ICE ade!

7. Oktober 2020

Ein Wort mit X: Das war wohl nix. Der  Bayern-Nordsee-ICE ist offenbar Geschichte. Die Deutsche Bahn hat nämlich eine ernüchternde Bilanz der in diesem Spätsommer kurzfristig eingerichteten ICE-Linie von München übers Emsland bis nach Norddeich gezogen. Demnach waren die Fahrgastzahlen im Vergleich zum Gesamtnetz unterdurchschnittlich.

Die ICE-Linie zwischen Bayern und der Nordsee „mit Halt in Meppen“ sei „ein tolles Angebot gewesen, das ohne die Corona-Pandemie sicher mehr in Anspruch genommen worden wäre“, sagte Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein (parteilos). Reisen innerhalb Deutschlands seien zunehmend interessanter und deshalb wäre es zu begrüßen, wenn die Deutsche Bahn das Angebot wieder einrichten würde. Noch ist unklar, ob es eine Neuauflage der ICE-Linie geben wird, heißt es auf der Internetseite des NDR. Tatsächlich dürfen wir alle gemeinsam rufen: ICE ade!

In Lingen konnte man den ICE bekanntlich ohnehin nur Richtung Nordsee besteigen. Dafür haben wir allerdings seit Jahren die bewährte Westfalenbahn. Nach Süden fuhr der ICE dann durch unsere Emslandmetropole durch.

Nicht gemeldet hat sich der Landkreis Emsland, ob man die in weiten Teilen einspurige und damit langsame Bahnstrecke ausbauen will.

Auch die Verantwortlichen in Lingen (Ems) haben noch nicht gesagt, ob man das so wie bisher oder überhaupt beibehalten will oder ob man gar eine Verbesserung wünscht. Typisch. 

Bahnverkehr

24. Januar 2012

„Niedersachsen und Bremen gehen neue Wege beim Schienennahverkehr. Statt weitere Regionalexpresszüge von Bremen nach Ostfriesland fahren zu lassen, spendieren sie auf der Bahnstrecke von Oldenburg nach Emden bzw. Norddeich den Fahrgästen die Fahrt im InterCity: Die Kunden können die Fernverkehrszüge zu den gleichen Bedingungen nutzen wie die Regionalexpresszüge. Die Mehrkosten tragen die niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) und das Land Bremen. Der Bahn erleichtert das Modell, Fernverkehrszüge zur Küste durchfahren zu lassen, die sich ohne den Zuschuss nicht rechnen würden.

Das Modell rührt an einen wunden Punkt der Organisation des Schienenverkehrs in Deutschland. Im Zuge der 1993 beschlossenen Bahnreform wurden der Fern- und Nahverkehr finanziell getrennt. Der Fernverkehr sollte…“

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Und ein Kommentar von Daniel Kummetz

 

(Foto: InterCity im Oldenburger Haputbahnhof, © Sebastian Wilken CC)