Rotkehlchengarten

18. April 2021

Irgendwie ist es doch auch beruhigend, wenn man einmal nicht über ein französisch-russisches Framatome-Projekt, die Emsland-Corona-Defizite, die Corona-Leugner oder die geplante Stromschneise durch die Wälder im westlichen Stadtgebiet, für die sich bislang kaum jemand interessiert, schreiben muss sondern so schlicht-schöne Dinge zu berichten sind wie die NABU-Fotoaktion zum Rotkehlchengarten. Die Leserschaft dieses kleinen Blogs erinnert sich sicher an das Rotkehlchen als Vogel des Jahres. Jetzt teilt der NABU mit:“

Erst kürzlich wurde das Rotkehlchen zum „Vogel des Jahres“ 2021 gewählt. Dem grazilen Sänger mit dem roten Brustgefieder flog die Mehrzahl der Herzen und damit auch der Stimmen der Vogelbegeisterten zu, als anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Aktion erstmals die Öffentlichkeit darüber abstimmen konnte, welcher Vogelart die Siegerkrone gebührt. Aus mehr als 300 Arten schaffte es das Rotkehlchen ganz oben auf das Siegertreppchen. Mit dem Rotkehlchen verbinden sich für den NABU Niedersachsen viele Themen: „Dieser Vogel steht stellvertretend für viele andere Arten, die naturnahe Gärten mit Deckungsmöglichkeiten heimischer Sträucher und Bäume, reichlich Insekten als Nahrung und daher auch blütenreiche, einheimische Stauden und Wildpflanzen benötigen sowie Brutmöglichkeiten in Nischenbereichen. Gärten mit wilden Ecken, einem reichen Nahrungsangebot und vielleicht sogar einem Nischenbrüterkasten an der richtigen Stelle können echte Rotkehlchen-Paradiese werden“, sagt Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen.

Der NABU Niedersachsen richtet daher ab sofort einen ganz besonderen Fotowettbewerb aus, der durch Förderung der OLB-Stiftung ermöglicht wird: Unter dem Motto „Mein schöner Rotkehlchengarten“ können ab sofort Fotos unter rotkehlchen@nabu-niedersachsen.de eingesandt werden – die Einsendung ist ausschließlich online möglich. „Wir möchten dazu ermuntern, sich mit dem Rotkehlchen und seinem Lebensraum zu beschäftigen“, erläutert Wohlers, „und wir freuen uns auf ganz viele spannende Fotos – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: die Fotos können alle Aspekte des Rotkehlchen-Gartens zeigen, vom Reisighaufen bis zur artenreichen Wiese, vom singenden Rotkehlchen auf dem Zaunpfahl bis zum Nistkasten, vom Beet bis zum Teich“, blättert Wohlers Denkbares auf.

Franziska Stiebeiner von der OLB-Stiftung freut sich, dass „Rotkehlchen so viele Freunde haben, auch in Niedersachsen. Denn sie stehen stellvertretend für viele andere Vogelarten. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn möglichst viele Menschen die eingesandten Fotos, auf die wir schon ganz neugierig sind, als Anregungen auffassen, selbst für Rotkehlchen und Co. im Garten aktiv zu werden. Aufgrund seiner Beispielhaftigkeit haben wir dieses Projekt des NABU Niedersachsen sehr gern gefördert!“

Und dazu winken attraktive Preise: Zehn Wochen lang, vom 19.04.2021 bis 28.06.2021, erhalten pro Woche je zehn Einsender*innen der besten Fotos ein „Rotkehlchen-Paket“. Darin befindet sich ein spezieller und hochwertiger Nistkasten für Nischenbrüter wie Rotkehlchen, Bachstelze, Grauschnäpper, Rotschwanz und Co. aus dem besonders beständigen Material Holzbeton sowie das Buch „Gartenvögel rund ums Jahr“ mit vielen praktischen Tipps und Anregungen der Experten Anita und Norbert Schäffer. Die besten Fotos werden auf der Webseite des NABU Niedersachsen unter www.nabu-niedersachsen.de sowie auf dem NABU Niedersachsen-Facebook und -Instagramkanal veröffentlicht.“

