22

17. März 2017

22 – Malerei aus der Kunstsammlung der Stadt Lingen (Ems)
Kunstverein Lingen
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Eröffnung Fr 17. März -19.00 Uhr
18.03.2017 bis 07.05.2017, ganztägig
Eintritt 3 Euro

Mit der Gruppenausstellung „22 – Malerei aus der Kunstsammlung der Stadt Lingen (Ems)“ präsentiert die Kunsthalle im Kunstverein Lingen einen Überblick über einen großen Teil einer städtischen Kunstsammlung, die seit der Verleihung des ersten Lingener Kunstpreises im Jahr 1983 stets gewachsen ist. Die Zahl 22 umfasst alle Trägerinnen und Träger der heute renommierten und etablierten Auszeichnung des Lingener Kunstpreises seitdem bis zum vergangenen Jahr 2016. Auf einen Blick in den beiden Ausstellungsräumen der Kunsthalle vorgestellt, wird für die Betrachterinnen und Betrachter sowohl ablesbar, welche Art von Malerei in den 1980er, 1990er und 2000er Jahren aktuell war und ist, als auch ein Stück Geschichte dieses traditionsreichen Mediums vermittelt. Im Rückblick lässt sich ebenfalls sagen, wer von den derzeitigen und ehemaligen Preisträgerinnen und – trägern heute zu den namhaften Positionen der zeitgenössischen Kunstgeschichte zählen, denn einige der ausgestellten Künstlerinnen und Künstler üben eine Professur an einer renommierten Kunsthochschule aus, andere haben hingegen aufgehört, künstlerisch zu arbeiten.

Ich durfte die Ausstellung schon gestern Abend sehen. Mein Urteil: In musealer Qualität präsentiert die Lingener Kunsthalle die Malerei der 22 Lingener Kunstpreisträger. Ein Besuch ist ein Muss.

Maulbertsch_Apotheose_40e958319bDeutsche Malerei des 18. Jahrhunderts. 
Aus dem Bestand der Berliner Gemäldegalerie

Aschendorf – Gut Altenkamp
vom 18. Mai bis zum 12. Oktober 2014
Di – So von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Eintritt: 4,50 Euro 
Die Ausstellung auf Gut Altenkamp aus dem Bestand der Berliner Gemäldegalerie zeigt ein repräsentatives Spektrum der deutschen Malerei des 18. Jahrhunderts. Zu ihren Höhepunkten gehört das letzte authentische Bildnis Wolfgang Amadeus Mozarts (1756- 1791), das  Johann Georg Edlinger (1741 – 1819), um 1790 in München schuf.Die künstlerische Kultur Mitteldeutschlands wird von den Werken des aus Frankreich stammenden preußischen Hofmalers Antoine Pesne und dessen Schülern Christian Bernhardt Rode und Joachim Martin Falbe, aber auch von Malern des sächsischen Hofes, dem Porträtisten Anton Graff und dem vielseitigen Christian Wilhelm Ernst Dietrich, repräsentiert.Der hannoversche Hofmaler Johann Georg Ziesenis ist mit vier Porträts, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein („Goethe – Tischbein“) mit einem vertreten. Die Ausstellung zeigt Studiengemälde von Franz Anton Maulbertsch, Historienmaler und Freskant, Mitglied der Wiener Kunstakademie, der für den Kaiserhof und den süddeutschen und österreichischen Klerus Schlösser und Gotteshäuser großartig schmückte. Von den Grafikern Daniel Nikolaus Chodowiecki aus Berlin und Johann Elias Ridinger aus Augsburg werden Kostproben ihrer seltenen Gemälde vorgestellt.

Außerdem werden noch Arbeiten u.a. von Balthasar Denner, Anton von Maron, Anna Dorothea Therbusch und Januarius Zick gezeigt sowie schöne Porträtminiaturmalerei, die seinerzeit als persönliches Andenken an eine geschätzte Person genutzt wurde.

Abgerundet wird die Sonderausstellung durch passende kleinformatige Bildwerke aus der Skulpturensammlung im Berliner Bode-Museum, wo sich seit langem die künstlerischen Gattungen ergänzen.

Hinweis: Gut Altenkamp ist übrigens trotz der dazu schweigenden Internetseite vom Bahnhof Aschendorf in wenigen Schritten zu erreichen.

Ob eine offizielle Ausstellungseröffnung stattfindet, war im Internet nicht herauszufinden. Stattdessen titelt die Lokalzeitung „Kunst in Aschendorf hat sich akklimatisiert„. Tja, Provinz eben. Die Ausstellung besuchen sollte man trotzdem.

(Bild: Franz Anton Maulbertsch, Apotheose der Ungarischen Heiligen. 1772/1773 – Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie)