Lingens „Antwort“

26. August 2017

Kritisch kommentiert jetzt das regionale Fußballportal KEI-FUSSBALL die aktuelle Entwicklung im Lingener Fußballsport. Hier präsentierte sich Anfang der Woche ein selbsternanntes  „Visionsteam“ des SV Olympia Laxten, das seine Visionen Anfang der Woche im Rathaus einem handverlesenen journalistischen Kreis vorstellte. Andere Stadtvereine fehlten und der OB spendete brav Beifall und kündigte -ohne jede Beratung in den kommunalen Gremien an- die Stadt werde das Projekt „im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen“. KEI schreibt:

„Vision 2020“ unter Olympia Laxtens Federführung
Für einen „FC Lingen“ hat es nie gereicht, obwohl etwaige Mäzene mehrfach konkrete Vieraugengespräche führten. Doch der Traum nach höherklassigen Fußball scheint im Rathaus nicht ausgeträumt, so dass man jetzt in der Jugend einen Sonderweg einschlägt. Ein Modell, das für einige Verwunderung sorgen dürfte.

Nach Planungen im Rathaus und eines „Visionsteams“ heißt das unausgesprochene Zauberwort: „Auswahlmannschaft“. Konkret: Aussichtsreiche Lingener U15, U17 und U19 Talente sollen zu den ranghöchsten Teams der Laxtener wechseln. Vollmundig verspricht man in Laxten eine gute Ausbildung und überhaupt würden auch die abgebenden Vereine profitieren. Satzbausteine, die aus jedem Infotext eines Jugendleistungszentrums kopiert werden können.

Viel wurde erwartet, doch der Laxtener Vorschlag ist eine „Light Version“. Nachdem sich die Lingener Stadtclubs -wie erwartet- nicht auf einen Jugendförderverein (eine Spielgemeinschaft ist nach den NFV Statuten nicht mehr möglich) einigen konnten, ziehen die Verantwortlichen also eine „Vision 2020“ aus dem Hut. Wofür das „2020“ steht oder was man bis in drei Jahren erreichen will, bleibt offen. Man wolle den Fußball in Lingen „nachhaltig“ stärken und Landesliga-Fußball in der Jugend etablieren. Und das ganz ohne dem Jugendleistungszentrum in Meppen Konkurrenz zu machen oder den Lingener Nachbarvereinen zu schaden. Aber genau das bringt dieses Konstrukt.

Geht es nach den Planern entsteht in Lingen gar ein Zentrum des Jugendfußballs. Zwei Bullis und neue Trikots stehen ebenfalls parat. Niemand käme „für die Bank“ und eine Rückkehr zum Heimatclub sei jederzeit möglich. Ausgewiesener Unsinn, wenn man einen Blick auf Kadergrößen und NFV Reglement, das einen Wechsel nur in den Transferperioden erlaubt, wirft. Und überhaupt erinnert das alles an das, was rund um die Jahrtausendwende und davor im Emslandstadion beim TuS Lingen praktiziert wurde. Auch da wechselten -angelockt von Versprechungen- die Besten zum TuS, wurden mit Bullis abgeholt und kickten auf hohem Niveau. Wohin das führte, sieht man heute. Oder eben nicht mehr.

Neben Laxten stellen Biene und Altenlingen die ranghöchsten Jugendteams der Stadt. Der Landes- und Bezirksligist verständigten sich erst vor zwei Jahren auf eine Zusammenarbeit in der Jugend und gründeten -auch gegen Widerstände- eine Spielgemeinschaft. Mit viel Mühe und Engagement schaffte man den Sprung auf die Bezirksebene. Wenn nun die allerbesten Spieler zum Jugendleistungszentrum wechseln und die „zweite Reihe“ zu Olympia Laxten geht, dürfte die Klasse für die JSG Altenlingen/Biene mittelfristig nicht zu halten sein. Doch genau das ist Rückgrat der kleinen Lingener Clubs. Die Tatsache, dass die eigenen Jugendspieler -gemeint sind hier die Nummer 5 bis 20- auch die Möglichkeit haben schon in der Jugend „Bezirksliga-Luft“ zu atmen, macht den Unterschied. Der einzige Gewinner der „Vision 2020“ wird also wohl die Olympia sein.

