Montag

29. Oktober 2018

Es ist Montag, also ganz flott: In Hessen wird noch jamaikamäßig gerätselt, im Nordwesten ist es -finde ich-  zu kalt und meine Fußballvereine haben an diesem Wochenende 2:6 und 1:2 verloren, aber auch 4:0 gewonnen. Und dann gab es noch dieses Regenschirmvideo. Sagt alles über diesen unsäglichen Mann, wie ich finde.

Gemüseretter

15. April 2016

Bis zur Hälfte einer Ernte bleibt ausschließlich aufgrund ihres Aussehens auf dem Feld liegen, wird vernichtet oder an Tiere verfüttert. Die Etepetete GmbH aus München hat zusammen mit regionalen Bio-Bauern ein „Auffangbecken“ für solches, extravagant aussehendes Gemüse geschaffen. Man kann sich mittels der etepetete-Ökokiste das Gemüse direkt nach Hause liefern lassen. Gemüse, das es aus ästhetischen Gründen nicht in die Supermärkte schafft.

Die Gemüseretter wollen den Vernichtungs-und-Verfütterungs-Missstand ändern und bieten Gemüse an, das nicht „schön“ aussieht, aber eben dennoch so schmeckt, wie Gemüse schmecken sollte. In Bio. Gute Idee, finde ich. Doch meine ungeklärte Frage: Das gibt es in München; aber gibt’s das etepetete-Modell auch in unserem ökologisch eher unterbeleuchteten, glyphosatgeschwängerten Nordwesten?

Hotspot

26. September 2013

Lingen ist mal wieder nicht up-to-date. Oder hinterm Mond, wer es deutsch möchte. Es gibt kein offenes, allgemeines WLAN in der Stadt und auch die Deutsche Bahn hilft nicht. Die nämlich hat zwar vorgestern bekannt gegeben, ab sofort in mehr als 100 Bahnhöfen der Republik für Besucher und Reisende jeweils täglich 30 Minuten kostenloses WLAN anzubieten. Das Projekt läuft -mit Ausnahme der ostfriesischen Metroipole Emden.- komplett am Nordwesten vorbei.Der Zugang erfolgt dabei über WLAN-Hotspots der Telekom, kann aber von Jedermann frei genutzt werden.

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Anmelden geht ohne vorherige Registrierung möglich. Es genügt, den Telekom-Zugangspunkt auszuwählen, den Browser zu starten und eine beliebige Webadresse einzugeben. Anschließend erscheint das Hotspot-Portal und man wird aufgefordert, seine Mobilfunknummer einzugeben. Daraufhin wird ein Zugangscode per SMS verschickt, der das kostenlose Surfen freischaltet. Nach Ablauf des Gratis-Zeitraums wird man automatisch ausgeloggt und kann auf Wunsch zu den regulären Telekom-HotSpot-Tarifen weitersurfen. Für Festnetz- oder Mobilfunkkunden mit einem Telekom-Tarif heißt das etwa, 9 Cent pro Minute zu zahlen – es sei denn, sie nehmen am WLAN-To-Go-Programm teil. Ohne Bildschirmfoto 2013-09-25 um 21.56.12Telekom-Vertrag muss ein Hotspot-Pass erworben werden. Die Preise beginnen hier bei 4,95 Euro für 24 Stunden. Weitere Infos stehen auf der Bahn-Website. Dort findet sich auch die Deutschlandkarte mit allen 100 Hotspots. Der Nordwesten sieht ziemlich blank aus, von Emden einmal abgesehen. Auch Lingen ist nicht vertreten. Hotspots für alle interessieren offenbar nicht sonderlich.

Allerdings: Für das Surfen zwischendurch beim Warten auf den Zug reichen 30 Minuten wohl locker aus. Insofern eine tolle Sache, die aus meiner Sicht längst überfällig ist. Wenn die Bahn nun auch noch die WLAN-Versorgung innerhalb der Züge ausbaut und ähnlich gestaltet, wäre viel gewonnen. Offenbar macht sich die stärkere Konkurrenz durch Fernbusse mittlerweile bemerkbar – dort gehört Gratis-WLAN ja oft zum Standardprogramm. Etwas skeptisch bin ich aber bezüglich der verfügbaren Kapazitäten. Wenn hunderte oder tausende Menschen gleichzeitig auf einen oder mehrere HotSpots zugreifen, sind Überlastungen vorprogrammiert. Dennoch: Eine gute Sache. Leider aber auch eben emslandfrei.

[Quelle/crosspost basicthinking-Blog; Bild: Young man sitting on the platform of a train station / Shutterstock]