Von Süßem und Sauren

28. Oktober 2017

Wer die historische Burg- und Hansestadt Fürstenau einmal von einer ganz interessanten kulinarischen Seite kennenlernen möchte, sollte sich unbedingt auf die Aber bitte mit Sahne – Tour begeben. Bei dieser Gästeführung in Fürstenau erfährt der Gast nicht nur Wissenswertes über Kaffee + Kulinarisches, sondern er wird auch noch mit vielen leckeren Überraschungen verwöhnt. Auch ich wollte in den Genuss kommen und habe mich einer großen Besuchergruppe aus Laggenbeck angeschlossen und einen erlebnisreichen Nachmittag mit vielen netten Menschen erlebt.

Ein leckeres Stück Obstkuchen zur Begrüßung bei der Gästeführung in Fürstenau... aber bitte mit Sahne!

Von schwarzem Gold und Muckefuck

Die Senioren-Gruppe, die mich übrigens herzlich aufgenommen hat, unternimmt seit gut 20 Jahren immer wieder Tagestouren in die Umgebung. Heute möchten sie Fürstenau entdecken. Im Restaurant Torhaus, das sich direkt auf dem historischen Schlossgelände befindet, werden zunächst ein herrliches Stück Obstkuchen, „aber bitte mit Sahne“, und leckerer Kaffee serviert. Hier begrüßt uns nun unsere Gästeführerin Petra Oldenhage, die uns auf diese besondere Tour begleitet.

Wir tauchen ein in die Geschichte des „schwarzen Goldes“ und erfahren allerhand über Kaffeehäuser, die seit 1511 bestehen und große Beliebtheit in der Gesellschaft fanden. Auch über die verschiedenen Zubereitungsarten von Kaffee, über Muckefuck (Ersatzkaffee aus Getreide, Malz oder sogar Löwenzahn!) und über die Verwendung von Kaffeesatz hat Petra Oldenhage viel zu erzählen.

Die Kunst des Schnappsbrennens

Eine Führung durch die Kornbrennerei Philipp Becker gibt es auch während der Gästeführung in Fürstenau.

Nun verlassen…

 

[…weiter hier im Blog Osnabrücker Land]

 

ein Beitrag mit Fotos von Sandra Fenstermann, von mir gefunden im Blog Osnabrücker Land  des Tourismusverband Osnabrücker Land e.V.

Chrissi schreibt in Ihrer weloveLingen-Kolumne:

„Seit langer Zeit kann ich endlich wieder ein Hofcafé zu meiner Liste hinzufügen. Es ist ja nicht so, dass mich die Landcafés nicht mehr interessieren. Es ist halt nur so: Ich habe so ziemlich alle abgegrast. Im Osnabrücker Land stehen noch einige auf meiner Liste, die ich noch nicht persönlich besuchen konnte. Aber das ist auch immer recht weit weg und muß sich ergeben. Nun denn, heute habe ich tatsächlich ein komplett neues besucht. Ich vermute, insbesondere Robert freut sich über diese Neuigkeit! [Aber klar! 🙂]

Bevor ich euch davon erzähle, hier eine schlechte Nachricht: Das Mühlencafé Autmaringsche Mühle in Schapen ist geschlossen. So, wie es dort aussieht, wird es wohl auch nicht mehr eröffnen. Ich war leider nie darin. Vor 1,5 Jahren habe ich es mir mal von außen angesehen, da hatte es wegen „Winter“ geschlossen, und vor zwei Wochen war ich nochmals da mit der festen Absicht, hineinzugehen. Leider sah es kein bißchen anders als damals im Winter aus. Ich fürchte, die Mühle verfällt. 😦

Heute hatte ich zu tun in Handrup. Gar nicht weit weg steht die Sültemühle in Bippen-Lonnerbecke. Ein sehr hübsch gelegenes uriges Café befindet sich darin. Man fährt unter einer Bahnbrücke hindurch. Auf dieser Bahnstrecke kann man mit der Draisine zwischen Bippen und Fürstenau fahren. Ich habe mir dort ein ordentliches Stück Buchweizentorte einverleibt. Die Sültemühle befindet sich allerdings schon lange auf meiner Liste. Nicht aber das Hofcafé, dessen Schild ich auf dem Weg dorthin sah: Ferienhof Nyenhuis mit Hofcafé. Ich habe es ja schon…

weiter bei Chrissi

Christane Adam hat geschrieben. Das Frühlingstorten-Update, oder das Tortenfrühlings-Update – ganz wie Sie es wollen. Viel Spaß:

„Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir wachsen die schlechten Nachrichten aus aller Welt mittlerweile ziemlich über den Kopf. Fukushima, Libyen, unsere Raffinerie brennt beinahe ab… Ich brauchte unbedingt mal eine Pause und wollte etwas Schönes erleben. Eine Torte hilft immer, zumal in schöner Umgebung. Und wenn ich zusätzlich mal eine rasche Pause vom Emsland brauche, dann bietet sich ein Ausflug ins Osnabrücker Land immer an. Sie können mir sagen, was Sie wollen, aber es ist dort einfach irgendwie verwunschen. Diese leicht hügelige Landschaft, die alten Bauernhäuser, der etwas – im positiven Sinne – andere Menschenschlag, alternativ, locker, das ist, als ob man plötzlich in einer ganz anderen Welt wäre, ein bißchen zurück in meine Jugendzeit, schließlich war ich damals eine begeisterte Fiz-Gängerin (wer das noch kennt, wird wissen, was ich meine)… Und so machten wir heute einen Ausflug in die Landschaft Artland.

Zunächst spazierten wir in der Gegend der Eggermühlener Wassermühle herum. Man denkt vielleicht, in Eggermühlen, was gibt es da schon groß zu sehen? Aber man sollte sich nicht täuschen: Es ist wirklich wunderhübsch dort. Es gibt dort ein Wasserschloss, die Mühle, und wie gesagt, irgendwie wirkt alles verwunschen. Was so völlig fehlt im Artland, sind die großen Bundes- oder auch nur Landstraßen. Viel Wald, und überhaupt…

Danach besuchten wir die Freie Kunstakademie Maiburg in Bippen. Ein paar Worte zur Freien Kunstakademie Maiburg: Diese Adresse befindet sich bereits auf meiner Liste. Ich kannte den Ort auch schon. Als ich dort allerdings vor sechs Jahren war, gab es das Café noch nicht. Dort, wo jetzt das Café steht, war damals nur der Wiederaufbau eines historischen Hallenhauses aus dem 17. Jh. geplant. Jetzt steht es dort mit einer Raumhöhe von 9 m. Mit seiner künstlerischen Ausgestaltung ist es „hervorragend geeignet für jede Art von Veranstaltung“. Ich zitiere die Internetseite.

Da wir alleine dort waren, hatte zum einen unser Dackel ausgiebig Gelegenheit, Freundschaft mit den beiden Haushunden zu schließen, sowie wir, uns mit der Hausherrin zu unterhalten. Sie erzählte uns die Geschichte der Freien Kunstakademie, vom Wiederaufbau des Hallenhauses, vom Cafébetrieb (Foto oben), den Kunstausstellungen. Sehr beeindruckt hat mich, wie die Familie (Eltern, zwei Söhne, eine Tochter) sowie eine befreundete Künstlerin jahrelang gegen erhebliche finanzielle und politische Widerstände ihren Traum dort verwirklicht haben. Happy End? Noch nicht. Ich finde, daß die Freie Kunstakademie Maiburg in Bippen ein tolles Projekt ist. Außen ist ein japanisch-buddhistischer Garten, Skulpturen, Brunnen, Pflanzen usw. zu sehen, und ich möchte jedem empfehlen, einmal einen Ausflug dorthin zu machen. Ach ja, und ganz nebenbei habe ich ein paar Stücke leckeren Kuchens verdrückt.

Ich vergebe 4xT(orte) für diesen außergewöhnlichen Ort, den Mut, die Ausdauer und das sehr gemütliche, alternative, bunte Ambiente!

Bippen-Klein Bokern
freie kunstakademie maiburg

TTTT

(Foto lks: ©dendroaspis2008 flickr)