KEI meint:
Mogelpackung! Diese Vision ist kein Konzept, sondern eine halb gare Lösung. Dass die besten Spieler der Region im Meppener Leistungszentrum trainieren, liegt auf der Hand. Wenn Lingen im Kielwasser seine Jungs fördern will, dann nur zusammen in einem transparenten Förderverein.

 

(Foto: Pixabay)

34. FSL

14. Juli 2017

Die 34. Fußball Stadtmeisterschaft beim SV Holthausen/Biene, das
Fußball-Turnier der Lingener Seniorenmannschaften, findet kommende Woche (17. bis 23. Juli) statt.

Am Biener Busch wird echter Amateurfußball geboten, und ich bin schon heute gespannt, was die Lokalpresse darüber berichten wird. Bekanntlich schenkt sie dem lokalen Sport eher nicht viel Aufmerksamkeit, druckt aber stattdessen -nicht erst seit dessen 3.-Liga-Aufstieg – alles über einen benachbarten Fußballverein und jazzt selbst den Schnupfen des dortigen stellv. Zeugwartes zum medialen Ereignis hoch.

Ausrichter der  34. Fußball-Stadtmeisterschaft ist der SV Holthausen/Biene. 12 Mannschaften in vier Gruppen sind am Start, natürlich die 11 Fußballvereine aus Lingen (nur einer nicht). Das 12. Team wählt traditionell der Ausrichter aus, der sich für den SV DJK Geeste entschied.

[Nicht am Start ist der vor neun Monaten von ausgesprochenen Fußballfachleuten im Rathaus ersonnene und mit Markenschutz ausgestattete FC Lingen, weil erst die jährlichen 750.000-Euro-Subventionsgeber gefunden werden müssen, der Verein folglich noch nicht auf der Welt ist, und das auch noch längere Zeit auf sich warten lässt, weshalb die genannten Experten jetzt erst Jugendteams bilden und diese dem SV Olympia Laxten zuordnen wollen  – Das ist aber ein anderes Experten-Thema…]

Im Rahmen der Stadtmeisterschaft führen die Veranstalter am Freitag, den 21. Juli, ein Altherren-Blitzturnier und am Samstag, den 22. Juli, die Damen-Fußball Stadtmeisterschaft mit sechs Teams durch.

FSL-Favorit ist die Mannschaft des Gastgebers, der mit etwas Mühe aber am Ende klar, die Landesliga halten konnte. Daneben sind die Bezirksligateams des ASV Altenlingen und Olympia Laxten am Start und zum ersten Mal – nach der Insolvenz des historischen TuS Lingen ganz unten in der 4. Kreisklasse angekommen – dessen Nachfolgeverein RB Lingen, der schon am ersten Spieltag ab 19.15 Uhr antritt.

Übrigens: Die 104 Seiten starke Veranstaltungszeitschrift beeindruckt besonders.

FSL ’15/32.

13. Juli 2015

Bildschirmfoto 2015-07-12 um 15.32.07Heute startet im Lingener Emslandstadion die jährliche Fußball-Stadtmeisterschaft (Fachkürzel: FSL). Die Zuschauer sehen in diesem Jahr die 32. Auflage der FSL (Hashtag: #FSL15). Traditionell wird der Cup reihum von einem der acht 11 teilnehmenden Lingener Fußballvereine ausgerichtet. In diesem Jahr ist TuS Lingen verantwortlich, dessen Erste gerade in die Oberliga aufgestiegen und deshalb Favorit ist. Der Ausrichter darf einen Gastverein aus dem Umland als 12. Team einladen; deshalb ist der SV Wietmarschen dabei.

