Kramer

25. Januar 2010

Vor 85 Jahren wurde Harry Kramer in der Hinterstraße 2 in Lingen (Ems) geboren. Kramer war und ist einer der wenigen aus dem niedersächsischen Westen stammenden bildenden Künstler von internationalem Rang, wie es so schön heißt. Der „Friseur aus Lingen“, wie er sich selbst nannte, wurde 1964 als Objektkünstler der Kinetischen Kunst und als Teilnehmer der documenta III international bekannt und in den Jahren vor seinem Tod 1997 vor allem durch seine Initiative zur  Künstler-Nekropole im Habichtswald bei Kassel zum erneuten Gegenstand des Kunstdiskurses.

Hier sein kinetisches Werk „Elephant“. Das schlechte Youtube-Video bringt allerdings nicht wirklich einen guten Eindruck von den Arbeiten Kramers. Die Kunsthalle Lingen im Kunstverein betreut und pflegt einen großen Teil des Nachlasses Kramers, der jedoch der Stiftung Nekropole in Kassel gehört. Dort erinnerte die Stadt Kassel am vergangenen Freitag an den Künstler, der heute 85 Jahre alt geworden wäre. Lingen hält sich offenbar zurück.