Rettet die Bäume

17. September 2020

In Holsten-Bexten, östlich Salzbergen gelegen, wollen die Dorfbewohner ihre 200 Jahre alte Buche retten, die seit fast 40 Jahren, Naturdenkmal ist. Hier der kleine Film des NDR von gestern Abend dazu:

Keinen Film gibt es aus Lingen. Vor dem Amtsgericht stehen zum Beispiel zwei Kastanien und neben der Bonifatiuskirche eine Blutbuche. Sie sind keine Naturdenkmale, aber diese Bäume prägen das Stadtbild Lingens in der Burgstraße und verbessern dort das Kleinklima. Doch sie kämpfen -eingezwängt in sinnfreie Parkplatz- und Fußgängerpflaster- ums Überleben. Man erkennt dies sofort bei einem Blick in ihre Baumkronen. Da gibt es viel Totholz. Kann man durch eine Baumkrone hindurchsehen, sieht es schlecht mit dem Baum aus. Leider gab es im Rathaus bisher nur Desinteresse und Achselzucken, wenn ich auf das Sterben dieser Bäume hinwiesen.

Teufelsausschneider

17. Oktober 2012

Spiegel-online berichtet über einen Teufelsausschneider in Salzbergen:

„Die katholische Kirche von Salzbergen vermisst den Teufel: Irgendwer hat den als Drachen dargestellten Dämon aus einem Ölgemälde geschnitten. Der Pfarrer hofft nun, dass der Satansbraten zur Besinnung kommt.

Der Heilige Cyriakus wird den Täter nicht gesehen haben. Sein Blick geht nach oben, hin zum Herrn, weg vom Teufel, der in Drachengestalt zu seinen Füßen kauert, angeleint mit einer Kette. Drei Meter hoch ist das Ölgemälde des Heiligen und etwa eineinhalb Meter breit. Es hängt in der St. Cyriakus Kirche von Salzbergen im Emsland, einer Gegend, in der laut Pfarrer Michael Langkamp der „religiöse Grundwasserspiegel recht hoch ist“.

Nun ist der Drache weg, ein Teufelsausschneider war am Werk, Pfarrer und Gemeinde stehen vor einem Rätsel. Die Polizei hat den Tatzeitraum auf Samstag zwischen 10 und 17 Uhr eingegrenzt. Mehr weiß sie nicht, sie tappt also im Dunkeln, was in diesem Fall eventuell der richtige Ort sein könnte, denn wo sonst sollte man den Teufel vermuten?

Cyriakus machte sich einen Namen, als er im dritten Jahrhundert die Tochter des Kaisers Diokletian vom Dämon befreite. Deshalb der Drache in Ketten. Der Heilige wird als Patron verehrt: Er schützt den Weinbau und wirkt eigentlich auch gegen die Versuchung. Eigentlich. Nun steht er alleine da, und sein Glanz scheint verblichen, denn was ist das Gute schon wert, wenn es das Böse nicht gibt?

Solche Fragen kümmern Pfarrer Langkamp derzeit kaum…“

weiter bei Spiegel-online.

(Foto: PI Emsland/Grafschaft Bentheim)