(Foto: CC s. Archiv vom 20.3.21; Quelle: PM)

 

 

Matthew Ronay

12. März 2014

RonayMatthew Ronay
The Door Is Open
Lingen (Ems) –
Kunst-/Halle IV,
Kaiserstr. 10a

Sa 15. März bis So 25. Mai 2014
Eröffnung: Freitag, 14.03., 19.00 Uhr

Die Kunsthalle Lingen präsentiert den Künstler Matthew Ronay (Foto unten; © Brian W. Ferry), der 1976 in Louisville (Kentucky) in den USA geboren wurde und heute in Brooklyn (New York) lebt. Sie trägt den metaphorischen Titel „The Door Is Open“ (Die Tür ist geöffnet). Matthew Ronay präsentierte bisher seine künstlerische Arbeit unter anderem in Einzelausstellungen im Kentucky Museum of Art and Craft in Louisville und im Centro de Arte Contemporaneo in Murcia und nahm an Gruppenausstellungen teil wie der diesjährigen Biennale in Lyon oder in der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main sowie im Westfälischen Landesmuseum in Münster.

MRonay-BFerry-33Im Rahmen der Ausstellung wird die großformatige Installation „In and Out and In and Out, Again“ gezeigt, ergänzt durch Skulpturen und Objekte aus dem Zeitraum von 2011 bis 2013. Alle Werke sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Während der Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 14. März 2014 um 19 Uhr findet eine Performance statt.

Die Ausstellung wird unterstützt durch die OLB Stiftung sowie das Land Niedersachsen, den Landkreis Emsland, die Stadt Lingen (Ems), die Kulturstiftung Heinrich Kampmann und die BP Lingen.

[Hier können Sie übrigens den Künstler in seinem Studio in in Long Island City besuchen (Fotos: Brian W. Ferry) und nachlesen, was dabei zu sagen war]

Öffnungszeiten
Di bis Fr 10 bis 17 Uhr Do 8.4. und 8.5.2014 10 bis 23 Uhr Sa und So 11 bis 17 Uhr
Eintritt: 3 Euro (erm. 1,50 Euro ).

[Ein herzliches Dankeschön an David Dick und Brian W. Ferry]
Im Obergeschoss der Kunsthalle:

Glas

Israel-Abend

15. Januar 2012


Ein musikalisch-literarischer Israel-Abend.

Freren – Alte Molkerei
Samstag, 21. Januar 2012, 20 Uhr

Aus Anlass des Ausschwitzgedenktages am 27. Januar veranstaltet die Frerener Geschichtswerkstatt „Samuel Manne“ (Leitung von Lothar Kuhrts) in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis impulse diesen Abend.

Christiane Kumetat (Violine) und Viola Mokrosch (Klavier) präsentieren Klezmer-Stücke, Film-Musik aus dem berühmten Holocaust Film „Schindlers Liste“ und Nigum aus „Baal Schem“ von Ernest Bloch. Reinhold Mokrosch, emeritierter Professor für evangelische Theologie in Osnabrück, trägt chassidische Humoresken, Sinngeschichten und Satiren aus dem israelischen Alltag vor.

Der Eintritt zu diesem literarisch-musikalischen Israel-Abend ist dank der Unterstützung der OLB Stiftung frei. Es wird ein koscheres Tellergericht zum Preis von 8.- Euro angeboten.

 

(Foto: Siebenarmiger Leuchter, die Menora, vor der Knesset, (c) Proesi CC)

Stadtgestalt

22. September 2010

Gleich zwei Bauobjekte in Lingen haben jetzt besondere regionale Beachtung gefunden. Acht Architekten und Ingenieure wurden am Dienstagabend in Oldenburg für ihre herausragenden Leistungen mit dem „Weser-Ems-Preis für Architektur und Ingenieurbau 2010″ der OLB-Stiftung ausgezeichnet. Darunter Hubert Vickers und Sebastian Deeken. Die Preise wurden am Dienstag im Rahmen einer Feierstunde in Oldenburg übergeben.

