Daft Punk

18. Juli 2017

Das muss noch nachgereicht werden. Als Trump zum französischen Nationalfeiertag („fête nationale„) letzten Freitag in Paris zu Besuch war, spielte die französische Militärkapelle Daft Punk aufgespielt. Emmanuel Macron hatte sichtbar Spaß, Donald Trump fehlte hingegen ein bisschen der Zugang, dem deutschen General in Reihe ein klein bisschen der Takt…

Sieben Wege

24. November 2015

Paris2015Der Countdown zur UN-Klimakonferenz in Paris läuft: In sechs Tagen verhandelt die Staatengemeinschaft über ein verbindliches Klimaschutzabkommen. Einen Beitrag zum Klimaschutz können Verbraucher aber auch jeder Zeit in ihrem Alltag leisten. In Deutschland tragen das Heizen, der Stromverbrauch und der motorisierte Individualverkehr der Haushalte zu 15 Prozent des Treibhausgasausstoßes bei. Durch den Umstieg auf effiziente Erneuerbare Energien haben Verbraucher viele Möglichkeiten, ihr privates Klimakonto zu verbessern. Die Agentur für Erneuerbare Energien nennt die sieben wichtigsten Mittel und Wege, um das eigene Klimakonto zu entlasten.

  1. Eigenen Verbrauch kennen

Die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchten im Jahr 2013 rund 723 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Energie. Das entsprach einem Anteil von 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch. Die privaten Haushalte benötigten dabei 69 Prozent der Energie für die Heizung, 15 Prozent für Warmwasser, sechs Prozent fürs Kochen, vier Prozent für Kühl- und Kälteanwendungen, vier Prozent für Informations- und Kommunikationstechnologien, zwei Prozent für die Beleuchtung sowie weniger als ein Prozent für sonstige Elektrogeräte. „Wer seinen Wärme- und Stromverbrauch kennt, kann nachvollziehen, welchen Einfluss neue Geräte oder Verhaltensänderungen auf den eigenen Verbrauch haben“, erklärt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Das ist der erste, ganz wesentliche Schritt zum Energiesparen.“

Mit dem Online- „Energiesparkonto“ von co2online können Verbraucher ihren Energieverbrauch im Blick behalten: www.energiesparkonto.de

  1. Wärmebedarf senken

Rund 40 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf den Gebäudebereich. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2050 einen „klimaneutralen Gebäudebestand” zu erreichen, gelingt nur mit energetischen Sanierungen bzw. Modernisierungen. Je nach Haustyp und Geldbeutel sieht der Sanierungsfahrplan für jedes Haus anders aus. Dafür stehen zahlreiche Finanzierungsprogramme von Bund, Ländern und Kommunen zur Verfügung. So wurde zum Beispiel das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ der bundeseigenen KfW-Bank zum 1. August 2015 verbessert. Hilfe bei der Planung der Energiewende in den eigenen vier Wänden gibt ein zertifizierter Energieberater.

Einen Energieberater in ihre Nähe finden Verbraucher über das  Deutsche Energieberater-Netzwerk: http://den-ev.de .

  1. Alte Ölheizung gegen Erneuerbare-Energien-Heizung tauschen

Rund 70 Prozent der 20,7 Millionen Heizungen, die deutsche Wohnungen und Häuser mit Wärme versorgen, entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Die benötigte Wärme wird dabei weitgehend aus fossilen Brennstoffen gewonnen, was mit hohem Treibhausgasausstoß und starker Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten verbunden ist. Mit dem Umstieg auf eine Heizung auf Basis Erneuerbarer Energien bringen Verbraucher die Energiewende im Heizungskeller voran. Verschiedene Erneuerbaren-Technologien stehen für den Umstieg auf eine saubere Wärmeversorgung zur Verfügung: Solarthermie, Holzbrennstoffe, Erd- und Umweltwärme und Biogas. Seit 1. April 2015 fördert das Bundeswirtschaftsministerium den Wechsel mit verbesserten Konditionen im Marktanreizprogramm (MAP).

