Dries

15. November 2021

Dries
Dokumentarfilm, D 2017, 90 Min, FSK 0, Regie: Reiner Holzemer
Lingen (Ems)  –  Centralkino Lingen, Marienstraße 8
Montag, 15.11.2021  – 20 Uhr
In Kooperation mit der Kunsthalle Lingen im Rahmen der Ausstellung „Mon coeur mis à nu“.
Dries Van Noten, berühmt und verehrt für seine lebendigen Farben und Stoffe, gehört längst zu den ganz großen Namen der Mode-Welt – und das ganz ohne Werbeschaltungen, öffentliche Ausschweifungen oder ein besonders exzentrisches Erscheinungsbild. Zum ersten Mal erlaubt der flämische Mode-Künstler nun einen filmischen Einblick in die kreativen Prozesse seiner Arbeit und seine Inspirationsquellen.

Prof. Dr. Antonella Giannone – Weißensee Kunsthochschule Berlin 
Der Reiz der Grenze: Zwischen Mode und Kunst
Vortrag und Diskussion
Lingen (Ems) – Kaiserstr.10a /Kunst-/Halle IV
Freitag, 05. November 2021 um 19.30 Uhr
Corona: GGG
Eintritt: 5 € (Mitglieder des Kunstvereins 3 €)

Zwischen Mode und Kunst lassen sich nicht immer klare Grenzen ziehen und gerade in den Übergangsbereichen spielen sich die interessantesten Phänomene dieser Beziehung ab.

Der Vortrag wirft aus modetheoretischer Perspektive Fragen bezüglich der Interaktion von Mode und Kunst in unterschiedlichen Kontexten auf. Die Zusammenarbeit bzw. der Rollentausch zwischen Künstler*innen und Modedesigner*innen, die Selbstinszenierung von Künstler*innen durch Kleidung und Mode, die künstlerischen Einflüsse in der materiellen Gestaltung sowie in der Präsentation und Repräsentation von Mode stehen hier zur Debatte.

Antonella Giannone
ist seit 2013 Professorin für Modetheorie, -geschichte und Bekleidungssoziologie an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Sie promovierte an der Technischen Universität Berlin im Fachbereich Semiotik zum Thema Kleidung als Zeichen. Ihre Funktionen im Alltag und ihre Rolle im Film westlicher Gesellschaften; erschienen 2005 bei Weidler, Berlin. Zu ihren neuesten Publikationen zählen Dressing Like an Artist: Künstlerische Selbstinszenierungen und die Mode (Hg. zus. mit Petra Leutner); „Aesthetic Negotiations Between Conflicting Forms of Life. The Case of Modest Fashion“, in The Culture, Fashion and Society Notebook, Turin, 2019 (zus. mit E. Arielli); „(Un)modeling Gender: Models zwischen Mode und Gesellschaft“, in Gender. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 3/2018.

Der Vortrag von Prof. Dr. Antonella Giannone ist Bestandteil der aktuellen Ausstellung Mon coeur mis à nu im Kunstverein Lingen. Im Anschluss an den Vortrag diskutieren die Kuratorin und Kunsthistorikerin Meike Behm, der Künstler, Kurator und Modefotograf Taner Tümkaya, der Modedesigner Théo Lalis und der Künstler Peter Lütje gemeinsam mit Prof. Dr. Antonella Giannone über „den Reiz der Grenze: Zwischen Mode und Kunst.“


Foto: Antonella Giannone, (c) Weißensee Kunsthochschule Berlin

MON COEUR MIS À NU

5. Oktober 2021

MON COEUR MIS À NU
Marlies Behm, Anne Bellinger, Ferencz Borbàla, Laura Gerte, Angela Geisenhofer, Anouk van Kampen Wieling, Théo Lalis, Florentina Leitner, Taner Tümkaya
Kuratiert von Meike Behm und Taner Tümkaya
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstraße 10a
9. 10. – 28. 11.2021
Corona: 3 G

Über die Ausstellung:
Das Verhältnis von Kunst und Mode ist komplex, und oft auch von Komplexen geprägt. „Der Kunstdas Ewige, der Mode die Vergänglichkeit“ lautete lange Zeit das Unverträglichkeitsparadigma. Die Erweiterung des Kunstbegriffs und die Entauratisierung des Kunstwerks durch seine technische Reproduzierbarkeit wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Angriff genommen wurden, haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich Mode und Kunst gegenseitig miteinander auseinandersetzten. Dadaist*innen, Vertreter*innen des Suprematismus und Künstler*innen im Bauhaus, um nur einige Beispiele aus der klassischen Moderne zu nennen, haben nicht nur die Auflösung der Grenze zwischen angewandter und hoher Kunst vorangetrieben, sondern die Mode und das Modische im Kunstbetrieb tief verankert. Seither ist die Zeitgenossenschaft als Kriterium künstlerischer Qualität aus der Kulturökonomie ebenso für Mode als auch für Kunst nicht mehr wegzudenken. Beide Bereiche reflektieren aktuelle Aspekte wie Identität, Genderfragen, Rollenspiel, die Grenze zwischen freier und angewandter Kunst auf ebenso gemeinsame wie unterschiedliche Art und Weise.

Die Ausstellung „Mon coeur mis à nu (Mein Herz entblößt)“ besteht aus mehreren Elementen, die sich formal und inhaltlich auf einander beziehen, um vor allem eine Offenheit für verschiedenste Lesarten zu eröffnen, die sich um die Komplexe „Mode“ und „Kunst“ drehen. Den Auftakt des Projekts bildet eine theatralisch inszenierte Modenschau, innerhalb derer sieben Modedesigner*innen Teile ihrer Arbeit präsentieren.

Beteiligt sind Anne Bellinger und Laura Gerte aus Berlin, Florentina Leitner aus Wien, Ferencz Borbàla aus Lissabon, Anouk van Kampen Wieling aus Amsterdam und Théo Lalis aus London. Ihre Mode ist jeweils individuell und basiert teilweise auf dem Prinzip nachhaltiger Produktion. Diese Show wird von dem Künstler und Modefotograf Taner Tümkaya gefilmt, dieser Film sowie von ihm gefertigte Fotografien sind Bestandteil der Ausstellung und werden gemeinsam mit den vorgeführten Kleidungsstücken präsentiert. Ebenfalls wird Schmuck von den Goldschmiedinnen Marlies Behm aus Lübeck und Angela Geisenhofer aus München präsentiert.

Während der Laufzeit der Ausstellung bieten die Designer*innen und Marlies Behm jeweils einen öffentlichen Wochenendworkshop an, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Woche nach dem Workshop kann genutzt werden, wenn begonnene Kleidungsstücke nicht vollendet werden konnten, entstandene Kleidungsstücke werden im Rahmen einer Abschlussshow öffentlich präsentiert. An einem Abend wird das inhaltlich komplexe Thema „Mode versus Kunst“ öffentlich durch Expert*innen aus beiden Bereichen verhandelt. Zur Ausstellung erscheint ein Booklet. Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Emsland, die Durchführung der Workshops großzügig durch den Sonderfonds des Kunstfonds Bonn.


Quelle: KV Lingen

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