Magdeburg

26. Oktober 2016

Mario Köhne (Twittername „Glomse“) verlässt nicht nur die Grafschaft und das Emsland, sondern auch Lingen und seinen Stadtteil Damaschke. Die Stimme der Ems-Vechte-Welle geht nach Magdeburg zum Mitteldeutschen Rundfunk, also nicht ganz bis Berlin, wo ich ihn eher vermutet hatte. In seinem neuen Blog informiert er seine treuen Fans:

„Es war für mich keine einfache Entscheidung, die ich am vergangenen Wochenende getroffen habe. Ich werde zum 1. Januar das Emsland verlassen und einen neuen Job antreten: ich werde als Reporter und Redakteur im mdr-Landesfunkhaus in Magdeburg anfangen.

funkhausMeine Situation in Lingen hat mich lange grübeln lassen: hier sind meine Familie und meine Freunde. Ich arbeite unglaublich gern im ems-vechte-welle-Team und habe mir in den Jahren seit Volo-Beginn 2009 ein – wie ich finde – gutes Netzwerk aufgebaut. Heimatverbunden wie ich eigentlich bin, fällt es mir schon schwer, das alles irgendwie aufzugeben. Andererseits wartet in Magdeburg ein für mich neues Haus mit sympatischem Team, es warten neue Strukturen, ein neues Umfeld, ein neues Berichterstattungsgebiet, sprich: eine neue Herausforderung. Und die möchte ich annehmen. Künftig heißt es also Merseburg und Weißfels statt Meppen und Wietmarschen. Ob es die richtige Entscheidung war, das dürft Ihr mich gern in einem Jahr oder in zwei Jahren fragen.

Zum Foto: Das Wetter in Magdeburg war am Freitag echt mies. Und dann ist noch eine Scheibe dazwischen. Aber ich wollte Euch den wunderbaren Ausblick aus dem Landesfunkhaus nicht vorenthalten.“

 

ps Übrigens Weißenfels, Glomse! Es heißt Weißenfels mit en hinter dem ß. W. liegt nahe Naumburg, wo bekanntlich Uta (Domstandbild mit drei Buchstaben) seit Jahrhunderten wartet 😉

Voller Länge

30. Januar 2012

Es geht ja irgendwie immer etwas rauf und runter. Auch dieser (wer will: dieses) kleine Blog  hat bessere und schlechtere Zeiten. Zurzeit beispielsweise fehlen mir die Kommentare von Frank O. und Ulrike, Buggy macht sich rar und die CDU-Schreiber haben sich zurückgenommen, weil ja jetzt nicht gewählt wird. Und ich versuche den bisweilen nicht einfachen Spagat zwischen meiner Tätigkeit bei den BürgerNahen und dem Schreiben hier (noch fühle ich mich gelenkig 😉 ).

Doch was ist eigentlich mit der Ems-Vechte-Welle los? Sie hatte ja bis zum Sommer ein ordentliches journalistisches Niveau erreicht, war kritisch und innovativ. Man konnte sich das Durchdentag-Magazin anhören – soweit der Empfang reichte, es war richtig gut. Und jetzt? Marco Schnitker ist weg zu ev1.tv und Simone Schnase hört man nicht mehr, weil sie Emskopp beglückt. Aber so eine Meldung wie diese in voller Länge in den 14.30Uhr-Nachrichten aus dem Emsland und der Grafschaft geht gar nicht:

Twist – Am Dienstagabend sind zwei Personen bei einem Unfall schwer verletzt worden. Gegen 18.55 Uhr befuhr eine 40-jährige Frau die Straße Hebelermeer in Richtung Ortsmitte und hielt das Fahrzeug auf der Fahrbahn an, um einen 9-jährigen Jungen aus dem Fahrzeug aussteigen zu lassen. Die Autofahrerin ließ das Fahrlicht an und ging zur Beifahrerseite um dem Jungen beim Aussteigen zu helfen. Da sich in diesem Augenblick aus Richtung Ortsmitte ein Fahrzeug näherte, wartete die Frau mit dem Jungen auf der Fahrbahn. Das Auto erfasste die Frau und den Jungen und prallte in das stehende Auto. Die 40-jährige Frau und der 9-jährige Junge wurden beide schwer verletzt und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Wie die 21-jährige Fahrerin des zweiten Wagens später zu Protokoll gab, war sie von den Scheinwerfern des stehenden Autos geblendet worden.Sie erlitt einen Schock und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Wie gesagt in voller Länge. Ich hab’s wirklich gehört. Es folgten dann noch drei weitere Originalpressemitteilungen der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim – fast vollständig   1:1 übernommen. Das ist leider seit Wochen so, das Niveau der evw-Meldungen. Wir erfahren viel über den Unfall hier und den Einbruch da. Das ist schnell, aber genauso schlecht gemacht. Inga Grabert, Mario Köhne & Co.: Ihr könnt doch Radio und müsst nicht nur die Presseerklärungen der Polizei vorlesen. Das Stadtblatt Lingen, auch eine permanente Enttäuschung, bringt zumindest noch Pressemitteilungen jenseits von Polizei und Zoll. Also, Ihr Ems-Vechte-Welle-Leute – strengt Euch bitte mehr an und werdet wieder besser. Ein Tipp: Fragt doch mal nach, was hinter den Meldungen steckt.  Sonst kann man ja gleich Radio Antenne …

