Ideenwerkstatt Parkhügel

24. Februar 2015

ParkhügelIdeenwerkstatt Parkhügel
Lingen (Ems) – IT-Zentrum

Sa 28.02.15 von 9 – 15 Uhr

Wie kann das Areal des Parkhügels attraktiver gestaltet und weiter entwickelt werden? Dieser Frage hat sich eine Initiativgruppe gewidmet [mehr…] und sie steht jetzt im Mittelpunkt einer „Ideenwerkstatt“. Am kommenden Samstag haben Bürgerinnen und Bürger, Anlieger und Einzelhändler während der Veranstaltung Gelegenheit, gemeinsam mit einem Team aus Stadtplanern und Landschaftsarchitekten Entwicklungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Dabei soll nicht nur der Parkhügel selbst, sondern der gesamte Bereich zwischen Marienstraße, Lookenstraße sowie dem Lookentor berücksichtigt werden.

Die „Ideenwerkstatt“ beginnt um 9 Uhr mit einer gemeinsamen Ortsbegehung (Treffpunkt: vor dem Parkhügel am Machurius). Anschließend geht es vom Parkhügel gemeinsam zum IT-Zentrum (Kaiserstraße 10b), wo von 10:30 Uhr bis 15 Uhr der eigentliche Workshop stattfindet. Neben einigen Impulsreferaten sollen dann in Arbeitsgruppen mit Unterstützung der Planer und der Verwaltung verschiedene Ideen weiter ausgearbeitet werden. Ziel ist es dabei, konkrete Ideen für Umsetzung, Betrieb und Finanzierung zu entwickeln.

Zu der „Ideenwerkstatt“ lädt das Stadtplanungsamt herzlich ein. Es sind keinerlei Vorkenntnisse oder Fachkompetenzen erforderlich. Aus organisatorischen Gründen sollten Anmeldungen sofort erfolgen (E-Mail: stadtplanung@lingen.de; Telefon: 0591 9144-621), der offizielle Anmeldetermin ist bereits verstrichen. Doch wir haben ja eine flexible Stadtverwaltung.

nicht nur Luftschlösser

4. Februar 2015

ParkhügelDer neue Termin für die „Ideenwerkstatt“ zum Lingener Parkhügel steht nun fest: Samstag, 28. Februar 2015 von 9 Uhr bis 15 Uhr. Hier aus der städtischen Pressemitteilung die Details der „Ideenwerkstatt“:

„Wie kann das Areal des Parkhügels attraktiver gestaltet und weiter entwickelt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer „Ideenwerkstatt“ am Sa, 28. Februar 2015. Alle Bürgerinnen und Bürger, Anlieger und Einzelhändler haben während dieser Veranstaltung Gelegenheit, gemeinsam mit einem Team aus Stadtplanern und Landschaftsarchitekten Entwicklungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Dabei soll nicht nur der Parkhügel selbst, sondern der gesamte Bereich zwischen Marienstraße, Lookenstraße sowie dem Lookentor berücksichtigt werden.

Die „Ideenwerkstatt“ beginnt um 9 Uhr mit einer gemeinsamen Ortsbegehung (Treffpunkt: vor dem Parkhügel am Machurius). Anschließend geht es vom Parkhügel gemeinsam zum IT-Zentrum (Kaiserstraße 10b), in dem von 10:30 Uhr bis 15 Uhr der eigentliche Workshop stattfindet.

Neben einigen Impulsreferaten sollen dann in Arbeitsgruppen mit Unterstützung der Planer und der Verwaltung verschiedene Ideen weiter ausgearbeitet werden. Ziel ist es dabei, nicht nur Luftschlösser zu malen, sondern auch konkrete Ideen für Umsetzung, Betrieb und Finanzierung zu entwickeln.

Zu der „Ideenwerkstatt“ sind alle interessierten Bürginnen und Bürger herzlich eingeladen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse oder Fachkompetenzen erforderlich. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis zum 13. Februar 2015 gebeten (E-Mail: stadtplanung@lingen.de; Telefon: 0591 9144-621).“

[Foto: Gabriele Brenneke‎ auf Facebook: Der Parkhügel in Lingen wird schön]

Geht’s noch ?! – Teil 2

10. Februar 2014

ParkhügelpolizeiSamstagmorgen arbeiteten sich rund 20 Lingenerinnen und Lingener durch den verwahrlosten Parkhügel an der kleinen Poststraße. Mit dabei war auch die lokale Polizei. O-Ton: „Was machen Sie denn hier?“ Mitmacher Marc. R. (Name dem Blogbetreiber bekannt) schrieb mir anschließend:

„Alles gut gelaufen.
 
