Michi

23. Juli 2013

Michael RensingEr hat kein Glück, der Lingener Michael Rensing. Der erstklassige Profifußballer hat jetzt auch mit dem Vertrag bei der zweitklassigen Fortuna Düsseldorf daneben gegriffen. Er unterschrieb den Vertrag und dann stieg Fortuna aus der 1. Liga ab und jetzt soll er auf die Bank. Ich meine, Michi sollte sein Glück im Ausland suchen. SPIEGEL-ONLINE berichtet heute:

„Michael Rensing hat in der vergangenen Woche einen Satz gesagt, den man immer wieder mal hört im Profifußball, der Satz ist keine Sensation. Doch er eignet sich perfekt als Leitmotiv für die Karriere des 29 Jahre alten Fußball-Torwarts, er drückt eine ewige Sehnsucht aus: „Ich will die Nummer eins werden“, hat Rensing gesagt. Darum geht es ihm seit fast zehn Jahren – erfüllt hat sich dieser Wunsch nicht.

Die Karriere von Michael Rensing hat bisher einen eher unglücklichen Verlauf genommen. Mit dem Tiefpunkt am Montag: Vor ein paar Wochen ist er zum Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf gewechselt, doch vor dem ersten Saisonspiel teilte ihm Trainer Mike Büskens mit, dass nicht er, Rensing, beim Saisonstart gegen Energie Cottbus im Tor stehen würde, sondern Fabian Giefer, der Stammtorwart der vergangenen Saison. Rensings Konkurrent.
Zu schlecht für die zweite Liga? Das will Rensing nicht…“ [weiter bei SPON]

Und mehr in der WELT

aufgerappelt

1. Dezember 2012

Michael RensingEr ist „hoch gestiegen, tief gefallen“, und hat sich „wieder aufgerappelt“, der aus unserer Stadt stammende Fußballprofi Michael Rensing (Foto lks), bis zur B-Jugend Torwart beim TuS Lingen und dann beim FC Bayern München. Das Nachrichtenmagazin SPEGEL-online berichtet über das Buch „Nachspielzeit“ von Exprofi Timo Heinze und was „Michi“ dazu sagt. Denn der kennt -wie SPIEGEL-online schreibt– das Gefühl genau, wenn alles im Fußball wegbricht. 2008 sollte er beim FC Bayern Nachfolger von Oliver Kahn werden, doch Jörg Butt erhielt den Vorzug. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit kam der 1. FC Köln, Rensing wurde Nummer 1, hielt stark, aber nach dem Abstieg gab der Verein ihn an Bayer Leverkusen ab. Rensing blieb nur die Option als Stellvertreter des jungen Stammtorhüters Bernd Leno.


Rensing hat bis heute regelmäßig Kontakt zu Timo Heinze; er weiß selbst, „wie schwer es ist, nach oben zu kommen“. Schnell ist zu erkennen, welche Kraft ihn die letzten Jahre gekostet haben, aber verbittert ist er nicht. Die Stärke von Heinzes Buch sieht Rensing darin, dass es die Aspekte beleuchte, an denen ein aufstrebender Spieler scheitern oder gar zerbrechen könne – schwere Verletzungen, zu hohe Sensibilität, das Nachdenken auch während des Spiels über einzelne Aktionen.

„In meiner Jugendzeit bei Bayern München habe ich Druck eigentlich nie empfunden“, sagt Rensing heute, „erst später änderte sich das“ – bei ihm explosionsartig. Rensing sieht die Trainer als wichtige Basis. „Klar gibt es auch Fälle, wo ein Trainer einen Spieler einfach nicht mag, ihm etwas nicht passt“, so der Torhüter. Ebenso schlimm könne es sein, wenn ein Trainer nicht mit den Spielern rede: „Dann weiß man nur schwer, woran man ist.“

Rensing rät jungen Spielern, „unbedingt auf ein zweites Standbein“ zu achten, sich Alternativen zu überlegen: „Ich hab auch mal dran gedacht, nebenbei zu studieren.“ Inzwischen habe er sich vom Druck befreit und denke „nicht daran, was man von mir erwartet“, sagt Rensing, „heute spiele ich nicht, weil ich muss, sondern weil ich es liebe, weil es meine ganze Leidenschaft ist.“
(Quelle und mehr)

Michi

1. September 2012

Wenn in den 90er Jahren mein Nachwuchs beim TuS Lingen kickte, konnte man sicher sein, dass es bestens lief, wenn Michael „Michi“ Rensing (Foto © torwart.de) hinten im Tor stand. Von Anfang an war Rensing ein Fußballverrückter, schlief in Bayern-München-Bettwäsche und war schon als 10-, 12-Jähriger täglich im Emslandstadion und trainierte.

