TdDE

3. Oktober 2019

Heute ist der „Tag der Deutschen Einheit“. Unser Nationalfeiertag. Für Demokraten hierzulande ist es ein Tag zum Feiern. Schade finde ich, dass bei uns in Lingen (Ems) am 3. Oktober nichts geschieht, um das zum Ausdruck zu bringen. Denn traditionell begeht der Lingener (m/w/d) nur die lokale Herbstkirmes, die an diesem Tag entweder direkt bevorsteht, beginnt oder auch nur stattfindet. Sie werden mir vielleicht zustimmen, dass dies ein unterhaltsamer Jahrmarkt sein mag, allerdings kein Fest, das etwas mit dem friedlichen Kampf gegen das undemokratische System der DDR und für die deutsche Einheit zu tun hat.

In diesem Jahr wird diese traditionelle Gleichgültigkeit noch unterstrichen; denn zusätzlich gibt es einen sehr speziellen Beitrag in Lingen zum Tag der Deutschen Einheit, und der geht – zum Kopfschütteln – so:

Daft Punk

18. Juli 2017

Das muss noch nachgereicht werden. Als Trump zum französischen Nationalfeiertag („fête nationale„) letzten Freitag in Paris zu Besuch war, spielte die französische Militärkapelle Daft Punk aufgespielt. Emmanuel Macron hatte sichtbar Spaß, Donald Trump fehlte hingegen ein bisschen der Zugang, dem deutschen General in Reihe ein klein bisschen der Takt…

3. Oktober

3. Oktober 2014

Freuen wir uns über unseren Nationalfeiertag.

Orgelboden

3. Oktober 2013

Da bin ich  eigens etwas früher aufgestanden, um zu suchen. Doch inhaltlich Überzeugendes, Flottes, Ansprechendes zum heutigen Tag der Deutschen Einheit habe ich nicht im Netz gefunden.  Nur einen dieser so nölig wirkenden Beiträge, in dem ein Erwerbsunfähigkeitsrentner  seine Benachteiligung beklagt. Dann twitterte minütlich @hpweyer bedenkenschwangere Kritik mit Hashtag #tdde13. Natürlich gehören die mitgeteilten Missstände zur deutschen Wirklichkeit, aber ich fand’s bloß nervend.

Was läuft also? Weit weg in Berlin die „private“ Feier um das Brandenburger Tor, noch weiter in Stuttgart die „offizielle“ Feier, die gar ein dümmlich-modisches Motto brauchte. Und bei uns in Lingen?  Nein, die Eröffnung der  Lingener Herbstkirmes durch  Oberbürgermeister Dieter Krone heute um 15.30 Uhr ist kein heimischer“Act“  für die Feiern zum 3. Oktober; denn trotz der Sangeskraft unseres OB darf man erwarten, dass dabei vielleicht eine der beliebten Rückwärtsfahrten mit der „Raupe“ stattfindet, aber die Nationalhymne nicht gesungen wird.

Die offizielle Feier hat man -wenig säkular- wiederum outgesourct: Um 18 Uhr gibt es in der St. Bonifatius-Kirche einen ökumenischen Gottesdienst  mit einer -sicherlich politisch-korrekten- Ansprache von Dr. Walter Remmers (CDU), Justizminister a. D. von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt über „Wendezeit“ – Auf dem Weg zum Rechtsstaat. Der „Sankt Bonifatius“-Chor unter der Leitung von Joachim Diedrichs übernimmt die musikalische Gestaltung. Da erwarte ich dann die Nationalhymne. Anschließend ist  „unter dem Orgelboden“ Gelegenheit zum „Gespräch mit dem Gastprediger und untereinander“ (Pressetext).

Irgendwo fragte heute Nacht jemand auf Twitter, weshalb die Deutschen ihren Feiertag nicht so feiern können wie die Amis den 4. Juli.  Oder die Schweizer ihren 1. August. Also im ganzen Land ausnehmend locker und unverkrampft. Das wär‘ doch mal ’ne Idee…

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Nationalfeiertag

3. Oktober 2010

(für Hartmut Tanneberger und seine Freunde aus Olbernhau und Marienberg, Lingens Partnerstadt.
„Hartmut, wann gehen wir mal wieder zum Griechen?“)