Noch eine Besonderheit: Im Rahmen der FSL’15 wird am Dienstag der neue (und bisher einzige) Kunstrasenplatz in Lingen eingeweiht und zwar um 17 Uhr „an den Fischteichen“, wie der verstorbene FSL-Nestor Alois Kemmer den Bereich des Emslandstadions immer nannte, weil dort jahrzehntelang Fischteiche betrieben wurden. Das erste Spiel auf dem neuen Platz bestreiten anschließend Kemmers Verein Olympia Laxten gegen den TuS Lingen.

Gespielt wird die Vorrunde heute und morgen ab 18 Uhr. Das Endspiel wird am kommenden Sonntag ausgetragen. Die Eintrittspreise:

Tageskarte:                    3,00 €
Tageskarte ermäßigt:      2,00 €

Turnierkarte:                10,00 €
Turnierkarte ermäßigt:    8,00 €

Frauen und Kinder bis 14 Jahren zahlen keinen Eintritt.

Nicht nur ich wünsche mir fairen, spannenden Fußball. Hier die Spieltabelle der Vorrunde [Zur Webseite und zum Endrundenspielplan der „FSL’15“ bitte auf die Grafik klicken].

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Verpasst

2. Juni 2014

Alle wieder da vom Brückentag-Ausflug? Hier mein Service, was Ihr in den vier Tagen verpasst habt:

30 Stunden Telefonausfall in der östlichen Innenstadt, weil ein Telekomschacht abgesoffen war. Fing am Christi Himmelfahrtstag um 6.30 an und fiel so früh nur den Alarmanlagenbetreibern auf. Erst spät am (nächsten) Freitagnachmittag war’s dann repariert. Fazit: Ein Tag ohne Telefon im Büro war fast wie ein Brückentag ohne Büro.

Am Feiertag präsentierten die Kivelinge ihr traditionelles Geschenk an die BürgerInnen der Stadt. 19 Infotafeln mit QR-Code, ganz pfiffig. Das erzürnte die Lingener Sozialdemokratie, weil sie dieselbe Idee schon im November 2012 hatte. Dabei sollte sie sich eigentlich freuen; immerhin haben ausgerechnet die Kivelinge eine SPD-Idee verwirklicht.

Samstagnachmittag feierten die Fußballer des TuS Lingen ausgelassen die Meisterschaft in der Bezirksliga nach einem 7:2 Erfolg und den Aufstieg in die Landesliga. Tatsächlich: Ein Aufstieg des TuS. „Der erste nach gefühlt 20 Jahren“, wie sich Stadionsprecher Männe Feldmann über die Stadionlautsprecher erinnerte. Für die bislang auch in derselben Bezirksliga kickenden Fußballer von Olympia Laxten ist es hingegen seit Samstag, den 30. Mai endgültig ganz schwierig; denn einen Spieltag vor Saisonende liegt die Mannschaft mit drei Punkten weniger plus einem 9 Tore schlechteren Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz aus Meppen auf einem Abstiegsplatz. Dahin hat es am letzten Spieltag auch den SC Baccum verschlagen, der aus der Kreisliga in die linienrichterlose Kreisklasse-Süd zurück muss.

Die Jusos präsentierten am Wochenende Vorschläge zum LiLi-Bus, wie zB einen einheitlichen Faltplan mit allen Linien, den Fahrplan in die Lingen-App zu integrieren, an den Haltestellen QR-Codes zur Orientierung auszuhängen (Guckst Du oben: das nächste Kivelingsfest ist 2017!) und die Überdachung am Busbahhof zu verbessern (seit wann hat der eine Überdachung; der hat doch nur Design?!).

