Alex und Annette

15. April 2018

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Auf der Internetseite der Lingener Marienschule lese ich, dass in der letzten Woche der Mediziner Dr. Axel Kipp die Schüler/innen des Jahrgangs 7 und 8 und auch die anwesenden Lehrer (hoffentlich) der Marienschule nachhaltig zum Thema Zucker und Übergewicht sehr beeindruckt hat.

„Mit einem flotten, modernen und sehr anschaulichen Vortrag hat der Arzt aus Wietmarschen Einblicke in die Hintergründe, Entwicklung und Ursachen unserer immer dicker werdenden Gesellschaft gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt als (auch jugendlicher) Verbraucher kritischer und gesundheitsorientierter zu handeln – im eigenen Interesse. Mit wohldosiertem Witz, verständlicher Sprache und deutlicher Ernsthaftigkeit hat er den häufigen Bewegungsmangel – auch schon im Kindesalter, den oft nicht wahrgenommenen indirekten Zuckerkonsum, den enormen Einfluss der Werbung und Industrie und die vermeintlichen Gesundheitstrends (z.B. Smoothies) in den Fokus gestellt und gesundheitskritisch genau beleuchtet. Neben vielen unerwarteten Informationen über beispielsweise Vitaminsaft und Milchschnitte wird auch dieses Video sicher im Kopf der Schüler/innen hängen bleiben.

Die gesundheitliche Entwicklung des Ernährungszustandes unserer Gesellschaft ist weltweit in den Industrieländern sehr erschreckend und besorgniserregend und wir möchten unter anderem mit diesem Vortrag einen kleinen Beitrag zu einem Weg in eine sich gesünder ernährende und verbraucherkritische Gesellschaft leisten. Diese tolle Möglichkeit hier hat unsere engagierte Sportlehrerin Annette Koop in die Wege geleitet und damit auch eine alltagsnahe fächerübergreifende Verknüpfung von Sport, Hauswirtschaft (Ernährung), Biologie und ein wenig Chemie verdeutlicht. An dieser Stelle unseren herzlichsten Dank an Frau Koop und Dr. Kipp“

(Text und Foto (oben): ©Marienschule Lingen)

Werkstatt

24. September 2015

Fahrräder

125

26. April 2015

Eine einfache Idee, ein engagierter Macher und eine großartige Resonanz: Die Lingener  Fahrradaktion für Flüchtlinge und Menschen in Not von  Diakon Christian Eilers gestern war ein großer Erfolg. Insgesamt wurden 125 gebrauchte Räder abgegeben. Sie werden jetzt in den Fahrradwerkstätten der Gesamtschule Emsland und der Marienschule geprüft und, wo nötig, instand gesetzt. Dann gehen sie an die Empfänger.

Die Organisatoren nehmen übrigens gerne auch Geldspenden: Sparkasse Emsland Konto 58 305 (BLZ266 500 01) bzw. IBAN DE86 2665 0001 0000 0583 05 BIC NOLADE21EMS Verwendungszweck: „Fahrräder“.

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Fahrräder

24. April 2015

Am Samstag 25.04.2015 startet diese, maßgeblich von Diakon Christian Eilers initiierte Aktion: Fahrräder für Menschen in Not in Zusammenarbeit mit den Fahrradwerkstätten der Marienschule und der Gesamtschule Emsland:

„Am Vormittag von 10-12 Uhr in Biene am Gemeinschaftshaus und Nachmittags von 13-15 Uhr an der Kirche Maria Königin werden wir Fahrräder sammeln die nicht mehr benötigt werden. Anschließend werden die Räder durch die Fahrradwerkstätten der Schulen geprüft und ggf. repariert. Diese Räder werden dann auf Anfrage über den SKM an die Menschen in Not und Flüchtlingen zu Verfügung gestellt….“

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Pläne

4. März 2013

RathaustürFreitägliche Pressemitteilung der Stadt Lingen (Ems) über die letzten beiden Schulausschussitzungen:

„…Mehrheitlich wurde weiterhin der Beschluss gefasst, der Schulstiftung im Bistum Osnabrück einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro für Baumaßnahmen an der Marienschule zu gewähren. Auch dieser Beschluss erfolgt vorbehaltlich der Bereitstellung der Haushaltsmittel. Die Pläne der Schulstiftung im Bistum Osnabrück sehen vor, die Marienschule zu einer „inklusiven“ Schule umzubauen. In einem ersten Bauabschnitt ist bereits ein Fahrstuhl im vorhandenen „Atriumbau“ eingebaut worden. Dadurch wird ein barrierefreier Zugang zu allen Stockwerken der Marienschule ermöglicht. Zudem wurde das Atrium selbst renoviert und barrierefrei neu gestaltet sowie das sanierungsbedürftige Treppenhaus im Atriumbau erneuert. Auch der Umbau eines vorhandenen Jungen-WC-Raums in ein Behinderten-WC ist bereits erfolgt. In einem zweiten Bauabschnitt sollen nun die Außensport- und Spielflächen neu gestaltet werden, die auch durch die angrenzende Grundschule Wilhelm-Berning-Schule mit genutzt werden. Die Kosten für die Baumaßnahmen in beiden Bauabschnitten belaufen sich auf insgesamt rund 709.000 Euro….“

Wer will schon etwas gegen den behindertengerechten Umbau einer Schule sagen? Ich nicht. Zumal der Umbau beendet ist, wie die Pressemitteilung bestätigt.  Aber ich hab etwas dagegen, dass bzw wenn der erste Bauabschnitt einfach so begonnen wurde. Denn es ist eines der Prinzipien des öffentlichen Zuschusswesens, dass erst mit einem Projekt begonnen werden darf, wenn der Zuschussgeber sein OK gibt.  Beginnt ein potentieller Zuwendungsempfänger seine Maßnahme nämlich ohne die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn, so darf man getrost davon ausgehen, dass die Maßnahme auch ohne die Zuwendung durchgeführt werden kann. So wie hier bei der Marienschule?

Zwar hat der Erste Stadtrat Ralf Büring öffentlich erklärt [die entsprechende Passage des Artikels findet sich nicht im Online-Angebot der LT], er persönlich habe den sog. „vorzeitigen Maßnahmebeginn“ genehmigt. Zuständig war er dafür nicht. Seltsam ist außerdem, dass sich letzten Montag in der Verwaltungsakte weder ein Antrag der Schulstiftung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn finden ließ noch Bürings schriftliches OK, also ein entsprechender Bescheid oder auch nur ein Vermerk des Ersten Stadtrates. Auch noch sonst enthielt der Aktenvorgang keinen Hinweis darauf, dass dies so gewesen ist. Es gab auch keinen Vermerk über eine Beratung des Themas im Verwaltungsvorstand der Stadt, dem neben dem OB u.a. Ralf Büring und die anderen Dezernenten angehören.

Egal ist mir die Aussage des Ersten Stadtrats nicht. Also meine Suchmeldung: Wo gibt es einen Beleg dafür, dass stimmt, was Ralf Büring da gesagt hat? Ich will ihm ja gern glauben. Doch bislang fehlen mir prüfbare Fakten.  Und zum Glauben geht man in die Kirche.

ps
Es versteht sich von selbst (s.o.) dass die CDU-Mehrheit all dies nicht interessierte.  Sie hat dem Antrag nachträglich zugestimmt und auf diese Weise womöglich einen Präzedenzfall anderer  potentieller Zuwendungsempfänger geschaffen, übrigens trotz unserer BN-Fragen an das Rechnungsprüfungsamt und trotz des Umstandes, dass alle Inklusion längst fertig ist:

