Die letzte Nachricht

31. Mai 2016

eigene Stimme

22. Januar 2016

„Seit Silvester, den Übergriffen, aber auch der daraus entstandenen Hetze gegen die Flüchtlinge, ist für Nawras Kadro seine Arbeit noch wichtiger geworden. Der syrische Journalist will vermitteln, erklären, zusammenführen. Und bekommt die Chance dazu durch den lokalen niedersächsischen Fernsehsender EV1.TV. Dort produziert der 29-Jährige Filme für Flüchtlinge.

Nawras Kadro ist 2013 aus Syrien geflohen, jetzt arbeitet er beim Lokalsender EV1.TV. Mit seinen Filmen will er Flüchtlingen dabei helfen, in Deutschland anzukommen.

Im Nazidorf

14. Januar 2016

Jamel in Mecklenburg-Vorpommern ist das Nazidorf. Die meisten Einwohner gehören der rechtsextremen Szene an. Doch diesen Sommer wohnte Michel Abdollahi mitten unter ihnen. Jetzt wurde die NDR-Reportage mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet: „Im Nazidorf“

600 Schlüssel

26. Juni 2015

„Konzerte im Knast. Immer eine schöne Abwechslung. Wie ich von Mandanten weiß. Beim Auftritt des Künstlers Jan Delay [im Hamburger Untersuchungsgefängnis Holstenglacis, das nicht immer nur korrekte Tage hatte] soll es nicht anders gewesen sein. Aber jetzt gibt es unerwartete Komplikationen.

Der NDR hat das Konzert nämlich gefilmt und auch in seine Mediathek gestellt. Dort ist es allerdings schon wieder verschwunden, denn im Video vom Knast-Gig soll auf den Schlüssel eines Gefängnismitarbeiters gezoomt worden sein. Angesichts der scharfen Bilder fürchtete die Haftanstalt, jemand könne die Schlüssel nachmachen und für nicht vorgesehene Zwecke missbrauchen. Das berichtet die WAZ.

Ein größerer Schaden sei jedoch nicht entstanden, versichert die Gefängnisleitung. Die rund 600 Schlüssel würden sowieso regelmäßig ausgetauscht, den nächsten Wechsel habe man jetzt nur vorgezogen.“

aus dem LawBlog)

Ey, Bosse

8. Juni 2015

Rock-am-Ring-2015Nichts ist so nervig, das kann man mir glauben, wie Beiträge für dieses kleines Blog, die -fast fertig- mir-nix-dir-nix verschwinden. Also bastle ich den so entfleuchten Was-mach-ich-denn-fürMontag-RAR15-Rückblick noch mal.

Mit der Kurzzusammenfassung:
Clueso – RaR – Rock am Ring – 2015 – HD für die, die es etwas poppiger wollen.

Die Toten Hosen natürlich

und die Toten Hosen dieses Jahrzehnts, also die  Verfassungsfeinde Feine Sahne Fischfilet.

Und für die ältere Generation hier der 30-Jahre-Doku-Rückblick.

Doch, wenn ich so sehe, wie die ARD das Millionenfest RAR kräftig sponsert, wahrscheinlich um die Aufzeichnung in irgendeiner Silvesternacht zwischen halb zwei und halb-was-weiß-ich noch mal zu bringen, frag ich, warum eigentlich nicht gleichermaßen Öffentlich-Rechtliches bei anderen Festivals geschieht: Beim Abifestival könnt ich mir das gut vorstellen, das dann gleich auch all seine Finanzprobleme gelöst hätte. Das Lingener Abifestival ist bekanntlich älter als RAR und umsonst-und-draußen und kleiner und besser. Die Bands sind auch bestens; nach ein paar Jahren sind sie nämlich bei RAR. Wie wär’s also, NDR? Es gibt tatsächlich Spannendes außerhalb des Großraums Hamburg.

Und wo ich schon mal dabei bin: Ey, Bosse, Du hast versprochen, beim AF auch mal aufzutreten. Mach mal, ist Zeit!

Schönen Montag noch!

Misshandlungen

20. Mai 2015

Der NDR berichtete am Wochenende über schwere Misshandlungen von Flüchtlingen durch einen Bundespolizeibeamten in Hannover, gegen den die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Wir sind entsetzt über das Ausmaß der bislang bekannten Vorwürfe. „Die Vorfälle zeigen ein entsetzliches Maß an Rassismus und Menschenfeindlichkeit. „Der ganze Sumpf muss offengelegt werden. Der Skandal im Skandal ist die Tatenlosigkeit der Mitwisser in Polizeiuniform.“
Nach dem NDR-Bericht sprach ein Insider von mehr als den zwei bekannt gewordenen Vorfällen: „Es gab öfter lautes Geschrei in den Gewahrsamszellen. Und wenn das zu nervig war, dann wurde nicht nachgeschaut. Es wurde einfach die Tür geschlossen, damit nichts nach außen drang. Das habe ich selbst einmal gesehen. Geschlossen wurde die Tür auch vom Dienstgruppenleiter.“

PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen sehen Bundesinnenminister Thomas de Maizière in der Pflicht Aufklärung zu leisten. Bei derart gravierenden rassistischen Vorfällen muss der Innenminister als Dienstherr der Bundespolizei die Behörde durchleuchten. Ein Polizeibeamter verwies in dem NDR-Interview darauf, dass Polizeibeamte Vorfälle nicht melden würden, um nicht als „Verräter“ zu gelten. Dies spricht für eine bedenkliche Kultur des Wegsehens und der Duldung schwerer Straftaten in der Bundespolizei. Wir erwarten von dem Innenminister eine Überprüfung anderer Direktionen der Bundespolizei, auch um auszuschließen, dass es an anderen Orten zu weiteren rassistischen Vorfällen gekommen ist.

