 Emden.

Die Rede von Peer Steinbrück ist für 18:20 Uhr vorgesehen. Der niedersächsische SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil spricht dann noch gegen 18:50 Uhr. Ich denke gerade darüber nach, mir den Mann authentisch anzuhören – mit seinen -je nach politischem Blickwinkel- viel gescholtenen oder gelobten „Ecken und Kanten“.  Ich möchte wohl, aber es wird schwierig; Maria Weßling, meine Büroleiterin, hustet mir was, führe ich tatsächlich und stiege kurz vor 17 Uhr mit Niedersachsenticket in den Regionalexpress, was sowieso zeitlich noch knapp würde (Ankunft Emden 18.12 Uhr). Also werd ich wohl auf eine andere Rede Steinbrücks warten, obwohl der Mann ja wirklich jenseits aller medialen Aufgeregtheit mehr als interessant ist. Der Bundestagswahlkampf ist immerhin noch acht Monate lang.

Per Steinbrück

(Foto © SPD)

Nachtrag vom 5. Januar:

Die ZEIT berichtet über Steinbrücks Rede in Emden so. Übrigens: Interessant sind die Diskussionsbeiträge unter dem ZEIT-Artikel!

Social Media und Politik

6. Oktober 2012

Social Media und Politik: Mehr Kommunikationskanäle, weniger Dialog. Was kann durch die Einbindung von Social Media in die politische Kommunikation bewirkt werden? Sind sie schlichtweg ein Tool, um im Wahlkampf Stimmen zu sammeln? Oder kann durch diese neuen Kommunikationskanäle Politik tatsächlich näher an den vermeintlich politikverdrossenen Wähler gelangen?

Diese Thematik diskutierten Peer Steinbrück, Bundesminister a.D., und Frank Schmiechen, stellvertretender Chefredakteur der WELT, unter der Leitung von Cherno Jobatey im Berliner BASE_camp. Steinbrück sprach sich gegen die Trennung beider Welten aus: „Politik ist nicht entweder oder, sondern sowohl als auch!“ Schmiechen stimmte ihm zu und griff hierzu aktuelle Trends aus der Wirtschaft auf: „Wer sein Geschäft nicht digital abbilden kann, wird auch in der analogen Welt nicht überleben“. Dies gelte auch für die Politik.

Steinbrück selbst nutzt digitale Kommunikation kaum. Sein facebook-Auftritt wird nicht von ihm selbst sondern von seinen Mitarbeitern gepflegt.Twitter kommt für ihn gar nicht infrage: „Ich twittere nicht“, weil die Art und Weise dieser Kommunikation nicht zu ihm passe. Da Authentizität gerade im Bereich Social Media ein großes Thema sei, sah sich Steinbrück in seinem Urteil bestätigt. Am Ende waren sich Schmiechen und Steinbrück zumindest in dem Punkt einig, dass die digitale Revolution dazu geführt habe, „dass sich unsere Gesellschaft verändert hat“.

Diskussion auf: http://www.udldigital.de