Nikolaus Neumann +

12. Februar 2014

Nikolaus Neumann ist tot. Nach langer Krankheit ist der Architekt am vergangenen Freitag in Oldenburg im Alter von 69 Jahren gestorben. Lingen (Ems) hat ihm besonders viel zu verdanken. 24 Jahre war Neumann Stadtbaurat in unserer Stadt. Er war oft unbequem und hartnäckig und dabei klug und von großer Gestaltungskraft. Die Lingener Stadtsanierung war sein Lebenswerk. Darin verwirklichte er den Umbau eines eher träumenden Ackerbürgerstädtchens in eine modern gestaltete, prosperierende Stadt. Ohne ihn wäre das Bild Lingens nicht so, wie es ist. Das umgebaute neue Rathaus, die Fußgängerbereiche, das Theater, der Kulturbereich um den Universitätsplatz, der Erhalt der Eisenbahnhallen sind große Projekte Neumanns. Nicht nur ich habe erst gemerkt, als er gegangen war, wie wichtig Nikolaus Neumann für unser Gemeinwesen war.

Bildschirmfoto 2014-02-11 um 23.32.20

prollig

13. März 2012

OK, man muss sich wohl damit abfinden, dass dieser Stadtbaurat aus Oldenburg kein Interesse an Stadtgestaltung zeigt und die CDU sowieso nicht. Man lässt zu und machen und Lingens Innenstadt wird mit immer mehr Werbemüll grandios zugepflastert.  Die Werbung für die Lohner Landbäckerei und die Andreasapotheke am Haus Lookenstraße 12 sind rare, löbliche Ausnahmen und wenn man sich gerade darüber freut, zerknallen die zahllosen Geschmacksverirrungen die Reste lokaler Asthetik. Besonders daneben die Bierreklame an den Gaststätten, die Lottowerbung, die Nasenschilder quer zur Hausfassade. Die neueste Verunstaltung findet sich seit der letzten Woche am Haus Neue Straße 9a, in dem früher die lokale Niederlassung der Barmer Ersatzkasse residierte und danach lange Jahre die Firma Kamphorst Immobilien.

Jetzt ziehen Rechtsanwälte  dort ein und haben das Gebäude aus den 1960er Jahren beiderseits mit prollig-billiger

GROSSWERBUNG

behängt. Aus der Wand schauen Elektrostrippen, die werbliche Geschmacksverirrung wird künftig also wohl auch noch halogenbeleuchtet. Einmal mehr wird diese missgestaltete Visitenkarte am Eingang zur Innenstadt bauaufsichtlich akzeptiert. Im Rathaus scheint sie genauso wenig jemanden zu interessieren, wie die einige Schritte entfernten, am Konrad-Adenauer-Ring dreckig-hell leuchtenden Großwerbetafeln.

Wohin dieses gleichgültige Laissez-faire führt, zeigt ein abendlicher Besuch auf dem Marktplatz. Unser historisches Rathaus, seit fünf Jahren kitschig-schräg in modernistischer Riefenstahl-Ästhetik  beleuchtet, ist durch das Haus Große Straße 2 inzwischen gestalterisch so was von in den Hintergrund gedrängt, das es mich ärgert , auch wenn mein alter Kampfgefährte Hannes Rakers dafür verantwortlich zeichnet. Sorry Hannes, ein rotes Wohnzimmersofa, ein seit fast einem halben Jahr rot strahlender Weihnachtsstern und eine sich in den Vordergrund drängende,  kleinteilige Fensterfront auf der einen und Werbeschriften an der anderen Seite mit beidseitigen Dachflächenfenstern ganz oben … der alte Stadtbaurat Nikolaus Neumann hätte das zu recht niemals zugelassen. Das konnte nur entstehen, weil der Hochschuldozent, der jetzt mehrmals in der Woche den lokalen Stadtbaurat gibt, offenbar so wenig Interesse an Lingen und noch weniger Ahnung von Stadtgestaltung hat. Allabendlich wird bekanntlich unser kleines Rathaus zu allem Überfluss zusätzlich hintergrundbestrahlt von der IntersportAdventure-Neonreklame an Huesmanns missglücktem, disproportioniertem Neubau am Ende der Großen Straße. Wer hinschaut sieht, dass das 400 Jahre alte Bauwerk nicht mehr unseren Marktplatz prägt und das ist ästhetisch eine geschichts- wie gesichtlose Unverschämtheit oder auch einfach nur schade. Im Herbst 2013 geht die 8-jährige Amtszeit des Oldenburgers zu  Ende. Sein Nachfolger wird 30 Jahre brauchen, um die Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Nomen…

10. März 2011

…est omen – oder:

Ein weiterer Beitrag zur Verunstaltung unserer Stadt durch überdimensionierte Werbeanlagen, die den Satzungsvorschriften widersprechen.