Gossip gab’s dann am Sonntagmorgen, als sich der ins Emsland geflüchtete Rapper Kay One, auch Prince Kay One genannt, mit einem Zwerg [pol korr.: einem kleinwüchsigen Menschen] und anderen einen handfesten Raufhändel im Lingener Extrablatt leistete [kein Scheiß, Freunde!]. Verletzt wurde Kay One (O-Ton: Bald kommt Nizar sein Sommerhit. Alles vorbei !] bei der Keilerei wohl nicht, sondern vor allem das rechte Handgelenk der ins Getümmel geratenen Kellnerin, die das Tablett mit Gläsern noch rettete und später mit einem guten Trinkgeld entschädigt wurde. Die mit zwei Mann angerückte Lingener Polizei (oder waren es gar vier?) zog unverrichteter Dinge wieder ab. Man hatte sich inzwischen geeinigt.

Nachtrag. Am Samstag gab es ein Softopening in Der Posthalterei. Im „Postillion“, wo früher die Kutschen parkten, feierte man Geburtstag [ Nein, nicht den von Markus Quadts zweitem Sprössling. Das war erst gestern Abend].

Zweites Fazit: Ihr wisst jetzt um alles Wesentliche der letzten Tage, das Ihr wirklich verpasst habt; die Arbeitswoche kann kommen.

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(Meisterschaftsfeier des TuS Lingen am 30. Mai; © KEI-TV)

FSL14

15. Januar 2014

FSLEs ist noch ein bisschen hin, bis zur nächsten, 31. Fußball Stadtmeisterschaft Lingen; denn sie findet vom Mo 21.07. bis zum So 27.07.2014  bei der Olympia in Laxten statt. Das KEI Fußball Infoportal greift nun rechtzeitig  diese Diskussion auf:

„Bereits mehrfach wollten Verantwortliche den Austragungsmodus der Lingener Stadtmeisterschaften ändern. Bisher aber stets, ohne dass es eine Änderung gab.

Die Turnierwoche sieht -für die Teams, die die Finals erreichen – ein Mammutprogramm von bis zu fünf Spielen vor. Nach zwei Partien in der Vorrunde wird ein Viertel- sowie das Halbfinale absolviert, bevor es dann zum Abschluss im Endspiel um den Titel geht.

Wolfram Mars (Foto unten) hat nun stellvertretend, vor dem Organisationstreffen am heutigen Mittwoch, einen Vorschlag gemacht, der die Belastungen verringern soll: „Wir sind uns, denke ich, alle einig, dass wir unseren Spieler in der heißen Phase der Vorbereitung nicht weiter diese Belastung von möglichen fünf Spielen zumuten können. Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass zum Ende des Turniers die Mannschaften auf dem „Zahnfleisch“ gehen und dies möglicherweise Auswirkungen auf die Pflichtspiele hat. Die Spieler haben wenig Möglichkeiten für die Regeneration.“ so der Lingener Co-Trainer.

Wolfram MarsSein Vorschlag: Die acht “klassenniedrigsten“ Mannschaften spielen am Montag und Dienstag in Qualifikationsspielen (Auslosung) den Gegner für die am Donnerstag stattfindende Zwischenrunde aus. Für die Zwischenrunde werden die vier “klassenhöchsten“ Mannschaften gesetzt. Die Gewinner der Zwischenrunde qualifizieren sich für das Halbfinale am Samstag (keine Änderung) und die Endspiele finden wir gewohnt am Sonntag statt (keine Änderung).

Für den Mittwoch, der nach dem oben vorgestellten Vorschlag frei ist, schlagen wir ein Zwischenspiel einer Lingener Stadtauswahl gegen einen attraktiven Gegner vor. Die Stadtauswahl wird dann durch den Trainer des ausrichtenden Vereins zusammengestellt und betreut. Sollte kein Zwischenspiel möglich sein, könnten zwei Begegnungen der Zwischenrunde auf den Mittwoch gelegt werden.

