Rund um den Apfel

3. September 2017

Rund um den Apfel
Dr. Gunnar Gad und
Dipl.-Ing. Andrea Haverkamp-Bergholz 

Geeste/Groß-Hesepe – Moormuseum, Geestmoor 6
Mi. 27.09.2017, 16:00 Uhr, Dauer: ca. 2 1/2 Std.
Kosten 8 Euro

Eine Veranstaltung für Kinder von 6 bis 12: Beim Siedlerhof des Moormuseums befinden sich ausgedehnte Streuobstwiesen.

„Zur Erntezeit wollen wir uns die Äpfel einmal genauer anschauen. Die Vielfalt der Apfelsorten und die Pflege der Apfelbäume werden ebenso unsere Themen sein wie vieles, das man aus Äpfeln herstellen kann. Wir werden selbst Äpfel ernten und verarbeiten.“

(Foto: Bödikers Goldrenette; Alte emsländische Apfelsorte, Foto © „Bentheimer Landschafe“)

 

Gruselnachmittag

26. Oktober 2013

Moor.AbzugsgrabenGruselnachmittag im Moor
Geeste  –  Moormuseum

Mittwoch, 30.10. 13  –  16 Uhr
Museumeintritt plus 3 €

Wer traut sich mit ins herbstliche Moor, über wankende Wege, bei einsetzender Dämmerung? Seltsame Geräusche begleiten uns und sind Anlass für spannende Geschichten. Keine Angst: ein Licht wird euch dabei leuchten, denn auch Weglichter werden gebastelt.
Für Kinder von 6 bis 12 Jahren! Bitte vorher anmelden! Treffpunkt Kasse.

 

(Moorgraben. Foto: Hajotthu, CC)

Markt der Genüsse

6. Oktober 2012

Während andernorts über die Dareichungsmöglichkeiten bestimmter Genüsse politisch diskutiert wird, findet morgen, Sonntag 7. Oktober im Emsland-Moormuseum zum fünften Mal ein „Markt der Genüsse“ statt. Am Siedlerhof des Museums gibt es dann regionale Spezialitäten wie die Geester Lamm-Pfanne, Bratwurst vom Highland-Rind oder feinste Konfitüren.“, schreibt Tobias Böckermann in der Lokalzeitung.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Außengelände des Emsland Moormuseums. Zwischen Feldbahnhof, Kabelkrananlage und dem Siedlerhof wird ein reichhaltiges Angebot kulinarischer Kostbarkeiten aus Deutschlands Nordwesten bereit gehalten. In fröhlicher Atmosphäre darf überall probiert und genossen, verglichen und eingekauft werden.

22 Aussteller aus der Region präsentieren Marmeladen, Eierlikör, Gartenkräuter, Honig, Schafmilch und Ziegenkäse, Ronderfleisch, Gemüse und schmackhaftes Brot. Ab 11 Uhr gibt es ein Kinderprogramm mit bunten Kartoffeln und  Liedermacher Wolfgang Rieck (Rostock).

Der Herbst ist da. Und geht auch nicht mehr weg. Nach dem Regen der letzten Tage, soll es am Sonntag trocken sein. Übrigens waren im vergangenen Jahr gut 1.500 Besucher beim „Markt der Genüsse“. Also sollte man früh aufstehen.

Eintritt

(Foto Geestmoor, © dendroaspis2008 flickr)

Ausflug

8. Juli 2012

Darüber schimpft Ehrenlandrat Hermann B.: Kromos Bilder. Das ist heute mein Ausstellungstipp für alle, die einen Ausflug ins Emsland planen oder, so sie schon im Emsland sind, einen Ausflug im Emsland am Planen fangen (Ortssprache). Der taz-Beitrag muss zur Einstimmung sein. Es lohnt sich.
(Ab 10 Uhr bis 18 Uhr, hier)

