Bunt und schön und voller Leben
Naturgartenworkshop im Emslandmuseum
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28b
Samstag, 17. Aug. von 11 – 16 Uhr
5 Euro (Eine Voranmeldung war unter Tel (0591) 47601 erbeten, aber vielleicht geht es ja auch ganz spontan…)

Gemeinsam mit der Naturschutzstiftung startet das Emslandmuseum Lingen am 17.8. (Sa., 11-16 Uhr) einen neuen Naturgartenworkshop. Eingeladen sind alle, die sich für Gärten und Natur interessieren. Als Mittagsimbiss präsentiert „Kräuterhexe“ Maike Hoberg von der Naturschutzstiftung Emsland Fingerfood aus Unkraut. Auch die Insektenausstellung im Emslandmuseum kann im Rahmen des Naturgartenworkshops besichtigt werden.

Das Programm beginnt mit einem kurzen Blick auf die kulturhistorische Dimension von Gartenbau und Gartenkunst. Einst ging es darum, der „wilden Natur“ durch Zäune und Hecken ein Stück Kulturland für die intensive Produktion von Nahrungsmitteln und Heilpflanzen abzuringen. Spätestens mit der Renaissancezeit erwachte auch die Begeisterung für Blüten und Früchte aus exotischen Ländern. Ziergärten entstanden, um sich an den Pflanzen zu erfreuen und die neuen Kenntnisse der Botanik zu dokumentieren. Heute dienen Naturgärten dazu, der Natur in einer hochentwickelten Kultur- und Stadtlandschaft Reservate für Pflanzen und Tiere zu bieten. Insofern hat sich die Idee des Gartens hier einmal komplett umgekehrt. Gleichzeitig bietet der Naturgarten aber auch wertvolle Lebensmittel und gesunden Umgang mit der Natur.

Bei einer kleinen Exkursion zu einem Naturgarten in der Innenstadt gibt es schon unterwegs am Wegesrand viele Wildkräuter zu entdecken. Sie bilden die Lebensgrundlage für Insekten, die dann selber wieder als Nahrung für Vögel und andere Tiere dienen. Solche ökologischen Zusammenhänge funktionieren nicht nur im Wald und in der offenen Landschaft, sondern auch in einem urbanen Umfeld. Gärten, Parks und Wegesränder, ja selbst kleine Vorgärten und Bauminseln bilden hier einen wertvollen Lebensraum – oder eben auch nicht. Eine erfahrene Naturgärtnerin berichtet vor Ort über die langjährigen Erfahrungen mit ihrem Garten. Außerdem gibt es noch Tipps für die Anlage von Naturgärten sowie den Bau von Nisthilfen und Insektenhotels. Und an einem Informationsstand kann man jede Menge Material rings um das Thema Naturgarten und Naturschutz erhalten.
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Text: Stadt Lingen, Foto: Naturgarten in Herbrum, Emsland, ein Foto von Frank Vincentz, GNU CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Rundgang am neuen Emsarm
Kinderstube für Fische und Amphibien
Salzbergen-Holsten, Emsbrücke
Samstag, 20.07.2019 – 15.00 Uhr – 17.00 Uhr

Eintrittspreis: 4,00 €, Familienticket 10,00 €

In Salzbergen, auf der gegenüberliegenden Flussseite der Emshalle, wurden rund 14.000 Kubikmeter Boden ausgebaggert und abgefahren, um einen neuen Seitenarm zu schaffen. Auch hier haben nun Jungfische wieder die Möglichkeit den Hauptstrom zu verlassen und in dem ruhigeren, geschützten Gewässerabschnitt heranzuwachsen. Kröten, Frösche, Molche und andere Tiere finden hier ebenfalls den Lebensraum für ihren Nachwuchs. Heimische Wildblumen wurden neue ausgesät und säumen jetzt die Ufer. Zu einem Rundgang an diesem neuen Emsarm an der Emsbrücke Salzbergen-Holsten laden die Naturschutzstiftung und das Emslandmuseum am Samstag (20.7., 16-17 Uhr) im Rahmen ihrer Sommerexkursionen alle Interessierten ein. Naturschützerin Maike Hoberg und Dr. Andreas Eiynck erläutern dabei Geschichte und Natur an einem der schönsten Abschnitte der Ems. Hier entstand 2018 durch das Abbaggern von rund 14.000 Kubikmetern Boden ein neuer Seitenarm der Ems, der sich bereits nach einem Jahr zu einem Naturreservat für viele Fische und Amphibien, aber auch für die typischen Pflanzen des Flusstales entwickelt hat.