Einen Überblick über das Marktanreizprogramm liefert das Bundeswirtschaftsministerium: http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiewende-im-Gebaeudebereich/marktanreizprogramm-map.html
Bei dem für die Vergabe der MAP-Zuschüsse zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle finden sich die Informationen hier:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/index.html

  1. Zum Ökoenergieanbieter wechseln

Wer es noch nicht getan hat, sollte zu einem zertifizierten Ökostromanbieter wechseln. Die Wahl sollte auf einen Anbieter fallen, der sich zu Investitionen in regenerative Energien und zur Modernisierung des eigenen  Erneuerbare-Energien-Anlagenparks verpflichtet. In Deutschland erkennen Verbraucher solche Anbieter zum Beispiel am OK-Power-Label und dem Grüner-Strom-Label. Beide Kennzeichen werden von Umwelt- und Naturschutzorganisationen sowie Verbraucherzentralen getragen. Mieter von Wohnungen haben meist keinen Einfluss darauf, welche Heizungsanlage der Wohnungsbesitzer einsetzt. Wird die Wohnung allerdings mit einer Gasetagenheizung geheizt, können Mieter den Gaslieferanten auswählen. Aus Sicht des Klimaschutzes macht es Sinn, hier auf einen Öko-Gasanbieter zu setzen.

Mehr Informationen: http://www.ok-power.de/home.html und http://www.gruenerstromlabel.de/english/

  1. In Erneuerbare Energien investieren

Wer eine Energieerzeugungsanlage etwa auf Basis regenerativer Quellen errichtet, nimmt die Energiewende selbst in die Hand. Wollen Verbraucher Ökostrom produzieren, ohne selbst eine Anlage zu bauen, besteht die Möglichkeit, eine Anlage zu pachten oder eine geeignete Fläche zu verpachten. Für einen bestimmten Grundpreis nutzen Haushalte auf diese Weise zum Beispiel den Sonnenstrom von eigenem Dach, vermeiden jedoch die Anschaffungskosten und müssen sich nicht mit Installation und Betriebsführung beschäftigen. Auch andere Investitionen in Erneuerbare Energien sind möglich, so z.B. in Bürgerenergieanlagen. Das sind meist Windräder, Solar- oder Biogasanlagen, die von einer Gemeinschaft von Bürgern betrieben werden.

Mehr Informationen über das Thema Bürgerenergie bietet das KOMM:MAG – Das Jahresmagazin zu Erneuerbaren Energien in Kommunen 2012/13 http://www.kommunal-erneuerbar.de/fileadmin/content/PDF/KOMM-MAG_online.pdf

  1. Eigenverbrauch erhöhen

Wer eine eigene oder gepachtete Photovoltaikanlage besitzt, kann durch den Einsatz eines Batteriespeichers den Anteil des selbst genutzten Stroms deutlich erhöhen. Batteriespeicher machen es möglich, den mittags erzeugten Strom für die Zeiten mit höherem Eigenverbrauch in den Abendstunden und am Morgen zu verlagern. Die bundeseigene KfW-Bank fördert die Installation einer Photovoltaik-Anlage und eines Batteriespeichers mit einem zinsgünstigen Darlehen. Zusätzlich werden bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten als Tilgungszuschuss übernommen. Auch nachträglich eingebaute Speicher werden gefördert, allerdings darf die zugehörige Photovoltaik-Anlage nicht vor dem 1.1.2013 in Betrieb gegangen sein. Das Förderprogramm läuft allerdings nur noch bis Ende 2015.

Mehr Informationen zur KfW-Förderung für Batteriespeicher unter http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher/foerderung

  1. Klimafreundlicher mobil sein

80 Prozent aller Kohlendioxid-Emissionen (CO2) des Verkehrssektors werden auf der Straße emittiert. Personenkraftfahrzeuge (Pkw) und Motorräder verursachten 2010 rund 128 Millionen Tonnen CO2, Lastkraftwagen 51 Millionen Tonnen CO2. Der Schienenverkehr machte vier Prozent der CO2 -Emissionen des Verkehrs aus. Für die 550 Kilometer lange Strecke von Berlin nach Frankfurt/Main bedeutet das: Legt eine Person die Strecke mit dem Flugzeug zurück, werden 126 kg Treibhausgase ausgestoßen. Nutzt eine Person für die Stecke das Auto, werden 78 Kilogramm CO2 verursacht. Die Zugfahrt einer Person von Berlin nach Frankfurt/Main emittiert 25 Kilogramm CO2.