Eine MMS konnte ich nicht schicken, weil ich Gartenarbeit gemacht hab. Und meine Harke hatte keinen Empfang.
 
Natürlich waren wir auf dem Hügel. Der Schulte müßte eigentlich Horst mit Vornamen heißen.
 
Aber, was mich richtig ärgert, war die Pressemitteilung der “Liberalen Fraktion” heute:  „Wir begrüßen…” Am Arsch die Räuber (Das sollte der Titel für deinen Blogbeitrag sein, Robert – nicht zitierfähig!)
 
Und dass zweimal die Polizei da war. Wer hat die bestellt? 
 
Wütend
Marc R.“
 
Nun Marc, es war eine gute Aktion, die da von engagierten Lingenern binnen Wochenfrist und trotz verwaltungsspezifischer verkehrssicherungspflichtiger Bedenkenträgerei verwirklicht wurde. Also ein großes Danke an alle, die mitgemacht haben. Auch an „Horst“ Schulte, den Chef des Bauhofs und seine Mitarbeiter.
 
Bitte behandeln Sie, liebe Leser, diesen Blogbeitrag im Übrigen vertraulich. Immerhin enthält er neben arbeitsrechtlich zu schützenden privaten Daten auch ebensolche Informationen, die „nicht zitierfähig“ sind. Ungeachtet dessen nehme ich ganz stark an, dass die Liberale Fraktion des Lingener Stadtrats nach ihrem Schmücken-wir-uns-mal-frech-mit-fremden-Federn-Pressecoup in der LT Samstagmorgen vollständig mit Harke und Spaten dabei war – einer mit Harke, die andere mit Spaten.
Alles weitere lesen Sie hier.
 
parkhuegelaktion

(Foto: Aufräumaktion am Lingener Parkhügel, 08.02.2014 © Ems-Vechte-Welle; Polizeifoto: FB)

Geht’s noch?!

8. Februar 2014

Heute wollen ab 10 Uhr einige Engagierte den seit 15 Jahren gesperrten und entsprechend verwahrlosten Lingener Parkhügel entrümpeln und optisch instand setzen. Das ist eine gute, verdienstvolle Idee, die man nur unterstützen kann. Nicht so die Verwaltung unseres Städtchens. Deren Pressesprecherin erklärte kurz vor íhrem Wochenende, „aus versicherungsrechtlichen Gründen“ dürften die Aktivisten den Parkhügel nicht betreten.

Hallo Leute, geht’s noch? Soll die Aufräumbrigade über den Parkhügel fliegen?

Liebe Stadtverwaltung,
Ihr hattet eine Woche Zeit, die angeblichen „verkehrsicherungsrechtlichen Gründe“ zu klären. Wie das geht, kann Euch jeder lokale Versicherungsmakler in einer Minute sagen. Oder die Leute, die die Landschaftssäuberungsaktion alljährlich durchführen. Warum macht Ihr also Eure Arbeit nicht und setzt jetzt neben den gestreckten Zeigefinger wohlfeil-irritierende Worte in die Welt? Man kann nur hoffen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger nicht irritieren lassen.

Denn mehr zu den „verkehrsicherungsrechtlichen“ oder versicherungsrechtlichen Gründen“ übrigens hier. Und ein Satz des Ex-Ministerpräsidenten Christian Wulff, den sich die besoldeten Bedenkenträger ausdrucken, ausschneiden und auf die wöchentliche Agenda kleben können:

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ps Was überhaupt redet unsere Stadtverwaltung in die Sache rein? Der Stadt gehört der Parkhügel nämlich gar nicht. Er steht im Eigentum der rechtlich selbständigen Wirtschaftsbetriebe Lingen GmbH. Deren Geschäftsführer Arno Ester soll von der Entrümpelungsaktion begeistert sein. Nun, dann wird er auch die „ver(kehrs)sicherungsrechtliche Gründe“ behoben haben. Oder, Arno?