Mehr als schade für ein eigentlich pfiffiges, neues Einzelhandelsgeschäft am Beginn der Burgstraße, das dem Gegenteil dessen verpflichtet ist, was es an schlechter Gestaltung an seinen Giebel gedübelt hat. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass auch diese Verunstaltung niemanden in der Bauverwaltung zu interessieren scheint? Wie nicht weit entfernt da, wo kommerzielle Transparente von intersport adventure und Betreiber die historische Stadtansicht von Rathaus und Posthalterei beschädigen. Und deshalb schon seit fast einem Jahr entfernt werden sollen. Nichts passiert und wir erkennen die Botschaft, die da lautet: Macht einfach, wir schauen weg. Ihre Bauverwaltung.

Dabei wäre alles so einfach, würde man nur die Örtliche Bauvorschrift über die Gestaltung von Werbeanlagen (Innenstadt) beachten, die der Stadtrat 1983 nach langer Diskussion auf Empfehlung des langjährigen früheren Stadtbaurats Nikolaus Neumann beschlossen hat. Die Neumann-Satzung ist gut und gründlich. Sie  könnte ein weiteres Abgleiten in kleinstädtisches -bemühtes Werbetralala zwischen Wimpelketten, Plastikterrakotta-Imitaten, schmutzigen Fahnen, Kundenstoppern und Plastikaufklebern nebst Lichtmüll verhindern. Bloß wird sie nach dem Weggang des früheren Baurates Nikolaus Neumann nicht mehr beachtet. Aber sie soll diskutiert werden, fordert der zuständige Ausschuss seit Jahren. Die Beratung werde vorbereitet, lügt uns die Verwaltung an. Ehrlich gesagt: Auf die Beratung könnte ich sogar verzichten. Es wäre doch viel besser, wenn die Bauverwaltung darauf achten würde, dass die Regeln der gültigen Satzung einfach eingehalten werden.

n

Lächeln

27. September 2010

Ich möchte Hans-Josef Leinweber mit diesem Vergleich nicht persönlich verletzen: Die Strippenzieher der CDU um Bröring, Rolfes und Kues haben den Mann verheizt. Sie meinten, man könne den sprichwörtlichen Besenstil den traditionell konservativen Lingenern präsentieren und dann werde man es schon richten. Sie haben sich geirrt. Gründlich. Der Mann Hans-Josef Leinweber ist dabei auf der Strecke geblieben Ich fürchte, dass war den CDU-Granden letztlich egal.

Der neue Lingener Oberbürgermeister heißt seit Sonntag 18 Uhr Dieter Krone; wenn Sie es nicht glauben wollen, schauen Sie nach bei wikipedia und zwar  hier (Bildausriss re.) und hier . Der 47-jährige parteilose Oberstudienrat setzte sich deutlich gegen den Parteigänger Hans-Josef Leinweber durch. Auf Krone, unterstützt von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, entfielen 56,6 Prozent der Stimmen, (insgesamt 10539). Damit verdoppelte Dieter Krone sein Wahlergebnis der Ausscheidungswahl vom 12. September. Hans-Josef Leinweber, der nun weiter in Geeste Bürgermeister bleibt, bekam 43,4 Prozent der Stimmen (8075). Ein Desaster für die Union. Die Wahlbeteiligung lag noch etwas niedriger als bei der ersten Wahl vor zwei Wochen. Nur 43,8 Prozent der rund 43000 Wahlberechtigten gingen am Sonntag zur Wahl. Ein Desaster für jeden Demokraten.

Lingen debattiert heute über die Gründe der Abwahl des CDU-Kandidaten. Ich sehe eine Handvoll:

