The Toasters

19. April 2017

The Toasters
World Tour 2017
Lingen (Ems)  – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 40
Freitag, 28.04.17 – 21 Uhr
Karten: 13,00 Euro + VVK – online 15.30 Euro
Die Toasters sind eine Legende. Seit weit mehr als 30 Jahren auf der Bühne, haben sie eine Weile die Two Tone Ära fast im Alleingang am Leben erhalten. Darüber sind sie zurecht Ikonen geworden.
1981 von Exil-Engländer Rob ‚Bucket‘ Hingley an der Lower East Side Manhattans gegründet, strahlt der Toasters-Sound aus World-Beat, Soul, Rap, Rocksteady, Reggae und Ska mit Rock- und Punkeinflüssen heller, als der so ziemlich jeder anderen Ska-Band. Kein Wunder, sind die New Yorker doch durchwegs grandiose Musiker.

Dippoldiswalde

31. Oktober 2016

Ohne (weitere) Worte:

dippoldiswolde

Lingen – New York

6. Januar 2016

Über die Mühen der politischen Arbeit in der Provinz

Teil 1
Anfrage und Antwort im Rat  2014

Lingen (Ems) – Ratssitzung am 22.10.2014

TOP 12.3 Abbau von Telekommunikationsstellen
Herr Koop bat um Prüfung, inwiefern die von der Telekom geplante Einrichtung von sog. HotSpots, welche teilweise an Telekommunikationsstellen geknüpft sein sollen, durch den Abbau dieser Telekommunikationsstellen gefährdet sei….

Ratssitzung am 26.11.2014
…Herr Krone informierte, dass die Telekom Deutschland GmbH für die Einrichtung von HotSpots folgende Standorte/Bereiche mit entsprechend viel Publikumsverkehr ausgewählt habe:

Am Markt 2
Am Wall Nord 31
Bernd-Rosemeyer-Straße 18
Große Straße 22
Lookenstraße 20
Marienstraße 18
Neue Straße 1 …

Die Reichweite der HotSpots sei abhängig von der örtlichen Bebauung und betrage ca. 100 Meter Sichtweite.

Herr Krone teilte abschließend mit, dass somit keine HotSpots durch den Abbau der Telekommunikationsstellen an den Standorten Langschmidtsweg 35, Burgstraße 28, Kiesbergstraße 87, Nordhorner Straße 15, Altenlingener Weg 48, Jägerplatz 1 und Forstweg 10 betroffen seien (Planungs- und Bauausschuss am 15.10.2014 [Presse], Vorlage 320/2014).

 

Teil 2
Was andernorts möglich ist: Beispiel New York
[vom Kraftfuttermischwerk]

New York macht aus alten Telefonzellen WLAN-Hotspots

Bildschirmfoto 2016-01-05 um 21.11.25

Mal unabhängig von der Art der Betreibung ist das technisch eine vorbildhafte Innovation, finde ich.

Es soll das schnellste und größte städtische WLAN-Netzwerk der Welt werden: Das Projekt „Link NYC“ will 7500 Internetstationen mit superschnellem WLAN in die Straßen von New York bringen. Dafür werden derzeit ausrangierte Telefonzellen umgebaut. Der erste umgerüstete Netzkiosk ist am Dienstag in der Third Avenue enthüllt worden, schreibt die „Financial Times 

[…]

Bis Mitte Juli sollen bereits 500 weitere Internetstationen online sein.“
(mehr bei Spon)

Die Zellen, die dann zu Säulen werden, werden über einen Touchscreen verfügen, über den Nutzer auf Apps zugreifen können. Es werden USB-Ports zur Verfügung stehen, um leere Akkus zu laden und auch das Telefonieren innerhalb der USA wird von dort aus möglich sein. Notruf sowieso. Soweit zumindest die Vision von Link NYC.

Guckt mal, Berlin, München, Hamburg, Köln, Leipzig, Eisenhüttenstadt! [und Lingen!]

2

Blue Mountain

1. Juli 2013

Bildschirmfoto 2013-07-01 um 22.46.38Neues vom Fracking. Die Kritiker der umstrittenen Gasfördermethode  melden dies:

In Niedersachsen bekommen Heuschrecken-Firmen eine Aufsuchungserlaubnis! Unter Wiki steht bei Heuschreckendebatte: Der Begriff „Heuschreckendebatte“ wurde im April und Mai 2005 geprägt. Auslöser war eine Äußerung des damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering. Er verglich das Verhalten mancher „anonymer Investoren“ mit Heuschreckenplagen. „Heuschrecken gelten im deutschen politischen Sprachgebrauch seitdem als eine abwertende Tiermetapher für Private-Equity-Gesellschaften sowie gegen andere Formen der Kapitalbeteiligung mit mutmaßlich zu kurzfristigen oder überzogenen Renditeerwartungen, wie Hedge-Fonds oder sogenannte „Geierfonds“.
Fazit: Wenn solche Firmen dem Landesbergamt in Niedersachsen zuverlässig erscheinen, können wir uns gut vorstellen, wie ort gearbeitet wird. Man ist quasi nur Erfüllungsgehilfe der Industrie.

