TRAVIC

10. Juni 2015

„Wann kommt der Bus oder die Bahn? Eine Frage, die man sich durchaus öfters fragt als regelmäßiger Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln. Während es bei Taxis mittlerweile ganz normal ist, die Anfahrt mit der App live zu verfolgen oder bei Car- und Bike-Sharing-Angeboten den Standort zu ermitteln, gab es diese Möglichkeit für Busse und Bahnen nicht.

Das hat sich Dank eines Projektes der Uni Freiburg und geOps geändert. Auf der Website von TRAVIC können die genauen Standorte von Busse und Bahnen in vielen Städten in Echtzeit eingesehen werden. Auf den ersten Blick scheint der Service in Hamburg zB ganz gut zu funktionieren. Da nicht alle Verkehrsunternehmen ihre Daten veröffentlichen, können leider nicht in alle Städten immer alle Verkehrsmittel getrackt werden.

Live Tracking Hamburg

Live Tracking Berlin

Bildschirmfoto 2015-06-09 um 21.02.44Neben dem genauen Standort der jeweiligen Bahn oder des Busses, wird mit einem Klick auf die Karte auch die Streckenführung des jeweiligen Verkehrsmittels angezeigt.“ [Quelleurbanshit.de]

Das Live-Tracking-Programm wäre doch auch was für unser Städtchen einschließlich der Region drum herum – oder? Bei der Bahn funktioniert es bereits0 (Screenshot lks) und für LiLi wie all die anderen Busse wär’s nicht schlecht. Jedenfalls kostet es nicht „1 Million Euro mehr“ wie die öPNV-Betreiber damals laut und ungeprüft behaupteten, als ich ein entsprechendes Systm für die Stadtbusse gefordert habe und der neue doppeldeckerhohe Bunsbahnhof in der Bernd-Rosemeyer-Straße mit heutigem Geld jedoch im 70er-Jahre-Stil gebaut wurde.

Tagesticket

4. April 2013

Kennen Sie Fürth? Hätten wir, wie es im besten Technokratendeutsch heißt, bei uns einen „flächendeckenden“ öffentlichen Nahverkehr, hätte ich aus Fürth diese eine Idee:

Wer in Fürth zu lange parkt und dafür ein „Knöllchen“ kassiert, kann diesen in ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel umtauschen. Allerdings müssen die Parksünder ihren Strafzettel mit bezahlter Quittung bei der Infra Fürth Verkehr GmbH einreichen. Dafür gibt es im Gegenzug ein Tagesticket, gültig im gesamten Fürther Stadtbereich. Mit ihrer neuen Kampagne „Das wäre Ihnen mit uns nicht passiert“ will die Infra Fürth Verkehr mit einem Augenzwinkern auf die Vorteile des ÖPNV hinweisen.

„Wir geben so viele Tagestickets heraus, wie wir Knöllchen bekommen. Die Aktion läuft unbegrenzt“, sagt Cornelia Bommer von den Fürther Verkehrsbetrieben der ZfK. „Einem Autofahrer können allerhand Missgeschicke passieren. Wer dagegen mit dem Bus unterwegs ist, kann darüber nur lachen“, so Bommer. Im Mai ist eine neue Aktion für die Kampagne vorgesehen.


Mein Hinweis hat einen aktuellen Grund: In Lingen gibt es seit zwei Jahren den Lili-Bus, bisweilen argwöhnisch betrachtet. Der Versuch läuft im August aus. Was wird dann?

(Quelle)

Nächstes

8. Februar 2011

Einfach mal nachgefragt. Was wollen Sie als Nächstes in diesem Blog lesen:

Preisrätsel

21. März 2010

Auf vielfachen Wunsch hier ein aktuelles Preisrätsel.

Sie kennen sicherlich die VGE-Süd – unabgekürzt: Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd. Das ist der örtliche Träger des öffentlichen Personennahverkehrs (Politkürzel: Öh-peh-en-Vau). Er bewirbt sich -diese vertrauliche Information muss sein- gerade europaweit für die Auszeichnung „Schlechteste Öh-peh-en-Vau-Internetseite der EU“. Guckst Du hier.

Also zum Preisrätsel:

SPD-Fraktionschef Hajo Wiedorn erholt sich gerade von seiner Fraktion im Türkeiurlaub. Bei seiner Rückkehr am morgigen Montag um 17 Uhr wollen er und seine liebe Frau Inge vom Lingener Bahnhof mit dem Öh-peh-en-Vau zu ihrer Wohnung nach Holthausen-Biene am Binsenweg fahren. Das gelingt. Dort muss Hajo dann aber feststellen, dass sein Pkw nicht mehr anspringt, und er entschließt sich, mit dem Öh-peh-en-Vau zur Ulanenstraße nach Damaschke zu fahren, wo schon sein Fraktionskollege Heinz Willigmann wartet. Beide wollen die 500m Ausbaustrecke der Ulanenstraße in Augenschein nehmen. Anschließend wollen die beiden Sozialdemokraten mit dem Öh-peh-en-Vau zur wöchentlichen SPD-Fraktionssitzung zum Falkenheim, Ludwigstraße 42 gelangen; Hajo Wiedorn lädt Heinz Willigmann ein: „Ich zahle die Busfahrkarte!“. Um 21 Uhr will Hajo Wiedorn danach zurück zum Binsenweg, wo Inge ein schmackhaftes Abendessen bereitet hat, auf das er sich nach zehn Tagen türkischer Küche besonders freut.