Klar, dass jeder Lingener Fußballfreund Michis Entwicklung intensiv verfolgt und ihm die Daumen drückt. Der junge Mann ging als B-Jugendlicher zu seinem Traumverein Bayern München, setzte sich durch, machte Karriere, wurde dann aber von Trainer Klinsmann auf schäbige Weise direkt vor einem Championsleague-Spiel in Barcelona auf die Ersatzbank gesetzt und war schließlich Mitte 2010 ohne Verein. Ende desselben Jahres holte dann der 1. FC Köln den damals vereinslosen Profitorwart und schloss mit ihm -nach glanzvollen Leistungen, u.a. im März 2011 beim späteren Meister Dortmund- einen Vertrag bis zum Sommer 2013. Rensing brachte seine Leistung, viele seiner Mitspieler nicht. Deshalb stieg am Ende der letzen Saison 2011/12 der FC Köln in die 2. Liga ab, und plötzlich war Michi Rensing dem Verein zu teuer.

Die Kölner Führungsetage wollte ihn los werden, trotz des Vertrages bis 2013, trotz bester Leistungen und trotz großer Identifikation mit dem FC: „Ich hätte für den FC mein letztes Hemd gegeben. Ich liebe diesen Verein und diese Fans“, sagte Rensing dem Kölner Stadtanzeiger. „Mit dem Abstieg ist alles gestorben. Alles was wir aufgebaut haben und alles was wir aufbauen wollten.“ Die Kölner Tageszeitung weiter:

„Als er seine Zuneigung zum Klub mit der öffentlichen Ankündigung untermauerte, in der 2. Liga beimbeim Wiederaufbau zu helfen, stand er bereits auf der Abschussliste. (Manager) Claus Horstmann stauchte den 28-Jährigen zusammen. Der Plan, die Schuld für Rensings Abschied auf den Torhüter zu schieben, war gescheitert. „Er machte mir Vorwürfe. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Da wusste ich, dass sie nicht mehr mit mir planen“, sagt Rensing.“

„Wie alles geendet hat, fand ich extrem hart und traurig. Das war schon krass“, sagt Rensing. Mit (Ex-Trainer) Frank Schaefer führte er noch zwei „gute Gespräche“, der neue Trainer Holger Stanislawski hat nie mit ihm geredet. Der hochverschuldete Klub setzt auf (den 19-jährigen) Timo Horn, Rensing gehört plötzlich zum Kreis der Unerwünschten. „Dass nicht nur die Spieler abserviert wurden, die für Unruhe gesorgt haben, sondern auch die, die immer ihr Bestes gegeben haben, ist seltsam.“

Seit einigen Tagen ist Rensing kein Kölner mehr, und steht bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag. Der Kontrakt mit dem FC ist aufgehoben, wohl gegen Abfindung von 200.000 €; in anderen Quellen heißt es 300.000,- €. Die Kölner zahlen die Abfindung, weil Michi in Leverkusen deutlich weniger verdient.

Also könnte man das Kapitel zuklappen. Aber insgesamt bleibt mehr als ein schaler Nachgeschmack Ungewöhnlich deutlich hat jedenfalls Rensing-Kollege Stefan Wessels auf seiner Facebookseite Stellung bezogen. Der aus Schepsdorf stammende Profitorhüter, einst auch in den Diensten des TuS Lingen, von Bayern München und des 1. FC Köln (welche Auflistung, liebe TuS’ler!), schrieb gestern auf seiner Facebookseite:

Ein Beispiel, wie unmenschlich mit Spielern umgegangen werden kann. Michael Rensing. Umso mehr freue ich mich, dass er auf der anderen Rheinseite mit „meiner“ Nummer einen tollen Verein gefunden hat. Das hat er mehr als verdient.

Und legte nach, als einzelne Kommentare entschuldigend auf die Finanzsituation des 1. FC Köln hinwiesen:

Die Schulden sind … schon länger da und für das Wirtschaften des Vereins kann kein Spieler etwas. Zudem war Michael der konstanteste Spieler mit absoluter Identifikation…“

Und stellte, als sich Angriffe gegen ihn richteten, klar:

„Ich liebe Köln und den FC, aber diese Aktion im Sommer fand ich nicht in Ordnung!“

Recht hat er, der Mann! Rensing kam zur Winterpause 2010/11 zum 1. FC Köln und hatte großen Anteil am Klassenerhalt. In der vergangenen Saison konnte er den Abstieg trotz eigener guter Leistungen nicht verhindern. Dann wurde ausgerechnet er harsch kalt gestellt und musste sch mit einem privaten Torwarttrainer fit halten.