Ob und inwieweit am Modus geschraubt wird, bleibt abzuwarten. KEI hält die Reduzierung der Einsätze -in welcher Form auch immer- für sinnvoll.“

Ich bin skeptisch, ob der Vorschlag eine gute Lösung ist; denn der Mars’sche Meisterschaft Modus begünstigt zu sehr die vier „klassenhöchsten“ Teams. Wie wär’s statt dessen, fragt dieses kleine Blog, wenn man die Männer-Spiele -mit Ausnahme der Finals- auf 2 x 30 Minuten verkürzt und gegen den „Leerlauf“ die Frauen-FSL integriert ? 

Update: Die FSL14 wird verkürzt. In der Vorrunde wird 2 x 25 Minuten gespielt. Die FSL14 findet eine Woche früher als bisher geplant statt, also -falls ich richtig rechne- vom Mo 14.7. bis So 20.7. Das ist die aktuelle Entwicklung.

(Foto Wolfram Mars © TuS Lingen)

Alois Kemmer +

26. November 2012

Heute um 2 Uhr in der Nacht ist Alois Kemmer gestorben.

Alois Kemmer war Laxten. Dieser Satz beschreibt ihn am Besten. Im Sommer hatte er noch seinen 80.ten feiern wollen, verschob die große Feier aber wegen eines Trauerfalls. Jetzt hat es ihn selbst getroffen. Zu früh wird man sagen und das stimmt sicherlich.

Alois Kemmer führte die damals noch selbständige Gemeinde Laxten-Brockhausen als Gemeindedirektor 1970 in die Union mit der Stadt Lingen und sorgte dafür, dass Laxten in den nächsten Jahrzehnten alles andere als zu kurz kam. Er leitete die Ortsverwaltung an der Lengericher Straße selbstbewusst wie eine kleine Gemeindeverwaltung (hemdsärmelig auch mit morgendlichen Sprechstunden im Lokal von Margret Gels nebenan…;-) ) und niemand machte ihm das streitig, auch nicht Lingens Chef Karl-Heinz Vehring. Kemmer war mit dem damaligen Bürgermeister Gerd Storm und später dessen Nachfolger im Ortsteil Gerhard Brinker einer der Väter des „Wohnpark Gauerbach“, als der Bundesgesetzgeber Ende der 1960er die Gemeinden an der Einkommensteuer beteiligte und Laxten davon profitieren wollte, in dem man Baugrundstücke bereit stellte. Er baute Laxten von einem bäuerlichen Dorf zu einem modernen Wohnvorort der Stadt Lingen um.

„Alwieß“ -wie er emsländisch schnörkellos gerufen wurde- war aber nicht nur einfach Laxten. Er war auch Olympia Laxten – seit Jahrzehnten und insgesamt deutlich mehr als 50 Jahre. Er gründete mit anderen die „FSL“ -Stadtmeisterschaft der Lingener Fußballvereine und organisierte sie mehr als 20 Jahre genauso an maßgeblicher Stelle wie das längst traditionsreiche A-Jugend-Osterturnier seiner Olympia. Nicht erst im Ruhestand schrieb er unter seinem Kürzel „ake“ Fußballbericht um Fußballbericht  in der „Lingener Tagespost“. In jedem, aber wirklich jedem Artikel über den TuS Lingen war dabei die Rede vom „Stadion an den Fischteichen“; dabei wissen längst nur noch ausgesprochene Lingen-Spezialisten, dass es da Fischteiche gab, wo heute das Emslandstadion und das LINUS Sport möglich machen. Selbst wenn das ake im Artikel fehlte, wusste man so, aus wessen Feder der Bericht stammte.

Vielleicht wird man jetzt lesen: „Alwieß war ein Laxtener Urgestein.“ Aber das ist zu wenig und nicht persönlich genug. Alois Kemmer war in jungen Jahren Fußballtorwart und über die gibt es -wie gleichermaßen über die Linksaußen- eine gemeinsame, zutreffende Erkenntnis. Also kurzum: Eigentlich war Alois Kemmer schlicht Laxten-und-Fußball-verrückt. Und das im handfesten, wirklich positiven Sinne.