Und mittendrin natürlich nach Emslage zum Fußball. Heute nämlich schrubbt die Kreisliga-Auswahl den hochgelobten SV Meppen mit 2:0. Was Preußen kann, können die KEI-Kicker erst recht.
(Ab 15.00, hier -Nachtrag: Rechtzeitig zum Anpfiff stoppt auch der Regen).

ps Mein sonntäglicher Tipp kommt heute ein wenig spät. Wegen der 3. Lange Nacht der Kirchen in Lingen, die dann doch deutlich länger war, als ich vorab gelästert hatte. Mein Tipp  gestern war das Orgelkonzert in St. Bonifatius. „Skurriles, Heiteres und Pompöses – Ungewöhnliche Orgelwerke und Transkriptionen“ klingt viel schwieriger, als es war. Es war nämlich einzigartig. The Entertainer (mit) Joachim Diedrichs auf der Lingener Bonifatius-Orgel. Und natürlich Pomp: Eingangs Jerusalem von Hubert Parry und der furiose Schluss mit Pomp and Circumstandes March No 1 von Sir Edward Elgar. Bonifatius-Kirche als Albert-Hall. Aber bei uns mit Zugabe. Wow!

Vergeblich habe ich übrigens versucht, für diesen kleinen Blog ein passendes Youtube-Video zu finden, um das volle Hörgefühl der brausenden Orgel bei Edward Elgars Marsch zu präsentieren. Sie alle sind viel zu flach, es geht nicht. Eine Knäckebrotscheibe ist auch kein 10-Kilo-Weggen.

Danke, Joachim Diedrichs!

Suchspiel

1. Juli 2012

Eigentlich

möchte ich nachher ins Moormuseum nach Groß Hesepe, wo eine herrliche Emslandbilder-Ausstellung eröffnet wird. Aber ich brüte nächtens gerade, fürchte ich, eine fette Sommergrippe aus. Also bedauert mich bitte oder drückt mir die Daumen, dass es nichts wird mit Fieber & Co.

Jedenfalls kann ich heute nur ein kleines Suchspiel präsentieren. Allgemein ist bekannt, dass ich die Stadtgestaltungsversuche unseres oft ratlosen Bauamtes für wenig gelungen halte. Zuletzt die Sanierung eines Denkmals am Markt, das jetzt nur noch  alt aussieht aber nicht mehr alt ist, doch  dafür an die Toskana erinnernde Klinkerschornsteine hat (und nebenbei nicht, wie versprochen, im Februar fertig war oder, wie später versprochen, Mitte Mai, aber dafür 50% teurer geworden ist -„wegen Denkmalschutz“ sind es jetzt 210.000 Euro, statt wie geplant 140.000 Euro).

Hier aber nun die neueste gestalterische Zumutung und zwar für die Leser dieses kleinen Blogs zum Mitsuchen:

Vor dem Bahnhof entstehen nach jahrelanger Untätigkeit nun doch Kurzparkplätze an der Bernd-Rosemeyer-Straße und eine Auffahrt für Radfahrer, die aus der Marienstraße kommend gegenüber auf den Radweg Richtung Unterführung gelangen wollen. Das Projekt ist bekanntlich reichlich verkorkst, wird aber nun realisiert.

Heute nun lade ich meine Leser ein, an Ort und Stelle nachzusehen, was dort entsteht. Für das Suchspiel stellen Sie sich bitte am Ende des Fußgängerüberwegs vor dem Ristorante da Sandro auf den Bahnhofsvorplatz. Dann  zählen sie bitte die Zahl der unterschiedlichen Pflastersteine durch, die dort eingebaut sind. Begrenzen wir die Zählung auf einen Umkreis von ca. 20m. Ein Tipp: Es sind mehr als 6. Dem, der als erster die richtige Zahl dieser steinigen Musterkollektion von Steinresten des lokalen städtischen  Bauhofs hier oder per PM meldet, gebe ich eine da-Sandro-Pizza aus.

Die Kantsteine werden mitgezählt, die hartgummiartig-weißen Gliederungsstreifen am Busbahnhof  nicht mitgerechnet; verhunzen geht auch ohne diese sinnfrei wirkenden weißen Striche.

