Der SV Wilhelmshaven spielt Bezirksliga – wie bei uns Olympia Laxten oder der ASV Altenlingen. In der Fußballwelt gilt der SV Wilhelmshaven (SVW) aber seit Jahren nicht nur deshalb als gallisches Dorf, weil die Stadt wie das literarische Vorbild links oben auf der Landkarte liegt. Der Klub hat sich seinen Ruf dadurch verdient, sich wie kein anderer dem Imperium des Fußballweltverbands Fifa zu widersetzen. Der Kampf endete zwar mit einem juristischen Teilerfolg vor dem Bundesgerichtshof – wurde aber mit dem Zwangsabstieg aus der Regional- und anschließender Talfahrt in die Bezirksliga teuer bezahlt.

Um sportlich den Weg wieder nach oben zu gehen, hat der Verein einen Spieler verpflichtet, der wie die gallischen Helden eine Spezialbegabung besitzt: die Schnelligkeit. Als es bei der Heim-WM 2006 im zweiten Gruppenspiel gegen Polen nach 90 Minuten und 46 Sekunden noch 0:0 stand, erlief der eingewechselte Rechtsaußen David Odonkor einen langen Ball, servierte präzise in die Mitte, wo Oliver Neuville zum Siegtreffer einschoss. Das Tor gilt als Initialzündung zum darauf folgenden „Sommermärchen“ und machte Odo, wie er von den Teamkollegen genannte wurde, zum Shooting-Star.

Am vergangenen Mittwoch kamen diese beiden Geschichten im niedersächsischen Ammerland zusammen. Kurz vor dem Bezirksliga-Spiel beim FC Rastede, wo Odonkor als Zuschauer auftauchte, hatten die Wilhelmshavener dessen Verpflichtung bekannt gegeben. „Wir haben aufgrund unserer relativ dünnen Personaldecke noch nach Verstärkungen gesucht“, sagte SVW-Manager Christian Schütze zur taz.

Über einen befreundeten Spielerberater habe er Odonkors Kontaktdaten erhalten und ihn angerufen. „David, bitte nicht lachen, wir brauchen dich“, habe er gesagt….

…. [bei der taz ist dieser kleine Beitrag weiterzulesen]

Odonkor hatte seine Karriere beendet und stellte gegenüber den Medien klar: „Ich möchte mit Freunden kicken. Ich wurde gefragt, ob ich aushelfen möchte. Das tue ich gerne.“

Machbar

14. Mai 2010

Samstag kommt das Bundesligateam von Borussia Mönchengladbach zum TuS Lingen, der seinen 100. Geburtstag feiert. Der TuS wurde am 10. April 1910 als „Lingener Sportverein 1910“ (LSV) gegründet (mehr…und noch mehr). Borussia Mönchengladbach kommt also zum Feiern. Obwohl der TuS angesichts der Tabellensituation in der Bezirksoberliga zurzeit wenig zu feiern hat, vergleicht man dies mit einem anderen, 1910 gegründeten Fußballverein –  dem just aufgestiegenen FC St. Pauli.

Allerdings scheint bei Borussia Mönchengladbach die Luft raus zu sein. Der fünfmalige deutsche Meister unterlag nämlich am Himmelfahrtstag mit 0:2 (0:1) beim Regionalligisten Bonner SC. Vor 2600 Zuschauern schossen Dalibor Karnay und Erdogan Aydogmus die Tore für den Viertligisten. Ex-Nationalspieler Oliver Neuville, der unlängst beim 9:0-Testspielsieg gegen den SV Lürrip sein Karriereende bekannt gegeben hatte und ab dem 1. Juli in Mönchengladbach eine Tätigkeit im Nachwuchsbereich übernimmt, spielte in Halbzeit eins. Bevor es also für „die Fohlen“ in den Urlaub geht, steht Samstag als vorletztes Spiel der Saison das Treffen beim TuS und seinem wohltuend unaufgeregten Trainer Miladin Lazic an. Für den TuS eine machbare Aufgabe.  😉

Unter den Besuchern wird übrigens all 30 Sekunden eine von 180 Kisten Getränke verlost. Gutes Wetter ist auch bestellt. Also: Warum nicht mal wieder zum TuS?!

Der Anstoß erfolgt um 15.30 Uhr im Emslandstadion. Eintritt 5 Euro (Stehplatz), 3 Euro Jugdl. bis 14 Jahre (Stehplatz), 10 Euro (Sitzplatz), ViP-Karten für 50,00 Euro.  Mehr…

ps Das DFB-Pokalfinale in Berlin startet übrigens erst um 20 Uhr.