a) Handelt es sich um einen Antrag der Marienschule oder um zwei (Atrium-Umbau/Außenbereich)? Wann ist er/sind sie gestellt worden?
b) Ist der vorzeitige Maßnahmebeginn korrekt vor Beginn der Maßnahme beantragt worden?
c) Wann geschah dies? Ist dies aktenkundig?
d) Der Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn ist wann durch wen und in welcher Form gestellt worden?
e) Ist die mündliche Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns durch den Dezernenten formal ausreichend? Entspricht dies der dem RPA bekannten Förderpraxis?
f) Wann und mit welchem Ergebnis hat sich der Verwaltungsvorstand der Stadt mit dem Zuschussantrag und dem Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn befasst?
g) Hat der Verwaltungsvorstand oder der Dezernent -ggf  wann?-  beschlossen, die Gremien des Rates nicht zu beteiligen?
h) Ist die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn durch Herrn Stadtrat Büring verschriftet worden? Hat der Antragsteller einen entsprechenden schriftlichen Bescheid erhalten?
i) Wann ist das RPA mit dem Zuschussantrag und/oder dem Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn befasst worden?
j) Garantiert der Vertrag Stadt/Marienschule aus dem Jahr 1976, dass die Stadt für jede vom Vertragspartner für sinnvoll gehaltenen (Hochbau-)Maßnahme zahlt?
k) Gibt/Gab es für die Maßnahme einen weiteren Zuschussantrag beim Landkreis Emsland? Wie ist ggf. dort verfahren worden, auch in Sachen vorzeitiger Maßnahmebeginn? Mündlicher Antrag, mündliche Genehmigung?
(Foto: Lingen, Rathaustür/Ausschnitt; © milanpaul via flickr)

Gebrüder-Grimm-Schule

16. Dezember 2012

Unnötigerweise hat die CDU-Mehrheit in Lingen (Ems) gerade beschlossen, die Gebrüder-Grimm-Schule (GGS) zu schließen, pardon „auslaufen zu lassen“; der Schulstandort wird dicht gemacht. Dabei ist die Zweizügigkeit der GGS dauerhaft gesichert und das Schulgesetz des Landes Niedersachsen sieht für die „Oberschule“ genannte Verbindung von Haupt- und Realschule -also das Schulmodell der CDU- keine höheren Anforderungen vor. Tatsächlich will die Verwaltung auch vor allem die Pestalozzischule in die GGS umsiedeln, was aber noch nicht verraten wird. Es gibt zwar die Inklusionsvorgabe, doch daneben auch den 1,5 Mio-Euro-Bedarf, um die nur 400m entfernt liegenden Förderschule zu modernisieren. Diese Summe will man einsparen. Und die Marienschule schont man. Diese Privatschule des Bistums Osnabrück hat offenbar eine unbegrenzte Bestandsgarantie von der CDU erhalten. Deshalb dürfen dann die künftigen GGS-Kinder, die nicht auf eine katholische Privatschule wollen oder sollen, quer durch die Stadt gehen oder fahren (oder gefahren werden), um zur Friedensschule in Darme zu gelangen: 40 Minuten zu Fuß, 20 Minuten mit dem Rat oder 9 Minuten mit dem Wagen. Eine Strecke.

Ebenso nachdrücklich wie vergeblich hatten die BürgerNahen und die SPD an die CDU-Ratsmitglieder appelliert, mit der GGS-Schließung nicht ohne Not „den Schulfrieden“ in Lingen aufzukündigen. Die SPD hatte deshalb sogar einen GGS-Antrag für den Stadtrat zurückgezogen. Die CDU stimmte nur vordergründig zu; denn am Mittwoch der letzten Woche fand zwar ein Gespräch miteinander statt. Das aber verlief absolut enttäuschend, wie mir mein Fraktionskollege Volker Becker berichtete; denn gleich zu Beginn habe der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling erklärt, dass die GGS geschlossen wird und die CDU darüber nicht mit sich reden lassen. Punktum. Ich frage mich, was ein solches Gespräch dann sollte.

Die GGS-Eltern und die Schulleitung der GGS haben offenbar resigniert. Der Schulleiter nicht ganz freiwillig, wie ich hörte. Die staatliche Schulbehörde in Meppen soll ihm schon vor einigen Wochen eine Informationsveranstaltung untersagt haben.

Was lernen wir? Wir haben Wahlkampf und man darf nicht alles glauben, was die CDU da so erklärt, sondern das, was  sie beschließt. Guckst Du hier:

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[Oh, das ist ja nicht nur schwer zu verstehen sondern noch ein bisschen schwerer zu lesen.

Deshalb die politische Unwahrhaftigkeit, die es als CDU-Werbeanzeige am letzten Donnerstag bei Facebook gratis gab, noch einmal vergrößert hier:]

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