  • Bundesweit befindet sich die CDU in einer schweren Krise. Die von ihr geführte schwarz-gelbe Bundesregierung macht keinen guten Job. Sie präsentiert sich von den Hoteliers bis zu den Stromkonzernen als bloße Lobbyisten-Regierung und schröpft die kleinen Leute. Zuletzt an diesem Wahlsonntag die HartzIV-Empfänger mit einer arrogant-läppischen Neubemessung der monatlichen Sozialleistung. Dafür erteilt der Wähler die Quittung.
  • In Lingen hat die CDU die Wähler durch haarsträubende inhaltliche Fehler vor der Kopf gestoßen. Während in Schepsdorf die Bürgerinitiative -dank Lohnes Bürgermeister Eling- gerade noch eingefangen werden konnte, wurden die Gutsherren-Entscheidungen gegen den Altenlingener Forst oder für Klientelpolitik in Baccum zum Desaster. Die CDU hat die Menschen von oben herab erleben lassen, was sie von ihnen und ihren Sorgen hält: Nicht viel, meinen die Menschen, etwa die in Damaschke, die unter dem Verkehrslärm leiden.
  • Nach einer desaströsen Kandidatenkür präsentierte die Lingener CDU mit Hans-Josef Leinweber einen überforderten Kandidaten. Seine Arbeit, so der Eindruck der Wähler, mochte für Geeste ausreichen. Ihm Lingen anzuvertrauen, wollten sie nicht. Zuletzt offenbarte er dann noch in der Diskussion um den Standort für das Güterverkehrszentrum, dass er es auch mit der Wahrheit nicht so genau nahm.
  • Die CDU und folgerichtig ihr Kandidat konnten den Wählerinnen und Wählern nicht aufzeigen, wohin die Reise für Lingen und seine Menschen  gehen soll. Ein Musterbeispiel ist das Projekt Emsland-Arena. Es ist nicht nur finanziell gescheitert, sondern vor allem weil die Bauverwaltung unter dem Dezernenten L. grottenschlechte Arbeit abgeliefert hat. So etwas hätte es unter der Lingener CDU mit Karl-Heinz Vehring, Nikolaus Neumann, Bernhard Neuhaus oder Hans Klukkert niemals gegeben. Die CDU hat ihre inhaltliche Seriosität -für jeden, nur nicht sie selbst erkennbar- verloren. Und das trotz einer stets beflissen wirkenden Lokalpresse. Deutlich werden konnte der Verlust an Zuverlässigkeit für viele Lingener durch neue Medien, d.h. das Internet und so freundliche Einrichtungen wie diesen Blog, Twitter, Facebook usw.
  • Verloren hat die CDU auch, weil ihre moralische Überinstanz, die katholische Kirche, in diesem Frühsommer an sich selbst zerbrochen ist. Auch in Lingen lassen sich die Menschen nicht mehr von Moralwächtern und Strukturen gängeln und beeinflussen, die sich als amoralisch entlarvt haben. Die Kehrseite derselben Medaille: Auch in Lingen erkennen und stört es viele, dass einige gleicher sind als andere, wenn sie z.B. Baudenkmale zerstören oder Gestaltungssatzungen missachten dürfen, wenn sie überdimensionierte Biogasereien bauen  und  die CDU all dies billigt und wenn nicht einmal 800 Protestunterschriften in einem Stadtteil mit 3000 Einwohnern angemessen behandelt  sondern sie dem Anlagenbetreiber zugänglich macht, der dann Druck gegen Unterzeichner und ihre Familien aufbaut.

Der Musiklehrer Dieter Krone war in dieser Situation sozusagen der Gegenentwurf. Er war ein glaubwürdiger Kandidat, dem  die vielfach diskreditierte CDU nichts entgegenzusetzen vermochte, obwohl Dieter Krone inhaltlich eher unscharf blieb. Daher hat er diese OB-Wahl überzeugend und zu recht gewonnen. Trotz der (zu) niedrigen Wahlbeteiligung. Hoffen wir, dass er das hält, was sich die Lingener vom neuen Ehrenmitglied der Kivelinge versprechen. Das Schwerste, Dieter Krone, ist Glaubwürdigkeit. Sie gibt es nicht, wenn man nur in das Objektiv der Lokalzeitung lächelt. Aber ich glaube, das wissen Sie.

Sünden

6. Juli 2010

Unter dem Motto „städtebauliche Fehlleistungen, Planungs- und Bausünden“ lädt die SPD-Stadtratsfraktion zu einem Stadtrundgang ein. Geführt wird die Veranstaltung vom Fraktionsvorsitzenden der SPD, Hajo Wiedorn, der auch stellv. Vorsitzender des städtischen Planungs- und Bauausschusses ist. Der Rundgang beginnt am Donnerstag, den 8. Juli 2010, um 19.00 Uhr  am Konrad-Adenauer-Ring/Zum neuen Hafen und endet am Bahnhof. Die SPD lädt alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, sich bei dieser Gelegenheit über die aktuellen Bauvorhaben in der Lingener Innenstadt informieren zu lassen.
Das wird ein interessanter Rundgang, und ich empfehle teilzunehmen -auch auf die Gefahr hin, dass es ein bisschen Wahlkampfgeklingel wird.

Sie werden wichtige Informationen gewinnen und sehen, was sich eigentlich in Lingen in den letzten zehn Jahren verändert hat, seit dem Stadtbaurat Nikolaus Neumann seinen Posten räumte. Im Kern werden Sie feststellen: Niemand im Rathaus hat ein Vorstellung davon, wie unsere Stadt aussehen soll. Niemand hat die Kraft, egoistische Vorhaben oder z.B. die Zerstörung von Baudenkmalen zu stoppen. Statt dessen kann jeder Investor zügellos machen, was er will, und  ab und zu wird teuer ein bisschen Gestaltung eingekauft, die bisweilen wie ein Fremdkörper wirkt – allemal dann, wenn wenige Meter entfernt, Dreck und Siff, schmutzige Fahnen, gestalterischer Pfusch (Foto © privat) oder defektes Straßenpflaster ins Auge springen und niemanden zu interessieren scheinen, schon gar nicht den Oldenburger G., der noch als Stadtbaurat fungiert.

