In einem Interview im Jahr 1969 beschrieb John Lennon die Zeit der Beatles  in Hamburg so: „Wir kamen als  Jungs und gingen als Männer. “ Übermorgen versteigert das Auktionshaus Bonhams in London zahlreiche Devotionalien aus der Hamburger Zeit der Beatles und erläutert deren Hintergründe:

The Beatles kamen 1960 nach Hamburg dank des Liverpooler Promoters Allan Williams, der sich mit Bruno Koschmider, dem Besitzer des Kaiserkeller-Nachtclubs und anderer Veranstaltungsorte an der Hamburger Reeperbahn zusammengetan hatte. Williams hatte mehrere Liverpooler Gruppen nach Hamburg geschickt, und Koschmider brauchte eine weitere, um in seinem neuen Club Indra zu spielen. Williams bot den Silver Beatles (wie sie damals genannt wurden) dazu die Möglichkeit. Es fehlte ihnen allerdings ein ständiger Schlagzeuger, aber nur zwei Tage vor ihrer Abreise nach Hamburg boten sie Pete Best den Job an. Am 15. August reisten die neu getauften Beatles mit ihrer gesamten Ausrüstung in Allan Williams Van nach Deutschland , wo sie  etwa 36 Stunden später in Hamburg ankamen. John Lennons Pass musste zuvor hastig beschafft werden. Er wurde am 15. August ausgestellt, wie aus mehreren der hier angebotenen Dokumente hervorgeht. Bruno Koschmider organisierte die amtlichen Arbeitserlaubnisse; diese Formalität hatte er offenbar übersehen. Sie wurden daher nach der Ankunft der Beatles in Hamburg beantragt.

Der Vertrag der Beatles mit Koschmider lief ursprünglich vom 17. August bis 16. Oktober 1960. Sie mussten an jedem Wochentag 4 1/2 Stunden und am Wochenende sechs Stunden spielen, ein ziemlich anstrengender Zeitplan. Der Vertrag wurde dann bis zum 31. Dezember verlängert. Ende November wurde George Harrison jedoch aufgefordert, Deutschland  zu verlassen, nachdem den Behörden klar geworden war, dass noch keine 18 Jahre alt war und nach deutschem Recht nach Mitternacht nicht mehr in einem Nachtclub arbeiten oder sich aufhalten durfte. Zunächst lebten Paul Mc Cartney und Pete Best in schmutzigen „Katakomben“, die Koschmider zur Verfügung stellte; das waren zwei winzige Räume direkt hinter der Leinwand eines kleinen Kinos, das er besaß, und um überhaupt in den innenliegenden Räumlichkeiten etwas Licht zu haben, schraubten die beiden Beatles eine Lampe an einen Wandbehang. Der schmorte dann etwas.

Sie packten schließlich ihre Sachen, um das Angebot eines Konkurrenz-Clubs, des Top Ten, anzunehmen, und verließen den schwelenden Wandteppich. Koschmider behauptete, dass die Beatles versucht hätten, das Kino in Brand zu setzen, und ging zur Polizei. Paul, Pete, John und der Bassist Stuart Sutcliffe wurden festgenommen und in Zellen gesteckt. Als klar war, dass John und Stuart unschuldig waren, durften sie gehen, aber Paul und Pete wurden am 1. Dezember mit dem Flugzeug nach London abgeschoben. John und Stuart erklärten am 6. Dezember bei der Ausländerpolizei, weshalb sie in Deutschland bleiben wollten

Unter John Lennons Erklärung befindet sich eine handschriftliche Notiz von Stuart Sutcliffe, die lautet: „Ich wurde informiert, dass ich in diesem Land nicht mehr arbeiten darf. Ich beabsichtige, ab sofort als Tourist bei Frau Kirchherr, Hamburg- Altona, Eimsbüttelerstr 45A, zu bleiben. Hamburg, 6. Dezember – Stuart Sutcliffe.“

„Frau Kirchherr“ war die Mutter der Hamburgerin Astrid Kirchherr, die Stuart zuvor kennengelernt und in die er sich verliebt hatte, und es war geplant, dass er bei ihrer Familie bleiben würde, um schließlich im Februar 1961 nach Liverpool zurückzukehren). Es scheint, dass Stuart den Straßennamen falsch geschrieben hat, der durchgestrichen und in deutscher Hand neu geschrieben wurde, wahrscheinlich vom anwesenden Polizisten.

Während Stuart in Hamburg blieb, verließ John am 7. Dezember die Stadt und gelangte in einer etwas mühsamen Reise mit verschiedenen Zügen und Fähre zurück nach Liverpool. Er reiste komplett mit seinem Equipment. In Liverpool kam er am 8. Dezember mitten in der Nacht an und kehrte zu seiner Tante Mimi nach Hause zurück. Dort musste er erst Steine ​​gegen ihr Schlafzimmerfenster werfen, um sie wissen zu lassen, dass er dort war.