Mit Alois Kemmer ist ein Original unserer Region gestorben.

 

(Foto: © Thomas Pertz/LT)

FSL-Finale

29. Juli 2012

Das war gestern für alle lokalen Fußballfans ein sehr spannender „FSL“-Nachmittag. Seit 1984 gibt es bekanntlich diese Stadtmeisterschaft der Lingener Fußballvereine. Damals noch gesponsort von coop Nordwest ist das Ereignis längst der Auftat für die kommende Saison -trotz aller Diskussionen um Termin und Modus. In diesem Jahr wurde der Cup („FSL 2012“) vom VfB Lingen am Sportgelände am Schwarzen Weg bislang bestens organisiert.

Die FSL verlangte dabei den Amateursportlern wirklich alles ab. Teams, die es in die Finalspiele schaffen, müssen fünf Turnierspiele a 90 Minuten in 6 oder 7 Tagen absolvieren. Freitagabend musste Titelfavorit TuS Lingen sogar zusätzlich noch ein Pokalspiel bei Vorwärts Nordhorn absolvieren.

Heute am Sonntag also spielt um 16 Uhr der TuS gegen Überraschungsfinalisten ASV Altenlingen um den Titel, der sich im Halbfinale mit 3:1 gegen den SV Holthausen-Biene durchsetzte. Biene spielte das Turnier mit seiner Reserve, weil seine „Erste“  heute in Meppen zum Pokalspiel gegen SV Meppen antreten muss.

Während sich der ersatzgeschwächte ASV gestern doch einigermaßen souverän durchsetzte und nach 28 Jahren zum ersten Mal das Finale erreicht, war das zweite Halbfinalspiel TuS gegen Olympia Laxten nichts für schwache Nerven und eine wirklich spannende Sache. Schon in der 5. Minute hatte der schnelle und technisch versierte Laxtener Deniz Kücüctas das 1:0 geschossen. Danach stand Olympia Laxten gut und kompakt und die Offensivbemühungen des TuS waren zwar zahlreich aber nicht zwingend. Als mein Zuschauernachbar und TuS-Fan in der 80. Minute Kopf schüttelnd und der Bemerkung „Das wird nichts mehr“ den Platz verließ und alles nach einem knappen aber nicht unverdienten Erfolg der Laxtener aussah, fingen die Turbulenzen erst an:

Plötzlich kam Hektik auf.  In der 85. Minute flog zunächst Marcel Fock (TuS) wegen einer Tätlichkeit zu recht vom Platz. Bereits in der Nachspielzeit griff bei einem Laxtener Konter Björn Bullermann (TuS) seinem davon eilenden Gegner Torben Bruns (Olympia) deftig von hinten an die Schulter, Bruns fiel und Bullermann sah „wegen Notbremse“ ebenfalls Rot und der TuS stand nur noch mit acht Feldspielern auf dem Platz.

Vor dem direkt anschließenden allerletzten Angriff der Lingener gab wohl niemand mehr was auf das TuS-Team. Doch dann folgte ein ebenso überflüssiges wie heftiges Foulspiel durch einen Laxtener Verteidiger nahe des eigenen Strafraums. Den anschließenden, von rechts in den Strafraum geschlagenen Freistoß köpfte Heinz Frimming (TuS) wuchtig zum verdienten 1:1-Ausgleich in die Maschen (90.+4 Min). Das frustrierte Laxtens Schlussmann Thorsten Sabelhaus offenbar so, dass er den jubelnd vorbeilaufenden Torschützen mit einem hochgerissenen Bein traktierte und wegen dieser Tätlichkeit ebenfalls die Rote Karte erhielt, so dass zum entscheidenden Elfmeterschießen ein Feldspieler im Tor antreten musste. Dort behielt der TuS die Nerven. TuS-Torwart Oliver Krüssel hielt großartig zwei der Laxtener Elfer; ausgerechnet Heinz Frimming (TuS) schoss zwar seinen Elfer flach links am Tor vorbei, aber alle anderen Tusler trafen, so dass die Partie mit 5:3 n.E.(1:1) für den TuS ausging.