Schön

4. Februar 2014

ParkhügelMitinitiatorin Heike KunterBund schreibt auf Facebook: „Ich habe das vorhin schon in einer anderen Gruppe gepostet und gebe das hier gerne noch mal zum Besten. Das Gerücht, dass der Parkhügel weg soll,  gibt es schon so lange, wie es die Mall gibt. Richtig ist, dass es mal der Kiffer-Hügel war, aber muss er es bleiben?“

Der Zustand des einst als großartiges Zeugnis städtischer Baukultur gefeierten Parkhügels an der Poststraße ist in der Tat heute -sagen wir- ausgesprochen naturbelassen. Das aber soll sich jetzt ändern. Mit Unterstützung des Eigentümers (Wirtschaftsbetriebe Lingen GmbH) wollen Aktivisten aus der Facebook-Gruppe „Du weißt, Du kommst aus Lingen (Ems), wenn…“ am kommenden Samstag (8. Feb) anpacken und aufräumen. Ab 10 Uhr vormittags soll es  Dreck und Gestrüpp des Parkhügels an den Kragen gehen. Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt, lese ich und höre, dass Wirtschaftsbetriebe Lingen-Geschäftsführer Arno Ester ganz begeistert sei. Derweil prüft sogar der städtische Bauhof, ob für die Aufräumaktion der Parkhügel von den agilen Lingener Jungtürken betreten werden kann, die ihn in Schuss bringen wollen.

Die Rutsche soll also wieder glänzen und von Jung und Alt genutzt werden.  Der Lingener Parkhügel wird schön – so der Programmsatz der neuen Facebookgruppe, die sich nach dem sonntäglichen Beginn der Diskussion gestern gründete. Knapp 100 Aktivisten sind inzwischen dabei. Das kann tatsächlich was werden.

Bildschirmfoto 2014-02-03 um 23.48.28

Befriedet

29. Oktober 2012

„City-Cop“ Norbert Tenger hat der LT über sein Empfinden berichtet, welche „Brennpunkte“ es in Lingen gebe. Polizeiliche Brennpunkte. Nun, es gibt eigentlich keine, informierte nach dem Gespräch die LT und zitierte den Polizeibeamten so:

„Befriedet“ sei auch der Amtsgerichtspark. Wo früher jeden Tag Drogenkonsumenten  und alkoholkranke Menschen, geraucht, getrunken, oft auch Spaziergänger angepöbelt haben, ist heute Ruhe. „Und das nur, weil es den Kiosk am Krankenhaus und einen früheren Lebensmittelladen an der Burgstraße nicht mehr gibt. Kurz gesagt: Der Bereich wurde trockengelegt, und die Truppe ist abgezogen, weil die Wege, um Nachschub zu holen, zu weit und damit auch zu unbequem wurden.“

Abgesehen davon, dass der letzte Lebensmittelladen in der Burgstraße seit mehr als 20 Jahren geschlossen ist und nicht die (Mit-)Ursache für die Szene im Amtsgerichtspark war, überzeugt mich die These nicht, allein „Nachschub“-Schwierigkeiten hätten zum  „Abzug der Truppe“ geführt. Das hatte andere Gründe, vor allem eine Mischung konsequenten polizeilichen Handelns mit einem engagierten, sozialpädagogischen Antidrogen-Konzept. Auch deshalb führen Repressionsmuster und militärische Formulierungen über Truppe und Abzug, Frieden und Nachschub in die Irre.

Da gibt es längst viel bessere Konzepte. Der frühere SPD-Ratsherr Johannes Rakers beispielsweise hat unlängst eine konsequente Idee beschrieben, wie mit dem Problem „Parkhügel“ umzugehen ist. Auch sein Konzept ist keines von Krieg und Frieden, sondern von Wohnen und Leben in der Stadt. Er hat vorgeschlagen, auf und um den Parkhügel „eine interessante innerstädtische Wohnbebauung“ zu planen. Attraktive Wohnungen in der Innenstadt zu schaffen, war zumindest lange Zeit ein Bestreben aller politischen Parteien im Rat. Der Hinterhofcharakter verschwände „und auch für die umliegenden Obergeschosse der Fußgängerzone würden sich neue Nutzungen oder Modernisierungen ermöglichen. Bekanntlich sind die Büroflächen in den Obergeschossen nur schwer vermietbar. Insoweit könnte eine Aufwertung hier neue attraktive Wohnflächen erschließen. „Für die Eigentümer der Immobilien ergäben sich interessante Möglichkeiten. Die Stadtwerke als Kooperationspartner könnten alternative Energiekonzepte einbringen. “

Keine Frage: Johannes Rakers hat natürlich recht. Er weiß: Allein auf den Zeitgeist von Repression und Polizei zu setzen, löst keine Probleme. Die Antwort ist, dauerhaft Leben und Wohnen in die Stadt zu bringen. Ich bin überzeugt, auch aus polizeilicher Sicht weiß man dies schon lange.

(Foto: Amtsgerichtsumfeld Lingen © milanpaul via flickr)