Lüge

7. Mai 2010

„Das Haus hat einen Keller. Aber der steht völlig unter Wasser. Deshalb soll er zugeschüttet werden“, sagte Stadtbaurat L. in der Sitzung des Planungs- und Bauaussschusses am 5. Mai in seinem Beitrag zum 85 %igen Abriss des  denkmalgeschützten Hauses Lingen Marienstraße 16. Die Aussage war eine Lüge.
Wir sehen rechts und unten Fotos aus dem Keller Marienstraße 16, aufgenommen am 07. Mai 2010. Kleine Feuchtigkeitsstellen, sonst trocken. Die folgerichtige Frage ist, wo hat Stadtbaurat L. noch gelogen? Z.B. bei der Erklärung, dass der Mieter seinen Ladeneingang unbedingt in die Marienstraßenseite des denkmalgeschützten Bauwerkes brechen will? Dass die Verlagerung des Ladeneingangs um 5 m nach rechts in den Freiraum zum nächsten Haus Marienstraße 18 den Mietvertrag platzen lässt? Wer ist überhaupt der ominöse Mieter? Will dieser Mieter tatsächlich einen Textilladen unter Vernichtung eines Baudenkmals? Was hat der Mieter zur Stadtbaurat L. gesagt?

Das Haus Marienstraße 16, das ehemalige „Hotel zur Post“ (Stadtbaurat L. falsch: „die alte Post“)  entstand zwischen 1875 und 1890. (Mehr… ) Seit rund 30 Jahren ist es als Baudenkmal geschützt; das geschah zu einer Zeit, in der sich alle Ratsvertreter und der -heute übrigens schwer erkrankte- damalige Stadtbaurat Nikolaus Neumann ihrer Verantwortung für Stadtgeschichte und Stadtbild sehr bewusst waren und danach handelten. Vor fünf Jahren verpflichtete sich der Eigentümer Josef Berning vertraglich, das Baudenkmal Marienstraße 16 zu erhalten. Dafür änderte die Stadt im Gegenzug den Bebauungsplan und B. darf seither das rückwärtige Grundstück vollständig bebauen.  Jetzt wird es vernichtet. Es bleiben lediglich zwei Umfassungsmauern stehen, derweil zum Haus Marienstraße 14  (mitten in der Fußgängerzone) ein Pkw-Einstellplatz „für Behinderte“ und eine tote Pi….ecke 3m breit und 15 m tief entsteht. Der Neubau besteht ansonsten aus einem eingeschossigen Billigputzbau ohne Untergarage, ohne Wohnungen, ohne Abschluss zur Straße am Pulverturm. So primitiv begreift Stadtbaurat L. offenbar Stadtarchitektur. Es ist zum Heulen, was dieser Mann schon jetzt nach drei, vier Jahren aus  Jahrzehnten sorgfältiger Stadtgestaltung gemacht hat.

Übrigens besteht die Kellerdecke des vollständig unterkellerten Baudenkmals besteht aus einer gemauerten „Deutschen Kappendecke“, also aus gewölbtem Mauerwerk zwischen (Eisenträger) I-Profilen. Sie stellt eine das Gebäude aussteifende Horizontalscheibe dar. Mich würde es deshalb nicht wundern, wenn man durch das geplante Entfernen dieser Kellergeschossdecke, die Standsicherheit des Hauses massiv beeinträchtigt, so dass im Zuge der Bauarbeiten ein Komplettabriss zwangsläufig wird. Mir fallen auch die rücksichtslosen, 10 cm großen Kernbohrungen auf, mit denen der Eigentümer im letzten Jahr die angebliche Baufälligkeit des Gebäudes (vergeblich) beweisen wollte.

Seit heute – 7.5.2010-  ist das von Stadtbaurat L. faktisch erlaubte Werbetransparent nicht mehr zu sehen. Es zeigt sich die traufenständige, zweigeschossige Fassade aus rotem Ziegelmauerwerk mit ähnlichem Schmuckformen wie (noch) bei dem benachbarten Haus Marienstraße 14. Die Bebauung erfolgt vor 130 Jahren übrigens ohne jede Reglementierung – also wie heute. Heute allerdings besteht die gesetzliche Verpflichtung, ein  Baudenkmal zu schützen und zu erhalten. Stadtbaurat L., CDU und Eigentümer treten diese Verpflichtung mit Füßen.