Unter utopia ist dieser interessante Bericht zu finden.

Wer versteckt sich hinter dem Firmennamen „Blue Mountain Exploration LLC“?

Jetzt sollte das Landesbergamt LBEG in Niedersachsen entscheiden: ein Unternehmen aus dem Ausland beantragte, nach Erdöl und Erdgas suchen zu dürfen, und zwar in mehreren niedersächsischen Gebieten, darunter eines mit 880 km Fläche im Bereich Lüneburg-Harburg „Feld Oldendorf“. Das LBEG suchte den Ordner mit seinen Vorschriften heraus und prüfte, ob die Firma die erforderliche Zuverlässigkeit aufweise, fachlich zu den beantragten Arbeiten in der Lage sei und das Ganze auch finanzieren könne. Das waren die Prüfkriterien lt. Bundesberggesetz. Geprüft – getan, die Firma bekam die Erlaubnis und damit einen Fuß in der Tür, später auch die Genehmigung zur Förderung zu erhalten.

Nun wollten die Bürger plötzlich wissen, was das denn für eine Firma ist, die unter ihren Füßen nach Gas suchen und das dann unkonventionell fracken wollte. Der Name wurde bekannt gegeben: Blue Mountain Exploration LLC. Das war zunächst alles, was die Bürger zu wissen kriegten. Es kursierte auch noch eine New Yorker Anschrift, aber einer der Bürger hatte bei Google Streetview nachgeguckt (muss ja auch mal zu was gut sein) und festgestellt, unter der Adresse werden ganz andere Geschäfte betrieben.

….

Versuchsweise haben kritische Bürger nun  mal an die (Briefkasten-?)Adresse in New York geschrieben und an Herrn M. in London. Vielleicht könnten gut informierte Kreise wie Prism oder Tempora weiter helfen. Die biisherige  Zwischenbilanz ist allemal mager: Die Bürger sind einer Firma ausgeliefert, die sie nicht kennen, die wahrscheinlich ein sogenannter Projektentwickler ist, der das Feld vorbereitet und dann die Rechte meistbietend weiter verhökert (Exxon ist hier in der Gegend schon tätig, und RWE). Dabei dürfte es um eine möglichst hohe Rendite gehen. Das technisch empfindliche Projekt “Fracking” liegt also zunächst wohl in den Händen einer Heuschrecke. Okay, Heuschrecken haben keine Hände. Aber das macht es auch nicht besser.

 

Quelle PM und
Das putzige Firmenverstecken im Erdgasgeschäft | klangengel | klangengel | Utopia.de.

Schönes Lünne 7

11. Mai 2011

Die vielfach, auch im benachbarten Lünne geäußerten Bedenken gegen die Förderung von Schiefergas aus Gesteinsschichten mittels der sog. Fracking-Methode finden zunehmend wissenschaftliche Unterstützung. Um die in Gesteinsformationen eingeschlossenen Schiefergase in mehreren hundert Meter Tiefe zugänglich zu machen, wird bekanntlich das Gestein zunächst angebohrt und dann unter hohem Druck mit chemikalienangereichertem Wasser aufgebrochen (Hydraulic Fracturing, auch Fracking genannt). Die in den vergangenen Jahren dazu entwickelten Spezialbohrer, die die Gasförderung erst möglich machen,  bohren sich dabei zunächst senkrecht in die Erde, um dann nach dem Erreichen der gasführenden Gesteinsschichten in die Waagrechte abzuknicken. Da das Gestein, in dem das Gas gefangen ist, nicht durchlässig ist, werden dann künstlich Klüfte geschaffen, indem Chemikalien und mit Sand vermischtes Wasser unter hohem Druck in das Bohrloch geschossen werden.

Wird verstärkt mit dieser umstrittenen Methode nach Erdgas gebohrt, kann aber nach einer neueren US-Untersuchung die Trinkwasserqualität in der betroffenen Region beeinträchtigt werden. Das haben US-Forscher von der Duke University (US-Bundesstaat North Carloina) jetzt herausgefunden. Sie hatten dazu Brunnenwasserproben in den US-Bundesstaaten New York und Pennsylvania  untersucht.

