Es gab schon Bier-, Gin- und Weintasting online und vieles sonst im Netz dieser Corona-Zeiten. Heute schließen sich dem auch die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen an, die in ihrer 66. Auflage ausschließlich virtuell stattfinden. Gezeigt werden mehr als 350 Filme aus knapp 70 Ländern — was das tradiionelle Filmfestval zum bislang größten Online-Festivals seit Beginn der Corona-Krise macht. Das Rahmenprogramm besteht aus Gesprächen mit über 100 Filmemacher*innen, Live-Debatten zu weiteren Programmen, sechs DJ-Sets und zahlreichen Online-Fachveranstaltungen.

Neben den den Filmen aus den fünf Wettbewerben präsentieren die Kurzfilmtage in diesem Jahr drei Werkschauen, bei denen die Werke von Susannah Gent (Großbritannien), Philbert Aimé Mbabazi Sharangabo (Ruanda/Schweiz) und Maya Schweizer (Deutschland) im Fokus stehen. Zudem stellen Archive aus Polen und Russland ihre Sammlungen vor, im Länderfokus zeigt das Festival Kurzfilme aus Portugal. Das komplette Programm des Festivals, das bis zum 18. Mai läuft, findet sich auf der Webseite der Kurzfilmtage.

Die Eröffnungsfeier am 13. Mai sowie die Verleihung des Festivalpreise am 18. Mai werden frei verfügbar via Facebook gestreamt.  Der Online-Zugang von zuhause zu allen anderen Inhalten ist mit dem Festivalpass für 9,99 Euro unbeschränkt möglich, der ebenfalls auf der Webseite erhältlich ist.

waldreport.de

22. Juni 2019

Wo überall Waldschäden angerichtet werden – das überblickt eigentlich niemand. Ab sofort soll sich das ändern: jeder kann jetzt online Waldschäden melden. Ein neuer Online-Radar sammelt bundesweit Informationen von Bürgern und Bürgerinnen und stellt sie auf einer Karte übersichtlich dar. Das Ziel der Online-Plattform ist es, die Zerstörungen der Bäume für jeden sichtbar zu machen. Seit Mittwoch ist die Website abrufbar.

Die drei Initiatoren des Projekts, die Aktionsgemeinschaft Robin Wood, die Forschungseinrichtung Naturwald Akademie und die Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS), stellten sie jetzt in Altenwerder der Öffentlichkeit vor.

Einen Schaden zu melden ist einfach... weiter hier

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Die BundesBürgerInitiative WaldSchutz ist ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und Einzelpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich für einen besseren Schutz der Wälder in Deutschland engagieren. Alle aktiven Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Wir erheben keine Beiträge.Die BundesBürgerInitiative WaldSchutz wurde im Juli 2017 in Darmstadt gegründet.

Die BundesBürgerInitiative WaldSchutz fordert die Beseitigung von Missständen in den Wäldern und in der Forstwirtschaft und unterstützt die angeschlossenen im Waldschutz aktiven Bürgerinitiativen und Einzelpersonen in ihren Bemühungen um einen besseren Schutz der Wälder in Deutschland.

Alle Mitwirkenden sind ehrenamtlich tätig.

In Niedersachsen sind bisher nur zwei, im Osten des Bundeslandes aktive Bürgerinitiativen registriert:

Die Bürgerinitiative Baumschutz Hildesheim Eberhard Johl Hildesheim

Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig
c/o Umweltzentrum Braunschweig e. V.
www.bi-baumschutz-braunschweig.jimdo.com
facebook.com/BiBaumschutzBraunschweig, twitter: bibaumschutzbs


Foto: Kahlschlag und Rodung im Altenlingener Forst (© Bündnis ’90/Die Grünen, Emsland-Süd)

Verlegerklage

7. April 2017

Gegen die Online-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Radio Bremen gehen offenbar mehrere regionale privatrechtliche Zeitungsverlage gerichtlich vor. Die Verleger hätten eine Klage beim Landgericht eingereicht, weil die „pressemäßige Berichterstattung“ auf radiobremen.de nicht in Einklang stehe mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, teilte der Zeitungsverlegerverband Bremen am Donnerstag mit. Der BGH hatte 2015 entschieden, Rundfunkangebote dürfen nicht presseähnlich sein. Als presseähnlich gelten sie, wenn Textbeiträge im Vordergrund stehen.
Radio Bremen habe sich geweigert, auf eine Abmahnung der Verlage eine Unterlassungserklärung abzugeben, so dass die Klage unvermeidlich geworden sei, hieß es. Nach der Abmahnung sei Radio Bremen zwar dazu übergegangen, „die nach wie vor presseähnlichen Texte mit dem Hinweis auf einen Sendungsbezug zu versehen“. Das gelte aber nicht für die Online-Angebote von Radio Bremen vom 16. Januar 2017, auf die sich die Abmahnung bezieht. Außerdem wird beklagt, dass der ARD-Sender in seinem Online-Angebot gegen geltendes Recht „flächendeckend“ über das lokale Geschehen in Bremen, Bremerhaven und dem Umland berichte.
Geklagt haben der „Weser Kurier“, die „Nordsee-Zeitung“, das „Delmenhorster Kreisblatt“ und das „Osterholzer Kreisblatt“. Ein Sprecher von Radio Bremen erklärte am Donnerstag: „Radio Bremen ist eine Klage der Bremischen Zeitungsverleger bisher nicht zugestellt worden.“ Das Landgericht in der Hansestadt konnte den Eingang der Klage zunächst nicht bestätigen. Sie ist wohl noch auf dem Postweg.