In einer Zeit, in der das bloße Wegwerfen von Papier als Straftat geahndet werden kann, ist diese egoistische Zerstörung historischen Kulturguts gesichts- und geschichtslos. In unserer Stadt, die im 19. Jahrhundert arm und hinterwäldlerisch war, gibt es aus dieser Zeit nur sehr wenige Kulturdenkmale. Zwei von ihnen werden jetzt von einem unfähigen, unwahrhaften Stadtbaurat und einer ihm und seinen Unwahrhaftigkeiten kritiklos folgenden Ratsmehrheit ohne Not vernichtet – aus reiner bequemlichen Beliebigkeit. Ich nenne dies schäbig.

Letzte Frage: Ist der Bauherr Mitglieder der CDU,  hat er Zuwendungen an sie gemacht und wenn ja, welche und warum?

Chance

1. Mai 2010

Das Ende der beiden letzten Baudenkmale in der mittleren Marienstraße naht. Nun gibt es Zeitgenossen, die das ganz ok und Denkmalschutz überflüssig finden. Ein Kollege meiner Frau beispielsweise meinte, das ehemalige „Hotel zur Post“ sei ja so verkommen, das müsse einfach weg. Dass dies am Vertragsbruch des Kaufmanns Josef Berning liegt, war ihm egal. Tatsächlich liegt für den Abriss des „Hotel zur Post“  aktuell ein neuer Bauantrag vor. Anschließend wird nichts Denkmalartiges mehr bleiben. Nur ein bisschen Fassade vor einem schuhkartonartigen Putzklotz bis zur Straße am Pulverturm. Natürlich nur Kommerz und ohne Innenstadtwohnungen. Die Fassadenstücke bleiben, damit Investor Berning  Steuern sparen kann.
Auch die Nachbar-Villa Marienstraße 14 ist vor ein paar Wochen an einen „Investor“ verkauft worden. Der will an der rückwärtigen Seite einen weißen Putzbau an das Denkmal kleben und vorn einen eckigen Glaszugang mit in die Fassade hineingebrochenem Zugang (Planskizze re.). Im Ausschuss wurde der Katastrophenplan Eckige-Glastür-vor-gerundetes-Zielmauerwerk beklatscht. Die bisweilen etwas eigensinnig wirkende Ratskollegin Birgit Kemmer übernahm den Part von Renate Seiler (CDU) und jubelte: „Gut, dass überhaupt etwas passiert“ und CDU-Ratsherr Dr. Karl-Heinz Vehring jun. schwadronierte etwas über „alt und neu, das immer gut“ zusammenpasse. Dabei ist für jeden sichtbar, dass das Planvorhaben Marienstraße 14 mit dem Schutz eines Baudenkmals soviel zu tun hat wie die Arbeit des noch amtierenden Stadtbaurats L. mit kluger Stadtgestaltung. Nichts.

Baldur Köster (Berlin) hat bekanntlich über Lingens Architektur bis 1930 ein aufschlussreiches Buch geschrieben, das es noch antiquarisch zu kaufen gibt (Interesse?). Ich erinnere mich noch daran, wie klug der damalige Stadtbaurat Nikolaus Neumann in den 1980er Jahren in den Ratsausschüssen für die Finanzierung dieses Werkes warb. Im Nachhinein ist Kösters Bestandsaufnahme sicherlich ein Glücksfall für die Stadt (und gleichermaßen ein Vermächtnis von Nikolaus Neumann).

Nach Köster entstand die Villa Marienstraße 14 zwischen 1875 und 1890: „Es ist das erste, das sich von der Straßenflucht zurückzieht und als Trennung zwischen öffentlicher Straße und individuellem Wohnen einen schmalen, aber privaten Vorgarten einschiebt, und darüber hinaus den Eingang von der Straßenseite sichtgeschützter an die Nebenseite verlegt“, schreibt der Architekturkritiker. Das gab „es bis dahin nur bei herrschaftlichen Häusern; die Vorliebe zum „individuellen Wohnen“ dauert bis heute an.“

Und während ich Freitagfrüh darüber nachdachte, ob man vor jeder Plaungs- und Bauausschusssitzung den Stadtbaurat L. ein Kapitel aus Kösters Buch vorlesen lassen solle, damit dieser Oldenburger Importkaufmann unsere Stadt kennen lernt und die Ratskollegen zugleich mehr Sensibilität für Stadtkultur und Stadtgeschichte entwickeln können, las ich Beeindruckendes: Das Bundesverfassungsgericht hat die hohe Bedeutung des Denkmalschutzes betont. In einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss verwarfen die Karlsruher Richter die Verfassungsbeschwerde eines Mannes, dem die Genehmigung für den Abriss eines denkmalgeschützten Gebäudes versagt worden war. Er müsse seine Investitionsabsichten dem Gemeinwohl, dem Denkmalschutz unterordnen.

