…geh’n wir nicht!

24. Februar 2018

Kein Zuhause – trotzdem Heimvorteil. Hertha BSC und One Warm Winter setzen sich für Obdachlose ein!

Hilf auch du, zeig dem Winter die warme Schulter: Spende auf www.onewarmwinter.org
#heimvorteilfüralle

ps Es ist übrigens nicht nur in der Hauptstadt kalt.

#DeineStimmeZählt

20. August 2017

Der gemeinnützige Verein StrassenBLUES e.V. will Wohnungs- und Obdachlose sowie Nichtwähler zur Bundestagswahl motivieren: Mit Info-Flyer, Freecards, Plakaten und persönlichem Info-Austausch mit Hilfe des Wahl-O-Mats. Dazu sucht er Spenden, was heutzutage bekanntlich Crowdfunding heißt.

Macht bitte mit! Spendet! Nikolas Migut und Konsorten von StrassenBLUES e.V. sind nicht nur vertrauenswürdig, sondern hochprofessionell. Die Idee ist super, die Kontakte vorhanden und das Anliegen wichtig.

Hashtag: #DeineStimmeZählt

SGBIIAngeblich einen Bürokratieabbau bei Hartz IV, wie das Arbeitslosengeld II heißt, plant die große Koalition. Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) hat dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt. Manches soll vereinfacht werden, etwa Regelungen zur Anrechnung von Einkommen und Vermögen, die Anspruchsvoraussetzungen für die Grundsicherung, die Ermittlung von Bedarfen für Unterkunft und Heizung sowie das Verfahrensrecht. Der Regelbewilligungszeitraum für das sogenannte Hartz IV wird von sechs auf zwölf Monate erhöht.

Damit hat die SPD-Frau die Rechnung aber nicht nur ohne die Erwerbslosen-Gruppen gemacht. Die nämlich lehnen in der Mehrheit die geplanten Änderungen ab. Ein Beispiel für sinnfreie Verschärfungen: „Heute müssen die Jobcenter auch hohe Heizkosten erstatten, wenn es dafür gute Gründe gibt, beispielsweise eine schlechte Wärmedämmung“, sagte Martin Künkler von der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen in der Zeitung „Neues Deutschland“. „Zukünftig soll es hier eine starre Obergrenze geben.“ Betroffenen bleibe dann weniger Geld zum Leben.

Auch sonst haben die Pläne Kritik hervorgerufen. Beispielsweise können die Sanktionen bis auf 4 Jahre und so gar darüber hinaus ausgedehnt werden.

Nun hat sich auch der Bundesrat auf die Seite der Kritiker gestellt. Die Länderkammer sieht in ihrer am Freitag beschlossenen Stellungnahme Verbesserungsbedarf in gleich vier Bereichen. So seien die Eingliederungsleistungen weiterzuentwickeln, die Sanktionen in der Grundsicherung für Arbeitssuchende anzugleichen sowie die Leistungen und Finanzierung von Bedarfen für Bildung und Teilhabe fortzuentwickeln und weitere generelle Rechtsvereinfachungen vorzunehmen. Der Gesetzentwurf von Bundessozialministerin Nahles soll entsprechend geändert werden. Die Bundesländer pochen in einer Entschließung auf umfassende Erleichterungen für Hartz-IV-Empfänger. Das soll vor allem Kinder und Jugendlichen zugute kommen.

Die Länder verlangen eine Prüfung, ob die Regelsätze für Minderjährige ausreichen. Heute sei oft kein „gleichberechtigter Zugang zu Bildung und Teilhabe“ gegeben. Mit dem unter Nahles` Vorgängerin Ursula von der Leyen eingeführten Bildungs- und Teilhabepaket habe man eine allgemeine Leistungsanhebung für Kinder und Jugendliche umgangen. Laut Experten beziehen nur rund ein Drittel der Kinder und Jugendliche mit einem Bildungs- und Teilhabeanspruch auch Leistungen. Der Grund: Vielfach existieren vor Ort gar nicht genug Angebote für Bildung und Teilhabe.

Die Länder wollen auch Lücken beim Mittagessen schließen. Heute sind Folgeanträge für einen bereits bewilligte Zuschuss nötig; dadurch bestehe „die Gefahr von Leistungsabbrüchen und damit einem Ausschluss der betroffenen Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinschaft“. Solche Folgeanträge sollen künftig nicht mehr nötig sein. Zudem sollen Angebote der Schulsozialarbeit verstärkt werden, so dass mehr Betroffene ihren Ansprüche des Bildungs- und Teilhabepakets geltend machen. „Kinder haben besondere Bedürfnisse und Bedarfe“, sagte Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke).

Auch für besonders benachteiligte Jugendliche fordern die Länder mehr Unterstützung. Leistungen der Jugendhilfe sollen nicht mehr mit Mitteln der Arbeitsverwaltung verrechnet werden.

Zudem sollen künftig Sanktionen bei Pflichtverletzungen von Hartz-IV-Beziehern keinesfalls mehr in die Obdachlosigkeit führen: Der Bedarf für Unterkunft und Miete soll nach dem Willen der Länder nicht mehr von Kürzungen betroffen sein.

Die kritische Stellungnahme des Bundesrats wird nun der Bundesregierung zugeleitet und anschließend gemeinsam mit dem Gesetzentwurf und einer Antwort der Bundesregierung zur Beratung in den Bundestag eingebracht.

Vorbild

15. Januar 2011

„In Korea wird viel Reis gegessen, in Deutschland eher nicht. Doch Shin Won Kang arbeitet daran, das zu ändern. Der koreanische Inhaber der Bok-Restaurants in Hamburg lässt Essen an Obdachlose verteilen.

„Wir machen jeden Morgen zirka 15 Portionen fertig“, erzählt sein Mitarbeiter Rai Chandra. Der Nepalese steht an einem dampfenden Reistopf und befüllt Plastikbehälter. Die stellt er dann von 11.30 Uhr bis ungefähr 12 Uhr auf einen Tisch der Restaurant-Terrasse in Ottensen. Ein Schild erklärt…“

(weiter auf der Seite der taz)

ps Das Wort „Bok“ ist übrigens koreanisch und bedeutet „Glück“.

Obdach

23. Dezember 2010

„Die Temperaturen im Emsland und der Grafschaft Bentheim liegen weit unter 0 und die Straßen sind voller Schnee. Unsereins ist genervt vom stockenden Verkehr und Zugverspätungen, doch einige Menschen haben bei diesen Wetterverhältnissen ganz andere Probleme. Wer bei solchen Temperaturen ohne Wohnung da steht, muss sich ernsthaft fragen, wo er unter kommen kann, damit er nicht erfriert. Ems-Vechte-Welle Reporterin Annika Gumnior hat sich informiert und heraus gefunden, wo bedürftige Menschen bei uns in der Region bei diesen Temperaturen ein warmes Plätzchen finden können.“

Die Ems-Vechte-Welle berichtet in diesem Podcast über  die Obdachlosigkeit bei uns.

 

(Obdachlos Foto: © dierk schaefer CC)