Verbraucher, die ihre Verkehrswege klimafreundlicher gestalten wollen, sollten die besonders treibhausgasintensiven Flugreisen möglichst vermeiden und stärker auf öffentliche Verkehrsmittel setzen. Wer auf den Pkw angewiesen ist, kann Carsharing betreiben, Elektrofahrzeuge nutzen oder Pkw fahren, die komplett oder nahezu vollständig mit Biokraftstoffen betankt werden können. Bei E-Fahrzeugen ist darauf zu achten, dass der Strom aus Erneuerbaren Energien stammt – eine Fahrt mit dem durchschnittlichen deutschen Strommix bringt trotz Elektroantrieb noch keinen Klimaschutzgewinn.

(Quelle: PM AEE)

 

Die einzige Antwort:

16. November 2015

Es gibt noch eine Wortmeldung zum Terrorismus, auf die ich unbedingt hinweisen will. Sie stammt von Michael Spreng, dessen kluge Beiträge in seinem Blog ich hier schon häufiger zitiert habe. Er schreibt:

Die einzige Antwort: Weiter leben wie bisher

Schmerz, Erschütterung, Mitleid, ohnmächtige Wut. Jeder fühlende Mensch ist heute aufgewühlt. Jeder fühlende Mensch weint mit den Franzosen. Nous sommes unis – wir sind eins.

Die Terroranschläge von Paris senden eine neue, grausame Botschaft: Jeder Mensch, der in einer freien Gesellschaft lebt, ist das Ziel des “Islamischen Staates”(IS) und es kann jeden jederzeit treffen.

Den Tätern geht es nicht mehr um konkrete Ziele ihrer Verbrechen wie die Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” oder einen jüdischen Supermarkt. Es geht um die totale Verunsicherung der freien Gesellschaften.

Jeder einzelne, gleichgültig, wie und wo er lebt und wer er ist, soll in lähmende Angst versetzt werden. Die IS-Mörder hatten nur ein Ziel: wahllos möglichst viele Menschen zu töten – in der Konzerthalle, in Cafés und Restaurants, am Eingang des Fußballstadions.

Die Politiker, wie die Bundeskanzlerin, antworten mit einem Satz, der universelle Gültigkeit hat: “Jedes freie Leben ist stärker als der Terror”. Das stimmt. Das heißt aber auch: Wenn die Demokratien ihre Freiheit bewahren wollen, dann müssen sie damit rechnen, dass es noch mehr Opfer geben wird. Auch wir Deutsche, die kurdische Kämpfer gegen den IS ausbilden, sind in Gefahr.

Und der Satz bedeutet auch, dass wir unser freies Leben nicht durch immer neue Gesetze einschränken dürfen. Gegen Selbstmordattentäter gibt es keinen Schutz. Da können wir Geheimdienste und Polizei noch so sehr aufrüsten.

Freies Leben heißt, die Gefahr zu kennen, aber weiter so zu leben wie bisher. Demokratisch, liberal, menschenfreundlich.

Der Beitrag trifft exakt meine Meinung, wie sie am Samstag in einem Tweet für den Fußballverein ASV Altenlingen so zum Ausdruck gebracht wurde:

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„Der Sinn von Terror ist die Verbreitung von Angst und Schrecken. Die Schaffung eines nachhaltigen Bedrohungsszenarios. Das Ausspielen von Bevölkerungsgruppen gegeneinander. Der Sinn von Terror ist es, eine möglichst starke politische Reaktion beim politischen Gegner hervorzurufen.

Bildschirmfoto 2015-11-14 um 23.49.53Während wir die schrecklichen Bilder vor Augen haben und um die Toten trauern, werden wie bei jedem Anschlag politisch schon bald die nächsten Anti-Terrormaßnahmen ausgepackt werden. Sie sind das, was Terror in unseren Gesellschaften politisch auslöst: Ein Weniger an bürgerlichen Freiheiten und ein Mehr an Überwachung. Eine Abkehr der von Terror betroffenen Gesellschaften von ihren demokratischen Werten.