In Lingen feixen die Verantwortlichen im Chor mit den Investoren über solche Meinungen. In unserem Städtchen  braucht niemand vor das Verfassungsgericht zu ziehen. Da haben „Geld-in-die-Hand“-Abrisse Tradition und Denkmalschutz hat in Lingen (Ems), zumal unter Stadtbaurat L., praktisch keine Bedeutung. Statt dessen wird die Stadt durch die vielen, von Stadtbaurat L. zu verantwortenden architektonischen Sünden missgestaltet. (Skeptisch? Nun, dann stellen Sie sich einfach auf den Marktplatz und schauen auf das, was wuchtig zwischen Rathaus und Posthalterei am Ende der Großen Straße wächst…)

Nach Ansicht des Verfassungsgerichts beeinträchtigt eine versagte Abrissgenehmigung zwar die Eigentümerbefugnisse, sie belaste aber grundsätzlich nicht unverhältnismäßig. Angesichts des „hohen Ranges des Denkmalschutzes“ müsse der Eigentümer es grundsätzlich hinnehmen, dass ihm möglicherweise eine rentablere Nutzung des Grundstücks verwehrt werde. Das Eigentumsgrundrecht schütze „nicht die einträglichste Nutzung des Eigentums“. Anders liege der Fall dann, „wenn für ein geschütztes Baudenkmal (internationales Baudenkmalzeichen lks.)  keinerlei sinnvolle Nutzungsmöglichkeit mehr besteht“.

Dann weist das Verfassungsgericht noch darauf hin, dass die Sozialbindung maßgeblich auch davon beeinflusst wird, ob ein Eigentümer die entsprechende Belastung gekannt oder „zumindest das Risiko einer solchen Belastung beim Grundstückserwerb bewusst in Kauf genommen hat (vgl. BVerfGE 102, 1 <21 f.>)“. In Lingen hingegen will Stadtbaurat L. sogar Denkmal-Abrisse genehmigen, obwohl sich Eigentümer Josef Berning 2005 im städtebaulichen Vertrag mit der Stadt zum Erhalt des Denkmals Marienstraße 16 verpflichtet hat und deshalb zur Belohnung auch noch das Restgrundstück zu 100 % bebauen darf, was vorher versagt war.

Ja, es wird Zeit mit diesem schrecklichen Filz aufzuräumen. Die OB-Wahl 2010 gibt dazu die Chance.

Begrüßung

25. März 2010

Von Nordosten über die B213 in die Stadt hinein fahrenden Besuchern und Bewohnern bietet sich seit Jahresbeginn dieses wunderschöne Straßenbild der Straßen(b)randbebauung an der Haselünner Straße. Jedes Gemeinwesen präsentiert sich eben so, wie es den Verantwortlichen beliebt. Hier beliebt es insbesondere dem Stadtbaurat L. so. Auf Frage des Planungs- und Bau-Ausschussvorsitzenden Reinhold Diekamp (CDU), ob gegen die Ruinen (an der Meppener Straße 124 befindet sich ebenfalls ein ausgebranntes Gebäude) nicht etwas unternommen werden könne, meinte L., das gehe nicht.  Dafür gebe es keine Handhabe, da könne man halt nichts machen. Es ist zwar ein Gerücht, dass Reinhold Diekamp deshalb am Dienstag in die Ukraine abgereist ist (tatsächlich begleitet er einen Hilfstransport).

Aber die Baurat-Aussage offenbart zweierlei: Zum einen Unkenntnis; denn zu den klassischen polizeirechtswidrigen Zuständen zählen Brandruinen. Zum andern Hypothekenrecht: Noch so viel Bürgerengagement in einer Kommune kann einen so wenig kundigen und am Stadtbild so desinteressiert wirkenden Stadtbaurat nicht kompensieren. Also sehnen wir uns doch einfach nach den Zeiten des Vorvorgängers Nikolaus Neumann, der wusste, wie er seine Stadt wollte, und der nicht mangels eigener Vorstellungskraft nur Ideen á la Licht-Brandi und Gedankenstrich-Schonhoff von außen teuer zukaufte. Wann nimmt Herr L. also seinen Abschied?

(Foto: Haselünner Straße mit Straßen(b)randbebauung im März 2010; © ich)

Transparent

31. August 2009

CIMG7093Vor dem Lingener Haus Marienstraße 16, dem langjährigen „Hotel zur Post“, gelegen direkt gegenüber des Eingangs der „Lookentorpassage“,  hängt seit ein paar Tagen ein Transparent (Foto lks). Es soll Investoren locken, und es zeigt, wie sich Investor Josef Berning das künftige Äußere dieses Baudenkmals vorstellt: Ein die Proportionen, die Gliederung und das Erscheinungsbild des Gebäudes radikal vernichtendes Glastor, das den Weg zu einer großflächigen Verkaufsfläche im Inneren eröffnen soll.