Die rund 200 Zuschauer sahen einen richtig geilen Kick und man darf gespannt sein, welchen Sport das kleine und das große Finale heute ab 14 Uhr auf dem VfB-Platz zeigen. Eintritt 3 Euro. Weibliche Zuschauer 0 Euro.

Nachtrag:
Lingener Stadtmeister 2012 wurde in einem guten, teilweise dramatischen Spiel der TuS Lingen. Er traf  7 mal, die Kreisligisten des ASV Altenlingen nur 5 mal. Aber der ASV kann mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein, erzielten die ASVer im Finale doch mehr Tore gegen den TuS als alle TuS-Gegner der FSL 2012 zusammen. Mehr…  …Bildergalerie

FSL 2011

25. Juli 2011

Himmel, es soll nicht regnen! Denn ab heute finden die 28. Fußballstadtmeisterschaften in Lingen statt. Die Kenner kürzen das Turnier der Männer ab mit FSL.

Ausrichter ist in  diesem Jahr der nördlichste Lingener Verein, der kleine und engagierte BV Clusorth-Bramhar (Hier geht’s zum Fanshop – der Schal ist ein Muss und er reicht -Nachhaltigkeit!- auch für Fans bestimmter, höherklassig spielender BV-Fußballmannschaften).

Auf der Internetseite der Veranstaltung wollen die Clusorth-Bramharer alle Ergebnisse und Torschützen des Turniers mitteilen. Angekündigt sind auch „ein paar Bilder zu den jeweiligen Begegnungen.“ Das klingt gut ,und die Veranstalter schreiben, wenn es denn klappt, zu recht: “ Wir hoffen, Euch hier angemessen über die Veranstaltung informieren zu können.“

Wir nehmen optimistisch an: Das wird ganz bestimmt klappen, auch wenn ein Twitter-Dienst noch optimaler wäre (vor allem für Urlaubsrückkehrer, die nacharbeiten müssen, was liegen geblieben ist, aber zwiwchendurch mal sehen wollen; soll es ja geben… ). Gibt es vielleicht Tweets über den meist munter twitternden ASV Altenlingen? Ich empfehle dann die Hashtasg #Lingen und #fsl2011.

Die Eintrittspreise betragen übrigens in diesem Jahr unverändert 3 €/Spiel  (ermäßigt 2 €), die Dauerkarte kostet 10 € (erm. 8 €); keinen Eintritt zahlen Frauen und Kinder.

ps Die FSL der Frauenfußballerinnen findet übrigens am 5. und 6. August im Stadion in Laxten statt. Mehr

pps Schön wäre es, wenn auf der Webseite ein Rückblick auf die vergangenen 27 Stadtmeisterschaften erfolgen würde.

ppps Und noch ein dringender Warnhinweis an alle Wahlkämpfer. In sechs Wochen ist bereits kommunalgewählt. Euer Erscheinen in Clusorth-Bramhar ist also ein Muss! Und die Eintrittskarte bitte an der Kasse kaufen, nicht sponsern lassen

FSL 2010

25. Juli 2010

Ab Montag 18 Uhr gibt es die 20 Spiele der Fußball-Stadtmeisterschaft Lingen 2010 im Stadtteil Bramsche zu sehen.

Eintrittskarten für dieses, in diesem Jahr von der SG Bramsche organisierten  Turnier der Männer  kosten 3 €/Spiel  (ermäßigt 2 €), die Dauerkarte kostet 10 € (erm. 8 €); keinen Eintritt zahlen Frauen und Kinder.

Über alles Weitere informieren die Veranstaltungsseite der Stadt Lingen (Linkund die flott gemachte Internetseite der Fußballstadtmeisterschaft Lingen 2010 .