SprengsatzIn seinem Blog SPRENGSATZ warnt Michael Spreng:

„Der Brandanschlag von Tröglitz konnte nur diejenigen überraschen, die seit Monaten die Augen vor dem Erstarken des Rechtsradikalismus und rechtsextremer Gewalt verschlossen und alle Alarmzeichen übersehen hatten.

Die Zahlen rechtsextremer Gewaltttaten haben sich mehr als verdoppelt, seitdem die fremdenfeindliche Pegida durch Dresden marschiert. Und noch immer laufen Tausende dem vorbestraften Rassisten Lutz Bachmann hinterher. Das Bundeskriminalamt registrierte schon im November 2014 gegenüber den Monaten zuvor eine Zunahme rechtsextremer Übergriffe um 66 Prozent. Drohungen bis hin zum Mord gehören fast schon zum Alltag in den Postfächern von Politikern. Das letzte Weckruf war der Rücktritt des Bürgermeisters von Tröglitz, der von Rechtsradikalen vor seiner Haustür heimgesucht wurde.

Aber die Politik unterschätzte die rechtsradikale Gefahr. Stattdessen biederten sich AfD und CDU bei der Pegida und ihren Anhängern an. Alles war wichtiger als diese Bedrohung – von der IS und der Ukraine bis hin zu Griechenland. So wichtig die Wahrnehmung und Bewältigung internationaler Krisen sind: die dramatisch gestiegene Zahl rechtsextremer Gewalttaten ist ein Gradmesser für die innere Verfassung Deutschlands. Und die ist offenbar in einem bedenklichen Zustand.

Jetzt, nach dem menschengefährdenden Brandanschlag ist die Politik mal wieder aufgewacht – aber wie lange diesmal?

Gegen die rechtsextreme Gewaltverbrecher, gegen Rechtsradikale und…“

[weiter hier bei SPRENGSATZ]

NordhornleuchtetMit einer Lichterkette um den Vechtesee demonstriert Nordhorn morgen (Mittwoch, 4.2., 18 Uhr) für Vielfalt und Toleranz. Die Veranstaltung beginnt mit einer kurzen Kundgebung auf dem Platz am Markt vor der alten Kirche. Dort sprechen der Leiter des Nordhorner Forum Juden/Christen Gerhard Naber, die Vorsitzenden des türkischen Moscheevereins Hatice Ates und Emine Kaymakcioglu sowie Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling. Anschließend werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund um den Vechtesee einen Ring aus Lichtern bilden.
Organisiert wird die Demo von der Stadt Nordhorn in Zusammenarbeit mit allen Parteien und Initiativen im Stadtrat. Bürgermeister Thomas Berling ruft alle Einwohnerinnen und Einwohner Nordhorns und der Region dazu auf, gemeinsam ein Zeichen für eine offene und bunte Gesellschaft zu setzen.„Kerzen, Taschenlampen, Handys, Laternen – Alles was gegen die Dunkelheit leuchtet darf mitgebracht werden“, sagt Berling, der fest daran glaubt, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in seiner Stadt auch in Zukunft keine Mehrheit finden werden: „Wir wollen zeigen, dass Vielfalt und Toleranz zu den großen Stärken unserer Gesellschaft gehören und Angst und Hass eine klare Absage erteilen.“Dazu setzt der Bürgermeister auf das Engagement von Vereinen, Kirchen, Verbänden und Schulklassen aus Nordhorn und der ganzen Region, von denen bereits viele im Vorfeld ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert haben. Alle und nicht nur Nordhorner sind herzlich eingeladen. Thomas Berling: „Je mehr Menschen die Veranstaltung mit ihrem Licht unterstützen, umso deutlicher wird das Zeichen, das wir setzen.“
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14. Januar 2015

Bildschirmfoto 2015-01-13 um 21.37.05Die Nachbereitung der eindrucksvollen Lingener Montagsdemonstration beschäftigt mich weiterhin. Zahlenspiele, meinte gestern LT-Chef Thomas Pertz, seien nicht wichtig. Entscheidend sei bei der Lingener #NoPegida-Demonstration am Montag Abend doch ‚das unübersehbare Signal‘ (Pertz). Das aber ist jenseits des Emslandes grandios übersehen worden. Deshalb sehe ich es genau anders als der LT-Mann, ging und geht es doch gerade auch um die Außenwirkung einer solchen Demonstration und dabei auch um ihre Wahrnehmung in den (überregionalen) Medien. Und die ist leider völlig ausgeblieben.