Bescheuert

27. Dezember 2011

Mit einem bezahlten Auftragsfilm auf dem Spartensender n-tv präsentiert die Emslandtouristik (Logo re.) unsere Region. Der GZSZ-Schauspieler Norman Kalle (geboren in Bremen, ausgebildet in Hamburg und zuletzt im Hessischen) führt in diesem Bezahlfernsehfilm durch die touristischen Höhepunkte „seines“ Landkreises. Heute um 11.30 Uhr wiederholt n-tv den Halbstundenfilm. Das Emsland ist darin wirklich überzeugend getroffen: Mais, Massentierhaltung, Gülle, Biogasanlagen, Emsverschlickung kommen nicht vor, aber Moormuseum, Gasthaus Backers, Berentzen, das Gestüt Tebbel, Clemenswerth und die Meyerwerft. Alles ist gut und wunderschön? Und es wird noch durch ein Preisausschreiben getoppt mit dieser Preisfrage:

„Möchten Sie das Emsland selbst erkunden? Dann beantworten Sie folgende Frage:

Welcher Fluss fließt durch das Emsland?

A) Oder
B) Ems

Gewinnen Sie mit Emsland Touristik eine sechstägige Rundtour durch die Region zwischen Münster und Bremen. Genießen Sie vom Rad aus das spannende Wechselspiel von unberührter Natur, Kultur und Geschichte. Es erwarten Sie und Ihre Begleitperson fünf Übernachtungen mit Frühstück. Lassen Sie sich auf der klassischen Radroute durch das Emsland verzaubern.

Rufen Sie an!

Tel.: 01379 300 103* …“

De Frage  ist doch richtig bescheuert ! Oder? Stark an Schweinebauer Uwe in „Bauer sucht Frau“ erinnernd hat ähnliche Qualität die Aussage, wo das Emsland liege: „zwischen Münster und Bremen“. Dann noch „das spannende Wechselspiel von unberührter Natur, Kultur und Geschichte“, das jeder Reisekatalogbeschreibung spottet. Merke: Es kommt darauf an, den Besuchern nicht unsere Region sondern nur die Illusion einer schönen Region zu präsentieren. Der Touristikverband Emsland e.V. hat übrigens rund 120 Mitglieder, darunter neben dem Landkreis Emsland alle 19 Städte und Gemeinden des Kreises sowie 10 lokale Verkehrsvereine. Da fällt mir ein, dass  der wenig kontrolliert werkelnde und wirkende Verein im Sommer unverzüglich seine Mitfinanzierung des Emsland-Reisetagebuchs der Ems-Vechte-Welle beendete, nachdem bekannt geworden war, dass dort die geschmähte Deichkoenigin  mitstrickte; sie hatte ihren kleinen Video-Spiegel zu sehr vor’s Gesicht mancher Einheimischen gehalten. Der Finanzierungsstopp hatte aber natürlich überhaupt nichts mit der Deichkoenigin zu tun!

Grummelnd  und beiläufig frage ich zum n-tv-Filmchen

a) Wie teuer war und ist denn der Spaß für die Emsland-Touristik und/oder den Landkreis?

und

b) Wer hat’s bezahlt?

Wissen Sie die Lösungen? Ich nicht, denke mir aber: Die Antwort auf  a) wird niemand erfahren und die Antwort auf b) lautet vermutlich Der Steuerzahler*. Also: Alles ist wieder emslandgut!

*ps  Ein Hinweis Anrufe unter 01379… kosten aus dem Festnetz 50 Cent, von Mobilanschlüssen evtl. teurer

Museumstag

14. Mai 2011

„Wer entscheidet heute, an was wir uns morgen erinnern werden?“ fragt seit 1992 die UNESCO in ihrem Programm „Memory of the World“ – „Gedächtnis der Menschheit“. Der 34. Internationale Museumstag greift 2011 diese Frage auf. Zahlreiche  Museen in der Region beteiligen sich am heutigen Sonntag (15. Mai) mit Aktionen zum Motto „Museen, unser Gedächtnis!“ zu beteiligen. Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai ausgerufene Tag will auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen weltweit aufmerksam machen.