Wir erwarten auch eine strafrechtliche Verfolgung der Mitwisser. Offensichtlich scheint es zu mehreren derartigen Fällen gekommen zu sein. Anonyme Polizeibeamte gaben gegenüber dem NDR an, dass es oft Schreie aus den Haftzellen gegeben habe. Auch die anderen Beamten in der Polizeiinspektion und insbesondere die Vorgesetzten machen sich strafrechtlich schuldig, wenn sie bei schweren körperlichen Misshandlungen nicht einschreiten. Als Polizisten haben sie gegenüber inhaftierten Personen eine Garantenpflicht, die sie auch gegen ihre eigenen Kollegen durchsetzen müssen. Sofern die Beamten trotz Mitwissens nicht handeln, machen sie sich wegen Körperverletzung oder Beleidigung durch Unterlassen nach § 13 StGB schuldig.

Dem Beamten wird vorgeworfen, einen Flüchtling im März 2014 körperlich misshandelt zu haben. Seine Tat schilderte der Beamte in einer widerlichen und herabsetzenden Beleidigung des Opfers über einen Kurznachrichtendienst. Bei einem zweiten Fall im September 2014 schoss der Beamte ein Foto von einem Flüchtling, der schmerzverzerrt am Boden liegt. Zusätzlich soll der Beamte den Mann gezwungen haben, verdorbenes Schweinemett zu essen. Erneut schilderte er diese Tat über den Kurznachrichtendienst. Gegenüber dem NDR berichtete ein anonymer Beamter sogar von einem weiteren Fall, in dem einer Person zwangsweise Schweinefleisch verabreicht wurde. Hier liegen offenbar Fälle von Folter vor. (Quelle PM)

Norddeutschland von oben

3. April 2015

Bildschirmfoto 2015-04-02 um 21.40.44Vielleicht nicht unbedingt etwas für jugendliche Heißsporne, die zweiteilige Reihe des NDR an Ostern über „Norddeutschland von oben„. Zu sehen sind „beeindruckende Luftaufnahmen, aufgenommen mit Spezialkamera und Hubschrauber, Flugbilder von Küsten, Seen- und Moorlandschaften, Wäldern und Flussauen. Gedreht wurde die zweiteilige Dokumentation von April bis November 2014. Sie zeigt großartige  Bilder und Geschichten von Menschen von der Nordsee bis an die Ems. Die innovativen Ideen der Bewohner verändern das Leben dort, ihr Einsatz für Natur und Tiere sichert den Bestand, sie bewahren alte landestypische Traditionen. Den Menschen liegt die Zukunft ihrer Heimat am Herzen.“

Auch unser Region findet sich wieder und dies nicht nur in schönen Aufnahmen: Die Raffinerie in Holthausen (Foto oben) und das neueste Technikdenkmal der Republik: „Die Teststrecke des Transrapid durchzieht wie ein steinernes Denkmal das Emsland. Das Zukunftsprojekt der Superlative ist seit 2011 stillgelegt. Aber die Magnetbahn-Technologie ist nicht verschwunden. Ralf Effenberger und sein Team wollen die induktive Ladetechnik, bei der Energie drahtlos übertragen wird, für Elektroautos nutzbar machen.

Das Emsland und die angrenzenden Kreise Cloppenburg und Vechta haben die größte Dichte an Mastbetrieben in Deutschland. Die anfallende Gülle wird auf den Äckern als Dünger ausgebracht. Gewässer und Grundwasser leiden an der Überdüngung. Blaualgenplagen und Fischsterben im Dümmer waren die Folge. Naturschützer und der einzige Berufsfischer am Dümmer haben deshalb ein Experiment gestartet mit dem Ziel, den Fischbestand in dem See zu erhöhen.“

„Norddeutschland von oben“  im NDR-Fernsehen: Teil 1: „Von der Nordsee an die Ems“, im NDRFernsehen, Karfreitag., 16.50 Uhr, Teil 2: „Von der Ostsee in den Harz“, Ostermontag, 16.45 Uhr.

 

(Foto und Quelle: NDR)

Auschwitz und ich

26. Januar 2015

Die taz schreibt heute: „Ist der Holocaust im Fernsehen „auserzählt“? Es gibt TV-Redakteure, die argumentieren so, wenn Autoren mit Vorschlägen aus diesem Themenfeld aufwarten. Dass sie damit falsch liegen, zeigt der Programm-Schwerpunkt, den die ARD anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zusammengestellt hat. „Auschwitz ist ein Ort zum Lernen beziehungsweise ein Ort, an dem man etwas lernen muss“, sagt NDR-Redakteur Jürgen Meier-Beer. Das ist gewissermaßen das Leitmotto des Schwerpunkts. [mehr…]“

Auschwitz und ich – der ARD Schwerpunkt zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

7 Tage

2. Dezember 2014

7 Tage… unter Rechten, ein NDR-Film von Stefanie Gromes und Lars Kaufmann über Propaganda, Politikverdrossenheit und alltäglichen Rassismus.

Schöninghsdorf

23. November 2014

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„Alles begann 2011, als sich Dieter Gellisch erstmals bei der Gemeinde Twist beschwerte: Auf dem nahe gelegenen Dorfplatz werde zu laut gefeiert. „Im Jahr darauf wurde sogar die Polizei beim Winterfest gerufen. Wegen Lärmbelästigung sollten wir die Musik leiser stellen“, erinnert sich Franz Leisdon, Vorsitzender des Schützenvereins Schöninghsdorf.“ – Sicherlich begann es nicht 2011 sondern schon viel früher. Nächtlicher Lärm und lange Feiern. Über einen Nutzungskonflikt im Emsland. [mehr…]