Bildschirmfoto 2015-01-13 um 21.40.13Diese Medien haben die Demonstration des Forums Juden-Christen wegen unfähiger Polizeibeamter und den noch unfähigeren NDR nämlich nicht beachtet (google.news-Screenshot von gestern Abend, lks); denn zunächst meldeten die Polizeiverantwortlichen unverfroren, 1600 hätten an der Demonstration  teilgenommen und dann rundete der emslandignorante NDR auch noch nach unten ab: 1500. Auch die NOZ lag mit „rund 2000“ klar daneben.

Tatsächlich nahmen allein am Demonstrationszug vom Bahnhof zum Rathaus mehr als 3000 Menschen teil. Viele weitere warteten auf dem Marktplatz auf die Demonstranten. Woher ich das weiß? Robert Koop hat nachgezählt – Demoreihe für Demoreihe mit einem mechanischen Handzähler. Ich  kann das Ergebnis nicht auf 10 oder 20 genau angeben; Kinder waren schwierig zu zählen und die, die am Marktplatz warteten, wurden so gar nicht erfasst. Aber es sind viel mehr als 3000 bei der Demonstration gewesen, die in Lingen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz sowie für Solidarität mit Flüchtlingen und für Mitmenschlichkeit auf der Straße waren. Hinzu kamen Hunderte die am Straßen- und Marktplatzrand standen. Es waren jedenfalls viel (!) mehr (!) als 3000 (!).  Wir Lingener wissen übrigens, wie viele Menschen unsere ‚gute Stube‘ fasst. Und der Marktplatz war ordentlich und gut besetzt bei unserer Kundgebung.

Die für eine Stadt von 50.000 übergroße Teilnehmerzahl von mehr als 6 % der Bürgerinnen und Bürger war eine wichtige Botschaft aus unserer ländlichen Region nach außen. Leider blieb sie im Unfähigkeitsgestrüpp von NDR und lokaler Polizei hängen. Schade – und danke an die Ems-Vechte-Welle, die jedenfalls ziemlich richtig lag und ein beeindruckendes Podcast produziert hat. Hätten übrigens in Hannover oder gar dem NDR-Weltnabel Hamburg 6 % der Bevölkerung demonstriert, wären die Redakteure des NDR tagelang ausgeflippt.

Wer übrigens die 3000 bezweifelt, darf hier gern überprüfen:

Noch dies in der Rückschau:
Schade auch, dass die Initiative der BürgerNahen nicht geklappt hat, Peter Maffay reden und singen zu lassen. Das sagte das Management des mit 14 aus aus dem rumänischen Brașov umgesiedelten Künstlers leider ab. Aber bei der öffentlichen Generalprobe für seine neue Tournee am Dienstag in der Emslandarena bezog der Rock- und Popmusiker eindeutig Stellung gegen Pegida & Co.

Mir fehlten vorgestern auch die 2.300 Hochschul-Studenten. Von ihnen und ihrer #NoPegida-Unterstützung habe ich nichts gehört oder wahrgenommen. Aber u.a. das Abifestival und das Kinder- und Jugendparlament waren dabei, und darüber habe ich mich sehr gefreut.

Und dann gab es noch den nächtlichen Tiefpunkt:
In einer Lingener Facebookgruppe wurde die großartige Demonstration nicht nur diffamiert (Bianka Wegner: „kack Demo“) sondern mehrfach wurden Berichte von dieser Facebook-Seite gelöscht. Anschließend rätselten ‚die Admins‘ – die meisten sehr respektable Lingener – wer denn dafür verantwortlich sein könnte. Gehackt worden sei der Account, spekulierte man schnell, ohne die Frage nach dem Warum zu stellen. Verdächtig flott kam dann die Aussage, „der Drops sollte gelutscht sein und wir werden weiter ein Auge offenhalten“ (Peter Koch). [Das rechte Auge dürfte es nach dem gestrigen Abend kaum sein, Herr Koch.]

Die Gruppe mit dem Namen „Du weißt du kommst aus LINGEN/EMS wenn,“  hat jedenfalls am Montagabend der demonstrierten Toleranz, Solidarität und Mitmenschlichkeit unserer Stadt einen Bärendienst erwiesen und -vor allem- sie hat sich selbst beschämt und beschädigt.