Ich trauere um die Toten. In Gedanken bin ich bei den Angehörigen. Aber Angst habe ich um Grund- und Bürgerrechte. Lassen wir die Terroristen nicht unsere Politik mitbestimmen. Gönnen wir ihnen diesen Sieg nicht.

In diesem Sinne möchte ich aus der klugen Erklärung von CCC, Humanistischer Union, RAV und Digitaler Gesellschaft zu den Charlie Hebdo Anschlägen zitieren:

Den in solchen Situationen gern wiederholten Forderungskatalog der Polizeien, der Geheimdienste, ihrer kommerziellen Helfer und ihrer politischen Vertreterinnen und Vertreter nach weitreichenden Menschenrechtseinschränkungen zeichnet vor allem eines aus: unbewiesene oder gar nachweislich falsche Behauptungen über seine angebliche Wirksamkeit gegen terroristische Anschläge. Im direkten Angesicht des Verbrechens rational zu reagieren, kann nur bedeuten, unmenschlichen Taten Besonnenheit und Gelassenheit entgegenzusetzen. Es muß gelingen, zu einer evidenzbasierten, menschenrechtsorientierten Sicherheitspolitik zurückzukehren, die Prävention, Wirksamkeit, Angemessenheit, Verhältnismäßigkeit und rechtsstaatliche Prinzipien ins Zentrum der Diskussion stellt.

Auch in Anbetracht von Anschlägen dürfen die Grundfesten der Demokratie niemals aufgegeben werden: Menschen- und Freiheitsrechte sind der Kern und das Wesen demokratischer Gesellschaften. Wer sie in Folge solcher Mordanschläge einschränkt, abbaut oder in ihr Gegenteil verkehrt, hilft indirekt denjenigen, die Anschläge verüben. Jede Reaktion, die Grundrechte und Freiheiten abbaut, ist eine Aufwertung des Terrors und der Folgen, die er mit sich bringt.“

geschrieben von: John F. Nebel auf Metronaut
(CC-BY-NC)

Paris

14. November 2015

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ESU Paris

5. August 2014

Europaflagge_1500x1000Zustand und Zukunft Europas stehen im Mittelpunkt der offenen Europäischen Sommeruniversität für soziale Bewegungen (ESU), zu der das europäische Attac-Netzwerk vom 19. bis 23. August nach Paris einlädt. Etwa 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europa, aber auch aus Südamerika, Afrika und Ostasien werden zur ESU der Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) an der Universität Diderot in der Seine-Metropole erwartet.

„Europa braucht eine wache und lebendige Zivilgesellschaft, die fähig zu Widerstand und positiven Alternativen ist. Das machen sechs Jahre so genannter Eurokrise ebenso deutlich wie das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP“, sagte Hugo Braun vom Attac-Koordinierungskreis. „Der Protest wächst derzeit in vielen Ländern in weite gesellschaftliche Bereiche hinein, es entsteht eine sich verfestigende breite Bewegung. Ein Ort, gemeinsam über Ländergrenzen hinweg Analysen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, wird in diesem Sommer die ESU in Paris sein.“

In rund 120 Workshops, Seminaren und großen Diskussionsforen steht fünf Tage lang das ganze Themenspektrum der sozialen und globalisierungskritischen Bewegungen auf dem Programm. Gleich mehrere Workshops und eine große Plenardebatte beschäftigen sich mit TTIP, das von Arbeitnehmerrechten bis zur Lebensmittelsicherheit die Standards herabzusetzen droht.

Mit Referentinnen und Referenten aus Asien, Afrika und Russland soll die Frage beant- wortet werden, welche Rolle Europa angesichts der globalen Machtverschiebungen in der Welt spielt. Wird Krieg wieder zu einer realen Option? Wie realistisch ist der Traum von einer imperialen EU als dritter (Militär-)Supermacht neben den USA und China, den offenbar einige politische Kräfte träumen?