Warum ist das so?

Der  ehemalige Stadtbaurat Nikolaus Neumann konnte in den 1980er Jahren den Stadtrat davon überzeugen, die historischen Gebäude der Stadt in einer beeindruckenden Buchdokumentation festzuhalten: Baldur Kösters „Lingen -Architektur im Wandel von der Festung zur Bürger- und Universitätsstadt bis zur Industriestadt (bis 1930).“ (Interesse?) Das Buch ist Neumanns bleibender Verdienst und Mahnung zugleich. Der Berliner Architekt Baldur Köster hat in ihm die Architektur in Lingen  beschrieben und u.a. dargelegt, dass das Gebäude Marienstraße 16 zwischen 1875 und 1890 errichtet wurde. Es ist ein

„zweigeschossiges, massives Wohnhaus mit schwach geneigtem Satteldach, traufenständig zur Marienstraße. Sichtbares Mauerwerk mit ähnlichen Schmuckformen wie am (Nachbar-)Haus Nr. 14. Teilung der Fassade horizontal durch die Sockelleiste, Gurtleiste und Gesimsleiste, vertikal durch Lisenen. Auch hier sind die Brüstungsfelder durch Keramikplatten geschmückt. Die Traufseite ist fünfachsig geteilt, die Giebelseite dreiachsig.“

Bei der Aufstellung des gültigen Bebauungsplans vor knapp 20 Jahren wurde das villenartige Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Damals erkannten die Ratsvertreter: Es gibt nicht mehr viele Häuser aus dieser Gründerzeitperiode. Seither geht es seltsamerweise mit dem Haus bergab. Vertraglich  verpflichtete sich zwar 2004 Investor Josef Berning dazu, das Baudenkmal Marienstraße 16 zu erhalten; zuvor hatte er es von der reformierten Kirchengemeinde erworben. In dem Vertrag eröffnete ihm im Gegenzug die Stadt Lingen (Ems) die Möglichkeit, den großen Bereich zwischen dem Gebäude und der Straße „Am Pulverturm“  fast vollständig zu bebauen. Seither tut Josef Berning für das Haus nichts, um sein gegebenes Wort zu erhalten. Im Gegenteil: Er lässt das Haus verfallen, dessen Erwerb ihm niemand aufgezwungen hat.

Der Vertragsbruch ist für OB Heiner Pott, Stadtbaurat Georg Lisiecki und die CDU, wie es aussieht, kein Problem. Dort wird offenbar nur erwartet -Sie kennen schon diese Handlungsmaxime- dass Josef Berning „Geld in die Hand“ nimmt und irgendwas macht. Eigentlich ist es egal, was er dann macht, so scheint es. Bisweilen ist die Rede vom „Schandfleck, der weg müsse“ und dann behauptet der vertragsbrüchige Investor auch noch, dass Haus Marienstraße 14 sei mit wirtschaftlichem Aufwand nicht zu erhalten – übrigens nicht ohne sich zugleich eine Bescheinigung zu sichern, dass es ein Baudenkmal im Sinne von § 82 i Einkommensteuer-Durchführungsverordnung sei. Während Heiner Pott in seiner Neujahrsansprache 2008 ankündigte, der niederländische HEMA-Konzern werde dort ein Kaufhaus eröffnen, wissen die Holländer nichts davon. Die Folge: Jetzt ist das Haus mit dem erwähnten überdimensionierten, im Ziegelmauerwerk verdübelten Transparent teilverhüllt. Das heißt unverhohlen: Es naht sein Ende. Die politische Mehrheit wird dies abnicken. Man kennt sich. Deshalb unternimmt auch niemand etwas gegen den schäbigen Zustand und den zunehmenden Verfall des Hauses. Man lässt machen, auch die neuen, auf dem Transparent angeschlagenen Pläne hat der zuständige Ratsausschuss nicht gesehen. Er wird der Vernichtung des Baudenkmals sowieso zustimmen.

Dabei drängt sich geradezu auf, wie das Baudenkmal Marienstraße 16 erhalten werden kann, nämlich durch einen seitlichen, zum Haus Marienstraße 14 gelegenen Zugang. Etwas zurückhaltender als das „angedachte“, reichlich prollig wirkende Glastor, aber dafür den Charakter des Hauses aus dem 19. Jahrhundert schützend.