Die US-Wissenschaftler stellten bei ihren Untersuchungen stark erhöhte Werte des Kohlenwasserstoffs Methan im Brunnenwasser fest, wenn in einem Umkreis von einem Kilometer um die Wasserquelle nach Schiefergas gebohrt wurde. So kann man es im US-Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ nachlesen (mehr -pdf-…). In Pennsylvania haben inzwischen bereits Gerichte Fracking- Bohrungen gestoppt, nachdem mehrere Haushalte ihr Trinkwasser als ungenießbar vorfanden. (mehr auf WDR5)

An einer anderen US-Universität sind ähnliche Probleme ermittelt worden. Wenn Teile des Wassers nach dem Aufschluss der Gesteinsformationen  wieder an die Oberfläche treten, werden sie von großen Mengen Methan begleitet, heißt es in der Studie der Cornell-Universität (New York). Zwischen 0,6 und 3,2 Prozent der geförderten Menge an Schiefergas können an Methan in die Umwelt entweichen.   Das Treibhausgas Methan  ist weitaus klimaschädlicher als z.B. CO2.

„Wir sollten uns davon verabschieden, Schiefergas als Überbrückungsbrennstoff zu sehen, der die nächsten Jahrzehnte andere fossile Brennstoffe ersetzen soll“, zog Robert W. Howarth, einer derAutoren der Studie , gegenüber der BBC ein Fazit. „Vielmehr sollten wir härter daran arbeiten, wirklich grüne, erneuerbare Energie, wie Wind und Solar, so schnell wie möglich voranzutreiben.“

(Quellen: Handelsblatt, BBC, SPON)

Hindenburg

7. Februar 2011

Am 6. Mai 1937 explodierte das Luftschiff „Hindenburg“ (LZ 129) nach der Atlantiküberquerung bei seiner Landung in Lakehurst nahe New York in Flammen auf. Es starben 35 von 97 Menschen an Bord. Die Ära der Zeppeline war zu Ende.  Jetzt verfilmte  RTL die Katastrophe des Luftschiffs „Hindenburg“ in einem spektakulären Zweiteiler (Regie: Philipp Kadelbach, Drehbuch: Johannes W. Betz) mit Heiner Lauterbach, Ulrich NoethenHannes Jaenicke und Christiane Paul in Hauptrollen. Heute Abend läuft der zweite Teil der bislang teuersten RTL-Produktion. Gedreht wurde u.a. in Köln, Bayern und hier ganz in der Nähe: auf dem ehemaligen NATO-Flugplatz in Hopsten-Dreierwalde.
Vom 05. bis 09. Oktober 2009 entstanden dort auf dem alten „Fliegerhorst“ die Start- und die Absturzszenen  – mit zahlreichen Komparsen aus der Region (guckst du hier und hier). Die fünf Tonnen schwere Luftschiffgondel -11m lang, knapp 4 m breit und fast genauso hoch- hob dabei an einem Kran hängend mitsamt den Darstellern ab. Gleiches galt für weitere Elemente des Luftschiffs, so ein Teil des Panoramadecks in der Originalhöhe von sechs Metern, die beiden Gangways, über die die Passagiere an Deck gingen, und die 14 Meter lange Heckflosse, über die der Protagonist des Films Merten Kröger (gespielt von Maximilian Simonischek) heimlich an Bord gelangt. Trotz dieser Größe konnte nur ein Bruchteil der Realität wiedergegeben werden, denn die echte Heckflosse war dreimal so lang und doppelt so hoch. Bei solchen Dimensionen konnte nur der Computer helfen. Die Hindenburg wurde dazu mittels CGI-Effekten eingefügt.

Nach dem Dreh  kaufte übrigens der Dreierwalder Willi Drees den nicht mehr benötigten Nachbau der Luftschiffgondel  – zum Schnäppchenpreis von 350 Euro. Die Produzenten des Fernsehfilms, sagt Drees, seien froh gewesen, dass sie die im wesentlichen aus Holz nachgebaute Gondel nicht entsorgen mussten. Und der Transport in ein Museum wäre allein wegen der überdimensionalen Abmessungen schwierig – und vor allem teuer  geworden. Drees kündigte im Dezember 2009 an, den Gondelnachbau zu einem Café im Stil der 1930er Jahre umbauen.

Weiß jemand, ob Willi Drees damit schon fertig geworden ist?

(Foto: Gus Pasquerella, © US Gov. CC)