Nachtrag:
Gerade lese ich, dass auch „Antenne Niedersachsen“ die Falschmeldung „1500 Teilnehmer“ verbreitet (hat). Antenne, das sind die, die mal ein Studio in Lingen vorhielten, was dann eines Tages verschwand. Tja, wenn man nicht vor Ort ist und vor Medienanalysen mit allerlei   Radiogewinnspielen versucht, fehlende Inhalte zu kompensieren, bleibt so etwas nicht aus…

No Pegida

13. Januar 2015

„Der Song der Stunde gegen PEGIDA kommt von Dancehall Artist Ronny Trettmann und der Band Yellow Umbrella. Der Text ist sehr klug gewählt und nicht beleidigend gegen die Menschen, die unter dem PEGIDA Schirm auf die Straße gehen. Produziert wurde der Track von Tiny Dawson. Den Song könnt Ihr gratis herunterladen.“ (Quelle)

Beeindruckend

12. Januar 2015

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Sehr beindruckend war die absolute friedliche NoPegida-Demonstration heute Abend in Lingen (Ems). Es waren deutlich mehr als 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Markt (Fotoausschnitt unten, © LNGN.de) Darauf kann unsere Stadt stolz sein.

Neben den Reden von OB Dieter Krone und der vor fast 30 Jahren nach Lingen geflüchteten Medina Atalan nahm vor allem der Appell von Heribert Lange, Vorsitzender des Forum Juden Christen gleichermaßen rational und emotional gefangen. Hier ist sein Beitrag im Wortlaut.

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(Foto: Marktplatzausschnitt Lingen (Ems), 12.01.2015 ©LNGN.de – Danke für das Foto)

NoPegida

12. Januar 2015

Das VHS-Veranstaltungsheft 2015/1. Augenscheinlich ein starkes Programm.
ps Zur Erinnerung: Es regnet zwar nicht, doch wenn es regnet, treffen wir uns trotzdem heute um 18 Uhr am Bahnhof Lingen zur #NoPegida-Demonstration, die vom Forum Juden-Christen organisiert wird.

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Jetzt erst recht!

9. Januar 2015

Bildschirmfoto 2015-01-06 um 22.46.27Aktuelle Erklärung der unabhägngien Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“

„Jetzt erst recht!“

Die Lingener BürgerNahen (BN) rufen dazu auf, an der „NoPegida“-Demonstration am kommenden Montag  in Lingen teilzunehmen. „Jetzt erst recht“ heißt es in einer Erklärung der unabhängigen Wählergemeinschaft. Die BN: „Der terroristische Anschlag von Paris trifft uns alle tief. Diese blutige Tat greift Demokratie, Vielfalt und Toleranz an, sie zielt auf Meinungs- und Pressefreiheit. Menschen auf der ganzen Welt verurteilen die Morde, gleichgültig welchen Glaubens sie sind. Doch gleichzeitig versuchen Demagogen die Tat zu instrumentalisieren, um gegen Menschen islamischen Glaubens und Flüchtlinge zu hetzen. Wer dies tut, befeuert die Spirale aus Hass – und er spielt damit den terroristischen Tätern in die Hände.

Es ist schäbig, die Morde dazu benutzen, um Hass und Fremdenfeindlichkeit zu schüren. Die toten und verletzten Journalisten können sich gegen diese Instrumentalisierung nicht wehren. Daher müssen wir uns in Solidarität mit den Opfern der schrecklichen Gewalttat den Demagogen von Pegida & Co. entgegenstellen. Lasst uns gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen und Religionen eintreten.

Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten kommen mit keinem anderen Begehren zu uns, als der Frage, ob die Grundrechte unserer Verfassung auch für sie gelten; denn sie sind Menschen wie wir. Und allein um dieses Menschenrecht geht es, wenn wir zu ihnen Ja oder Nein sagen, und damit auch darum, ob wir bereit sind, Menschenrechte in Frage zu stellen und damit übrigens auch unser eigenes Recht, Menschenrechte für uns selbst noch in Anspruch nehmen zu können.