Leider ist es nach dem Abgang von Baurat Nikolaus Neumann so, dass im Lingener Rathaus niemand mehr Respekt vor Baudenkmälern hat. Sie werden daher nicht so behandelt, wie man das ohnehin nur sehr schmale kulturhistorische Erbe in unserer Stadt  behandeln darf. Selbst das historische Rathaus von 1663 sieht daher inzwischen fast so aus wie eine Eisbude in Miami; dafür sorgt eine seltsame abendliche Beleuchtung, die aber modern sein soll. Um, leicht abgewandelt, dem amtierenden Stadtbaurat sein eigenes Zitat unterzuschieben : „So beleuchtet man eben heutzutage!“ Hinzudenken dürfen Sie mit Blick auf  das Haus Marienstraße 16: „So beseitigt man eben heutzutage Baudenkmale!“ Und die Identität der Stadt gleich mit.

Lünne

23. Juni 2009

tn_wohn_see_03„Am (Sonntag) 28. Juni 2009 veranstalten die Architektenkammern Niedersachsen und Bremen den 14. „Tag der Architektur“. Zum dritten Mal kooperieren die Architektenkammern Niedersachsen und Bremen, um Bauherren und Architekturinteressierten insgesamt 116 Objekte von Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten vorzustellen. In insgesamt 58 Orten haben ausgewählte Projekte – dazu zählen private Wohnhäuser, Schulen, Kindergärten, Gewerbebauten, Garten- und Parkanlagen – zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Die Besucher können sich direkt vor Ort ihr eigenes Bild von der Architektur machen. Architekten sind anwesend und beantworten sämtliche Fragen zur Planung und Realisierung.“ So kündigen die Architektenkammern ihren TdA an.

Mir fallen dazu drei Punkte ein und auf:
Erstens gibt es nur ein einzelnes Bauwerk im Landkreis, das am Sonntag beim „TdA“ präsentiert wird. In Lünne haben vor zwei Jahren die Architekten Stephanie Löning und Jürgen Schwegmann (B-Werk Architekten+Innenarchitekten, Spelle) ein eingeschossiges Wohnhaus am Lünner See 77 für die Bauherrn Martina  und Michael Roling errichtet (Foto). Es besteht aus einem Schlafbereich sowie einem Wohn-, Koch- und Essbereich mit zum See ausgerichteter Glasfassade und vorgelagerter Terrasse. Das Gebäude gliedert sich in den weiß geputzten höheren Wohnbereich und den grau geputzten niedrigeren Schlafbereich mit Carport und Nebengebäude. Ein Holzweg verbindet die Wohnhausterrasse mit der am Ufer gelegenen Seeterrasse. Führungen am „Tag der Architektur“ finden um 11, 14 und 16 Uhr  statt.

Zweitens ist Lingen schon traditionell unter den präsentierten Bauwerken nicht vertreten (s. 20082007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001); in diesem Jahrzehnt gab es in neun Jahren überhaupt nur zwei Auftritte, 2005 und 2002. Und so denke ich an die Bilder dieser Lingener  Zweckarchitektur, die achselzuckend von der Bauverwaltung zu Beginn vieler Sitzungen des Lingener Planungs- und Bauausschusses präsentiert wird. Meist heißt es durch Stadtbaurat Lisiecki: „Der Bebauungsplan lässt das zu.“ Irgendjemand von der CDU setzt dann reflexhaft hinzu, wie wichtig es doch sei, dass „der Bauherr dafür Geld in die Hand nimmt“. Und das war’s dann. Zusammen reicht es den Protagonisten als Qualitätskriterium, und ich empfinde zunehmend, wie sehr im Rathaus  ein Hochbauarchitekt fehlt, der eine Vorstellung davon hat, wie Lingen gestaltet werden und aussehen soll. Amtsvorvorgänger Nikolaus Neumann war so einer und der ist angesichts mancher architektonischer Fehlgriffe  inzwischen einfach aus Lingen geflüchtet.

Jüngstes Beispiel: Zwei Bauvorhaben im sensiblen Innenstadtbereich zwischen Schlachterstraße und Elisabethstraße. Drei Kneipen sollen entstehen, fast ohne Wohnraum, aber mit Garage und in Buntputz. Architektonisch anspruchslos, nicht zeitgemäß aber auch  ohne Rücksicht auf regionale Bautradition, auf die Nachbarhäuser und auf das Gesamtensemble. Billigbauten – so mein Eindruck. Gut, dass der Ausschuss die Verwaltung um Stadtplaner Lisiecki aufforderte, mit den Bauherren nachzuverhandeln. 

Drittens muss ich an Entertainer Harald Schmidt denken: „Zwischen Rheine und Leer hält er nicht mehr!“  sagte Schmidt, als er einst in seiner SAT1-Show über das Emsland kalauerte. 2009 ist das Emsland auf der interaktiven Karte des Tag der Architektur insgesamt ein weißer Fleck. Tatsächlich ist der Architekturzug offenbar in diesem Jahr gar nicht erst ins Emsland gefahren – ausgenommen Lünne. Schade, denn pfiffige Architekten gibt es doch auch bei uns.

(Foto: © B-Werk, Spelle)