Ein Fluss bedeutet mehr als nur Wasser zum Angeln, zum Baden oder zum Kanu fahren. Er ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und verbindet über weite Kilometer Biotope und deren Arten miteinander. Vor den Eingriffen der Menschen waren die sogenannten Flussauen bewachsen mit nassen, sumpfigen Auwäldern. Auf höher gelegenen Flächen bildeten sich sandige Dünen. Der Fluss schängelte sich in vielen Bögen und Windungen durch die Landschaft und änderte bei Hochwasser immer wieder seinen Lauf. Frühere Flussschleifen wurden dabei teilweise oder ganz abgeschnitten und blieben als sogenannte „tote Arme“ zurück. Gerade diese Altarme sind aber Biotope voller Leben und hier herrscht biologische Vielfalt in Fülle.

Geschützt vom Hauptstrom bilden die Altarme die Kinderstuben für Fischen und Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche. Unzählige Insekten leben hier und Libellen verbringen hier als Larven ihre ersten Lebensjahre. Vögel und Säugetiere finden an den Ufern Nahrung und Schutz. Im Zuge des Gewässerausbaus wurde auch die Ems begradigt, Ufer wurden verbaut, Altarme abschnitten und zugeschüttet. Ihre ehemals reiche biologische Vielfalt ging stark zurück.

Im Rahmen des Hotspot-Projektes 22 „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ hat die Ems im Bereich von Salzbergen bis Lingen auf rund 20 Flusskilometern wieder etwas ihrer ehemaligen Strukturvielfalt und damit auch der biologischen Vielfalt zurückbekommen. Es wurden neue Seitenarme geschaffen, die die Funktion der ehemaligen Altarme übernehmen können.

Treffpunkt für den rund einstündigen Rundgang ist der Parkplatz an der Emshalle in Salzbergen, Emstraße 11 (an der Emsbrücke Salzbergen-Holsten). Der Treffpunkt liegt etwa 700m vom Salzbergener Bahnhof entfernt – also knapp 10m zu Fuß.

Die Westfalenbahn fährt mit der Verbindung RB 15 ab Lingen um 14.05, Rückfahrt ab Salzbergen ist ab 17.40 Uhr. Ich empfehle das Emsland-Tourentiket für zwei Personen und zwei Fahrräder Preis 19 Euro. Jeder weitere Mitfahrer plus 5 Euro. Fahrräder können kostenlos mitgenommen werden. Mehr…

Nach der Naturführung kann dann nach Rheine oder Leschede geradelt werden oder vielleicht auch ganz zurück nach Lingen…

(Foto: Ems bei Sazbergen, von GlasiPunk GNU-Lizenz für freie Dokumentation)

Ems-Saga

19. August 2016

Ems_zwischen_Emsbüren_und_SalzbergenEms-Saga in Hummeldorf
Was lebt in Bach und Fluss? Flussdynamik an Ems und Elsbach
Salzbergen
Treffpunkt: Parkplatz Emshalle, Emsstraße 11

Samstag, 20.08.2016, 15  Uhr
Karten 4 €, Familienkarte 10 €
Dauer: ca. 2 Stunden, ca. 5 km
Einen Fahrradverleih gibt es in Salzbergen. Voranmeldung ist nicht erforderlich

Gemeinsam mit der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland und der Emslandtouristik bietet das Emslandmuseum eine Reihe von Spaziergängen und eine kleine Fahrradtour an, bei denen sich die Teilnehmer über Natur, Landschaft und Geschichte informieren können. Die öffentlichen Veranstaltungen richten sich an alle, die Interesse an erlebbarer Natur und Geschichte haben – Familien und Erwachsene, Einheimische und Gäste.
Mit dem Fahrrad geht es bei dieser Tour zunächst an der Ems entlang. Von der Emsbrücke in Salzbergen, vorbei am „Roten Fleck“, wo einst eine Bluttat begangen wurde, bis zum Elsbach in Hummeldorf, wo die Elfen zu Haus sind. Maike Hoberg vereint Geschichte(n) mit erlebbarer Natur. An Stationen können die Wassertiere, die in Bach und Fluss zu Hause sind, gekeschert und angeschaut werden. Wo fühlen sie sich wohl?

(Foto: Ems nahe Salzbergen, von  GlasiPunk,  GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version)