Derweil -wer hätte das gedacht?!- mausert sich unsere Lokalzeitung ein wenig. Es gibt inzwischen die LT auf facebook und Thomas Pertz twittert sogar. Zugleich wird der überregionale Teil der NOZ unter dem neuen Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke flotter, hintergründiger, gründlicher.

ps Bliebe nur noch etwas über ev1.tv zu schreiben. Aber dafür ist es mir noch zu früh. Obwohl, dieser Klemmhumor á la Opa Anton geht mir schon reichlich auf den Wecker. Lacht da eigentlich wirklich jemand? Den würde ich gern kennen lernen.

Stammbuch

4. November 2011

Hajo Wiedorn hat 34 Jahre lang für die SPD im Lingener Stadtrat gesessen. Seine politische Arbeit begann schon vor über 50 Jahren in der damals noch selbständigen Gemeinde Biene. Im Gespräch mit Ems-Vechte-Welle-Reporter Mario Köhne blickt Wiedorn gemeinsam mit seiner Frau Inge zurück.
Und da schreibt er seinen Genossen ebenso klare Worte ins Stammbuch wie zum Beispiel OB Dieter Krone. Und er erklärt auch, was das ist, die „alte Idee von Heinz Rolfes“. Köstlich!

Das Hajo Wiedorn Interview der Ems-Vechte-Welle

ps Hajo Wiedorn hat mir übrigens zugesagt, künftig Beiträge für diesen Blog zu schreiben. Ich freu mich darauf und meine Leser dürfen das auch. Allerdings fährt HW erst einmal in Urlaub. Lingen, Beesten, Schapen, Malta ist wohl die Strecke, höre ich.

Deepwater horizon

29. März 2011

Unisono beklagten sich die Journalisten  über eine mehr als seltsame Informationspolitik nach der Explosion des Tankschiffs Alpsray im Hafen der Erdölraffinerie Emsland. Hier der Podcast der Ems-Vechte-Welle über BP, Deepwater horizon, die Informationspolitk, 80 Sekunden OB und viele falsche Ausagen:

“’Am Montag, den 28.03.2011 kam es um 22.50 Uhr zu einem Brand im Hafenbereich der Erdöl-Raffinerie Emsland. Ein Schiff, das mit Benzin beladen wurde fing Feuer und es kam zu insgesamt drei größeren Verpuffungen. Die Besatzung, die zum Zeitpunkt des Unfalls aus fünf Personen bestand, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Mitarbeiter der Schiffsbesatzung wurde leicht verletzt.‘ So beginnt die Pressemitteilung der BP. Viele Informationen hat der Erdöl-Riese zum Unglück in seinem Hafen allerdings nicht rausgegeben. Ems-Vechte-Welle-Reporter Mario Köhne war vor Ort und einer von den verdutzten Journalisten.“

Hier geht es zum -eindrucksvollen- podcast der Emsvechtewelle

Nachtrag:

«Derzeit kann man davon ausgehen, dass die Lage unter Kontrolle ist», sagte gegen (Dienstag-)Mittag Ralf Büring, Erster Stadtrat in Lingen (Ems). Das Technische Hilfswerk und eine Spezialfirma waren noch damit beschäftigt, das Wasser-Benzin-Gemisch und den Löschschaum abzupumpen. Wann das Schiff geborgen werden kann, ist noch unklar.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat unterdessen -wie in derartigen Fällen üblich-  Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Brandexperten untersuchen den Unglücksort. Der Kapitän des Tankschiffes steht unter Schock. Er konnte nach Angaben von BP noch nicht befragt werden.

(Quelle und Foto: © Ems-Vechte-Welle, Kieler Nachrichten)