Europa

28. März 2017

“Europe is not a market, it is the will to live together. Leaving Europe is not leaving a market, it is leaving shared dreams. We can have a common market, but if we do not have common dreams, we have nothing. Europe is the peace that came after the disaster of war. Europe is the pardon between French and Germans. Europe is the return to freedom of Greece, Spain and Portugal. Europe is the fall of the Berlin Wall. Europe is the end of communism. Europe is the welfare state, it is democracy,” Esteban González Pons (EPP) reminds us today [25th of March], on the 60th anniversary of the Treaties of Rome.

Entspannt Euch

12. März 2015

Bildschirmfoto 2015-03-11 um 22.19.04Die verquaste Begründung, es den Emsländern vorzuenthalten, zwischen vier verschiedenen Autokennzeichen zu wählen, kennen meine Leser. Am Dienstag hat nun der emsländische Kreistag im Kolonnenschritt hinter dem immer so gestaucht daherkommenden Landrat Reinhard Winter (CDU) erst einmal die vorgeschlagene Wahl zwischen LIN, MEP und ASD und EL abgelehnt: 47 Nein bei 10 Ja. Das ist nicht das letzte Wort; denn wir haben in 18 Monaten Kommunalwahlen im Emsland; deshalb bleibt das Thema natürlich auf der Tagesordnung und auch der nächste Kreistag wird darüber abstimmen, ob es die von vielen gewünschten Retro-Kennzeichen gibt oder nicht. In fast 300 anderen Landkreisen unseres Landes ist das nämlich längst selbstverständlich; doch es gibt eben immer Nachzügler, die lieber den Kopf trotzig in den Sand stecken, als die Zeichen der Zeit zu erkennen und den Einwohnern einfach „eine Freude machen“ (Michael Goldmann, FDP)

Dabei darf man amüsiert die gestelzten Erklärungen der einzelnen Kreistagsmitglieder in der Tagespresse studieren. Dass die Grüne Birgit Kemmer in bemerkenswerter Schlichtheit das Thema auf „Männerkram“ reduziert hat, wissen Sie. Nun sprintete geradezu die SPD-Kreistagsabgeordnete Karin Stief-Kreihe hinter der Grünen her ins argumentative Abseits und erzürnte sich über ganz arges „Altkreisdenken“ („immer sehr negativ“) – als ob die mögliche Wahlfreiheit irgendetwas damit zu tun hätte; aber für Funktionäre gleich welcher Couleur sind Wahlfreiheiten der Regierten immer schon und irgendwie bedrohlich gewesen; daher lieber nicht…

Dann tönte noch die CDU, man sei  „für den mündigen Bürger, aber“ . Meine Güte! Es gibt totgerittene Polit-Phrasen, die man wirklich nicht mehr hören will: „Mündige Bürger“ ist da ganz vorn. Außerdem wissen doch alle spätestens seit Pegida & Co., was man von  „Ich-bin…,aber“-Sätzen zu halten hat. Nämlich nichts bzw. in Wahrheit das Gegenteil.

BN16Der UWG-Vorsitzende Günter Pletz (Meppen) hatte für all diese verklemmte Bedenkenträgerei denn auch die richtige Antwort des Abends: „Entspannt Euch!“

Nur dass er dann eine geheime Abstimmung beantragte, hat nicht überzeugt. Die vage Hoffnung, dass CDU-Leute im geheimen Wahlkabinlein (gab’s das überhaupt?) anders votieren als ihre Vorturner vorgegeben haben, hat’s noch nie gegeben und das habe ich deshalb schon 1985 als völlig ungeeignetes Mittel abgeheftet. Doch mit der geheimen Abstimmung ersparte es der unabhängige Günter Pletz jedem Mitglied der von der LIN-MEP-ASD-Initiative so tief getroffenen  politischen Kreisliga, sich öffentlich und persönlich zu seiner peinlichen Provinzialität bekennen zu müssen. Nun, dafür dürfen sie aber nach 2016 noch mal abstimmen (und wenn es sein muss, noch viel öfter…). LIN-MEP-ASD kommt nämlich doch, nur etwas später. Entspannt Euch!

LIN, MEP, ASD

25. November 2014

Das Interesse an sogenannten Retro-Kennzeichen ist sehr groß. Bis Mitte dieses Jahres  ließen die Behörden hierzulande 287 (!) Kennzeichen mit Buchstabenkombinationen zu, die in der Vergangenheit Kreisgebietsreformen zum Opfer gefallen waren. Bei uns blieben nach 1977 bekanntlich LIN, MEP und ASD auf der Strecke. Jetzt gibt es eine neue Initiative der UWG im Emsland, sie -neben EL- wieder einzuführen.