Die niederländischen und die Grafschafter Museen sowie auch die Museen in Lingen beteiligen sich leider nicht, wenn ich dies richtig hier und die Internetseiten aus den Niederlanden ausgewertet habe. Enttäuschend ist auch die Beteiligung von lediglich neun Museen im benachbarten Münsterland.

In Osnabrück hingegen öffnen mustergültig  alle sieben Museen – das wiedereröffnete Kulturgeschichtliche Museum/Felix-Nußbaum-Haus (!), das Museum am Schölerberg – Natur und Umwelt, die Kunsthalle Dominikanerkirche, das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, das Museum Industriekultur und das Diözesanmuseum – ihre Türen bei freiem (!) Eintritt und bieten Themenführungen vor und hinter den Kulissen, Aktionen für Kinder, neue Präsentationen und den traditionellen Handwerkermarkt des Museum Industriekultur.

  • Drei Museen des Landkreises Emsland veranstalten einige kleinere Aktionen. Das Archäologiemuseum an der Koppelschleuse in Meppen ab 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Tiger, Panda & Co. – Flora und Fauna des Waldes“ an.  Im Anschluss an die Führung wird vor dem Museum wie in der Steinzeit Feuer entfacht. Dort dürfen sich Kinder Stockbrot backen. Der Eintritt ist an diesem Sonntag ermäßigt: Familien zahlen 7 Euro, Erwachsene 4 Euro und Kinder ab 6 Jahren 1,50 Euro.
  • Schloss Clemenswerth in Sögel veranstaltet um 15 Uhr ebenfalls eine Führung zum Thema, wie die Geschichte des Schlosses und seines Erbauers Clemens August bis heute bewahrt, ausgestellt und vermittelt wird. Die Führung ist im regulären Museumseintritt von 5 Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Kinder und 12 Euro für Familien inbegriffen. Die Teilnehmerzahl ist allerdings auf magere 25 Personen begrenzt und man sollte sich auch unter der Telefonnummer 05952/932325 anmelden.
  • Fünf Themenführungen a 45 Minuten stehen Emsland-Moormuseum in Groß Hesepe auf dem Programm. Um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr stehen die zahlreichen Objekte der Sammlung  im Mittelpunkt. Zudem gibt es „eine kleine Überraschung“ für die  Besucher. Die  Teilnahme an den kostenlosen Führungen ist nur in Verbindung mit einer (kostenpflichten) Eintrittskarte möglich.

Schwierigkeiten sich auch nur an einen Tag zu erinnern, dürfte Sonntagabend wohl die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Johanna Wanka haben. Peinlich! Ihr überzogen wirkendes Tagesprogramm ist offenbar vor allem der ministeriellen PR-Arbeit bzw. den regionalen Zeitungen geschuldet aber nicht dem ehrlichen Interesse an erfolgreicher, interessanter Museumsarbeit:
Um 11 Uhr eröffnet sie nämlich in Emden im Rahmen eines Festaktes in der Johannes a Lasco-Bibliothek (1) den Internationalen Museumstag für Niedersachsen. Anschließend besucht die Ministerin die Kunsthalle Emden (2) und das Ostfriesische Landesmuseum (3). Dann fährt die CDU-Politikerin nach Oldenburg in das Stadtmuseum / Horst Janssen-Museum (4) und das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (5). Weitere Stationen der Ministerin werden das Industriemuseum Lohne (6) und das Tuchmachermuseum Bramsche (7) sein. Da fragt man sich, warum sie so übertreiben muss und erinnert sich an japanische Reiseprogramme aus dem 20. Jahrhundert: „Europa in 96 Stunden.“ London-Paris-München-Venedig-und-tschüss  Und man empfiehlt ihr ein herzliches „Weniger ist mehr!.“