Lingen demonstriert. Am Montag 18 Uhr ab Bahnhof Lingen. Macht mit!“

Lingen ist bunt

6. Januar 2015

Bildschirmfoto 2015-01-06 um 22.46.27

Seit heute Abend im Netz. Die Facebook-Seite zur NoPegida-Demonstration am kommenden Montag, 12. Januar, 18 Uhr in Lingen (Ems). Treffpunkt am Bahnhof. Schon nach wenigen Minuten haben 250 350 Facebooknutzer „Gefällt mir“ angeklickt.
[FB-Nutzer: Bitte die Seite teilen und nicht nur „liken“]

Noch dies…

31. Dezember 2014

…im alten Jahr. Der Weihnachtsgruß der DDR-Bürgerrechtler 1989 an Pegida & Co:

Wir sind das Volk ruft ihr
Freiheit Toleranz Welt offen meinte das ’89
Visa frei bis Hawaii war die Devise
Und: Die Mauer muss weg

Ihr aber wollt:
Visa frei nur für uns
Die Mauer muss weg nur für uns
Die Mauer muss her am Mittelmeer
25 Jahre nach Mauerfall

Zusehen wollt ihr wenn die Elenden
Der Welt an neuen Mauern sterben
An euren Mauern
Oder ihr dreht euch weg
Um in Ruhe Gänsebraten zu fressen
Und Weihnachtslieder zu singen

Jesus hätte gekotzt hätte er euch getroffen

Habt ihr euch nie gefragt:
Wer liefert die Waffen für die Bürgerkriege die die Menschen vertreiben
Wer hat der Welt den Neoliberalismus aufgezwungen
Der sie in Ungleichheit Armut Not treibt 
bei uns und im Süden der Erde
Und wer hat die Klimakatastrophen produziert
Die den Sahel zur Hölle machen

Dabei pfeifen die Spatzen von den Dächern:
Es ist das System das ihr nicht schnell genug bekommen konntet
Dem ihr den ’89er Versuch geopfert habt
Den Versuch einer alternativen Demokratie
Einer freiheitlichen solidarischen ökologischen
Doch ihr sprecht nicht über dieses System
Über Kapitalismus seine Gemeinheiten über Interessen
Dafür protestiert ihr gegen die Schwachen
An die Mächtigen traut ihr euch nicht heran

Feiglinge

In Sachsen sind Muslime nur mit der Lupe zu finden
Aber ihr bekämpft die Islamisierung des Abendlands
Euer Abendland heißt Dunkeldeutschland
Ihr riecht nach dem Provinzmief hinter der Mauer
Oder dem in den Tälern der Alpen

Ihr sprecht nicht für ’89
Ihr sprecht für keine Freiheitsbewegung
Ihr seid deren Schande
Schämt euch

Auf euer Abendland haben wir ’89 gepfiffen
Darauf pfeifen wir auch heute
Unsere Solidarität den Flüchtlingen

Und immer noch sagen wir
Eine andere Welt ist möglich
Eine andere Welt ist nötig
Um alle Mauern zu stürzen

Weihnachten 2014

Die Unterzeichner:

Kerstin Ahrens (1989 Kirche von Unten), Silke Ahrens (1989 Kirche von Unten, Offene Arbeit), Susan Arndt (1989 Neues Forum/Student/innenrat HU Berlin), Judith Braband (VL/Zentraler Runder Tisch/Kuratorium Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin), Malte Daniliuk (1989/1990 Bürgerkomitee 15. Januar zur Auflösung des MfS), Bettina Dziggel (1983-89 Lesben in der Kirche, AK Homosexuelle Selbsthilfe Berlin, Gethsemanekirche), Konrad Elmer- Herzig (1989 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR), Hans-Jürgen Fischbeck (1989 Mitbegründer von “Demokratie Jetzt”, Zentraler Runder Tisch), Bernd Florath (1989 Unabhängiger Historikerverband/Neues Forum), Bernd Gehrke (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Elisabeth Gibbels ( Schriftstellerin), Andreas Heise (1989 Neues Forum), Pedro Hertel (1989 Neues Forum, Thüringen), Werner Jahn (1989 Initiative für eine Vereinigte Linke/Gruppe “Gründet Räte in den Betrieben”), Peter Jeschke (1989 Neues Forum, Runder Tisch Halle, ehemals Stadtrat), Wolfram Kempe (Schriftsteller), Samirah Kenawi (1989 Unabhängiger Frauenverband), Thomas Klein (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Lothar König (Pfarrer, JG Stadtmitte Jena), Marinka Körzendörfer (1983-89 Lesben in der Kirche, AK Homosexuelle Selbsthilfe Berlin, Gethsemanekirche), Bernd Markowsky (1976 Haft wg. Staatsfeindlicher Gruppenbildung/AKL und OA Jena), Isa-Lorena Messer (Neues Forum), Antje Meurers (1989 Neues Forum Dresden, Lehrerin), Dietmar Mielke (Friedenskreis Friedrichsfelde), Silvia Müller (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Wolfgang Musigmann (Offene Arbeit Erfurt, 1989 Mitglied des Bürgerkomitees Erfurt ), Neues Forum; Peter Neumann (1989 Neues Forum/Arbeitsgruppe Sicherheit), Angelika Nguyen (1989 Vereinigte Linke), Henning Pietzsch (1989 Offene kirchliche Jugendarbeit Jena/JG-Stadtmitte), Grit Poppe (1989 Demokratie Jetzt, Runder Tisch Bezirk Potsdam, Landesgeschäftsführerin für DJ Brandenburg), Axel Peters (Neues Forum/Besetzung Stasi-Waffenlager Kavelstorf/Besetzer der Stasizentrale in Rostock), Judith Porath (1989 Junge Gemeinde Oranienburg/Theatergruppe Theo), Elske Rosenfeld (89er Demonstrantin, Künstlerin), Rüdiger Rosenthal (1990 Grüne Partei der DDR), Wolfgang Stadthaus (1989 Friedenskreis Berlin), Torsten Schleipp (1989 Vereinigte Linke, Runder Tisch Leipzig), Andreas Schmidt (1989 Neues Forum), Andreas Schreier (Redaktion telegraph), Reinhard Schult (1989 Neues Forum, Zentraler Runder Tisch), Anne Seeck (Dresdner Subkultur, 1989 ausgereist), Wolfgang Stadthaus (1989 Friedenskreis Berlin, Dirk Teschner (1989 Kirche von Unten/Redaktion Friedrichsfelder Feuermelder), William Totok (ehem. Aktionsgruppe Banat, Publizist, Berlin), Veronika Wagner (1989 Opposition, VBK-Berlin Montagsversammlungen,-demonstrationen), Rainer Wahls (1989 Soldatenrat 8. Motschützenregiment Drögerheide/danach StuRa HU Berlin), Dirk Wassersleben (Redaktion telegraph), Albrecht Wetzel (1989/90 Bürgerkomitee 15.Januar zur Auflösung MfS), Dietmar Wolf (1989 Umweltbiblohek Berlin, Antifa Ostberlin); Jolly Zickler (1989 Kirche von Unten), Siegfried Zoels (1989 Neues Forum, Runder Tisch Berlin-Prenzlauer Berg)

Erinnerung:
Lingen demonstriert am Montag, 12. Januar gegen Pegida. 18 Uhr Bahnhof.

#NoPegida

29. Dezember 2014

Bildschirmfoto 2014-12-29 um 23.26.07
„Der Entschluss kam beim Fernsehen. Als Karl Lempert zwei Tage vor Weihnachten Berichte über die neuerliche Pegida-Kundgebung in Dresden sah, war für ihn das Maß endgültig voll. „Es hat mich unheimlich schockiert, dass die Demonstranten sogar Weihnachtslieder für ihre Zwecke missbraucht haben“, sagt der Hannoveraner im Gespräch mit NDR.de. Lempert entschloss sich spontan, etwas dagegen zu tun und startete an Heiligabend auf der Internet-Plattform change.org den Aufruf „Für ein buntes Deutschland – eine Million Unterschriften gegen Pegida“. „Ich will damit erreichen, dass sich möglichst viele Menschen klar werden, wo sie wirklich stehen“, so Lempert. „Eine Million ist das Ziel, weil das auch eine symbolische Zahl ist.“

Der Bedarf dazu ist offenbar groß. Denn die Resonanz übertrifft bisher alle Erwartungen. Am Montagnachmittag steuert sie mit schon gesammelten 213.000 Unterschriften bereits auf eine Viertelmillion Menschen zu, die den Aufruf unterzeichnet haben. „Dass das so durch die Decke geht, hätte ich nie erwartet“, sagt Lempert. „Ich habe damit offenbar genau den Nerv der Menschen getroffen.“ Viele Bürger hätten durch den Aufruf …“
[weiter auf der Seite des NDR]

Erinnerung:
Lingen demonstriert am Montag, 12. Januar gegen Pegida. 18 Uhr Bahnhof.