„Herr Landrat Winter hat mich gebeten, Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Antrag bezüglich der Wiedereinführung der ehemaligen Kfz-Kennzeichen für die Sitzungen des Kreisausschusses und des Kreistags am 22.12.2014 zur Beratung und Beschlussfassung aufbereitet wird.“ So reagierte gestern die Landkreisverwaltung auf den unten stehenden Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft UWG, den mir Michael Fuest, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, zugeschickt hat. Wir zwei haben bisweilen über die „alten Kennzeichen“ gesprochen und jetzt bewegt sich offenbar etwas in diesem immer so unbeweglichen Landkreisgebilde.

“Auch viele Lingener wünschen sich offenbar das alte “LIN”-Nummernschild zurück. Das hat eine Umfrage der Ems-Vechte-Welle ergeben”, meldete die Ems-Vechte-Welle schon im April vor drei Jahren (hier ein EVW-podcast zum Thema) und gab doch gleich bekannt: ”Ob dies allerdings zukünftig im Landkreis Emsland möglich ist, ist noch unklar, denn der Landkreis Emsland sieht die Wiedereinführung der alten Nummernschilder “kritisch”.“

Was Landrat Reinhard Winter (CDU) erklären wird, kann man sich also denken. Es werden vor allem Phrasen über die emsländische Familie sein, deren Zusammengehörigkeit, bürokratischer Aufwand (wohl die dümmste Aussage dazu in Zeiten von EDV) und ähnliche Wo-kommen-wir-denn-da-hin-Aufgeregtheiten. Doch wären LIN, MEP oder ASD am Auto nicht einfach nur sympathisch-gut? Entspräche diese Vielfältigkeit nicht nur meinem Heimatgefühl mehr, als die EinfäLtige Verknüpfung mit beispielsweise Twist, Rhede oder Klein-Berßen. Genauso wie im südlich angrenzenden NRW: Dort hat der Kreistag sich im April des Jahres für die Wiedereinführung der Kfz-Kennzeichen BF (Altkreis Steinfurt) und TE (Altkreis Tecklenburg) ausgesprochen. Die Automobilisten im Kreis Steinfurt können jedenfalls frei zwischen BF, TE und dem bisherigen ST-Kennzeichen wählen.

Kommen wir 2014 der Sache näher? Herr Winter und seine CDU verstehen es wohl noch nicht. Denen geht es um ihr Verwaltungsgefühl. Nicht um das Lebensgefühl anderer Leute, und -im Vertrauen- wenn ein Antrag von einer kleinen Kreistagsfraktion eingeht, hat er sowieso keine Chance. Obwohl die Landkreisgranden darüber nachdenken sollten, weshalb allein das traditionsbewusste Bayern mit 60 neuen-alten Kenzzeichen die Spitze der bundesdeutschen Retro-Bewegung ausmacht (mehr).

Bildschirmfoto 2014-11-24 um 22.55.40

Günter Bröker, aufmerksamer Zeitgenosse und interessierter Leser der Internetseiten der Meppener Tagespost („MT“),  kann gerade diese gerade nicht mehr aufrufen. Wenn er es versucht, teilt ihm sein PC nämlich mit: HTTP 500 Interner Serverfehler. Seine aktuelle E-Mail-Anfrage an die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ):
Sehr geehrte Herren der Chefredaktion der NOZ!
 
Ich hätte gerne von Ihnen eine Antwort auf meine Frage:
Ist meine I.P Adresse auf Anweisung der Chefredaktion der NOZ für den Zugang auf die kostenlosen Seiten der NOZ.de gesperrt worden, nachdem ich die Berichterstattung der „Meppener Tagespost über den Verkauf der MEP scharf kritisiert habe ?                        
  
Ich hatte der MT schon Anfang August mitgeteilt, dass die MEP an den Investor Real IS verkauft worden ist und hatte sogar schon mal bei der MT nachgefragt, wann denn nun der Vollzug in der Presse veröffentlicht wird.
 
Mit freundlichen Grüssen
Günter Bröker
Die Antwort der NOZ kenne ich nicht. Aber sie interessiert mich. Hoffen wir mal, dass es Brökers PC ist, der spinnt, und nicht die NOZ.