Trotz der Probleme einiger Monate zuvor kehrten die Beatles nach Deutschland zurück, um im April 1961 drei Monate im Top Ten aufzutreten. Stuart war zuvor bereits nach Hamburg zurückgekehrt, um seine Romanze mit Astrid fortzusetzen und sich an der Hochschule für Kunst einzuschreiben. Er war ein vielversprechender Student, wurde dann aber krank und erlitt nach einer Reihe von immer stärkeren Kopfschmerzen am 10. April 1962 einen heftigen Krampfanfall, fiel ins Koma und starb einige Stunden später, wie es heißt, „in den Armen von Astrid“. Das war zwei Monate vor seinem 22. Geburtstag. Am selben Tag waren John, Paul und Pete zu einem neuen,siebenwöchigen Gig erneut in Hamburg angekommen, diesmal an einem neuen Veranstaltungsort, dem Star-Club.

Insgesamt unternahmen die Beatles zwischen 1960 und 1962 fünf Touren nach Hamburg. Mit ihren letzten Auftritten im Star-Club im Dezember 1962 brachten sie ihre Bühnenzeit in der Stadt auf rund 1.100 Stunden. Der Beatles-Historiker Mark Lewisohn fasst diese Erfahrung zusammen:

„Wie wertvoll die Auftritte in Hamburg waren, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand. Aber die Beatles hatten sozusagen ihre Ausbildung absolviert und es auf die harte Tour geschafft. Jetzt  waren sie bereit, alles anzunehmen, was die Welt ihnen bieten konnte.“

[Text und Foto: Bonhams. Brief von John Lennon an Astrid Kirchherr]

(Erläuterung zum BriefThe Beatles were all extremely fond of Astrid as this letter confirms. Especially following the tragic and early death of Stuart Sutcliffe, her fiancé and one of the Beatles founding members. The letter written six months following this, in what appears to be a reply to one John may have received from her. He writes in a direct and kind tone, in support of a young and grieving friend. Lennon refers to himself as John Winston in the letter and references Cynthia as ‚Cyn‘, his new wife, on numerous occasions. They both knew Astrid as he discusses how they are looking forward to seeing her soon. But he quickly states that he is not looking forward to being back in Hamburg.

The second page of the letter discusses Lennon’s upset that ‚Klaus‘, which we believe to be Voorman, was at that time not on speaking terms with Astrid. However this is not elaborated on in the letter. He simply hopes to reassure her that he will come around and that she is ok living her life as she wishes. On a more positive note he comments on her recent photography of the Liverpool band The Undertakers, for which Astrid had taken promotional images. He finishes the letter updating her on the current news and successes of the Beatles, showing some lack in confidence of their current record and predicting it not being as good as he would like, but that it is selling well. At this time they had just released „Love Me Do“ which went to No.17 in the UK charts, in contrast to its re-release in the USA two years later when it went straight to No.1.)

 

We’re asking you to come together as a global community to address the current #COVID19 crisis. One World: #TogetherAtHome is a moment of unity to support @WHO — the organization at the center of the pandemic response. Find out how to tune in on April 18: http://glblctzn.me/OneWorldTAH

Am 18. April um 21:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnt die Vorberichterstattung über das Streaming-Festival auf zahlreichen Plattformen, darunter YouTube, Facebook, Instagram und Twitter.

Die Premiere des Events „One World Together At Home“ läuft dann in der Nacht des 19. April 2020 zwischen 2:00 Uhr und 4:00 Uhr live auf den TV-Sendern NBC, CBS, ABC und BBC sowie als Live-Stream auf YouTube und Twitter – und ist hinterher als digitaler Stream online verfügbar. Den Auftakt der Sondersendung „One World – Together At Home“ bildet am Samstagabend ein sechsstündiger Livestream (ab 20.00 Uhr MEZ) mit Auftritten zahlreicher Prominenter. Im Anschluss daran startet um 02.00 Uhr eine zweistündige Show, bei der auch Musiker wie The Rolling Stones, Paul McCartney, Pharrell Williams, Elton John, Taylor Swift und Stevie Wonder auftreten.

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Nicht ganz

25. Juni 2018

In der Reihe der großartigen Folgen von James Cordens „Carpool Karaoke“ gibt es einen neuen Höhepunkt: In knapp 24 Minuten fährt der Moderator der „Late Late Show“ mit Paul McCartney durch Liverpool, besucht Orte aus der Vergangenheit des ehemaligen Beatles und singt einen Kracher nach dem anderen. Alles passt: 23:42 Minuten Fernsehgeschichte!

Da bin ich sehr gerne mit dabei. Ich mochte die Beatles immer sehr gerne. Sind ja auch meine Altersklasse. Nun, nicht ganz. — Schöne Woche!