Um die großen Foren zu diesen Themen gruppieren sich selbst organisierte Seminare und Workshops, die aus den Diskussionsergebnissen gemeinsame Handlungsoptionen entwi- ckeln. Hugo Braun: „Die ESU ist eine Mitmach-Universität, die von den Beiträgen der Teilnehmenden lebt. Wir lernen voneinander und tauschen uns auf Augenhöhe aus – spannende Begegnungen, Raum für Experimente und Aktionen inklusive.“

Ein umfangreiches Programm mit Theater, Konzert und Exkursionen wird erlauben, die kulturellen Highlights dieser Stadt kennen zu lernen, in ihre revolutionäre Geschichte einzutauchen sowie lokale Aktive von Attac, den Gewerkschaften und aus anderen sozialen Bewegungen zu treffen.

Nach Saarbrücken 2008 und Freiburg 2011 ist die ESU in Paris bereits die dritte län- derübergreifende Sommeruniversität des europäischen Attac-Netzwerkes.

Weitere Informationen:

ESU-Webseite
ww.esu2014.org

ESU-Gesamtprogramm mit vielen praktischen Hinweisen (PDF-Datei)

(Quelle: PM Attac)

Übergangsrat

29. August 2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt nicht nach Lingen! Bei der Entscheidung, an der internationalen Unterstützerkonferenz für Libyen in Paris (Foto oben) teilzunehmen oder auf dem dafür dann eigens  eingezäunten Lingener Marktplatz zu ihren Getreuen zu sprechen, hat sich die CDU-Vorsitzende gegen Lingen und für Paris entschieden.

Das ist natürlich ein Affront gegen unsere Heimatstadt, weil auch wir hier ja gegenwärtig einen Übergangsrat haben, der allerdings im Gegensatz zum libyschen Exemplar dieser Spezies niemandem seine Pläne für die Zukunft vorstellen kann, weil die in ihm führende lokale CDU keine hat.

Ungeachtet dessen führt die Merkel’sche Absage zu folgenden weiteren Feststellungen:

  • Der Flashmob, zu dem sich bei facebook schon rund 300 vorwiegend junge Politikinteressierte angemeldet hatten, fällt aus. Interessenten („Und alle so: Yeeeeaaaah!“)  müssen auf Plan B zurückgreifen und auch nach Paris.
  • Die Bundeskanzlerin muss sich nicht in das Goldene Buch der Stadt Lingen (Ems) eintragen. Dafür sollte ein Empfang durchgeführt werden, zudem der Verwaltungsausschuss (Kürzel: VA) eingeladen war. VA-Mitglied Hajo Wiedorn, amtierender SPD-Fraktionschef, hatte sich bereits bei OB Dieter Krone persönlich beschwert, dass er Zugang zum Empfang im historischen Rathaus nur mit einem fest verschweißten, roten Armband mit fett aufgedrucktem CDU-Enblem erhalten sollte. Das bleibt dem alten Kämpfer jetzt erspart.
  • Wir müssen auch nicht die Frage klären, weshalb der ehem. Bundesratspräsident Hans Eichel (SPD) keinen Empfang seitens der Stadt erhält und auch der Fraktionsvorsitzende von Bündnis’90/Die Grünen im Deutschen Bundestag Ex-Umweltminister Jürgen Trittin keinen bekommen hat. Es spreche, so OB Dieter Krone, die Neutralität im Wahlkamof dagegen, vernahm ich die offizielle Begründung. Nun, da war der frühere Lingener Verwaltungschef Karl-Heinz Vehring zu seinen Zeiten ungleich vorausschauender. Sein  unumstößliches, kluges Credo lautete: „Wir empfangen in Lingen jede und  jeden! Wer weiß, was aus unserem Gast noch einmal wird und was er für Lingen noch einmal tun kann.“
    Würden Sie, werter Blogbesucher,  jetzt nicht mitlesen, hätte ich deshalb einen persönlichen, vertraulichen Tipp für den heutigen Amtsinhaber:  Vielleicht sollten Sie doch einmal mit Karl-Heinz Vehring das Gespräch suchen…

(Foto: Panoramafoto Paris -vom Panthenon aufgenommen, (c) Andy87 aus de.wikipedia.org CC )

 

ps Es heißt übrigens entgegen diesem offiziellen städtischen Schreiben Libyen und nicht Lybien und der Name unserer Stadt ist Lingen KlammeraufEmsKlammerzu.