„Alle preisgekrönten Werke zeichnen sich durch außergewöhnliche Ideen und zeitlose Architektur aus“, sagte Benedikt Buhl, Sprecher des Vorstands der OLB zu den Preisträgern. Sie seien ein Beweis architektonischer Vielfalt in der Region. Die fünfköpfige Jury, zu der Prof. Dr.-Ing. Rainer Hempel (Köln), Prof. Dr. Ulrich Krempel (Sprengel Museum Hannover), Dipl.-Ing. Cornelia Müller (Berlin), Dipl.-Ing. Felix Zwoch, (Bauwelt, Berlin) und Dipl.-Ing. Julia Tophof (Berlin) als Vorsitzende gehörten, hatte ausführlich über die Beiträge und die Verteilung der Preissumme von insgesamt 15.000 Euro beraten. Die Jury habe sich bemüht, sachliche und einfache Objekte zu finden, die zeitlos beispielgebend sind, sagte OLB-Chef Buhl. Der Weser-Ems-Preis im Bereich Architektur und Ingenieurbau wird alle  vier bis fünf Jahre vergeben. Ziel der OLB-Stiftung ist es, die Planungs- und Bauqualität bei Bauherren, Architekten und Ingenieuren im nordwestlichen Niedersachsen zur fördern.

Im Fall der Lingener Fahrradabstellanlage und Fuß- und Radwegeunterführung zum und vom künftigen Hochschulcampus an der Kaiserstraße, erstellt von Vickers Architekten aus Lingen (Foto: Dipl.-Ing. Hubert Fickers re., mit Lingens Tiefbauamtsleiter Georg Tieben) , hat die Jury die zwei eingereichten Projekte zusammengefasst und als ein gelungenes städtebauliches Konzept gewertet. Das Gesamtensemble sei in seiner städtebaulichen architektonischen Formensprache in überzeugender Weise stilsicher und detailreich in den städtischen Kontext integriert, betont die Jury in ihrer Beurteilung. Mit den minimalistischen Materialien Glas und Beton werde in dem Konzept die Unterführung nutzungsorientiert umgesetzt. Die Bepflanzung mit einzeln stehenden Birken, geschickt eingebundene Treppen und Einfassungen sowie ein atmosphärisch überzeugendes Lichtkonzept rundeten das Projekt ab. In dieses Gesamtensemble sei die „Fahrradabstellanlage ästhetisch und funktional perfekt integriert“, so die Jury. Sie vergab an den Preisträger einen von drei ausgelobten Geldpreisen über 4.000,00 Euro.

Auch der Entwurf für den Umbau des Wohnhauses von 1962 in der Lingener Julius-Landzettel-Straße durch den Architekten Dipl.-Ing.  Sebastian Deeken  überzeugte die Jury  „durch sein städtebauliches, architektonisches Gesamtkonzept“. Das Objekt stelle ein gutes Beispiel zum Bauen im Bestand dar und leiste damit einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Bauen, unterstrich die Jury, die die Auszeichnung mit einem Geldpreis von 1.500 Euro verband. Die frühere Bewohnerin des Hauses, die resolut-sympathische  Annemarie Lucas, hätte sich gefreut.

„Das einfache, zweigeschossige Gebäude wurde durch Rückbau und einen Anbau zu einer kubischen Gebäudeform transformiert. Die Gebäudefigur deutet auf den  südlich gelegenen Park und den Dortmund-Ems-Kanal hin.“ Die Jury würdigte die Verbindung zwischen Bestand und Neubau: „Durch die Addition einzelner‚ geometrischer Körper entstand eine Gebäudeskulptur, die die alten und neuen Elemente erlebbar macht.“

Es freut, dass Stadtgestalt in Lingen doch noch stattfindet. Übrigens: Keines der ausgezeichneten Architekturprojekte trägt eine Reklametafel.  Ist Ihnen doch auch sofort aufgefallen?

(Fotos oben lks: © dendroaspis2008, alle anderen © OLB-Stiftung, )