Und wozu? Der FC steht nach vier Zweitligaspielen mit nur einem einzigen Punkt auf einem Abstiegsplatz der 2. Bundesliga. Der neue Kölner Trainer Holger Stanislawski (Lieblingsfloskel: „Die Jungs“)wird sich selbst schnell einen neuen Verein suchen dürfen, wenn sich das nicht ändert. Dann wird niemand mehr mit ihm reden, der mit Michi Rensing nicht einmal sprach, vielleicht nicht einmal sprechen durfte.

Das alles achselzuckend nur als „typisch Profigeschäft“ zu bezeichnen, reicht mir nicht.

(Foto: Michael Rensing © torwart.de )

Extends

23. März 2011

Wichtige Twitter- Information für alle Lingener, Kölner und Fußballfeeens auf  japanisch.  Glückwunsch, FC Kölle, und alles Gute , Michi!

Stefan Wessels

30. Januar 2011

Nach Michael Rensing ist auch der zweite Lingener Fußballprofi jetzt wieder „unter der (Vereins)Haube“: Stefan Wessels, Ex-TuS-Lingen-Spieler  aus Schepsdorf (Foto re), hat einen neuen Verein. Odense BK. Das freut mich. Lesen Sie mehr:

OB har i dag forstærket truppen med den rutinerede tyske målmand Stefan Wessels frem til 30. juni 2012, der har en fortid i Bayern München og FC Köln.

31-årige Stefan Wessels har en fortid i Bayern München og 1. FC Köln, og han har desuden repræsenteret Tyskland på en række ungdomslandshold. Senest har han været på kontrakt i FC Basel 1893.

– Det er utrolig positivt, at vi har indgået en aftale med Stefan Wessels. Han er først og fremmest en dygtig målmand, og han har desuden været meget interesseret i at blive en del af OB samt klubbens udvikling og ambitioner, siger direktør Thomas Christensen.

– Roy Carroll har som bekendt udtrykt et ønske om at vende hjem til England. Den situation er endnu uafklaret, men vi har ikke ønsket at have usikkerhed på målmandsposten. Derfor har vi garderet os med endnu en dygtig målmand.

Det kommende halvandet år er Stefan Wessels således at finde i Ådalen, og cheftræner Henrik Clausen ser frem til at få den erfarne tyske målmand med i truppen.

– Stefan Wessels er en rolig og reaktionsstærk målmand, der kommunikerer godt med sit forsvar. Med adskillige kampe i Bundesligaen samt erfaring fra Champions League og Premier League er det en spiller, der har masser af rutine at byde på, siger Henrik Clausen.

Selv ser Stefan Wessels frem til at bevise sine kvaliteter overfor OB’s mange tilhængere. Målmanden har store ambitioner for sin kommende tid i Odense.

– OB er en klub, der spiller med i toppen af dansk fodbold, og som deltager i europæiske turneringer hvert år. I øjeblikket er vi placeret på andenpladsen, og jeg vil gøre mit for, at vi kan holde den position. Nu glæder jeg mig til at lære mine nye holdkammerater og byen bedre at kende. Jeg har allerede fået et særdeles godt indtryk af både truppen og Odense, siger Stefan Wessels.

I sin hidtidige karriere har Stefan Wessels spillet 60 kampe i Bundesligaen, 10 i Champions League samt opgør i Premier League, FA Cup og Europa League for klubber som Bayern München, 1. FC Köln, Everton FC, VfL Osnabrück og FC Basel 1893.

So weit, so gut. Stefan Wessels selbst kommentiert den Wechsel optimistisch. Er hat übrigens einen Vertrag bis Sommer 2012.

Stefan, Dein ehemaliges F-Jugendtalent Lukas und ich wünschen Dir viel Erfolg i Danmark.

(Foto: © OB, Stefan Wessels)

Michi II

22. Dezember 2010

Michael Rensing, der aus Lingen (Ems) stammende frühere Torwart von Rekordmeister Bayern München hat beim 1. FC Köln einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 mit Option auf Verlängerung erhalten. Die Verpflichtung hatte sich bereits vor einigen Wochen abgezeichnet. Zuletzt sollen neben Köln auch Hertha BSC Berlin und der britische Premier League Club Aston Villa FC großes Interesse an dem 26 Jahre alten Profi  gezeigt haben. Jetzt unterschrieb Rensing, der bis zur B-Jugend beim lokalen TuS Lingen gespielt hatte. Jetzt unterschrieb Rensing aber , so wie hier schon vor zehn Tagen erwartet, einen Vertrag in der Domstadt. Der zuletzt arbeitslose Fußballer ersetzt den in die USA wechselnden Kolumbianer Faryd Mondragon. Er wird in Köln die Nummer  „Eins“ sein und tragen. „Dafür haben wir ihn geholt“, sagte FC-Geschäftsführer Claus Horstmann am Dienstag gegenüber der Presse.

„Das ist eine absolute Herausforderung, weil man Spiele gewinnen muss. Die Sache hier in Köln ist für mich so was von reizvoll. Der Verein muss in der ersten Liga bleiben. Nur darum geht es“, meinte Michael Rensing nach dem Vertragsschluss.

„Michael Rensing verfügt über Bundesliga-Erfahrung und hat sich bereits in der Champions League bewiesen“, beurteilte Kölns Präsident Wolfgang Overath über den Keeper, der zwischen 2003 und 2010 in der Liga 53 Mal im Bayern-Torstand. „Er hat die Qualität, die wir beim 1. FC Köln benötigen, bereits unter Beweis gestellt.“  Der im Abstiegskampf der Bundesliga steckende 1. FC Köln hatte am vergangenen Wochenende den langjährigen Trainer des FC Freiburg Volker Finke als neuen Sportdirektor verpflichtet.

Mit seinem Vertrag in Köln folgt Michael Rensing einmal mehr seinem TuS-Vorgänger Stefan Wessels, der ebenfalls bei Bayern München seine Profi-Karriere begann. Auch der Schepsdorfer Stefan Wessels war anschließend mehrere Jahre in Köln unter Vertrag, bevor er wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Kölner Trainer Christoph Daum notgedrungen den 1. FC Köln verließ.

(Foto: Michael Rensing © Bernd Schrade CC)

Michi

11. Dezember 2010

Spielt Michael Rensing bald beim 1. FC Köln?  Die entsprechenden Gerüchte um den vom TuS Lingen stammenden „Michi“ verdichten sich offenbar: Vor zwei Wochen hat er sich  in der „Sport-Bild“ gemeldet. Einen neuen Verein hatte er nicht zu verkünden, dennoch lässt sein jetziges Statement Raum für einige Spekulationen. Die zweite Liga in England war für Rensing nicht interessant genug und der Ex-Bayern Keeper sagte ab. Die Option Köln wird dagegen immer wahrscheinlicher. Vielleicht seine letzte Chance in Deutschlands höchster Liga.

Ein großes Raunen ging durch die Communities, auch in der von torwart.de wurde die Ablehnung des Angebots von Leichester City durch Rensing mit Unverständnis aufgenommen. Rensing selbst äußerte sich im Interview nicht konkret zur Absage, sondern nur generell. Er ärgere sich doch ein wenig so manches Angebot von „Spitzenclubs“ im Sommer nicht angenommen zu haben. Ein Eingeständnis also. Die…“

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(Foto: © n.macca CC, flickr)

Potenzial

15. September 2010

Michael Rensing (Foto mit Fan) sollte beim FC Bayern München Nachfolger von Oliver Kahn werden und wollte eine Ära prägen. Mittlerweile ist der 26-Jährige allerdings arbeitslos. Die Geschichte eines Absturzes.

Der Unterschied ist gewaltig. Die einen spielen in der Bezirksliga Weser/Ems, die anderen in Bundesliga und Champions League. Und dennoch hat der TuS Lingen ein ganz besonderes Verhältnis zum großen FC Bayern. Innerhalb von zwei Jahren schafften zwei Torhüter der Niedersachsen den Sprung nach München zum deutschen Rekordmeister.

Ähnlich Außergewöhnliches hat wohl kein anderer Amateurklub vorzuweisen. Noch extraordinärer wird die Geschichte allerdings, wenn man sieht, was aus den Keepern nach ihrem Wechsel zum FC Bayern wurde.

Beiden wurde großes Potenzial bescheinigt. Beide schafften den Sprung in die erste Mannschaft der Münchner. Für beide war dort aber kein Vorbeikommen an Stammkeeper Oliver Kahn. Während einer von beiden sein Glück schließlich bei einem anderen Klub versuchte, wartete der andere auf seine Chance als Nummer eins – der einzige Unterschied zwischen beiden. Heute sind Stefan Wessels und Michael Rensing arbeitslos. Beide….

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Nachtrag vom 28.09.2010

(Foto: gap089, creative commons)