SCHLUSS MIT REDEN, SPIELEN WIR!
Eine Gemeinschaftsausstellung
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10b

Samstag, 8. Juni bis Sonntag, 25. August 2019
Eröffnung Freitag, 7. Juni –  19 Uhr

Die Kunsthalle zeigt in der Sommerausstellung Arbeiten von Zuzanna Czebatul, Angela Fette, Sina Folwaczny, Parastou Forouhar, Kalin Lindena, Mona Mahall / Asli Serbest, Anne Pöhlmann, Rebecca Ann Tess, Anke Weyer, Adrian Williams

Die Formulierung „Schluss mit Reden, spielen wir!“ stammt von der Figur Billie Jean King aus dem 2017 entstandenen Film mit dem Titel „Battle of the Sexes“, sie äußert ihn gegenüber ihrem männlichen Gegner im Tennisspiel Bobby Riggs. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt von dem Kampf um Gleichberechtigung der Geschlechter am Beispiel von ungleichen Siegprämien beim Tennisturnier. Auch heute noch verdienen Frauen in vielen Bereichen weniger als Männer, im Betriebssystem Kunst wird die Kunst von Künstlerinnen auf dem Kunstmarkt für weniger Geld angeboten, als diejenige von Künstlern. Vor diesem Hintergrund wie auch im Hinblick auf die aktuelle #metoo Debatte hinterfängt die Gruppenausstellung mit dem Titel „Schluss mit Reden, spielen wir!“ die Frage, ob feministische Themen heute in der Kunst nach wie vor relevant sind oder ob sie sich nach der feministischen Revolution in den 1970er Jahren Themen auf andere Aspekte verlagert haben. Eingeladen wurden neun Künstlerinnen und die Architektinnen Mona Mahall und Asli Serbest, deren Werk jeweils eine unterschiedliche Haltung bzw. eine eigene starke Position in Bezug auf das Medium, in dem sie jeweils arbeiten, und in Bezug auf das Thema, auf das ihre Werke jeweils verweisen, vermittelt.

KunstervereinMuster

Das Muster, das verbindet
Lingen (Ems) – Kunstverein, Kunst-/Halle IV

Samstag 2. November 2013 bis 12. Januar 2014
Eröffnung am Freitag, 1. November um 19.00 Uhr
Mit Arbeiten von
Thomas Bayrle, Shannon Bool, c.neeon, Demakersvan, Parastou Forouhar, Tine Holterhoff, Jan Kath, Sebastian Körbs, Margriet Krijtenburg, Thomas Mass, Jürgen Mayer H., Bärbel Schlüter, Martin Schöne, Christine Streuli, Victor Vasarely

20.00 Uhr Performance: „Be-Ziehungs-Muster“, formel 2 (Christine Haase und Martin Schöne). Anschließend besteht die Möglichkeit, die eigenen neuronalen Muster live visualisieren zu lassen. Nach der offiziellen Eröffnung lädt der Kunstverein zu einem Imbiss ein.

Künstlergespräch
Samstag, 2. November 2013, 15.00 Uhr, Gespräch mit Parastou Forouhar,
Tine Holterhoff, Sebastian Körbs, Margriet Krijtenburg, Thomas Mass,
Bärbel Schlüter, Martin Schöne.

Eine große Ausstellung in der Kunst-/Halle IV! Die Veranstalter schreiben:
„Muster verdanken ihre Existenz der Weitergabe von Generation zu Generation. Sie sind mit Gebräuchen verknüpft, und ihre Herkunft ist zumeist eng mit einem Kulturkreis verbunden, nicht jedoch mit dem Namen eines „Erfinders“. Muster legen Zeugnis ab von lokal verbreiteten Kulturtechniken, und sie entfalten eine spezifische Form der Narrativität. Da sie ein Modell anonymer und kollektiver Produktivität darstellen und Angebote zur nicht-sprachlichen Kommunikation unterbreiten, sind Muster gegenwärtig für viele Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Designer ein relevantes Arbeits- und Forschungsfeld. So ist festzustellen, dass Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Designer und Architektinnen und Architekten ihren Werken im Rückgriff auf Muster Lokalkolorit verleihen, zugleich aber darauf vertrauen können, dass sich diese nicht-sprachbasierten, dem Dekor nahe stehenden Werke reibungslos in globale Distributionskontexte überführen lassen.

Die gemeinsam von Meike Behm und Annette Tietenberg kuratierte Ausstellung mit dem Titel „Das Muster, das verbindet“ zeigt, auf welche Weise Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Designer und Architektinnen und Architekten das Prinzip der Weitergabe als Gegenmodell zu interkultureller Abgrenzung reflektieren, die Funktion von regional konnotierten Mustern vor dem Hintergrund von „cross cutting identities“ (Daniel Bell) beleuchten und Muster als ein Medium des kulturellen Transfers zur Anschauung bringen.“