Die Rätselfragen:

a) Erreicht Hajo Wiedorn überhaupt seine Ziele mit dem Öh-peh-en-Vau der VG Emsland-Süd?
b) Wann fahren seine Busse?
b) Wie teuer sind die Fahrkarten, die Hajo Wiedorn für die Öh-peh-en-Vau-Fahrten bezahlen muss?
d)  Wie lange muss Inge Wiedorn mit dem Abendessen auf ihren Hajo warten?

Zusatzfrage für Absolventen der Sekundarstufe II:
OB Heiner Pott ist in das alte Pfarrhaus nach Bramsche gezogen. Auch er möchte den Öh-peh-en-Vau nutzen, um am Montag, also in den Osterferien morgens zur Arbeit, abends zur SPD-Fraktionssitzung und anschließend wieder zurück nach Bramsche zu kommen.

a) Erreicht der OB  überhaupt seine Ziele mit dem Öh-peh-en-Vau der VG Emsland-Süd?
b) Wann fahren seine Busse?
b) Wie teuer sind die Fahrkarten, die Heiner Pott für seine Öh-peh-en-Vau-Fahrten bezahlen muss?
d)  Wie lange wartet OB-Gattin Traute Pott auf ihren Heiner?
Damit es nicht gar zu schwierig ist, hier die notwendige Tariftabelle der Verkehrsfachleute der VGE-Süd:

Extraaufgabe:
An welchen Haltestellen finden Hajo, Heinz und Heiner lesbare Fahr- und Tarifpläne und Hinweise, wann der nächste Bus kommt, wie lange sie noch auf ihren Bus warten müssen und ob der vielleicht schon durchgefahren ist?

Zusatzfrage an die geneigte Leserschaft:
Weshalb leisten wir uns diesen VGE-Süd-Öh-peh-en-Vau  und finanzieren ihn mit Steuergeldern?

Zuschriften mit den richtigen Lösungen werden ausgezeichnet. Hier die ausgelobten Preise:

1. ein Bier im Qurt
2. eine LT vom 20.3.2010, von mir handsigniert
3. ein Besuch in der nächsten Ratssitzung

Verschiebungen

21. März 2009

...da! - Logo der VG Emsland-Süd

...da! - Logo der VG Emsland-Süd

Ich habe mich gerade geärgert!

Denn heute meldet sich die „Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd“ zu Wort und teilt diese „Informationen“ mit:

Neubau des zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) in Lingen

Aufgrund des Neubaus wird der zentrale Omnibusbahnhof in Lingen mit Beginn der Osterferien zum „Alten Hafen“ verlegt. Alle Stadt- und Regionallinien treffen sich hier zum Umstieg
Statt der Haltestellen „Lingen, Bahnhof“ und „Lingen, Burgstraße“ benutzen Fahrgäste der Linien 101, 111, 121, 131, 132, 133 die Haltestelle „Kaiserstraße“ (in Höhe Halle 1/2). Durchgang in die Innenstadt durch die Unterführung
Die Linien 171 und 174 benutzen die Haltestelle „Konrad-Adenauer-Ring“
Die Linien 141, 151, 160, 161, 162, 165 benutzen den Ausweich – ZOB am „Alten Hafen“. Die Haltestelle „Kurt-Schumacher-Brücke“ wird nicht mehr bedient
Die Linien der  NachtEulen treffen sich am „Alten Hafen“ zu den gewohnten Zeiten um den Umstieg sicher zu stellen. Die Fahrgäste  der Linien N2, N3, N7 haben die Möglichkeit an der Haltestelle „Kaiserstraße“ ein- bzw. auszusteigen.
Durch diese Maßnahmen kann es zu zeitlichen Verschiebungen im gesamten Busverkehr kommen
Wir sind für Sie da!

VGE – Süd

Alles klar?!

Zur Erinnerung: Erst wird auf Kosten der Allgemeinheit der Lingener Busbahnhof nur deshalb völlig überdimensioniert gebaut, weil eine zeitgemäße Informationstechnik in den Bussen  den Busunternehmen zu teuer ist. Und dann nimmt sich der quasi-öffentliche Dienst VGE  des dadurch hervorgerufenen Problems an, verteilt munter  den Busbahnhof an vier entgegen gesetzt gelegene Ausweichplätze und krönt seine völlig unverständliche (Des-)Information mit diesem klebrig-abgedroschenen „Wir sind für Sie da!“-Hinweis.

Seid Ihr  nicht!  Sonst würdet Ihr nämlich  merken, was Ihr an Chaos anrichtet,  lesen, was Ihr an Kauderwelsch schreibt, und erkennen, dass nur ein kompletter VHS-Kurs geeignet ist, Eure Technokraten-Meldung zu verstehen.

Fahrschüler und andere Fahrgäste werden viel Vergnügen beim bevor stehenden Durcheinander haben.