auf jeden Computer

1. September 2017

Die Stiftung Warentest hat zehn Programme zum Blockieren von Online-Tracking getestet. Mit sogenannten Trackern verfolgen Werbenetzwerke und Scoring-Firmen Nutzer auf Webseiten, um ihnen personalisierte Werbung auszuspielen. Durch die gewonnenen Daten lassen sich „präzise Rückschlüsse auf Interessen und Bedürfnisse des Nutzers sowie auf seine finanzielle Lage, gesundheitliche Probleme, politische Haltungen oder sexuelle Präferenzen“ ziehen, warnt die Stiftung Warentest. Ein Tracking-Blocker gehöre daher auf jeden Computer und in jeden Browser.

ie Tester haben die zehn populärsten Programme zum Schutz vor den Werbeschnüfflern verglichen, darunter die Browser-Erweiterungen Adblock Plus, Ghostery und ublock Origin. Auch Privacy Badger, NoScript und Disconnect wurden untersucht. Zusätzlich prüften die Verbraucherschützer den eigenständigen Browser Cliqz, bei dem ein Tracking-Blocker voreingestellt ist.

Testsieger ist ublock Originn, das 77 Prozent aller Online-Tracker erfolgreich blockiert und zudem einfach zu bedienen sei. Zwar blockieren NoScript und Scriptsafe mehr, lassen aber manchmal Inhalte wie Fotos oder Videos ebenfalls verschwinden und machen so Webseiten unbenutzbar. Die beiden Programme seien daher eher für Nutzer mit überdurchschnittlichen Computerkenntnissen geeignet. Jedoch sei jedes der Programme besser als gar kein Tracking-Blocker, schreiben die Verbraucherschützer.

Viele Tracking-Blocker blenden zudem auch Online-Werbung aus und schützen dadurch vor Schadsoftware. Die deutliche Empfehlung der Stiftung Warentest ist ein positives Signal in Zeiten, in denen vor allem Medienunternehmen gegen Tracking- und Werbeblocker juristisch und durch Lobbying vorgehen. Zuletzt hat das Oberlandesgericht München entschieden, dass Werbeblocker nicht gegen geltendes Recht verstoßen. In dem Fall ging es um den Vertrieb von Adblock Plus durch die deutsche Firma Eyeo.

gefunden bei Netzpolitik.org

Fünf Angeklagte, 172 Prozesstage, hunderte Zeugen: Das zweite Jahr des NSU-Prozesses ist vorüber. Das SZ-Magazin hat die Verhandlung vom ersten Tag an verfolgt und – wie im letzten Jahr – täglich mitgeschrieben. Das daraus entstandene Protokoll erschien am 2. Januar 2015 im SZ-Magazin – und es wurde in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk, der UFA Fiction und der Filmakademie Baden Württemberg verfilmt.

Im zweiten Jahr des Prozesses gegen den National-sozialistischen Untergrund (NSU) ging es vor allem um die Anfänge und die Unterstützer der rechten Terrorgruppe. Das Oberlandesgericht München versuchte auch, die Rolle des Verfassungsschutzes und seiner V-Leute bei der Entstehung und den Morden des NSU zu klären. Wie schon im ersten Jahr dokumentiert das SZ-Magazin die Verhandlung mit Originaltönen, die gekürzt, aber sonst unverändert wiedergegeben werden.

LINKS:
Die Protokolle des zweiten Jahres, ab 1. Januar 2015 hier:
http://www.sz.de/nsu-protokolle
http://www.br.de/nsu-protokolle

Das SZ-Magazin mit den NSU-Protokollen 2014 als digitales Heft ab 1. Januar 2015 (17 Uhr) hier:
http://www.sz.de/magazin/1-2015

Das SZ-Magazin mit den NSU-Protokollen 2013 zum Nachbestellen:
http://www.sz.de/magazin/1-2014
Das Prozess-Protokoll 2013 als Film:
http://www.sz.de/1.1850364

Sprecher: Judith Zykan, Franziska Benz, Johannes May, Thomas Zerck
Zeichnungen: George Butler
Regie: Soleen Yusef
Ton: Tobias Scherer
Kamera: Stephan Burchardt, Yunus Roy Imer
Schnitt: Thorsten Wiemer
Animation: Antonio Afonso
Postproduktion Koordinatorin: Stefanie Fiebig
Postproduktion: D-Facto Motion
Sounddesign: Paul Wilke
Colour Grading: Daniel Kraus
Redaktion (SZ-Magazin): Annette Ramelsberger, Tanjev Schultz, Rainer Stadler, Wolfgang Luef (digital)
Redaktion (BR): Wolfgang Vichtl
Produktion: Axel Möbius
Produzent: Nico Hofmann
Producer: Marc Lepetit